Neu auf YouTube: Literatur im Gespräch mit Jan Off

In unserem neuen YouTube-Interview spricht Jan Off mit M. Kruppe darüber, warum er mit seinem neuen Roman „Cumulus 2161“ eine Dystopie veröffentlicht hat, welche Gesellschaftskonflikte ihn zum Buch inspiriert haben, welchen Zusammenhang es zwischen der Linken und Utopien gibt, wie eine Welt abtrainierter Agressionen aussehen würde und worin die Gefahr politischer Perfektion besteht. Aber natürlich auch darüber, wie Jan Off zur Edition Outbird gefunden hat.

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Interview mit Jan Off in den „Andromeda Nachrichten“

Für die Andromeda Nachrichten, die umfangreichste und seit 1970 im Science Fiction Club erscheinende Publikation zum Thema im deutschsprachigen Raum, interviewte Volly Tanner Jan Off anlässlich seiner Dystopie „Cumulus 2161“. Zitat:

„… Das Gefühl des Glücklichseins der Massen ist die Erklärung für die Handlungsweisen des Komitees, die Überwachung, die Fremdbestimmung. Nun sind wir beide alte Freunde der Machtkritik und haben schon früher stundenlang über die Rechte des Einzelindividuums in einem Kollektiv philosophiert. Was wiegt mehr? Das Recht des Einzelnen auf Entwicklung (auch in die Irre) oder das Recht der Vielen auf Ruhe?

Das ist in der Tat eine spannende Frage. Lässt man den Einzelnen gewähren, wie er will, droht der nackte Barbarismus, werden ihm zu viele Regeln auferlegt, wird er alsbald zum Sklaven. Hier das rechte Maß zu finden, wird zweifelsohne die größte Aufgabe für kommende Weltregierungen darstellen. Dafür schon jetzt Glück und Erfolg.

Heißt das, dass Du eine Weltregierung für wirklich sinnvoll hältst? Wir wissen, dass die Fehlerquote, sei sie auch noch so kleinprozentig, automatisch, wenn die Systeme immer größer werden, rein zahlenmäßig auch immer größer wird. Heißt: In großen Systemen werden die systemimmanenten destruktiven Strukturen immer stärker und wirksamer. Oder müssen die Systemgrößen, Menschen eben, begrenzt werden? Welche Gedanken treiben Dich da um? In Deinem Buch gibt es diese Begrenzung ja.

Keine Frage, würde es, wie in meinem Roman beschrieben, gelingen, die Erdbevölkerung auf dreißig Millionen zu reduzieren (Hallo, Wasserwerke!), könnten wir wohl gepflegt zum Stammessystem zurückkehren. Da das aber natürlich eher unwahrscheinlich ist, scheint mir bei all den Problemen, denen sich die Menschheit gegenübersieht, die Möglichkeit einer Weltregierung nicht gänzlich ausgeschlossen. …“

Das komplette Interview ist unter diesem Link abrufbar. Wir bedanken uns herzlich bei Redaktion und Volly Tanner für das Interview!

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Leipziger Buchmesse 2026 | Ein Rückblick

Eine großartige Leipziger Buchmesse 2026 liegt hinter uns. Zwei Wochen später ist die Abrechnung erledigt, der aktuelle Warenbestand erfasst und alles wieder an seine Platz, parallel sind beständig Scharen von Bestellungen, Besprechungs- und Verlosungsexemplaren versandt worden.
Es war eine großartige Buchmesse, die uns im Fahrwasser des neuen Besucherrekords ein deutliches Plus an Buchverkäufen brachte. Auch in diese Jahr bildeten wir mit Sven Nieder und Björn Pollmeyer vom Calderan Verlag eine gutgelaunte Standgemeinschaft, auch in diesem Jahr bildete – neben zahlreichen weiteren Lesungen und Signierstunden – unser Literarischer Buchmessalon das Messehighlight – nicht zuletzt und insbesondere als Jubiläumssalon anlässlich unseres zehnjährigen Verlagsgeburtstages.

Als Mitglied des Schöne Bücher-Netzwerks gab auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Gruppenfoto in der Kuppelhalle, darüberhinaus auch wieder das aktuelle Schöne Bücher-Magazin mitsamt des Sticker-Sammelalbums sowie – erstmals auch mit der Edition Outbird – den wiederbelebten Phantastischen Reiseführer, welche uns unzählige neugierige KundInnen an den Messestand brachten. Auch in diesem Jahr gab es ein fröhliches Sektfrühstück mit BuchbloggerInnen, auch in diesem Jahr besuchten uns unzählige Stamm- und NeukundInnen am Verlagsstand, um einen Schwatz zu halten, in unseren aktuellen Titeln zu stöbern und ihre Bestände aufzustocken.

Zu unserem Literarischen Jubiläumssalon waren gut 80 BesucherInnen zu Gast, die den Lesungen im imposanten Ambiente der Leipziger Heilandskirche lauschten, den warmherzigen familiären Spirit des Abends genossen und von unserem Büchertisch rege Gebrauch machten. 110 Euro brachte die Versteigerung des von allen anwesenden AutorInnen signierten Veranstaltungsplakats zugunsten der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die Fotos des Abends sind in diesem Ordner zu finden, wir bedanken uns bei Tilly Domian für die fotografische Begleitung des Abends.

Einen schöneren Abschluss als Florentine Joops Lesung aus ihrem aktuellen Roman „Sommer im Heckenrosental“ auf der Indiebühne in Halle 5 der Leipziger Buchmesse hätte unterdessen unser Veranstaltungsreigen kaum bekommen können. Eine spannende und gut besuchte Lesung, eine großartige Moderation durch M. Kruppe und zahlreiche Gäste, die im Anschluss für Buch und Widmung Schlange standen. 

Für Lesungen, Signierstunden und zahlreiche Unterstützungen bedanken wir uns aufs Herzlichste bei M. Kruppe, Sven Nieder, Björn Pollmeyer, Sabrina Siebert, Florentine Joop, Pia Lüddecke, Ulrike Serowy, Joachim Sohn, Dirk Bernemann, Christian von Aster, Sanjina Kashikar, Jan Off, Benjamin Schmidt, Roland Spranger, Tilly Domian, Ingo Munz, Marcel, Silke, Muriel, Claudia, Claudia und Swen. Ohne unsere treue und beständig wachsende KundInnenschar und Euch als AutorInnen und UnterstützerInnen wäre der Verlag nicht das, was er ist.
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Edition Outbird zur Leipziger Buchmesse 2026

Wo können Sie unser fesselndes Verlagsprogramm kennenlernen und beste Liveliteratur genießen?

MESSESTAND:

19. – 22. 03. 2026 | Neue Messe | Halle 3, Stand D 409 (gemeinsam mit dem Calderan Verlag) | Infos: bitte hier entlang.
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10 JAHRE EDITION OUTBIRD – LITERARISCHER BUCHMESSESALON:

21. 03. 2026 | 19.30 Uhr | Westkreuz/Heilandskirche Leipzig-Plagwitz | Literarischer Buchmessesalon (mit Christian von Aster, Florentine Joop, Dirk Bernemann, Ulrike Serowy, Pia Lüddecke, Benjamin Schmidt, Sanjina Kashikar) >> Ticketlink
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LESUNGEN & SIGNIERSTUNDEN:

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Fischladen | „Cumulus 2161“ – Lesung mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Laden auf Zeit | Pia Lüddecke liest aus „Das Ende der Nacht“ (im Rahmen des „Zwielichtsalon No. III“). Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 14.30 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Joachim Sohn. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 12.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Ulrike Serowy + Pia Lüddecke. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Hugendubel, Petersstraße 12-14 | M. Kruppe präsentiert „Sommer ewig“ (im Rahmen der „Sächsischen Büchermenschen 2026“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 11.00 Uhr | Neue Messe, Halle 5, Indiebühne | Florentine Joop präsentiert „Sommer im Heckenrosental“ (im Rahmen von „Leipzig liest!“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 18.00 Uhr | Fischladen | Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus“. Infos: bitte hier entlang.
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Wir freuen uns auf gute Gespräche mit Ihnen, auf Wiederbegegnungen und eine gute Zeit inmitten von fesselnder Literatur!
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Änderungen vorbehalten.
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Neue E-Book-Veröffentlichungen in der Edition Outbird

E-Books, hochverehrtes Lesevolk, sind selbstverständlich auch zum Großteil aller Neuerscheinungen (und älteren Titel) erhältlich. Für das ungetrübte Lesevergnügen all jener unter Euch, die Literatur gern platzsparend genießen. Erhältlich in unserem Onlineshop sowie überall, wo es eBooks gibt. Wir wünschen fesselnde Lektüren!
In unserem Verlagsshop sind E-Books unter diesem Link erhältlich.
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Eine kleine Zeitreise | Jahresrückblick 2025 und Vorschau 2026

M. Kruppe begibt sich pünktlich zum neunjährigen Jubiläum unseres YouTube-Kanals mit unserem Verleger Tristan Rosenkranz auf traditionelle Zeitreise – zurück in das vergangene Verlagsjahr 2025 und mit Blick auf das kommende Jahr 2026 als zugleich zehnjähriges Verlagsjubiläum. Welche Bücher sind 2025 erschienen? Was wird an Neuerscheinungen im Jahr 2026 zu erwarten sein? Welche Neuzugänge bereichern Verlagsfamilie und -programm mit welchen Titeln? Was waren die Highlights des Jahres? Was hat inbesondere eines unserer Jahreshighlights mit der Endlichkeit des Lebens und sozialer Verantwortung zu tun?

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Festivals unter Freunden #3: Lesefest „Die dunkle Seite“ vom 12. – 15. 11. 2025 in Hof und Umgebung

Nummer Drei der bevorstehenden Festivals, die befreundete PartnerInnen der Edition Outbird organisieren und veranstalten, ist das Lesefest „Die dunkle Seite“ in Hof und Umgebung, welches ebenfalls zum nunmehr dritten Mal stattfinden wird. Beim Lesefest „Die Dunkle Seite“ werden – wie der Name sagt – die dunklen Seiten der Literatur aufgeschlagen. Ohne vor Genre- oder Gattungsgrenzen Halt zu machen, präsentiert das Festival Krimi, Horror, Thriller, Schwarzen Humor, dunkelbunte Gedichte, Abgründiges und Überraschendes. Veranstaltet wird das Festival unter der Organisationsleitung unseres Autoren Roland Spranger von der Regionalgruppe Ober- und Unterfranken des Schriftstellerverbands VS.

Auch hier ist unsere Freude überaus groß, erneut in die Programmplanung involviert gewesen zu sein. Neben Roland Spranger selbst, der aus „Die Kunst der Bauchlandung“ (16. 11. 2025) lesen wird, werden auch Dirk Bernemann mit „An und für sich“ (12. 11. 2025), Luci van Org mit „Wir Fünf und ich und die Toten“ (15. 11. 2025), Jan Off mit „Cumulus 2161“ (15. 11. 2025) und Klaus Märkert mit „All das wurde wahr, was eigentlich gar nicht wahr war“ (13. 11. 2025) zu erleben sein.
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Unsere Herbstneuheit #2: „Cumulus 2161“ von Jan Off

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Jan Offs dystopischer Roman „Cumulus 2161“ reißt uns tief in eine beklemmende Welt hinein, die unserer Gegenwart kaum näher sein könnte: „Die Erde im Jahr 2161. Durch radikale Geburtenkontrolle ist es der Weltregierung gelungen, die Bevölkerungszahl auf dreißig Millionen zu reduzieren. Zeitgleich wurden Programme entwickelt, die jedwede Form von Aggression unterbinden. Und so führt auch Tristan Weiss ein Leben im Safe Space. Dann allerdings kommt es zu Ereignissen, die eine wahre Gewaltlawine nach sich ziehen. Sich wehren zu können, wäre jetzt hilfreich. Aber genau diese Reflexe sind Tristan fatalerweise abtrainiert worden.“

Das Buch ist ab sofort unter diesem Link vorbestellbar und ab 15. 10. 2025 erhältlich.
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Novitäten & Vorschau


NEUERSCHEINUNGEN / FRÜHJAHR 2026

Zum Blättern bitte Cover anklicken. Unsere Frühjahrsvorschau 2026 / Backlist können Sie auch unter diesem Link herunterladen. Nachfolgend finden Sie Kurzvorstellungen unserer frisch erschienenen und erscheinenden Titel.


AKTUELLE NEUERSCHEINUNGEN

Mit einem Überblick unserer Neuerscheinungen und einer Vorschau auf geplante Titel dürfen wir an dieser Stelle hinaus spannende Stoffe mit Ihnen teilen, an denen wir mit viel Herzblut arbeiten.

1. Halbjahr 2026

Pia Lüddecke „Das Ende der Nacht“ (Leseprobe / hier bestellen): Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie sich eingesteht. Ist der Fabrikmörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Albtraum und Wirklichkeit verschwimmen in einer finsteren, vom Totentanz der Glühwürmchen erfüllten Mitsommernacht. Um das Böse zu besiegen, muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

Sanjina Kashikar „Rattenkönig“ (Leseprobe / hier bestellen): Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

Isa Theobald „Zerbrochen, aber vollständig“ (Leseprobe / hier bestellen): Isa Theobalds zweiter Erzählungsband führt die LeserInnen wieder und wieder an die Kante des Abgrunds – und manchmal auch darüber hinaus. Zwischen Märchen und Cyberpunk-Horror ist es immer der Blick auf das, was hinter den Kulissen lauert – oder im Dazwischen.Joachim Sohn „Merleau – Eine Mondbogengeschichte“ (Leseprobe / hier bestellen): 1974. In der Kleinstadt Luneville in Lothringen freut sich der Kommissar und Pflanzenfreund Benjamin Merleau auf seine Pension. Auf seine letzten Tage wird ihm die junge Polizistin Véronique zugeteilt. Und ein neuer Fall landet auf seinem Tisch: Ein Mädchen wird als vermisst gemeldet. Merleau und seine Assistentin nehmen die Ermittlungen auf. Für den Kommissar ist die Sachlage schnell klar, doch Véronique erhält kleine Zettel, die ihr von schwarzen Vögeln gebracht werden mit Hinweisen, die in eine gänzlich andere Richtung führen. Merleau hält das jedoch alles für großen Unfug. Während die junge Polizistin das Rätsel dieser Botschaften lösen will, beharrt der Kommissar auf seinem Verdacht. Doch die Kundschafter aus der Mondbogenwelt haben etwas anderes mit ihm vor.

2. Halbjahr 2026

Sven-André Dreyer „Der Einsamkeitsforscher“ (Leseprobe / hier vorbestellen): Was bleibt von einem Menschen, wenn seine Stimme verstummt?

In „Der Einsamkeitsforscher“ erzählt Sven-André Dreyer in vierundzwanzig poetischen Miniaturen von Schlaflosen, Suchenden und Verlorenen – von Menschen, die zwischen Erinnerung und Gegenwart nach Nähe suchen und sich zugleich der eigenen Entfremdung stellen müssen. Mit leiser Melancholie und atmosphärischer Dichte entfaltet sich ein literarischer Textzyklus über Verlust und Vergänglichkeit, Einsamkeit und Trost.

Zwischen Sehnsucht, Erinnerung und dem Versuch weiterzuleben entsteht ein stilles, eindringliches Panorama menschlicher Fragilität – und die Frage danach, was von uns bleibt, wenn alles andere verschwindet.

Das Vorwort zum Buch schrieb Klaus Märkert.

Volly Tanner „Narr unter Nattern“ (Leseprobe): Unsere Welt hat Risse, da scheint das Licht hinein. Der Suchende in Volly Tanners „Narr unter Nattern“ fällt in einem Moment tiefster Zweifel, angestoßen vom großen schwarzen Hund, durch genau diese Risse, findet Wärme und Intelligenz, Philosophie und Humor und die Weisheit anderer, denen er Fragen stellen kann. Seine große Reise in die unterschiedlichsten Gegenden außerhalb der festgefahrenen Gewissheiten berauscht sich im Duktus des Beat, ruft dystopische Landschaften auf, lässt den Protagonisten reifen und öffnet die Risse sanft und freundlich für die Lesenden, damit auch sie das Licht erspüren können.

Der große P. K. Dick hinterfragte die Realität, Tanner hinterfragt die Innenseiten der Höhle, die Platon erdachte und in der wir alle derzeit zu leben scheinen, fiebrig, belastet und verwundet.

Nach zehn Büchern voller Punk-Poesie hat Tanner mit „Narr unter Nattern“ seine Apokryphen abgeliefert. Darin versinken birgt die Chance in sich, aus der Straßen bedrückender Enge und der Religionen ehrwürdiger Nacht ans Licht zu kommen.

H. C. Roth „Tabak“: „Tabak“ schildert in kurzen Episoden die Welt des Tagträumers Wutzi. Manchmal stehen sie für sich, manchmal bauen sie aufeinander auf. Sie zeigen die Widersprüchlichkeiten seiner Persönlichkeit und seine inneren Konflikte. Schildern Wutzis aktuelle Lebenssituation, erzählen aber auch in Rückblicken, wie und warum Wutzi der wurde, der er heute ist: ein Skateboard fahrender, in Bands spielender, sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlagender, kinderloser und alleinstehender Mittdreißiger, der dazu tendiert, die Realität zu verleugnen und sich stattdessen haarsträubende Geschichten auszudenken. Und der die Frage aufkommen lässt: Ist es noch ausgeprägte Phantasie, schon eine Psychose oder doch ein Hang zur Schwurbelei?

Claudia Laßlop und Tristan Rosenkranz (Hrsg.) „300 Gramm“: 300 Gramm. So viel wiegt ein menschliches Herz im Durchschnitt.
Zehn Jahre Edition Outbird – das sind zehn Jahre Herzblut. Zehn Jahre voller Literatur und Kunst, Vertrauen und Freundschaft, gemeinsamer Wege und unangepasster Leidenschaft. Zum Verlagsjubiläum versammelt „300 Gramm“ AutorInnen aus dem Verlags- und Freundeskreis* und damit Menschen, die diesen Weg begleitet, geprägt und mitgestaltet haben.
„300 Gramm“ ist eine literarische Momentaufnahme unseres Verlags und spiegelt all seine Besonderheiten. Erzählungen und Prosa, Lyrik und Essayistisches erzählen von Liebe und Verlust, Dunkelheit und Erinnerung, von Kunst und Literatur, Leben und Tod – mal leise und melancholisch, mal abgründig und grotesk, mal poetisch, eigensinnig oder ungezähmt. Einige Texte entstanden eigens für diese Anthologie und sind ausschließlich hier zu lesen.
„300 Gramm“ ist mehr als eine Jubiläumsanthologie. Es ist ein Buch über Verbundenheit und Herzblut, und damit eine Liebeserklärung an all jene, die aus einer verrückten Idee einen Verlag und aus vielen Einzelnen eine Verlagsfamilie werden ließen.

*Mit Beiträgen von Alexander Nym, Alexander Pfeiffer, Benjamin Schmidt, Christian von Aster, David Gray, Dirk Bernemann, Florentine Joop, Germaine Paulus, Hanna-Linn Hava, Holger Much, Isa Theobald, Joachim Sohn, Klaus Märkert, Luci van Org, M. Kruppe, Manuela Ausserhofer, Michael Schweßinger, Miriam Spies, Pia Lüddecke, Roland Adelmann, Roland Spranger, Romina Nikolić, Sanjina Kashikar, Simona Turini, Sven-André Dreyer, Ulrike Serowy und Volly Tanner.

Weitere Infos in Kürze.

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.
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Herzlich willkommen: Jan Off

Wir freuen uns, Deutschlands Punkrock-Literaten Jan Off in unseren Reihen begrüßen zu dürfen! Jan Off, der bereits auf zahlreiche Veröffentlichungen und Bühnenjahre zurückblickt, plant bei uns seinen dystopischen Roman „Cumulus“ (Arbeitstitel). Jans erzählerischer Sound ist schnörkellos und direkt; er packt seine LeserInnen von der ersten Seite an, um ihnen mit rasanten Plots oftmals Szenarien des gesellschaftlichen wie zwischenmenschlichen Niedergangs aufzuzeigen.

Jan Off bespielte bereits mit Autoren wie Dirk Bernemann und Benjamin Schmidt diverse Bühnen des Landes.

Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen und sagen: Herzlich willkommen, Jan Off!

Bildnachweis: Lucja Romanowska
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