Edition Outbird auf der „Buch Berlin“ vom 20. – 21. 11. 2021

Nach der „Buch Wien“ ist nun auch unsere Teilnahme an der „Buch Berlin“ am 20. und 21. November 2021 beantragt. Auch an dieser – nach Frankfurt und Leipzig drittwichtigsten und sehr familiären – Buchmesse nehmen wir damit das erste Mal teil. Die Gründe der Nichtteilnahme im vergangenen Jahr sind hinlänglich bekannt. Wir freuen uns auf gute Gespräche, neue Kontakte und KundInnen und damit auf mehr Sichtbarkeit unseres Herzblutverlages. Der genaue Standplatz wird in Kürze in unserem Veranstaltungskalender bekanntgegeben.
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„Buchmarkt“ interviewt Christian Mahlow zu „Die Walin“

Wir bedanken uns herzliche beim Branchenmagazin „Buchmarkt“ für das Interview mit Christian Mahlow zu seinem im Juli 2021 erscheinenden, von Joelle Vanderbeke illustrierten Kurzroman „Die Walin“:

„… BuchMarkt: Worum geht es in „Die Walin“?

Christian Mahlow: Die Walin erzählt vom einsamen und absurden Kampf eines Mannes um das Überleben eines Zwergwal-Weibchens. Der zurückgezogene Mann hatte die Walin schon viele Male im Ozeanarium bewundert, als sie eines Morgens plötzlich in seinem Wohnzimmer liegt. Fieberhaft bemüht er sich, Hilfe zu holen, aber niemand glaubt ihm, dass ein Wal in seiner Wohnung liegt. Überfordert, aber blind entschlossen, die Walin zu retten, tut er alles, um dem langsam sterbenden Koloss zu helfen. Seine verzweifelten Bemühungen sind ein Grenzgang zwischen unerfüllter Liebe, Schuldgefühlen und Selbsterkenntnis. „Garniert“ ist das Buch im Übrigen mit einer Covergrafik und berührenden Illustrationen von der Dresdener Illustratorin Joelle Vanderbeke.

Kräftige Themen. Wieso wollten Sie darüber ein Buch schreiben?

Wenn man sich die kurze Zusammenfassung anschaut, sieht man wahrscheinlich schon, dass ‚Die Walin‘ kein Sommermärchen ist, sondern vielmehr eine spannende Parabel. Ich glaube, was mich an diesem Stoff am allermeisten interessiert, ist die Frage, wie weit reicht Bedingungslosigkeit? Wie weit geht man, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt, wenn man etwas unbedingt will? Wie viel lässt sich ertragen oder aushalten, um ein Ziel zu erreichen, um sein Leben auf eine bestimmte Art und Weise zu leben? …“

Das komplette Interview entnehmen Sie bitte diesem Link. „Die Walin“ vorbestellen: Bitte hier entlang.

Bildnachweis: Andac Karadeyoglu
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Neu auf YouTube: Lesespot mit Benjamin Schmidt – „Schon immer ein Krüppel“

„… Ich spüre, wie sich mein Aggregatzustand verändert, wie ich mich im Getriebe der Menschheit nach und nach auflöse, wie ich zum Funktionsträger werde …“ Schonungslos und direkt führt Benjamin Schmidt seine HörerInnen auf unserem neuen YouTube-Video ins Innere seines Romans „Schon immer ein Krüppel“.

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.
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Hörproben der Edition Outbird bei „Hearthis“

Ab sofort sind finden Sie auf unserem „Hearthis“-Profil wie auch in unserem neuen Menüpunkt in der linken Leiste dieser Website Hörproben aus einer Vielzahl unserer Buchveröffentlichungen. Das Profil wird fortan um jede Hörprobe zu einer weiteren Neuerscheinung aktualisiert. Wir freuen uns über Abonnements und Weiterempfehlungen – herzlichen Dank!

Wir bedanken uns herzlich!
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Thüringer Literaturrat nimmt M. Kruppe in Audioarchiv auf

Der Thüringer Literaturrat nahm unlängst eine Auswahl an eingelesenen Texten aus M. Kruppes jüngstem Buch „Geschichten vom Kaff der guten Hoffnung“ in sein Audioarchiv auf. Die Hördateien entnehmen Sie bitte diesem Link, besagtes Buch finden Sie in unserem Verlagsshop unter diesem Link.

Wir bedanken uns herzlich!
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„Börsenblatt“ stellt unseren Verlag vor

Als Neumitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wurde unser Verlag gestern in Form eines Interviews auf der Onlineausgabe vorgestellt:

„Mit Crowdfunding und einer Spielwiese für „alternative Themen“ will die Edition Outbird Akzente setzen und für literarische Überraschungen sorgen. Hier präsentiert Tristan Rosenkranz das Unternehmen.

Wobei erhoffen Sie sich Rückendeckung und Unterstützung vom Börsenverein?
Ich denke, dass der Börsenverein in vielen Belangen wichtiger Partner sein kann und ist: verlegerisches Know How, Rechtsberatung, Vernetzung und Networking, Digitalisierung und Zukunftsperspektiven, ein reichhaltiger Erfahrungsschatz zum „System Buch“ und der Verlags- und Buchhandelswelt und nicht zuletzt auch handfeste Vorteile, beispielsweise bei Messestandpreisen.

Wie sieht Ihre Geschäftsidee, Ihr Geschäftskonzept aus?
Wir verstehen uns als Kollektiv und sehen unsere Autor*innen als Partner*innen, die ihr Buch als ihr eigenes Herzblut verstehen. Wichtig ist uns, dass das Miteinander und die Chemie stimmen und dass wir den Autor*innen nicht einer unter vielen Verlagen sind, sondern sie sich mit unserer Philosophie identifizieren. Unsere Autor*innen nehmen uns bisweilen als Spielwiese wahr, auf welcher die Rahmen nicht so eng gesteckt sind wie in Publikumsverlagen. Die „Edition Outbird“ richtet ihren Fokus auf alternative Lebensentwürfe und literarische Universen von Unkonventionellen. Zwischen mit sensiblem Blick erzählten Romanen, dunkler Fantastik, Short Stories mit schwarzem Humor und surrealen Miniaturen schlägt das Herz der Edition. Immer wieder auch spiegeln inklusive Themen, Tabuzonen der Gesellschaft und Geschichten gebrochener Lebenswege unsere Romane, Novellen, Erzählungen und Lyrikbände.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf dem Markt ein? Wo sehen Sie die Stärken Ihres Unternehmens im Wettbewerb?
Die Stärken des Verlags, jedenfalls lässt das die wachsende Resonanz hoffen, liegen zum Einen in den in der Independentkultur und schwarzen Szene begründeten Wurzeln, die mit schwarzem Humor, Short Stories und spannenden Romanen mittlerweile längst auch ein breites Publikum erreichen, zum Anderen wächst auch der Themenkomplex der Inklusion, der ja das Überwinden von Tabus und Stigmatisierungen in sich trägt und in erzählerischen Stoffen die Erfahrungswelten von – beispielsweise – Menschen mit körperlicher Behinderung oder psychischer Krankheit, narzisstischer Persönlichkeitsstörung, Gewalterfahrungen in der Beziehung oder einem Leben hinter Gittern widerspiegelt.

Welche Plattformen für Networking, für den Erfahrungsaustausch mit Kollegen wollen Sie im Verband nutzen?
Im Moment tauschen wir uns rege innerhalb der Verlegergruppe Unabhängiger Kleinverlage bei Facebook aus und beteiligen uns wiederum dort auch lebhaft an der von Jens Korch (Edit. Wannenbuch) ins Leben gerufenen und betreuten Marketingplattform „Schöne Bücher“ mit zahlreichen günstigen und wirksamen Werbemöglichkeiten. Was darüber hinaus an Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs auf uns zukommt, nutzen wir sehr gern auch.“

Online finden Sie das Interview auf Boersenblatt.net. Wir bedanken uns herzlich beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels!
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Zum Jahrestag der Bücherverbrennung | Tom Hohlfeld spricht Kurt Tucholsky

Am 10. Mai 1933 inszenierte der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund in 22 Universitätsstädten die Verbrennung unzähliger literarischer Werke als Höhepunkt der sogenannten „Aktion wider den undeutschen Geist“, mit der kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten die systematische Verfolgung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer oppositioneller oder politisch unliebsamer Schriftsteller begann.

Tom Hohlfeld spricht in Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse Kurt Tucholskys erstmals am 07. 07. 1931 in der „Weltbühne“ unter dem Pseudonym Theobald Tiger veröffentlichtes Gedicht „An das Publikum“.

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.

Bildnachweis: Alamy Ltd.
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Teaser zu Manuela Staschke-Sautters Erzählband „Verstörungen“

Warm und zärtlich ist die Sprache Manuela Staschke-Sautters im im Juli erscheinenden Erzählband „Verstörungen“, der uns auf eine Reise durch die Psyche und deren Grenzgänge mitnimmt. Der Teaser von Amanda Art berührt und macht neugierig auf das Buch…

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.

Bildnachweis: Amanda Art
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Herzlich willkommen: Tom Hohlfeld

Mit Tom Hohlfeld begrüßen wir einen engagierten Autor, Moderator, Redner und Kulturunternehmer, der mit seiner Lyrik Grenzen auslotet und oftmals neue, musikalisch vertonte Klanglandschaften schafft. Sein Gedichtband „Komorebi“ (im Japanischen sinngemäß für Licht- und Schattenspiele und die Liebe zur Natur stehend) ist der stille, meditative Schattenriss eines Schlaflosen, der sich des Alltäglichen überdrüssig fühlt und los wandert, aus der Stadt hinaus die Landschaft durchstreift und erst am nächsten Tag auf seinem Dach wieder ankommt. Und zugleich auch ein Sinnbild für unkontrollierbare Ausnahmesituationen, ohne sich jedoch darauf festlegen zu wollen.

Tom Hohlfeld, der sein künstlerisches Schaffen unter dem Namen „Janusdestillat“ zusammenfasst, ist Träger des Christop-Lüders-Preises und im Naturschutz aktiv.

Bildnachweis: Dennis Lohann
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Oliver Schmales Vorwort zu Dr. Michael Haas´ „Kritische Masse“

Zu Dr. Michael Haas´ Roman „Kritische Masse – Ein Parlamentsroman“ bedanken wir uns herzlich bei Oliver Schmale für sein Vorwort:

„Literatur ist ein langsames Medium. Bis gesellschaftliche Ereignisse in Worte verpackt werden, kann es oftmals dauern. Ganz besonders, wenn Bücher politische Themen behandeln. Politische Bücher gibt es viele. Aber nicht alle sind fesselnd und gut. Politische Romane werfen einen Blick über den Tellerrand, regen zum Nachdenken an, sind teils witzig, teils tragisch, teils fiktional, teils auf wahren Begebenheiten beruhend. Der Roman „Kritische Masse“ von Michael Haas ist rein fiktional und sehr lebendig und ansprechend geschrieben.

Die pointierte Analyse steht hier nicht im Vordergrund. Aber schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass das politische Buch von Michael Haas wie ein Seismograf ist. Es nimmt fast unmerklich etwas auf, was unter der Oberfläche grummelt: Das Leben der Mächtigen und solcher, die es werden wollen. Komme, was wolle. Um jeden Preis. Ein Leben, in denen auch Satyrn eine Rolle spielen, dämonenhaft zügellos, widerlich und abstoßend. Und immer wieder ein Leben jenseits der Moral, geprägt von Gier, Neid, Bosheiten. Wer hätte es gedacht: einfach asozial. Die Welt, die es draußen vorzufinden gibt, spiegelt sich auch im Kleinen wider, mit allen Facetten, hier im vorgeblichen Landeszentrum der Macht in Sternheim, das der Romanschreiber äußerst geschickt und mitreißend in seiner sprachlich geschliffenen und angenehm intellektuellen Art, Schicht um Schicht, entlarvt und freilegt.

Bei aller Fiktionalität wird klar, dass es dennoch Verweise gibt, wenn auch ungewollt, auf die landespolitische Szene Baden-Württembergs der 2010-er Jahre. Es ist die Zeit, als die CDU nicht mehr den Ministerpräsidenten stellt, die Grünen in die Regierungszentrale einziehen und SPD und FDP massiv an Bedeutung verlieren, und mit der AfD die Rechtspopulisten in der zweiten Hälfte der zweiten Dekade in diesem Jahrhundert in das Parlament gelangen.

So mancher Romanschreiber ist eigensinnig und lässt sich nicht gern etwas abverlangen. Er lässt sich auch nicht etwas vorschreiben, weil er seinen Stoff selber sucht. Und den fand der Autor unmittelbar und hautnah und ohne lange Suche: Zum Stoff ist Michael Haas durch seine frühere Arbeit bei einer Landtagsfraktion gekommen. Er gewann hier die tiefen Einblicke, die nicht fehlen dürfen, um einen Roman besonders gut nachvollziehbar werden zu lassen.

Dass Politik sich manchmal als Realsatire darstellt, ist leider so und macht es umso interessanter und in der überspitzten Erzählmanier, wie im vorliegenden Fall, auch absolut amüsanter. Hier setzt der Autor beim Leser an, in dem er ihn unmerklich beim Miterleben der Szenen und Szenerien zum Nachdenken auffordert. Haas selbst sagt: „Dieser Roman ist nicht nur Satire, Sittengemälde und kritisches Manifest, er appelliert auch an die Leserinnen und Leser, mit wachen Sinnen ihre Politiker – deren Arbeit, Motive, Ziele und Intentionen – kritisch zu reflektieren: im Idealfall konstant und nicht nur eine Woche, bevor die nächste Wahl stattfindet. Wir alle sind Korrektiv und Richter über die Akteure der politischen Welt. Wir sollten sie nach dem bewerten, was sie tatsächlich unternehmen, um das Leben der Menschen zu verbessern, und wir sollten wachsam sein, heute mehr denn je“, hofft Haas.

Biografische Züge gibt es in dem Roman nicht. Aber der Autor transportiert so manches Erlebte. Der Autor zieht seine Kreise immer weiter, wenn er seine Sicht der Dinge in Form der Hauptfigur des David Davidson erzählen lässt, den er als Salon-Bolschewisten bezeichnet. Dieser wisse, dass nur jene die Welt verändern, die selbst Initiative entwickelten, und genau das sei ihm nicht gegeben, so der Autor. Für ihn ist das Buch eine Art Befreiungsschlag. „Während meines Gastspiels in der baden-württembergischen Landespolitik wurde mir von verschiedener Seite vorgeworfen, ich sei viel zu sehr Bohème, um mich für die Niederungen der Politik zu begeistern. Dieser Vorwurf ist berechtigt. Ich hoffe sehr, nie wieder Menschen nahezukommen, deren Ego sich über ihre hierarchische Stellung im Politikbetrieb definiert. Oder über die Ambition, eine höhere Stellung zu bekleiden.“

So darf der Leser David Davidson bei seiner Arbeit im fiktiven Sternheimer Landtag begleiten und erfährt, welch überaus buntes Menschenvölkchen heutzutage ein Parlament ausfüllt und wie sie arbeiten. Denn: Wie in jeder Branche gibt es sie auch in der Politik, die „intrigierenden, selbstverliebten Zwerge, die glauben, ein großer Schatten verleihe ihnen die Macht von Riesen“. Die Macht ist aber nur auf Zeit vergeben und kann bei der Neuwahl abrupt beendet werden.

Die Einblicke in den Sternheimer Landtag dürfen, ja, sie müssen aufrütteln. Denn, wie sagt man, das Leben schreibt die besten Geschichten. Und derlei Erlebtes ist so verrückt, dass es keiner besser erfinden könnte. Michael Haas jedenfalls gelingt es mit seinem Roman und seiner fiktiven Wirklichkeit, dem Leser einen Spiegel vorzuhalten. Und demnach scheint das Zentrum der Macht nicht immer ein Vorbild zu sein, denn es tummeln sich auch Menschen in ihm, die sich Politiker nennen, aber leider kein Zoon politikon sind, ein auf die Gemeinschaft hin bezogenes soziales Wesen, sondern ein teils irrwitziges Streben nach Schlagzeilen an den Tag legen, wann immer sie wollen, egal, ob Feiertag ist oder nicht.

Hier kann der Leser nur begrenzt teilnehmen, denn derlei Blicke hinter die Kulissen sind nicht jedem vergönnt und seien sie hier auch nur fiktiv nachgezeichnet. Dennoch scheint auch schon genug vom Wesen und Wollen so mancher Politiker durch, etwa bei Pressekonferenzen, die man im Fernsehen verfolgen kann oder im Zuschauerbereich des Landtags.

Den Irrwitz aber – auch im politischen Alltag – wird es wohl immer geben. Nicht immer ploppt er hoch an die Oberfläche. Der Roman von Michael Haas aber hilft den Blick zu schärfen für die Realsatire, die Tag für Tag auch politisch vorgelebt wird. Und für die Satyrn, die es auch in Sternheim und anderswo gibt.

Wohl dem Autor, der wie Michael Haas mutig die Skrupellosigkeit solcher Machtgefüge entlarvt, weil er noch Moral, Prinzipien und Anstand besitzt und dieses wertvolle Gut auch für sich erhalten möchte. Trotz aller Enttäuschungen über das machtversessene Verhalten von Politikern hat er den Glauben an schönere Gestaltungsmöglichkeiten im Interesse der Menschen, der Freiheit und der Gerechtigkeit noch nicht verloren, jenseits des Provinztheaters in Sternheim und anderswo.

Oliver Schmale, freier Journalist“

„Kritische Masse – Ein Parlamentsroman“ kann in unserem Onlinestore bestellt werden. Herzlichen Dank!

Bildnachweis: Privat
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