Vorankündigung 1. Dezemberhälfte 2018: Andreas Hähle „Wahnsignale“

Andreas Hähle legt mit „Wahnsignale“ einen Roman vor, der dem Namen mehr als nur gerecht wird: Der Protagonist scheint zunehmend in eine Zerrissenheit abzugleiten, die in weiten Teilen ihre für die Leserschaft fesselnde Kraft aus seinen inneren Reflektionen gewinnt. Man sucht mit ihm nach einem Weg und einem Sinn, der mit der Wendezeit verlorengegangen scheint.

Hähle legt dem Romanhelden ganz unpolitisch seine philosophische Erzählkraft in den Mund und man ahnt, dass auch Hähle die Gelegenheit hatte, sein Leben tief zu vermessen. Dieses Buch reißt auf und mit, und wir wünschen Andreas nicht nur alles Gute, sondern auch viele begeisterte und sprachlose LeserInnen. Das Buch kann ab sofort in unserem Shop unter diesem Link vorbestellt werden.
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Radio Corax: Jennifer Sonntag und Franziska Appel und „Gefühlte Gemälde“ für blinde Menschen

Anlässlich der seit dem 21. September in der Hallenser „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) der Volkssolidarität“ laufenden Ausstellung „Gefühlte Gemälde“ der Künstlerin Franziska Appel, die von Jennifer Sonntag maßgeblich initiiert und mitorganisiert wurde, dürfen wir auf das Radioporträt mit Interviewsegmenten von Radio Corax verweisen, welches unter diesem Link den Hintergrund der Ausstellung und die Beweggründe der beiden Initiatorinnen beleuchtet.

Bildnachweis: Conny Schotte
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Ab sofort erhältlich: „Lilian“ von Susanne Agnes Fauser

Frisch aus der Druckerei ist ab sofort Susanne Agnes Fausers dunkle, fesselnde und unter die Haut gehende Romanperle „Lilian“ erhältlich. Ein Rausch von einer Geschichte, die sich um eine große Liebe, Mord, eine mysteriöse Vorgeschichte und damit verbundene ungelöste Geheimnisse rankt. Das Buch ist ab sofort im Buchhandel, bei Amazon und in unserem Shop erhältlich. Absolute Empfehlung!
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M. Kruppe wird Sprecherstimme für Wallace Stroby

Wir freuen uns mit und für unseren Autoren M. Kruppe, der jüngst Angebot und Zusage des „Pendragon„-Verlages bekommen hat, Sprecherstimme für den vierten Kriminalroman der Reihe „Crissa Stone“ von Wallace Stroby sein zu dürfen. Wallace Stroby schreibt sogenannte Hard Boiled-Kriminalromane, in deren Zentrum stets hartgesottene Ermittler nach Vorbild US-amerikanischer Krimis stehen. Kruppes Stimme wird der Rolle mehr als nur gerecht, wie wir finden; im Rahmen der Buchpromotion und eigener Lesprogramme wird in naher Zukunft also auch dieser spannende Stoff von und mit ihm zu hören sein.

Herzlichen Glückwunsch!

Bildnachweis: Stef Schmidt
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Neue Besprechungen: „Kammerflimmern“

Zu Tomas Jungbluths im vergangenen Sommer veröffentlichter Novelle „Kammerflimmern“ kamen in der jüngsten Zeit einige Besprechungen rein, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Die Novemberausgabe des „Orkus“-Magazins schreibt:

„… Was wir hier vor uns haben ist eine Novelle, die von der ersten Seite an mit einer bildhaften und emotionalen Sprache und einer außerordentlichen Wortgewandtheit Barrieren zwischen Erzähler und Leser einreißt. Der Erzähler berichtet von einer gescheiterten Beziehung, von einer verlorenen Liebe, die so schön und zugleich so schmerzhaft war, dass sie viele Risse und Narben hinterließ. Man verliert sich in den Worten, in den Schilderungen, die uns von Beginn an teilhaben lassen an einer Liebe, die so echt, so von Leidenschaft durchdrungen war, und weil jeder das Gefühl der Sehnsucht in Kombination mit unerträglichem Schmerz kennt, wird man auch so schnell so tief in Jungbluths Strom gerissen, dass man nicht mehr an die Oberfläche kommt. …“

Jennifer Sonntag nimmt das Buch wie folgt wahr:

„… Das Buch kann etwas, was so viele Menschen leider nicht oder noch nicht können, es setzt sich mit unseren inneren Anteilen auseinander und bietet eine echte Chance des Wachsens und Entwickelns. Dabei ist es nichts für Anfänger, nichts für Menschen, die die Auseinandersetzung mit alten Mustern und Glaubenssätzen überflüssig finden, die nichts mit Emotionalität und „Psychokram“ zu tun haben wollen. Erst eine aufgeräumte Beziehung zu uns selbst, ein Verstehen unseres „inneren Teams“, kann uns auch in äußeren Beziehungsgefügen glücklich werden lassen. Man kann die Gefühlslagen dieses so tief liebenden und so tief verzweifelten Paares mit allen Sinnen spüren und will es gleichermaßen schützen, vor dem Leser, voreinander. Obwohl nur er erzählt, habe ich in hohem Maße ein starkes Bewusstsein für ihre Erlebenswelt entwickeln können. Auch dieses Paar ist kein Anfänger. Es ist in der Lage zu erkennen, welche Komplexe, welche inneren Kinder einander Wunden schlagen. Erkennen, Entwickeln, Wachsen – wir müssen dabei zusehen, wie das solch tiefgeistige und hochfliegende Menschen nicht schaffen. Nicht zusammen. Wenn das Bedauern des Lesers darüber schon so groß ist, wie groß muss dann das des Schreibenden gewesen sein? Ich empfinde den Erzähler, der ja einen Monolog führt, erstaunlicherweise nicht als Anklagenden. Abrechnung ist nicht das Interesse des Buches. …“

Tami Weissenberg schließlich fasst seine Empfindungen wie folgt zusammen:

„… Er spricht die Leserschaft unverschämt direkt an, zieht sie oftmals unangenehm nah an sich ran – und lässt sie dann wieder ins Unendliche treiben. Es wechselt ständig das Gefühl zwischen persönlicher Ansprache und Voyeurismus. Erschreckend was Worte und Sprache bewirken können. Die im Buch benannte Frau wird in allen Facetten der menschlichen Charakteristik beschrieben: kokett, lasziv, verspielt, adrett, abweisend, fordernd, warm, kühl, toxisch. Diese unverschämt anziehende Toxizität dieser Frau zieht Jungbluth sowie die Leserschaft stetig in einen Bann, teilweise in eine sich nicht zu entziehende Abhängigkeit. Das Buch beschreibt die Bindung zwischen zwei Seelen wie sie unterschiedlicher nicht sein können – und die sich dennoch anziehen, abstoßen, verzehren und wieder aufladen. Oftmals legt man das Buch beiseite, erträgt das eloquente aber dennoch verständliche Wort- und Sprachgefecht einfach nicht. Es wühlt auf, lässt innehalten, lässt schmunzeln und lachen und lässt bittere Gefühle aufkommen und diese teilweise konservieren.

Es scheint wie ein großer Liebesbrief, wie eine Rechtfertigung der jeweils begangenen Fehltritte und manchmal – so ahnt man es – sickert der Wunsch durch, diese Frau noch einmal an der Seite zu haben um so vieles besser zu machen. Ob nun Liebesbrief, Abrechnung, Reflektion oder eine eigene Art der Verarbeitung hinter dem Buch stehen mag – es ist etwas, ich nenne es mal „Beichte“, wie es direkter nicht sein kann. Vielleicht stellt es der Leserschaft eigene Weichen, vielleicht trägt es zur eigenen Reflektion bei. Vielleicht ist es der Schlüssel zum Gegengift der Toxizität zwischen Menschen.“

Für die Besprechungen bedanken wir uns herzlich. Die vollständigen wie auch weitere Buchbesprechungen entnehmen Sie bitte diesem Link.
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Benjamin Schmidt wirkt am Musikprojekt „Kelpy“ mit

Wir freuen uns über die Mitwirkung unseres Autoren und Covergrafikers Benjamin Schmidt am Musikprojekt „Kelpy“ des Illustrators, Musikers und Multitalents Holger Much, das am 23. November in den Handel kommt:

„Tanz in den Tod“ heißt das neue Album von Kelpy, dem Musikprojekt des Illustrators und Musikers Holger Much, das Ende diesen Jahres aus den dunklen Wänden der nicht so heiteren Märchengefilde aufsteigen wird. Seit einigen Jahren nun schon vereint Holger Much mit „Kelpy“ Illustrationen, Lyrik und Klang. Auf seinem neuestes Werk aus Düsterfolk, magischer Elektronik und märchenhafter Flöte konnte er zahlreiche große Namen aus Deutschlands Gothicszene versammeln, wie Asp Spreng, Illuminate-Chef Johannes Berthold, Per-Anders Kurenbach, Roman Shamov, Violinenvirtuosin Ally Storch, Christian von Aster, KreuzVersuch und Benjamin Schmidt. Sie alle interpretieren die düstere, von Holger Much in zahlreichen Bildern verstörend und märchenhaft zugleich illustrierte Ballade vom Tanz in den Tod, dem Zaubermädchen und den Wesen des Waldes auf ihre ganz eigene, faszinierende Weise…. „Weil kaum etwas in diesen wilden, dunklen Zeiten so gut tut, wie sich von der wahren Magie und Schönheit unserer Welt ein wenig verzaubern zu lassen“, schreibt Luci van Org im Nachwort, möchte sie das Digibook jedem empfehlen, dessen Herz sich der Schönheit dunkler Wälder offenbaren kann – ihnen und jenen, die darin hausen…bis sie hervor kommen!“

Zusammen mit seinen Mitstreitern von „Digital 440“ hat Benjamin Schmidt seine ganz eigene Version von „Tanz in den Tod“ beigesteuert. Und nicht nur das – er hat darüber hinaus maßgeblich dazu beigesteuert, das Werk druckfertig zu machen. Das Album ist jede Entdeckung wert, hier kann man es vorbestellen. Wir wünschen Holger Much und seinen Musikerkollegen mit dem Projekt viel Erfolg.

Bildnachweis: Stef-Fotografie
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Redaktion des „Outscapes“-Magazins: Wir sagen Dankeschön!

Schweren Herzens haben wir, Tristan Rosenkranz und M. Kruppe, uns nach langen Überlegungen dafür entschieden, das „Outscapes“-Magazin bis auf Weiteres nicht mehr zu verlegen. Der Hintergrund ist die in den letzten Monaten um einiges angestiegene Aufgabenvielfalt, die sich aus der Verlagsarbeit, Veranstaltungsorganisation sowie Markt- und literarischen Salonterminen heraus erklärt. Jeder/s „sichtbare“ Termin und Buch trägt eine hohe Menge an Vor- und Nacharbeit in sich, vor diesem Hintergrund ist es uns kaum mehr möglich, ein quasi ehrenamtliches Printmedium samt seiner vielfältigen Inhalte zu verantworten.

Wir bitten unsere ebenso treue wie wachsende Schar an LeserInnen um ihr Verständnis und erstatten selbstverständlich gern noch offene Abonnementsbeträge – bar oder in Form eines Gutscheins für unseren Onlinestore. Bitte einfach eine Mail an uns schicken und wir melden uns zurück.

„Bis auf Weiteres“ bedeutet in dem Zusammenhang, dass wir gern über eine Neuauflage nachdenken, wenn sich der ein oder andere Kopf unter unseren LeserInnen dafür entscheidet, redaktionell bei uns mitzuwirken, also Ideen einzubringen, starke Kreative zu kontaktieren, AnzeigenschalterInnen zu akquirieren, Interviews zu erstellen und / oder Texte zu schreiben. Bis dahin bedanken wir uns vom ganzen Herzen bei allen beteiligten KünstlerInnen, AutorInnen und Kreativen sowie unseren UnterstützerInnen, LeserInnen und AbonnentInnen und sagen „Schön wars mit Euch!“.
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Herzlich willkommen: Corina Gutmann

Eine besondere Freude ist uns die fast zeitgleich zum 25jährigen Jubiläum als Leiterin der Greizer Stadtbibliothek eingegangene Vertragsunterzeichnung von Corina Gutmann. Besonders, weil sich Corina Gutmann seit vielen Jahren nicht nur für die Bibliothek und kulturelle Vielfalt ihrer Region engagiert, sondern auch literarisch mit Ostthüringer Häftlingen arbeitet. Als Resultat dieser Arbeit wird Corina Gutmann im 1. Quartal 2019 bei uns die Anthologie „Kopfkino“ herausgeben, die die beste(n) Kurzgeschichten, Prosa und Lyrik Inhaftierter zu ihren Träumen, Sehnsüchten, ihrer Schuld und ihrem Schmerz vereinen wird.

Wir freuen uns sehr über dieses Projekt, weil es einmal mehr die hohe Notwendigkeit unter Beweis stellt, für gescheiterte oder Menschen mit hohem Bedarf an Unterstützung aktiv zu sein. Herzlich willkommen, Corina!

Bildnachweis: Frank Gutmann
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Ab sofort erhältlich: „Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“ von Klaus Märkert


Wir freuen uns auf unseren äußerst unterhaltsamen Neuzugang „Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“ von Klaus Märkert, einem schwarzhumorig-verstiegenen Band aus Erzählungen uns Short Stories, der ganz nebenbei festgefahrene Sichtweisen in unser aller Köpfen schmunzelnd-abrgündig aufs Korn nimmt. Zur Beschreibung und Bestellung des feinen Buches folgen Sie bitte diesem Link. Wir wünschen viel Vergnügen!
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Tami Weissenberg in der Geraer Stadtbibliothek: ein Rückblick

Eine gute Woche ist es mittlerweile her, und erst jetzt finden wir Zeit für einen kurzen Rückblick auf Tami Weissenbergs Geraer Lesung vom 13. 09. 2018 aus seinem Buch „Darjeeling Pur“ mit anschließender Gesprächsrunde. Die mit mehr als zwanzig Gästen gut besuchte Veranstaltung wurde vom Geschäftsführenden Bildungsreferenten der Landesfachstelle Männerarbeit zu Sachsen, Frank Scheinert, moderiert und begann im ersten Teil mit der Lesung von Auszügen aus dem Buch, die große Betroffenheit und Fassungslosigkeit im Publikum auslösten. Entsprechend angeregt und weitreichend gestaltete sich auch die Gesprächsrunde im Anschluss, der neben Frank Scheinert und dem Autoren auch die Ehe-, Familien-, Lebens- und Sexualberaterin Dorothea Kramß beiwohnte.

Die Veranstaltung dauerte weit mehr als drei Stunden, und selbst in dieser Zeitspanne ließen sich nicht alle angesprochenen Emotionen, zutage getretenen Probleme und Aufgaben im Spannungsfeld zwischen emotionaler Abhängigkeit, massiven Gewaltwiderfahrnissen und geschlechterunabhängigen Gewaltschutz erschöpfend diskutieren.

Die Veranstaltung war gemessen an der BesucherInnenzahl, dem Interesse am Thema und dem vor Ort erhältlichen Buch sehr erfolgreich; einzig die Tatsache, dass nahezu ausschließlich Frauen anwesend waren, gab allen Beteiligten zu denken.

Unser Dank gilt der Stadtbibliothek Gera, der Landeszentrale für politische Bildung, Tami Weissenberg, Dorothea Kramß und Frank Scheinert sowie allen anwesenden Gästen. Ein weiterer Lesungstermin in der Region wird am 22. 11. 2018 in der Stadtbibliothek Greiz sein.

Zu einer kleinen Bildzusammenfassung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Kerstin Ebert
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