Leipziger Buchmesse 2024 – ein Rückblick

Mit Kristina Pöschl vom Lichtung Verlag

Wir blicken voller schöner Eindrücke auf das Leipziger Buchmesse-Wochenende zurück. So viele wundervolle Begegnungen, gute Gespräche, zu Herzen gehende Lesungen, so viele verkaufte Bücher – wir sind überwältigt! Einmal mehr vergingen die vier Messetage wie im Fluge, einmal mehr teilten wir uns einen Messestand mit der wunderbaren Kristina Pöschl vom Viechtacher „Lichtung Verlag“ und waren Teil des fröhlichen „Schöne Bücher„-Verlags-Fotoshootings auf der Showtreppe in der großen Kuppelhalle.

Schöne Bücher!

Bei drei Veranstaltungen waren wir für die Orga entweder direkt verantwortlich oder mit einem Büchertisch vor Ort. Dirk Bernemann gab am 22. 3. 2024 vor trauter Runde in der „Kunst liebt Mut“-Galerie den Auftakt und las aus seinem Erzählband „An und für sich“. Tags darauf fand mit dem „Literarischen Buchmessesalon“ im Ost-Passage Theater unser Jahreshighlight statt: fünfundachtzig zahlende Gäste, sieben bezaubernde KünstlerInnen* und ein familiäres und literaturverliebtes Verlagsfest, dass uns schlicht überwältigte. Mit fulminanten einhundertfünfzig Gästen läutete schließlich tags darauf Christian von Aster im Krystallpalast Varieté Leipzig mit seiner Premierelesung „Schnitter, Gevatter und Sensenmann“ den letzten Tag der Leipziger Buchmesse ein.

Abschlussfoto unseres Literarischen Buchmessesalons

Full House mit Christian von Aster

Unser Fazit ist ausnehmend positiv: Uns wurde von unzähligen Seiten Unterstützung bei der Realisierung der Veranstaltungen zuteil, wir sind glücklich über das Vertrauen unserer AutorInnen in unsere Arbeit und diesen warmherzigen, familiären Spirit unseres Verlages, und wir gehen mit einem deutlichen Umsatzplus aus der diesjährigen Leipziger Buchmesse heraus. Wir sagen aus tiefstem Herzen Dankeschön!

*Benjamin Schmidt, Ulrike Serowy, Klaus Märkert, Feline Lang, Dirk Bernemann, Florentine Joop und Christian von Aster
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Talks & Widmungen zur Leipziger Buchmesse

Wir freuen uns zur Leipziger Buchmesse über zahlreiche BesucherInnen an unserem Verlagsstand. Wann welche/r Autor/in für eine/n Schwatz oder Widmung an unserem Verlagsstand anzutreffen ist und wann man unserer Lektorin Vanessa-Marie Starker begegnen kann, erfahren Sie hier:

22. 03. 2024, ab 16 Uhr Pia Lüddecke

23. 03. 2024, ab 12 Uhr Hauke von Grimm, 12-13 Uhr Dirk Bernemann, 13-14 Uhr Ulrike Serowy

24. 03. 2024, 10-14 Uhr Vanessa-Marie Starker, 11-12 Uhr Feline Lang, 12-13 Uhr Klaus Märkert

Wir freuen uns über Ihre Besuche und heißen Sie herzlich willkommen!
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Hannas Kurztalk #2: Ulrike Serowy „Highway to Hel“

Eine glückliche Autorin mit ihrem frisch gedruckten Buch

In Hannahs Kurztalk kommt als zweiter Part nun Ulrike Serowy zu Wort, die ein paar kompakte Einblicke in ihren aktuellen Roman „Highway to Hel“ gibt, aber auch ihre Liebe zu ihrer Wahlheimat Köln und Island offenbart:

Wo bist Du gerade und was macht diesen Ort besonders für Dich?

Gerade bin ich in Köln, meiner Wahlheimat, einer besonderen Stadt, die dich mit offenen Armen empfängt und leicht zur Heimat wird. In Gedanken bin ich im winterlichen Island, genauer gesagt im Museum für Zauberei und Hexerei in Hólmavík. Heute habe ich ein Exemplar von „Highway to Hel“ dorthin geschickt, denn das Buch ist von diesem Ort stark inspiriert und spielt auch teilweise dort. Ohne die lieben Menschen vom Museum hätte ich es niemals schreiben können.

Im Museum für Zauberei und Hexerei behält eine Krähe die Besucher im Auge

Welche Textstelle oder welches Zitat aus Deinem Buch magst Du besonders gerne und warum?

Ich mag den allerletzten Satz besonders gerne, denn ich finde, dass er einer makaber-lustig-wilden Geschichte ein schönes, hoffnungsvolles Ende gibt. Der Satz lautet: „Das Leben war einfach zu kostbar.“…

Hólmavík im Winter

Welche Bedeutung hat das Buch für Dich und inwiefern hat der Schreibprozess Dich verändert?

Mir bedeutet das Buch sehr viel, weil es mich lange begleitet hat und weil sich darin viele Orte und Ereignisse wiederfinden, die mein Leben stark geprägt haben. Der Schreibprozess selbst hat mich sehr verändert, denn ich habe herausgefunden, dass ich mich durchaus auch an längere und unterhaltsame Texte wagen kann.

Schneelandschaft auf Island

Gibt es Gedanken oder Gefühle, die du bei LeserInnen am Ende der Lektüre hervorgerufen haben willst?

Ich möchte, dass die Leser sich in die Geschichte hineinziehen lassen und mit den beiden Hauptfiguren Max und Claire mitfiebern. Außerdem freue ich mich, wenn sie Spaß an meinen Ideen und den zum Teil recht rasanten Wendungen haben und sich auch auf Gruseliges, Jenseitiges und vielleicht sogar auf einen Gang in die nordische Unterwelt einlassen.

Das Buch kann unter diesem Link bestellt werden.
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Edition Outbird zur Leipziger Buchmesse 2024

Unsere Veranstaltungstermine zur Leipziger Buchmesse stehen fest, ebenso die Zeiten und Orte, zu und an denen Sie uns auf ein gutes Buch treffen können:

Messestand:

21. – 24. 03. 2024 | Neue Messe | Halle 5, Stand C 105 (gemeinsam mit dem Lichtung Verlag)

Literarischer Buchmessesalon der Edition Outbird:

23. 03. 2024 | 19.30 Uhr | Ost-Passage Theater | Literarischer Buchmessesalon (mit Dirk Bernemann, Florentine Joop, Christian von Aster, Feline Lang, Benjamin Schmidt, Ulrike Serowy & Klaus Märkert) >> Ticketlink

Lesungen:

22. 03. 2024 | 17.30 Uhr | Hugendubel | Hauke von Grimm liest aus „Die Mitte bin ich“ (im Rahmen der „Sächsische Büchermenschen 2024)

22. 03. 2024 | 19.30 Uhr | Kunst liebt Mut-Galerie | Dirk Bernemann liest aus „An und für sich“ >> Ticketlink

24. 03. 2024 | 11.00 Uhr | Krystallpalast Varieté | Premierenlesung „Schnitter, Gevatter & Sensemann“ mit Christian von Aster >> Ticketlink

24. 03. 2024 | 19.30 Uhr | Theaterpack / Laden auf Zeit | Dirk Bernemann liest aus „An und für sich“

Wer wird wann wo den Verlag präsentieren oder für Talk und Widmungen zur Verfügung stehen?

22. 03. 2024
>> Pia Lüddecke | ab ca. 16 Uhr | Messestand
>> M. Kruppe & Tristan Rosenkranz | ab 19 Uhr | Kunst liebt Mut-Galerie

23. 03. 2024
>> Hauke von Grimm | ab ca. 12 Uhr | Messestand
>> Dirk Bernemann | 12 -13 Uhr | Messestand
>> Ulrike Serowy | 13 -14 Uhr | Messestand
>> Tristan Rosenkranz, M. Kruppe, Markus Symeon Blum, Hannah Rafalski, Silke Wolf, Claudia Schumann | ab 19 Uhr | Ost-Passage Theater

24. 03. 2024
>> Vanessa-Marie Starker | 10-14 Uhr | Messestand
>> Feline Lang | 13 -14 Uhr | Messestand
>> Klaus Märkert | 13 -14 Uhr | Messestand
>> Hannah Rafalaski & Tristan Rosenkranz | ab 10 Uhr | Krystallpalast Varieté

An allen anderen hier nicht aufgeführten Zeiten ist unser Verleger am Messestand vor Ort und freut sich auf Begegnungen mit lesehungrigen VerlagsfreundInnen. Wer von unseren AutorInnen dortselbst spontan anzutreffen ist, bleibt allerdings dem Zufall überlassen.
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Neu auf YouTube: Literatur im Gespräch mit Ulrike Serowy

Im überaus spannenden Interview mit M. Kruppe anlässlich ihres jüngst erschienenen Romans „Highway to Hel“ lotet Ulrike Serowy ihre schriftstellerischen Wurzeln ebenso aus wie das symbiotische Wechselspiel von Musik und Literatur. Sie verbildlicht die Wirkkraft von Black Metal, der sie zu einer ganz eigenen literarischen Sprache animiert, zeigt auf, dass die akademische Lehre der Entfaltung freier Literatur bisweilen im Wege steht, spricht neben dem Reiz fremder Sprachfamilien über die Inspiration des Reisens und die Demut, die die ursprüngliche Landschaft skandinavischer Länder wie insbesondere Island in ihr auslöst.

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.
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Literarischer Buchmessesalon der Edition Outbird am 23. 03. 2024

Es ist unfassbar, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. So schnell, dass die Planung für unseren Salonabend zur Leipziger Buchmesse 2024 bereits abgeschlossen ist. Und so heißen wir Euch willkommen zum Jahreshighlight der Edition Outbird – dem Literarischen Buchmessesalon am 23. 03. 2024 im Ost-Passage Theater in Leipzig. Ausführliche Informationen findet Ihr unter diesem Link.

Wir freuen uns mit Euch auf Christian von Aster, Dirk Bernemann, Florentine Joop, Feline Lang, Benjamin Schmidt, Klaus Märkert und Ulrike Serowy, sowie einmal mehr die Moderation von M. Kruppe und Markus Symeon Blum.

Tickets zu 12,00€ (Verlagsförderticket), 9,00€ (normal) oder 6,00€ (ermäßigt) bestellen: bitte hier entlang.
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Unsere Herbstnovität #3: Ulrike Serowys Roman „Highway to Hel“

Unsere dritte und letzte Herbstneuheit 2023 kommt aus dem ebenso weitläufigen wie von mystischer Symbolik angereicherten Universum der Kölner Autorin Ulrike Serowy. In ihrem Roman „Highway to Hel“, einmal mehr dem Thema Grenzgang gewidmet, schlägt Ulrike eine Brücke zwischen den weltlichen Problemen der irgendwie untoten Claire und ihres Retters Max, und dem Helheim als Ziel einer Reise, ohne die es für Claire keine Erlösung geben würde. Dass Max wiederholt in Not gerät, weil Claire auf ihrer Reise desöfteren jegliche Vitalfunktionen verliert, und dass diese Reise allerlei skurrile Situationen und merkwürdige Charaktere birgt, versteht sich von selbst. Und was ist dieser Vegvísir, der andauernd auftaucht? Und warum sollte man im Jenseits immer eine Salami zur Hand haben?

Buch vorbestellen: bitte hier entlang.
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„Wölfe vor der Stadt“: Buchvorstellung auf MDR Kultur

In der gestrigen Ausgabe des MDR Kultur-Sendeformats „Unter Büchern“ wurde Ulrike Serowys Roman „Wölfe vor der Stadt“ in einer ganz wunderbaren Besprechung mit zahlreichen O-Tönen der Autorin ausführlich vorgestellt. Zum Beitrag geht es hier entlang. Das Buch können Sie im Verlagsshop unter diesem Link bestellen.
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Literarischer Salon: am 21. 05. 2022 in Leipzig!

Herzlich willkommen zu unserem diesjährigen Literarischen Salon! Christian Mahlow, Dominique M. Täger & Tine Täger aka LAUSCHER, Ulrike Serowy, M.Kruppe und Marcel S. Kirschbaum mit seinem berührend melancholischen Kurzfilm zum Bukarest-Aufenthalt von Michael Schweßinger – „Vom östlichen Rande“ – geben sich die Ehre, das Publikum mit feinster Unterhaltung zu erfreuen.

Moderieren wird die Veranstaltung M. Kruppe, auch wird es einen Büchertisch und eine Auswahl internationaler Whiskys geben.

Zum LineUp und den Details geht es hier entlang, zu den Tickets geht es hier entlang. Wir freuen uns auf Euch!
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„Vampster“ interviewt Ulrike Serowy zu „Die Wölfe vor der Stadt“

Wir bedanken uns herzlich beim Metalmagazin „Vampster“ für das Interview mit Ulrike Serowy zu ihrem Anfang 2022 erschienenen Roman „Wölfe vor der Stadt“:

“Wölfe vor der Stadt” ist dein Debütroman nach der Erzählung “Skogtatt”. Hattest du ein bestimmtes Publikum im Sinn als du daran schriebst? Wenn ja, was für eines?

Im Grunde ja – zumindest habe ich gehofft, dass bestimmte Menschen das Buch finden werden. Solche, die gerne Bands wie die SISTERS OF MERCY, ältere (DOLCH) und RUINS OF BEVERAST hören, die Melancholie und nächtliche Städte lieben und sich fragen, was das alles soll, ob Normalitäten überhaupt sein müssen. Menschen, denen Musik und Kunst wichtig ist und die darin den Schauder suchen, den man fühlt, wenn man auf etwas trifft, das größer ist als wir.

Ich wollte mit dieser Geschichte überdies einen Ort schaffen, an den ich auch selbst zurückkehren kann, wenn ich dieses Gefühl suche. Dass es andere gibt, die mit dorthin kommen wollen, ist ein großes Glück.

Es wird schon in den ersten Sätzen von “Wölfe vor der Stadt” klar, dass dieses Buch kein “Skogtatt 2” ist. Allerdings sind Wölfe ja im Black Metal schon populär – man denke etwa an ULVER. Was verbindest du mit “Wölfen”?

Was mich an ihnen interessiert, ist, dass sie immer an der Schwelle zum Mythos existieren. Das wird besonders im Augenblick deutlich, jetzt, wo sie tatsächlich zurückkehren und die Nachrichten voll sind mit Meldungen über Wolfsrisse – unterschwellig ist da immer eine Angst zu spüren, die, so glaube ich, nicht nur mit dem Tier, sondern auch mit den Geschichten zu tun hat, mit denen es unlöslich verwoben ist. Wer von uns ist schließlich nicht mit den Märchen vom „Bösen Wolf“ aufgewachsen?

Er wirft auch die Frage auf, wie man mit dem Fremden umgehen soll, das zu einem kommt und potentiell bedrohlich ist.

Die Gestalt des Johannes und der geheimnisvolle Gürtel haben für mich schon etwas “Märchenhaftes”. Dein Roman lässt indes viel Interpretationsspielraum offen und ich fragte mich bisweilen, ob es zu Johannes noch eine ausführlichere Hintergrundgeschichte gibt. Schwirrt dir da textmässig etwas im Kopf herum?

Johannes ist, soweit ich das sagen kann, tatsächlich ein ganz normaler, netter Kerl von nebenan, der nur einfach großes Pech hatte; man könnte erzählen, wie es ihm ergangen ist, bis er Helena getroffen hat (nicht so gut) und wie es mit ihm nach dem Buch weitergehen könnte – aber tatsächlich „weiß“ ich darüber nichts. Er ist auch für mich wieder im Nebel verschwunden. Vielleicht könnte ich ihn aufstöbern, aber er wird immer noch das Gleiche wollen wie im Buch. Nur, ob er es gefunden hat, oder finden wird? Ich fürchte nicht…

Bei deinen beinahe schon unheimlichen Beschreibungen der Stadt ertappte ich mich manchmal dabei, dass ich mir vorstellte, das Buch spiele in Leipzig. Hattest du eine bestimmte Stadt im Sinn für “Wölfe vor der Stadt”? Oder sind es eher Eindrücke mehrerer Städte, die hier zusammenspielen?

Du hast Recht, tatsächlich ist die Beschreibung der Stadt stark von Leipzig inspiriert. Die Stadt ist mir sehr wichtig, besonders auch was mein Schreiben angeht. Ich war in den letzten Jahren immer mal wieder da, meine allererste Lesung, damals aus „Skogtatt“, hatte ich in einem „Wächterhaus“, einem leerstehenden Haus, das Menschen mietfrei bewohnen durften, um es wieder nutzbar zu machen. Dieses Gefühl, dass man dort einer Leere etwas entgegensetzt, einer Leere, die, wenn man nichts tut, Überhand nimmt, und diese langen Ausfallstraßen mit ihren eigentlich sehr schönen, aber doch dunkel und verlassen wirkenden Häusern, ja, davon ist viel im Buch.

Ein wenig Köln und Berlin habe ich aber auch verarbeitet. Der große, schwarzglitzernde Fluss ist zum Beispiel vom nächtlichen Rhein inspiriert. …“

Das komplette Interview entnehmen Sie bitte diesem Link. „Wölfe vor der Stadt“ im Verlagsshop: Bitte hier entlang.
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