Eine kleine Zeitreise | Jahresrückblick 2025 und Vorschau 2026

M. Kruppe begibt sich pünktlich zum neunjährigen Jubiläum unseres YouTube-Kanals mit unserem Verleger Tristan Rosenkranz auf traditionelle Zeitreise – zurück in das vergangene Verlagsjahr 2025 und mit Blick auf das kommende Jahr 2026 als zugleich zehnjähriges Verlagsjubiläum. Welche Bücher sind 2025 erschienen? Was wird an Neuerscheinungen im Jahr 2026 zu erwarten sein? Welche Neuzugänge bereichern Verlagsfamilie und -programm mit welchen Titeln? Was waren die Highlights des Jahres? Was hat inbesondere eines unserer Jahreshighlights mit der Endlichkeit des Lebens und sozialer Verantwortung zu tun?

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10 Jahre Edition Outbird – zur Leipziger Buchmesse

Am 21. 03. 2026 ist es wieder soweit – unser traditioneller Literarischer Buchmessesalon öffnet seine Pforten! Zugleich gilt es das zehnjährige Jubiläum der Edition Outbird zu zelebrieren. Um diesem besonderen Anlass eine angemessene Location zu bieten, gastieren wir im neogotischen Kirchenschiff der Heilandskirche am Westkreuz in Leipzig-Plagwitz. Wir freuen uns auf diese Kooperation und Location ebenso, wie auf unser Programm mit folgenden KünstlerInnen:

19.00 Uhr
Einlass

19.30 Uhr
Ulrike Serowy liest aus „Im Schutzraum
Stell dir vor, es ist Atomkrieg und die Bombe fällt. Was tun? Wohin? Runter in die U-Bahnstation, die bis eben noch ganz gewöhnlich wirkte, wo du nun aber Zuflucht suchen sollst. Jetzt bist du im Schutzraum, einer geheimen Anlage unter dem Asphalt – nüchtern, zweckmäßig, von beklemmender Enge, und genau für diesen Fall erbaut. Hier unten erreicht dich kein Feuer, kein Fallout, hier sagt man dir genau, was du zu tun hast. Hier bist du in Sicherheit – oder? Wie ist es dort unten, wo über 2000 Menschen auf engstem Raum Schutz suchen, wo schäbige Charaktere ihre Macht missbrauchen, wo Zwang und Überwachung jede Freiheit, jede Hoffnung ersticken – wie ist es dort unten, im Schutzraum?

19.55 Uhr
Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus

Benjamin Schmidt erzählt die Geschichte einer Liebe und deren Verzweigungen ins Ungewisse. Die Person wartet, ohne zu wissen, auf was. Eigentlich ist das jetzt das Alter, in dem Karriere, Beziehung und alles auf eine neue, bedeutsamere Ebene gehoben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden sollten. Stattdessen bricht alles zusammen und es ändert sich nichts. Nur die Leute im Club werden jünger und erlauben sich verunsichert zu hoffen. Den Leuten in der Oper dagegen, ist das Scheitern zu vertraut. Übergenug Abende, die mit dem Tod der Hauptfigur enden. Danach wird applaudiert und alle finden sich wieder ein in ihrer eigenen Tragödie.

20.20 Uhr
Pia Lüddecke liest aus „Ende der Nacht“
Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine grausam verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie zugeben will. Ist der Fabrik-Mörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Realität und Albtraum verschwimmen in einer schwarzen, von Glühwürmchengefunkel bestäubten Mitsommernacht. Im Kampf ums Überleben muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

20.45 Uhr
Sanjina Kashikar liest aus „Rattenkönig“

Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

21.05 Uhr
Pause

21.30 Uhr
Dirk Bernemann liest aus „Gromzell“*
Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Zu allem Überfluss kehrt auch noch Anna aus Berlin ins Dorf zurück und ein neugieriger Journalist will über Maries Tod berichten. Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Ort ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.

21.55 Uhr
Florentine Joop liest aus „Sommer im Heckenrosental
Grenzen, Mauern, Passkontrollen, Sommerwiesen, Freundschaft, Freiheit und Abenteuer. Berlin West und Ost. Einreisen in eine andere Welt, umschlossen von einer Mauer, und doch gab es dort eine Freiheit zu erleben, die in der Großstadt Hamburg undenkbar war. Die Welt war entzweit, Deutschland geteilt und zugleich für viele untrennbar. Jugenderinnerungen verschmelzen mit den Erkenntnissen einer beinahe erwachsenen Frau, die ihre Kindheit in zwei Heimaten erlebte. Erzählungen von Glück treffen auf düstere Momente, auf den Verlust von Geborgenheit, Familie und Heimat. Wo finden Heranwachsende Halt, wenn nicht einmal die Erwachsenen wissen, wie das mit der Politik und der Liebe und dem Frieden funktioniert?

22.20 Uhr
Christian von Aster liest aus „Ba*man bei den Buddenbrooks“
Aaron Tristen hat genug vom Autorenleben: Nachdem er bei der Premiere seines Endzeitepos »Engel gegen Zombies« eine Horde Orks verprügelt hat, beschließt er, sein Leben zu ändern. Dabei kommt ihm allerdings ungelegen, dass ihn einer der Orks verklagen will und ein anderer schwanger von ihm ist. Im Zuge eines Selbstfindungstrips landet er schließlich in einer therapeutischen Gruppe, in der er mit der Essenz des Geschichtenerzählens konfrontiert wird. Unter neuem Pseudonym verläuft er sich an der Seite Don Quijotes im Wunderland, sieht Pu den Bären zu William von Baskerville werden und Graf Dracula anstelle Robinson Crusoes auf einer einsamen Insel stranden. Zwischen Irrsinn und Legenden mischen sich Vorstellung und Wirklichkeit derart, dass am Ende sicher ist: Literatur ist nicht mehr als nur eine zärtliche Lüge. Aber eben auch nicht weniger.

Durch den Abend führen Roland Spranger und M. Kruppe.
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*Unser Verlagsfreund und Autor Dirk Bernemann wird diesmal als Gast seinen neuen, im Verlag Edition W erschienenen Roman „Gromzell“ vorstellen.
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Zum Literarischen Salon gibt es einen Büchertisch.
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Heilandskirche am Westkreuz
Weißenfelser Str. 16
04229 Leipzig
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Erreichbarkeit ÖNV:
Zug: ab Bahnhof Leipzig-Plagwitz ca. 15 Minuten Fußweg über Weißenfelser Straße
Straba: 1/3/14 | Haltestelle: Alte Straße, dann ca. 5 Minuten Fußweg

Festival „Endlichkeitsdialoge“ – ein Rückblick

Das Benefiz-Festival „Endlichkeitsdialoge“ im Leipziger Werk 2 am vergangenen Totensonntag, dem 23. 11. 2025,  ist Geschichte. Knapp einhundertsechzig zahlende Gäste, ein großartiges Teamwork zwischen Werk 2, Institut Perimortal, dem Haus Leben e. V., der Sargbar von Death Positiv aus Linz und unserem Verlag, ein Feuerwerk unter die Haut gehender Auftritte und Vorträge der KünstlerInnen und Fachleute, eine unfassbare Summe von ersteigerten 1275,00 € und unzählige positive Feedbacks aus Publikum und beteiligten Teams heraus.

Dem Haus Leben e. V. gehen in Kürze 2625,00 € als Spende zu; darüber hinaus wurden Direktspenden in Höhe 1063,50 € sowie Gagenspenden in Höhe von 470,00 € geleistet, Kunstwerke für die Versteigerung gestiftet, Ticketgebühren erlassen, Werbemittel und deren Verteilung gesponsert und seitens des Werk 2 ein Entgegenkommen geleistet, so dass alles in allem weit über 4000,00 € für die Realisierung des Festivalziels – der Unterstützung der Leipziger Krebsberatungsstelle Haus Leben e. V. – gespendet wurden.

Unser ganz herzliches Dankeschön gilt neben dem wunderbaren Publikum allen KünstlerInnen und Fachleuten, die die „Endlichkeitsdialoge“ mit ihren Lesungen, Konzerten, Vorträgen bereicherten oder Kunstwerke und Bücher für die Versteigerung stifteten, den Teams vom Haus Leben e. V., dem Institut Perimortal und Death Positiv, den Medienleuten, die einen Blick darauf warfen, M. Kruppe und Kathrin Schreier für Bühnen-Orga und Moderation, Verena Brunnbauer von Death Positiv und Christian von Aster für den Vollbluteinsatz bei der Versteigerung, den unzähligen BuchkäuferInnen und positiven Feedbacks, der Gangart GmbH für die Werbemittelverteilung, Tixforgigs für die erlassenen Ticketgebühren, meinen Eltern für ihr Werbemittelsponsoring, Tilly Domian für die fotografische Dokumentation des Festivals, Claudia Lasslop für Pressearbeit und Backstagebetreuung, David Gray für Pressearbeit sowie Silke, Marcel und Claudia für die Unterstützung vor Ort und am Einlass. Und allen, die hier sträflicherweise eventuell vergessen wurden.

Unser persönliches Dankeschön gilt Maria Förster, Leiterin des Instituts Perimortal, für die unkomplizierte, freundschaftliche und professionelle Zusammenarbeit – direkt und im Team mit M. Kruppe und Kathrin Schreier.
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Festivals unter Freunden #4: „Dark Days“ am 16. + 17. 01. 2026 in Berlin

Um beim Thema Festivals zu bleiben, darf an dieser Stelle noch Nummer Vier aus der Riege der Festivals, die befreundete PartnerInnen der Edition Outbird organisieren und veranstalten, vorgestellt werden. Zum bereits zweiten Mal finden im Januar die Berliner „Dark Days“ im beeindruckenden Theater im Delphi statt. Wir werden mit einem Verlagsstand vor Ort sein. Zitat:

„Hel – Die Göttin der Maschinen von Metropolis feiert mit euch zwei Tage Programm auf der atemberaubenden Bühne des Theater im Delphi. Wo in den 1920ern Stummfilme gezeigt wurden, wird es nun ordentlich laut. Der Freitag steht ganz im Zeichen der Gitarren: Hotel Transylvania und Neopera bringen den Saal zum Beben, nachdem euch Ingmar als einer der Gastgeber mit Lyrik und Gitarre begrüßt hat.
Am Samstag wird das alte Kino elektrifiziert. Welle: Erdball gehen in dem fast hundert Jahre alten Saal mit aktuellem Programm auf höchst experimentelle Sendung. Zuvor bereitet Unfarben einen stilistisch nahtlosen Übergang. Meystersinger haben sich nicht lange bitten lassen: Gastgeberin Luci van Org gibt sich die Ehre und feiert mit Roman Shamov auf der altehrwürigen Bühne zu elektronischen Beats die Mehrstimmigkeit. Der musikalische Teil des Abends beginnt mit Two Words in Japanese nach einer schwarzhumoristischen Lesung des Großmeisters Christian von Aster.
Exklusiv und nur bei uns: Neopera und Meystersinger werden live von der Dark-A-Cappella-Band Stimmgewalt verstärkt.“

Programminfos und Tickets gibt es unter diesem Link.
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Festivals unter Freunden #1: „Endlichkeitsdialoge“ am 23. 11. 2025 in Leipzig

Für die kommenden Monate gibt es vier Festivals zu vermelden, die entweder befreundete PartnerInnen der Edition Outbird mit einigen AutorInnen aus auch unserem Verlag veranstalten oder an deren Planung wir direkt beteiligt sind. Auftakt einer kurzen Vorstellung gibt das Benefiz-Festival „Endlichkeitsdialoge“, welches am 23. 11. 2025, dem diesjährigen Totensonntag, im Leipziger Werk 2 stattfindet. Für die „Endlichkeitsdialoge“ begrüßen wir Sarah Lesch, Christian von Aster, Luci van Org, Dr. Marcus Schwarz sowie Benjamin Schmidt und Ulrike Serowy auf der Bühne. Zur Realisierung des Festivals sind wir in ein wunderbares Teamwork mit dem Institut Perimortal, dem Haus Leben e. V., dem Werk 2 sowie der freien Trauerrednerin Kathrin Schreier und dem Leipziger Autoren, Veranstalter und Rezitator M. Kruppe eingebunden.

Ziel des Festivals ist es zum Einen, für den Erhalt des Haus Leben e. V. als Beratungseinrichtung für Krebsbetroffene und deren Angehörige einzutreten, zum Anderen, eine Brücke zwischen bester Unterhaltung und dem Ausloten dessen zu schlagen, was den Tod mit all seinen Facetten überhaupt ausmacht. Wir wollen Literatur und Musik in Dialog mit diesem Themenkomplex treten lassen, die ein oder andere humoristische Seite dafür beleuchten und auch Licht, Hoffnung und Lebendigkeit zum Gegenstand der Endlichkeitsdialoge machen. Zu Line-Up, Rahmenprogramm und Tickets geht es hier entlang.

Alle Gewinne der Veranstaltung kommen dem Haus Leben e. V. zugute. Unser Dankeschön gilt den Teams von Tixforgigs, das einen gebührenfreien Ticketerwerb ermöglicht, sowie Gangart, die eine weiträumige Werbemittelverteilung in Leipzig sponsert.
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Unsere Herbstneuheit #3: „Neudeutsch 2.0 – Kompendium“ von Christian von Aster

Christian von Asters überaus unterhaltsames, gewitztes und hintersinniges Wörterbuch „Neudeutsch 2.0“ erlaubt uns LeserInnen zahlreiche Perspektivwechsel in Welten des Sprachwitzes, der Mehrdeutigkeit und manchmal auch der Doppelmoral. Zitat: „Mit 500 Begriffen zwischen Satire und Subversion stellt dieses Kompendium eine intellektuelle Profilierungsoption dar und wirkt der Verkümmerung des Wortschatzes entgegen. Neudeutsch 2.0 enthält bis zuletzt vernachlässigte Vokabeln wie Berichtbestattung oder Dumminanz und deckt von Kaufmerksamkeit bis zu Proseccopunk Begriffe ab, deren klare Definition eine Integration in den alltäglichen Sprachgebrauch ermöglicht.“

Das Buch ist ab sofort unter diesem Link vorbestellbar und ab 15. 10. 2025 erhältlich.
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Novitäten & Vorschau


NEUERSCHEINUNGEN / HERBST 2025

Zum Blättern bitte Cover anklicken. Unsere Herbstvorschau 2025 / Backlist können Sie auch unter diesem Link herunterladen. Nachfolgend finden Sie Kurzvorstellungen unserer frisch erschienenen und erscheinenden Titel.


BEREITS ERSCHIENEN

Mit einem Überblick unserer Neuerscheinungen und einer Vorschau auf geplante Titel dürfen wir an dieser Stelle hinaus spannende Stoffe mit Ihnen teilen, an denen wir mit viel Herzblut arbeiten. Im Herbst 2025 frisch erschienen:

2. Halbjahr 2025

Ulrike Serowy „Im Schutzraum“ (hier bestellen): Stell dir vor, es ist Atomkrieg und die Bombe fällt. Was tun? Wohin? Mancherorts gibt es darauf eine Antwort: Sofort in den Schutzraum! Runter in die U-Bahnstation, die bis eben noch ganz gewöhnlich wirkte, wo du nun aber Zuflucht suchen sollst. Hinein in den Untergrund, bevor es zu spät ist! Die Stahltüren schließen sich hinter dir, langsam, aber unerbittlich, und wer nicht schnell genug ist, wer nicht mehr hineingelassen wird, muss draußen bleiben, in der brennenden, strahlenden Stadt. Jetzt bist du im Schutzraum, einer geheimen Anlage unter dem Asphalt – nüchtern, zweckmäßig, von beklemmender Enge, und genau für diesen Fall erbaut. Hier unten erreicht dich kein Feuer, kein Fallout, hier sagt man dir genau, was du zu tun hast. Hier bist du in Sicherheit – oder?

Christian von Aster „Neudeutsch 2.0“ (hier bestellen): Von einem handverlesenen Team versierter Germanistikstudienabbrecher entwickelt, finden sich in diesem Nachschlagewerk irgendwo zwischen Satire und Subversion 500 bis dato irrtümlich noch nicht gebräuchliche und zur Stimulierung von Wortschatz, Allgemeinbildung und Humor angetane Begriffe. Unter anderem überfällige Vokabeln wie etwa Altersanmut, Berichtbestattung, Empörkömmling, Hassturbation und Spätialist, deren klare Definition gleichsam eine wissenschaftliche Auseinandersetzung wie eine praktische Anwendung Alltag ermöglicht. Authentische Wortschatzerweiterung für den gehobenen Besserwisser. Neue Worte für eine neue Zeit.

Jan Off „Cumulus 2161“ (hier bestellen): Wir schreiben das Jahr 2161. Die ganze Welt ist zum Safe Space geworden. Und so führt auch Tristan Weiss ein Dasein, in dem Aggressionen nur noch in einem streng kontrollierten Rahmen erlaubt sind. Dann allerdings kommt es zu einer Kette von Ereignissen, in deren Folge sich Tristan unvermittelt mit einer wahren Gewaltlawine konfrontiert sieht. Sich wehren zu können, wäre jetzt hilfreich. Aber genau diese Reflexe sind ihm fatalerweise abtrainiert worden.

Benjamin Schmidt „Das geht nicht gut aus“ (hier bestellen): Die Person wartet, ohne zu wissen, auf was. Eigentlich ist das jetzt das Alter, in dem Karriere, Beziehung und alles auf eine neue, bedeutsamere Ebene gehoben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden sollten. Stattdessen bricht alles zusammen und es ändert sich nichts. Nur die Leute im Club werden jünger und erlauben sich, verunsichert zu hoffen. Den Leuten in der Oper dagegen ist das Scheitern zu vertraut. Zu viele Abende, die mit dem Tod der Hauptfigur enden. Danach wird applaudiert und alle finden sich wieder ein in ihrer eigenen Tragödie. Wenn Menschen die Wahl haben, entscheiden sie sich für das Falsche. Die Person weiß das. Aber dass es immer so bleiben soll, ist fast nicht zu ertragen. Woher dieser verzehrende Hunger nach der Liebe, wenn doch von Anfang an klar ist: Das geht nicht gut aus?

Florentine Joop „Sommer im Heckenrosental“ (hier vorbestellen): Heißer Brandenburger Sommer, düstere Teiche, auftauchende Erinnerungen, die nach warmem Sand, Linden und geschmolzenem Teer duften. Zwei Heimaten, Florentine Joop erzählt von der Begegnung mit ihrer Lausemädel-Freundin hinter einem grünen Hoftor, gemeinsam erleben sie Abenteuer, aus denen eine wilde Kindheit gestrickt wird. Zwischen ihnen liegt nur ein Jahr, eine Band, die ABBA heißt, eine Kopflänge und eine innerdeutsche Grenze. Florentine Joop nimmt ihre LeserInnen mit in Ihre Vergangenheit und erzählt darüber, wie es war, zwei Heimaten zu haben, und über die Angst, beide zu verlieren. Einer jener Romane aus den Tagen vor, während und nach der Wende, von denen es immer noch zu wenige gibt.

VORSCHAU

1. Halbjahr 2026

Isa Theobald „Zerbrochen, aber vollständig“: Isa Theobalds zweiter Erzählungsband führt die LeserInnen wieder und wieder an die Kante des Abgrunds – und manchmal auch darüber hinaus. Zwischen Märchen und Cyberpunk-Horror ist es immer der Blick auf das, was hinter den Kulissen lauert – oder im Dazwischen.

Pia Lüddecke „Das Ende der Nacht“: Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie sich eingesteht. Ist der Fabrikmörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Albtraum und Wirklichkeit verschwimmen in einer finsteren, vom Totentanz der Glühwürmchen erfüllten Mitsommernacht. Um das Böse zu besiegen, muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

Joachim Sohn „Merleau – Eine Mondbogengeschichte“: 1974. In der Kleinstadt Luneville in Lothringen freut sich der Kommissar und Pflanzenfreund Benjamin Merleau auf seine Pension. Auf seine letzten Tage wird ihm die junge Polizistin Véronique zugeteilt. Und ein neuer Fall landet auf seinem Tisch: Ein Mädchen wird als vermisst gemeldet. Merleau und seine Assistentin nehmen die Ermittlungen auf und Merleau ist sich schnell sicher, im Vater der 10-jährigen den Hauptverdächtigen gefunden zu haben. Dann aber erhält Véronique kleine Zettel mit Notizen, die ihr von Merlen gebracht werden. Merleau kann mit diesem Quatsch nichts anfangen. Während die junge Polizistin das Rätsel dieser Tierbotschaften lösen will, beharrt der Kommissar auf seinem Verdacht gegen den Vater. Doch dann führt ihn eine Spur nach Südfrankreich, die sein Leben verändern wird. Merleaus Reise verspricht nicht nur ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren aus der magischen Mondbogenwelt, sondern auch eine Umarmung mit den elementaren Wurzeln des Seins. Für das Cover und die Innen-Illustrationen konnte erneut die Zauberkunst von Holger Much gewonnen werden.

Sanjina Kashikar „Rattenkönig“: Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

Weitere Infos in Kürze.

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.
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Edition Outbird zum Wave Gotik Treffen 2025

Traditionell bieten wir im Vorfeld des Leipziger Wave Gotik Treffens eine Übersicht, welche AutorInnen und Köpfe der Edition Outbird live zu erleben oder für die Orga ganz wundervoller Events verantwortlich sind und wann und wo Sie uns an unserem Verlagsstand antreffen können:

06. 06. 2025

Schwarze Schille u. a. mit Christian von Aster, David Gray und Stimmgewalt | 13.00 Uhr | Theaterhaus Schille

06. – 09. 06. 2025

Edition Outbird zum WGT @Heidnisches Dorf | Torhaus Dölitz, Helenenstraße 24, 04279 Leipzig

06. 06. – 05. 07. 2025

Ausstellung zum WGT u. a. mit Werken von Florentine Joop, Luci van Org und Holger Much | „Kunst liebt Mut“-Galerie, Könneritzstraße 24, 04229 Leipzig

07. + 08. 06. 2025

Lydia Beneckes „Wissenschaft trifft Freundschaft“ u. a. mit Christian von Aster, David Gray und Lucina Soteira | Kupfersaal, Kupfergasse 2, 04109 Leipzig

08. 06. 2025

Stallwache featuring M. Kruppe: „In Darkest Plagwitz“ u. a. mit Beringsee, Nikita Curtis, Wayne Lost Soul | 12.00 Uhr | Westwerk

08. 06. 2025

Lesung mit Büchertisch „Die schwarze Kunst 3.0“ mit Christian von Aster | 15.00 Uhr | Deutsche Nationalbibliothek

08. 06. 2025

„Blutdialoge“ mit Florentine Joop & Luci van Org | 19.00 Uhr |„Kunst liebt Mut“-Galerie, Könneritzstraße 24, 04229 Leipzig

Wir freuen uns auf ein schönes Festival mit zahlreichen Besuchern, wundervollen Events, guten Gesprächen und vielen guten Büchern, Shirts und Kunstdrucken, die ein neues Zuhause finden!
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Leipziger Buchmesse 2025 | Ein Rückblick

Mit einer kleinen Bilderschau laden wir Euch ein, mit uns auf die ereignisreiche, erfolgreiche und an Begegnungen und Austausch reichhaltige Leipziger Buchmesse 2025 sowie unseren Literarischen Buchmessesalon im Ost-Passage Theater zurückzublicken. Wir sagen vollen Herzens Dankeschön!

Mit: Schöne Bücher-Netzwerk, Sven Nieder und Björn Pollmeyer vom Calderan Verlag, Sektfrühstück mit BuchbloggerInnen, Amandara Schulzke und Sabrina Siebert, Germaine Paulus und Tom Becker von The Dandy is Dead, Hanna-Linn Hava, Miriam Spies, Simona Turini, Joachim Sohn, Carolin Gmyrek, Leon Zechmann, Pia Lüddecke, M. Kruppe, Michael Schweßinger, Benjamin Schmidt, Alexander Pfeiffer, David Gray, Dominique + Tine Täger, Roland Spranger, Klaus Märkert, Holger Much, Silke und Claudia, Daniel Schade, Dirk Bernemann und Christian von Aster.

Bitte abonnieren Sie unseren Kanal. Vielen Dank.
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Unsere Frühjahrsneuheit #4: „Das Schlachthaus der Träume“ von Christian von Aster

Mit anarchischer Sprachfreude lädt Christian von Aster in seinem neuen Gedichtband zu einem wilden, verswärtigen Ritt zwischen Depression und Gentrifizierung, dem Wummerlump, der Liebe und dem großen Vielleicht ein. In einer Mischung aus Romantik, Dadaismus und Betroffenheitslyrik scheut er weder vor Poesie noch Pathos zurück, um so selbst dem Schlachthaus der Träume eine Ahnung Hoffnung abzugewinnen. Seinen Gedichtband versteht Christian als poetische Handreichung für vergnüglich verfehlte Selbstoptimierung; es wurde mit zahlreichen Illustrationen von Frank Schletter und Fotografien des Autors verfeinert und wird von einem Vorwort von Dirk Bernemann eingeleitet.

Das Buch ist ab sofort unter diesem Link vorbestellbar und ab 15. 03. 2025 erhältlich.
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