Unsere Herbstneuheit #4: Claudia Laßlop & Tristan Rosenkranz (Hrsg.) „300 Gramm – 10 Jahre Edition Outbird“

Es ist vollbracht! Unsere einhundertste Buchveröffentlichung erblickt das Licht der Welt und vollendet damit das zehnjährige Jubiläum der Edition Outbird. „300 Gramm“ heißt das Kleinod mit Beiträgen von Alexander Pfeiffer, Benjamin Schmidt, Christian von Aster, David Gray, Dirk Bernemann, Florentine Joop, Germaine Paulus, Hanna-Linn Hava, Holger Much, Isa Theobald, Joachim Sohn, Klaus Märkert, Luci van Org, M. Kruppe, Manuela Ausserhofer, Michael Schweßinger, Miriam Spies, Pia Lüddecke, Roland Adelmann, Roland Spranger, Romina Nikolić, Sanjina Kashikar, Simona Turini, Sven-André Dreyer, Ulrike Serowy und Volly Tanner. Erzählungen und Prosa, Lyrik und Essayistisches erzählen von Liebe und Verlust, Dunkelheit und Erinnerung, von Kunst und Literatur, Leben und Tod – mal leise und melancholisch, mal abgründig und grotesk, mal poetisch, eigensinnig oder ungezähmt.

Die Buchgeburt war ein wunderbares Gemeinschaftswerk: Die einfühlsamen Illustrationen stammen von Florentine Joop, die Covergestaltung ist Holger Muchs Federschwung entsprungen, Buchsatz und Umschlaggestaltung sind Benjamin Schmidts geduldigem und klarem Feinschliff zu verdanken. Die Herausgabe dieses Buches kam im ganz wunderbaren Zusammenwirken mit Claudia Laßlop zustande, außerdem gilt ein großes Dankeschön neben Claudias auch Manuela Ausserhofers besonnenem und umsichtigem Lektorat. Last, but not least hat das Vorwort unser Verleger Tristan Rosenkranz verfasst.

Als Schmankerl für all jene unter Euch, die dieses literarische Kleinod besitzen wollen, bekommen die ersten zehn BestellerInnen ein signiertes Exemplar aus einer der liebevollen AutorInnenhände.

Das Buch ist ab sofort unter diesem Link vorbestellbar und ab dem 15. 11. 2026 erhältlich.
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Novitäten & Vorschau


NEUERSCHEINUNGEN / HERBST 2026

Zum Blättern bitte Cover anklicken. Unsere Herbstvorschau 2026 / Backlist können Sie als Webversion auch unter diesem Link herunterladen. Nachfolgend finden Sie Kurzvorstellungen unserer frisch erschienenen und erscheinenden Titel.


AKTUELLE NEUERSCHEINUNGEN

Mit einem Überblick unserer Neuerscheinungen und einer Vorschau auf geplante Titel dürfen wir an dieser Stelle hinaus spannende Stoffe mit Ihnen teilen, an denen wir mit viel Herzblut arbeiten.

1. Halbjahr 2026

Pia Lüddecke „Das Ende der Nacht“ (Leseprobe / hier bestellen): Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie sich eingesteht. Ist der Fabrikmörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Albtraum und Wirklichkeit verschwimmen in einer finsteren, vom Totentanz der Glühwürmchen erfüllten Mitsommernacht. Um das Böse zu besiegen, muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

Sanjina Kashikar „Rattenkönig“ (Leseprobe / hier bestellen): Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

Isa Theobald „Zerbrochen, aber vollständig“ (Leseprobe / hier bestellen): Isa Theobalds zweiter Erzählungsband führt die LeserInnen wieder und wieder an die Kante des Abgrunds – und manchmal auch darüber hinaus. Zwischen Märchen und Cyberpunk-Horror ist es immer der Blick auf das, was hinter den Kulissen lauert – oder im Dazwischen.Joachim Sohn „Merleau – Eine Mondbogengeschichte“ (Leseprobe / hier bestellen): 1974. In der Kleinstadt Luneville in Lothringen freut sich der Kommissar und Pflanzenfreund Benjamin Merleau auf seine Pension. Auf seine letzten Tage wird ihm die junge Polizistin Véronique zugeteilt. Und ein neuer Fall landet auf seinem Tisch: Ein Mädchen wird als vermisst gemeldet. Merleau und seine Assistentin nehmen die Ermittlungen auf. Für den Kommissar ist die Sachlage schnell klar, doch Véronique erhält kleine Zettel, die ihr von schwarzen Vögeln gebracht werden mit Hinweisen, die in eine gänzlich andere Richtung führen. Merleau hält das jedoch alles für großen Unfug. Während die junge Polizistin das Rätsel dieser Botschaften lösen will, beharrt der Kommissar auf seinem Verdacht. Doch die Kundschafter aus der Mondbogenwelt haben etwas anderes mit ihm vor.

2. Halbjahr 2026

Sven-André Dreyer „Der Einsamkeitsforscher“ (Leseprobe / hier bestellen): Was bleibt von einem Menschen, wenn seine Stimme verstummt?

In „Der Einsamkeitsforscher“ erzählt Sven-André Dreyer in vierundzwanzig poetischen Miniaturen von Schlaflosen, Suchenden und Verlorenen – von Menschen, die zwischen Erinnerung und Gegenwart nach Nähe suchen und sich zugleich der eigenen Entfremdung stellen müssen. Mit leiser Melancholie und atmosphärischer Dichte entfaltet sich ein literarischer Textzyklus über Verlust und Vergänglichkeit, Einsamkeit und Trost.

Zwischen Sehnsucht, Erinnerung und dem Versuch weiterzuleben entsteht ein stilles, eindringliches Panorama menschlicher Fragilität – und die Frage danach, was von uns bleibt, wenn alles andere verschwindet.

Das Vorwort zum Buch schrieb Klaus Märkert.

Volly Tanner „Narr unter Nattern“ (Leseprobe / hier bestellen): Unsere Welt hat Risse, da scheint das Licht hinein. Der Suchende in Volly Tanners „Narr unter Nattern“ fällt in einem Moment tiefster Zweifel, angestoßen vom großen schwarzen Hund, durch genau diese Risse, findet Wärme und Intelligenz, Philosophie und Humor und die Weisheit anderer, denen er Fragen stellen kann. Seine große Reise in die unterschiedlichsten Gegenden außerhalb der festgefahrenen Gewissheiten berauscht sich im Duktus des Beat, ruft dystopische Landschaften auf, lässt den Protagonisten reifen und öffnet die Risse sanft und freundlich für die Lesenden, damit auch sie das Licht erspüren können.

Der große P. K. Dick hinterfragte die Realität, Tanner hinterfragt die Innenseiten der Höhle, die Platon erdachte und in der wir alle derzeit zu leben scheinen, fiebrig, belastet und verwundet.

Nach zehn Büchern voller Punk-Poesie hat Tanner mit „Narr unter Nattern“ seine Apokryphen abgeliefert. Darin versinken birgt die Chance in sich, aus der Straßen bedrückender Enge und der Religionen ehrwürdiger Nacht ans Licht zu kommen.

H. C. Roth „Tabak“ (Leseprobe / hier bestellen): „Tabak“ schildert in kurzen Episoden die Welt des Tagträumers Wutzi. Manchmal stehen sie für sich, manchmal bauen sie aufeinander auf. Sie zeigen die Widersprüchlichkeiten seiner Persönlichkeit und seine inneren Konflikte. Schildern Wutzis aktuelle Lebenssituation, erzählen aber auch in Rückblicken, wie und warum Wutzi der wurde, der er heute ist: ein Skateboard fahrender, in Bands spielender, sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlagender, kinderloser und alleinstehender Mittdreißiger, der dazu tendiert, die Realität zu verleugnen und sich stattdessen haarsträubende Geschichten auszudenken. Und der die Frage aufkommen lässt: Ist es noch ausgeprägte Phantasie, schon eine Psychose oder doch ein Hang zur Schwurbelei?

Claudia Laßlop und Tristan Rosenkranz (Hrsg.) „300 Gramm“ (hier vorbestellen): 300 Gramm. So viel wiegt ein menschliches Herz im Durchschnitt.
Zehn Jahre Edition Outbird – das sind zehn Jahre Herzblut. Zehn Jahre voller Literatur und Kunst, Vertrauen und Freundschaft, gemeinsamer Wege und unangepasster Leidenschaft. Zum Verlagsjubiläum versammelt „300 Gramm“ AutorInnen aus dem Verlags- und Freundeskreis* und damit Menschen, die diesen Weg begleitet, geprägt und mitgestaltet haben.
„300 Gramm“ ist eine literarische Momentaufnahme unseres Verlags und spiegelt all seine Besonderheiten. Erzählungen und Prosa, Lyrik und Essayistisches erzählen von Liebe und Verlust, Dunkelheit und Erinnerung, von Kunst und Literatur, Leben und Tod – mal leise und melancholisch, mal abgründig und grotesk, mal poetisch, eigensinnig oder ungezähmt. Einige Texte entstanden eigens für diese Anthologie und sind ausschließlich hier zu lesen.
„300 Gramm“ ist mehr als eine Jubiläumsanthologie. Es ist ein Buch über Verbundenheit und Herzblut, und damit eine Liebeserklärung an all jene, die aus einer verrückten Idee einen Verlag und aus vielen Einzelnen eine Verlagsfamilie werden ließen.

*Mit Beiträgen von Alexander Nym, Alexander Pfeiffer, Benjamin Schmidt, Christian von Aster, David Gray, Dirk Bernemann, Florentine Joop, Germaine Paulus, Hanna-Linn Hava, Holger Much, Isa Theobald, Joachim Sohn, Klaus Märkert, Luci van Org, M. Kruppe, Manuela Ausserhofer, Michael Schweßinger, Miriam Spies, Pia Lüddecke, Roland Adelmann, Roland Spranger, Romina Nikolić, Sanjina Kashikar, Simona Turini, Sven-André Dreyer, Ulrike Serowy und Volly Tanner.

Weitere Infos in Kürze.

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.
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Leipziger Buchmesse 2026 | Ein Rückblick

Eine großartige Leipziger Buchmesse 2026 liegt hinter uns. Zwei Wochen später ist die Abrechnung erledigt, der aktuelle Warenbestand erfasst und alles wieder an seine Platz, parallel sind beständig Scharen von Bestellungen, Besprechungs- und Verlosungsexemplaren versandt worden.
Es war eine großartige Buchmesse, die uns im Fahrwasser des neuen Besucherrekords ein deutliches Plus an Buchverkäufen brachte. Auch in diese Jahr bildeten wir mit Sven Nieder und Björn Pollmeyer vom Calderan Verlag eine gutgelaunte Standgemeinschaft, auch in diesem Jahr bildete – neben zahlreichen weiteren Lesungen und Signierstunden – unser Literarischer Buchmessalon das Messehighlight – nicht zuletzt und insbesondere als Jubiläumssalon anlässlich unseres zehnjährigen Verlagsgeburtstages.

Als Mitglied des Schöne Bücher-Netzwerks gab auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Gruppenfoto in der Kuppelhalle, darüberhinaus auch wieder das aktuelle Schöne Bücher-Magazin mitsamt des Sticker-Sammelalbums sowie – erstmals auch mit der Edition Outbird – den wiederbelebten Phantastischen Reiseführer, welche uns unzählige neugierige KundInnen an den Messestand brachten. Auch in diesem Jahr gab es ein fröhliches Sektfrühstück mit BuchbloggerInnen, auch in diesem Jahr besuchten uns unzählige Stamm- und NeukundInnen am Verlagsstand, um einen Schwatz zu halten, in unseren aktuellen Titeln zu stöbern und ihre Bestände aufzustocken.

Zu unserem Literarischen Jubiläumssalon waren gut 80 BesucherInnen zu Gast, die den Lesungen im imposanten Ambiente der Leipziger Heilandskirche lauschten, den warmherzigen familiären Spirit des Abends genossen und von unserem Büchertisch rege Gebrauch machten. 110 Euro brachte die Versteigerung des von allen anwesenden AutorInnen signierten Veranstaltungsplakats zugunsten der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die Fotos des Abends sind in diesem Ordner zu finden, wir bedanken uns bei Tilly Domian für die fotografische Begleitung des Abends.

Einen schöneren Abschluss als Florentine Joops Lesung aus ihrem aktuellen Roman „Sommer im Heckenrosental“ auf der Indiebühne in Halle 5 der Leipziger Buchmesse hätte unterdessen unser Veranstaltungsreigen kaum bekommen können. Eine spannende und gut besuchte Lesung, eine großartige Moderation durch M. Kruppe und zahlreiche Gäste, die im Anschluss für Buch und Widmung Schlange standen. 

Für Lesungen, Signierstunden und zahlreiche Unterstützungen bedanken wir uns aufs Herzlichste bei M. Kruppe, Sven Nieder, Björn Pollmeyer, Sabrina Siebert, Florentine Joop, Pia Lüddecke, Ulrike Serowy, Joachim Sohn, Dirk Bernemann, Christian von Aster, Sanjina Kashikar, Jan Off, Benjamin Schmidt, Roland Spranger, Tilly Domian, Ingo Munz, Marcel, Silke, Muriel, Claudia, Claudia und Swen. Ohne unsere treue und beständig wachsende KundInnenschar und Euch als AutorInnen und UnterstützerInnen wäre der Verlag nicht das, was er ist.
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Edition Outbird zur Leipziger Buchmesse 2026

Wo können Sie unser fesselndes Verlagsprogramm kennenlernen und beste Liveliteratur genießen?

MESSESTAND:

19. – 22. 03. 2026 | Neue Messe | Halle 3, Stand D 409 (gemeinsam mit dem Calderan Verlag) | Infos: bitte hier entlang.
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10 JAHRE EDITION OUTBIRD – LITERARISCHER BUCHMESSESALON:

21. 03. 2026 | 19.30 Uhr | Westkreuz/Heilandskirche Leipzig-Plagwitz | Literarischer Buchmessesalon (mit Christian von Aster, Florentine Joop, Dirk Bernemann, Ulrike Serowy, Pia Lüddecke, Benjamin Schmidt, Sanjina Kashikar) >> Ticketlink
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LESUNGEN & SIGNIERSTUNDEN:

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Fischladen | „Cumulus 2161“ – Lesung mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Laden auf Zeit | Pia Lüddecke liest aus „Das Ende der Nacht“ (im Rahmen des „Zwielichtsalon No. III“). Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 14.30 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Joachim Sohn. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 12.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Ulrike Serowy + Pia Lüddecke. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Hugendubel, Petersstraße 12-14 | M. Kruppe präsentiert „Sommer ewig“ (im Rahmen der „Sächsischen Büchermenschen 2026“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 11.00 Uhr | Neue Messe, Halle 5, Indiebühne | Florentine Joop präsentiert „Sommer im Heckenrosental“ (im Rahmen von „Leipzig liest!“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 18.00 Uhr | Fischladen | Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus“. Infos: bitte hier entlang.
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Wir freuen uns auf gute Gespräche mit Ihnen, auf Wiederbegegnungen und eine gute Zeit inmitten von fesselnder Literatur!
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Änderungen vorbehalten.
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Neue E-Book-Veröffentlichungen in der Edition Outbird

E-Books, hochverehrtes Lesevolk, sind selbstverständlich auch zum Großteil aller Neuerscheinungen (und älteren Titel) erhältlich. Für das ungetrübte Lesevergnügen all jener unter Euch, die Literatur gern platzsparend genießen. Erhältlich in unserem Onlineshop sowie überall, wo es eBooks gibt. Wir wünschen fesselnde Lektüren!
In unserem Verlagsshop sind E-Books unter diesem Link erhältlich.
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Eine kleine Zeitreise | Jahresrückblick 2025 und Vorschau 2026

M. Kruppe begibt sich pünktlich zum neunjährigen Jubiläum unseres YouTube-Kanals mit unserem Verleger Tristan Rosenkranz auf traditionelle Zeitreise – zurück in das vergangene Verlagsjahr 2025 und mit Blick auf das kommende Jahr 2026 als zugleich zehnjähriges Verlagsjubiläum. Welche Bücher sind 2025 erschienen? Was wird an Neuerscheinungen im Jahr 2026 zu erwarten sein? Welche Neuzugänge bereichern Verlagsfamilie und -programm mit welchen Titeln? Was waren die Highlights des Jahres? Was hat inbesondere eines unserer Jahreshighlights mit der Endlichkeit des Lebens und sozialer Verantwortung zu tun?

Abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal – vielen herzlichen Dank!
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10 Jahre Edition Outbird – Literarischer Buchmessesalon

Infos + Tickets: Bild anklicken

Am 21. 03. 2026 ist es wieder soweit – unser traditioneller Literarischer Buchmessesalon öffnet seine Pforten! Zugleich gilt es das zehnjährige Jubiläum der Edition Outbird zu zelebrieren. Um diesem besonderen Anlass eine angemessene Location zu bieten, gastieren wir im neogotischen Kirchenschiff im Westkreuz/Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz. Wir freuen uns auf diese Kooperation und Location ebenso, wie auf unser Programm mit folgenden KünstlerInnen:

19.00 Uhr
Einlass

19.30 Uhr
Ulrike Serowy liest aus „Im Schutzraum„
Stell dir vor, es ist Atomkrieg und die Bombe fällt. Was tun? Wohin? Runter in die U-Bahnstation, die bis eben noch ganz gewöhnlich wirkte, wo du nun aber Zuflucht suchen sollst. Jetzt bist du im Schutzraum, einer geheimen Anlage unter dem Asphalt – nüchtern, zweckmäßig, von beklemmender Enge, und genau für diesen Fall erbaut. Hier unten erreicht dich kein Feuer, kein Fallout, hier sagt man dir genau, was du zu tun hast. Hier bist du in Sicherheit – oder? Wie ist es dort unten, wo über 2000 Menschen auf engstem Raum Schutz suchen, wo schäbige Charaktere ihre Macht missbrauchen, wo Zwang und Überwachung jede Freiheit, jede Hoffnung ersticken – wie ist es dort unten, im Schutzraum?

19.55 Uhr
Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus„

Benjamin Schmidt erzählt die Geschichte einer Liebe und deren Verzweigungen ins Ungewisse. Die Person wartet, ohne zu wissen, auf was. Eigentlich ist das jetzt das Alter, in dem Karriere, Beziehung und alles auf eine neue, bedeutsamere Ebene gehoben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden sollten. Stattdessen bricht alles zusammen und es ändert sich nichts. Nur die Leute im Club werden jünger und erlauben sich verunsichert zu hoffen. Den Leuten in der Oper dagegen, ist das Scheitern zu vertraut. Übergenug Abende, die mit dem Tod der Hauptfigur enden. Danach wird applaudiert und alle finden sich wieder ein in ihrer eigenen Tragödie.

20.20 Uhr
Pia Lüddecke liest aus „Ende der Nacht“
Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine grausam verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie zugeben will. Ist der Fabrik-Mörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Realität und Albtraum verschwimmen in einer schwarzen, von Glühwürmchengefunkel bestäubten Mitsommernacht. Im Kampf ums Überleben muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

20.45 Uhr
Dirk Bernemann liest aus „Gromzell“*

Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Zu allem Überfluss kehrt auch noch Anna aus Berlin ins Dorf zurück und ein neugieriger Journalist will über Maries Tod berichten. Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Ort ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.

21.05 Uhr
Pause

21.30 Uhr
Sanjina Kashikar liest aus „Rattenkönig„
Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

21.55 Uhr
Florentine Joop liest aus „Sommer im Heckenrosental“
Grenzen, Mauern, Passkontrollen, Sommerwiesen, Freundschaft, Freiheit und Abenteuer. Berlin West und Ost. Einreisen in eine andere Welt, umschlossen von einer Mauer, und doch gab es dort eine Freiheit zu erleben, die in der Großstadt Hamburg undenkbar war. Die Welt war entzweit, Deutschland geteilt und zugleich für viele untrennbar. Jugenderinnerungen verschmelzen mit den Erkenntnissen einer beinahe erwachsenen Frau, die ihre Kindheit in zwei Heimaten erlebte. Erzählungen von Glück treffen auf düstere Momente, auf den Verlust von Geborgenheit, Familie und Heimat. Wo finden Heranwachsende Halt, wenn nicht einmal die Erwachsenen wissen, wie das mit der Politik und der Liebe und dem Frieden funktioniert?

22.20 Uhr
Christian von Aster liest aus seinem neuen Werk
Aaron Tristen hat genug vom Autorenleben: Nachdem er bei der Premiere seines Endzeitepos »Engel gegen Zombies« eine Horde Orks verprügelt hat, beschließt er, sein Leben zu ändern. Dabei kommt ihm allerdings ungelegen, dass ihn einer der Orks verklagen will und ein anderer schwanger von ihm ist. Im Zuge eines Selbstfindungstrips landet er schließlich in einer therapeutischen Gruppe, in der er mit der Essenz des Geschichtenerzählens konfrontiert wird. Unter neuem Pseudonym verläuft er sich an der Seite Don Quijotes im Wunderland, sieht Pu den Bären zu William von Baskerville werden und Graf Dracula anstelle Robinson Crusoes auf einer einsamen Insel stranden. Zwischen Irrsinn und Legenden mischen sich Vorstellung und Wirklichkeit derart, dass am Ende sicher ist: Literatur ist nicht mehr als nur eine zärtliche Lüge. Aber eben auch nicht weniger.

Durch den Abend führen M. Kruppe und Roland Spranger.
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*Unser Verlagsfreund und Autor Dirk Bernemann wird diesmal als Gast seinen neuen, im Verlag Edition W erschienenen Roman „Gromzell“ vorstellen.
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Zum Literarischen Salon gibt es einen Büchertisch.
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Heilandskirche am Westkreuz
Weißenfelser Str. 16
04229 Leipzig
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Erreichbarkeit ÖNV:
Zug: ab Bahnhof Leipzig-Plagwitz ca. 15 Minuten Fußweg über Weißenfelser Straße
Straba: 1/3/14 | Haltestelle: Alte Straße, dann ca. 5 Minuten Fußweg

Festival „Endlichkeitsdialoge“ – ein Rückblick

Das Benefiz-Festival „Endlichkeitsdialoge“ im Leipziger Werk 2 am vergangenen Totensonntag, dem 23. 11. 2025,  ist Geschichte. Knapp einhundertsechzig zahlende Gäste, ein großartiges Teamwork zwischen Werk 2, Institut Perimortal, dem Haus Leben e. V., der Sargbar von Death Positiv aus Linz und unserem Verlag, ein Feuerwerk unter die Haut gehender Auftritte und Vorträge der KünstlerInnen und Fachleute, eine unfassbare Summe von ersteigerten 1275,00 € und unzählige positive Feedbacks aus Publikum und beteiligten Teams heraus.

Dem Haus Leben e. V. gehen in Kürze 2625,00 € als Spende zu; darüber hinaus wurden Direktspenden in Höhe 1063,50 € sowie Gagenspenden in Höhe von 470,00 € geleistet, Kunstwerke für die Versteigerung gestiftet, Ticketgebühren erlassen, Werbemittel und deren Verteilung gesponsert und seitens des Werk 2 ein Entgegenkommen geleistet, so dass alles in allem weit über 4000,00 € für die Realisierung des Festivalziels – der Unterstützung der Leipziger Krebsberatungsstelle Haus Leben e. V. – gespendet wurden.

Unser ganz herzliches Dankeschön gilt neben dem wunderbaren Publikum allen KünstlerInnen und Fachleuten, die die „Endlichkeitsdialoge“ mit ihren Lesungen, Konzerten, Vorträgen bereicherten oder Kunstwerke und Bücher für die Versteigerung stifteten, den Teams vom Haus Leben e. V., dem Institut Perimortal und Death Positiv, den Medienleuten, die einen Blick darauf warfen, M. Kruppe und Kathrin Schreier für Bühnen-Orga und Moderation, Verena Brunnbauer von Death Positiv und Christian von Aster für den Vollbluteinsatz bei der Versteigerung, den unzähligen BuchkäuferInnen und positiven Feedbacks, der Gangart GmbH für die Werbemittelverteilung, Tixforgigs für die erlassenen Ticketgebühren, meinen Eltern für ihr Werbemittelsponsoring, Tilly Domian für die fotografische Dokumentation des Festivals, Claudia Lasslop für Pressearbeit und Backstagebetreuung, David Gray für Pressearbeit sowie Silke, Marcel und Claudia für die Unterstützung vor Ort und am Einlass. Und allen, die hier sträflicherweise eventuell vergessen wurden.

Unser persönliches Dankeschön gilt Maria Förster, Leiterin des Instituts Perimortal, für die unkomplizierte, freundschaftliche und professionelle Zusammenarbeit – direkt und im Team mit M. Kruppe und Kathrin Schreier.
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Medienresonanzen zu Ulrike Serowy & Pia Lüddecke

Gleich zwei reichweitenstarke Medienresonanzen gab es in den vergangenen Tagen zu vermelden, und zwar seitens des WDR sowie des Podcasts „Eine Geschichte der Stadt Köln“:

In der „Homestory“ der WDR Lokalzeit Dortmund gaben Pia Lüddecke und Ernest Einblicke in das Leben in den achthundert Jahre alten, geheimnisumwobenen Mauern von Schloss Bladenhorst. Mauern, in denen Pia Lüddecke gemeinsam mit Ernest unweigerlich die wildesten Ideen für ihre Romanplots und Livehörspiele kommen.

Im Podcast „Eine Geschichte der Stadt Köln“ wurde vor wenigen Tagen Ulrike Serowys „sehr eindrucksvolle“ Novelle „Im Schutzraum“ mit einem „bedrückenden und zugleich fesselnden Stoytelling“ vorgestellt. Die Buchbesprechung ist gleich am Anfang des Podcasts zu finden.

Wir sagen Dankeschön!

Bildnachweise: Eberhard Kamm, Diana Lim, Sandra Tilmans
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„Im Schutzraum“ – Ulrike Serowy im Interview

Anlässlich von Ulrike Serowys aktuell erschienener Novelle „Im Schutzraum“ führte Sabrina Siebert unlängst für ihren Literaturblog „Swapnix Bücherschatztruhe“ ein Interview mit der Kölner Autorin:

Sabrina: Liebe Ulrike, nach dem du 2022 mit „Wölfe vor der Stadt“ eine sehr ruhige, düstere, aber eingängige Geschichte veröffentlichtest, weisen „Highway to Hel“ und „Im Schutzraum“ ganz andere stilistische Elemente auf. Was würdest Du sagen, hat zu dieser Entwicklung geführt?

Ulrike: Du hast Recht, die Geschichten sind sehr unterschiedlich, sowohl was die Form als auch was den Inhalt angeht. Und du hast Recht, natürlich entwickelt sich mein Schreiben, aber es entwickelt sich nicht fortlaufend in eine bestimmte Richtung; im Grunde schreibe ich immer so, wie es die jeweilige Geschichte verlangt. Das kann man skurril-gruselig sein, romantisch-verträumt oder auch dystopisch-finster, so wie bei „Im Schutzraum“. Mir kommen Ideen zu ganz unterschiedlichen Geschichten, und es ist gut möglich, dass mein nächstes Buch im Ton wieder ganz anders ist – oder sich vielleicht auch an einem seiner Vorgänger orientiert; eben je nachdem, was mir für die Geschichte, die erzählt werden will, am passendsten erscheint.

Sabrina: Du hast ja zwischenzeitlich auch bei anderen Verlagen veröffentlicht, wie sind diese Bücher stilistisch einzuordnen?

Ulrike: Beim House of Inkantation sind unter anderem meine Erzählung „Heimkehr“ und mein Lyrikband „Träume und Gespenster“ erschienen. Wie genau man „Heimkehr“ einordnen würde, kann ich gar nicht genau sagen – vielleicht als neoromantische, vielleicht auch als neosymbolistische Novelle. „Im Schutzraum“ dagegen ist zwar ebenfalls eine Novelle, aber hier passt vermutlich die Bezeichnung „postmodern-dystopisch“ besser. Aber wie du siehst, bin ich keine Expertin darin, diese Dinge eindeutig zu benennen.

Sabrina: Manche hast du nicht allein geschrieben, wie kam es zu den Zusammenarbeiten und wie unterscheiden sich diese Bücher von denen, die du allein veröffentlichtest?

Ulrike: Geschrieben habe ich die Bücher schon alleine, aber es gab Kollaborationen auf anderen Ebenen. So hatte mich die Kölner Black-Metal-Band Beltez gefragt, ob ich eine Geschichte zu ihrem Album schreiben wollte. Daraus ist eine wunderbare Kooperation entstanden, aus der meine Geschichte „Black Banners“ bzw. auf Deutsch „Die Festung“ und das Album „A Grey Chill and a Whisper“ hervorgegangen sind. Eine weitere Kooperation war die EP „Fensterverse und Nachtgespinste“, auf der Mosaic aus Thüringen einiger meiner Gedichte auf sehr eigenwillige, eindringliche Art vertont haben.

Sabrina: Was ist für dich das Besondere an lyrischen Texten?

Ulrike: Dass sie Sprache ganz anders verwenden als Prosatexte. Lyrik ist das Ausdrucksmittel der Wahl, wenn man eine Emotion, einen Eindruck oder auch eine Aussage mit großer Eindrücklichkeit vermitteln will, mit weniger, aber besonders sorgfältig gewählten Worten. In Lyrik ist Sprache in höchstem Maß verdichtet, zuweilen auch gebunden (wobei reim- und versgebundene Dichtung noch immer eher einen schweren Stand hat, soweit ich das überblicken kann).

Sabrina: Auch die Musik begleitet dich nun schon seit geraumer Zeit, würdest du sagen, dass sich Musik und Schreiben gegenseitig beeinflusst, und falls ja, wie?

Ulrike: Musik inspiriert und sie kann helfen, eine Stimmung zu erzeugen oder zu vertiefen. Auch kann das Schreiben Musik um die Worte ergänzen, die sie nicht hat, es kann den ungesagten Sehnsüchten, Schmerzen und Rätseln der Musik einen konkreten Ausdruck geben. Deswegen liebe ich Kooperationen mit Bands und Musikern so und bin immer offen für Projekte, die Musik und Literatur miteinander verbinden.

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Sabrina: Mit der Novelle „Im Schutzraum“ hast du etwas ganz Neues geschaffen. Was hat dich dazu inspiriert, und wie ging es dir beim Schreiben?

Ulrike: Die Inspiration zu „Im Schutzraum“ kam von dem Ort, an dem sie spielt – dem Zivilschutzraum in Köln, in der U-Bahn-Haltestelle Kalk-Post, der im Kalten Krieg eingerichtet wurde. Dieser Schutzraum wird auch „Atombunker“ genannt, obwohl es kein richtiger Bunker ist, also nicht vor einer Atombombenexplosion selbst schützen könnte, sondern nur vor deren Folgen. Die Idee hinter diesen Raum war, dass im Falle eines Angriffs die Passanten von der Straße in den Schutzraum fliehen und dort Schutz vor der atomaren Kontamination finden sollten. Ich habe diesen Schutzraum im Zuge mehrerer Führungen besichtigt und war erschüttert davon, wie bürokratisch-durchreguliert und doch vollkommen dysfunktional dieser Ort ist. Am Ende der Führungen waren wir Besucher uns ziemlich einig, dass wir im Fall des Falles doch lieber draußen wären als drinnen…
Was diesen Ort so beklemmend macht, habe ich in der Geschichte verarbeitet, und ich habe die Idee weitergesponnen, wie es wohl wäre, wenn wirklich auf einen Schlag mehrere hundert einander fremde Menschen in einem unterirdischen Komplex eingeschlossen würden. „Im Schutzraum“ ist dabei keine Horrorstory, in der gemetzelt und zerfleischt wird, denn es ging mir eher um die Mechanismen von Gehorsam und Kooperation, und um die Frage, wie weit sich verordnete Notwendigkeiten und eigenes Unrechtsbewusstsein miteinander vereinen lassen. Um den Leser mit dieser Frage zu konfrontieren, habe ich für „Im Schutzraum“ die Du-Perspektive gewählt, so dass man sich mitten in der Geschichte wiederfindet und immer wieder mit dieser Frage konfrontiert sieht: „Was würdest du tun?“

Sabrina: Kannst du uns etwas über zukünftige Projekte verraten, schriftstellerische sowie musikalische?

Ulrike: Gerne – es wird, vermutlich nächstes Jahr, eine Neuauflage der Novelle „Heimkehr“ geben, dieses Mal mit eigens dafür komponierter Musik. Außerdem sammle ich Ideen für und schreibe an verschiedenen Projekten, zum Beispiel einer Fortsetzung von „Highway to Hel“!

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Sabrina: Abschließend wüsste ich gerne noch, bei welchen Events wir dich lesen hören und treffen können.

Ulrike: Als nächstes werde ich neben anderen AutorInnen der Edition Outbird auf dem Gothic Literature Festival im wunderschönen Bacharach sein; danach steht am 08. November die Premierenlesung von „Im Schutzraum“ im Buchladen Kalker Hauptstraße in Köln an. Am 23. November bin ich dann im Werk 2 in Leipzig beim Festival „Endlichkeitsdialoge“ dabei, wo ich aus „Highway to Hel“ lese, und am letzten Novemberwochenende findet in Köln der Dark Daze Market statt, wo ich mit meinen Büchern sein und auch aus „Im Schutzraum“ lesen werde. Und im nächsten Jahr geht es dann natürlich weiter.

Sabrina: Liebe Ulrike, ich bedanke mich herzlich für dieses Interview und die spannenden Hintergründe zu deinem Schaffen!

Ich danke dir für die Gelegenheit!

Das Interview erscheint unter anderem auch auf Blackmetal.at. Wir bedanken uns ganz herzlich!
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