„Vampster“ interviewt Ulrike Serowy zu „Die Wölfe vor der Stadt“

Wir bedanken uns herzlich beim Metalmagazin „Vampster“ für das Interview mit Ulrike Serowy zu ihrem Anfang 2022 erschienenen Roman „Wölfe vor der Stadt“:

“Wölfe vor der Stadt” ist dein Debütroman nach der Erzählung “Skogtatt”. Hattest du ein bestimmtes Publikum im Sinn als du daran schriebst? Wenn ja, was für eines?

Im Grunde ja – zumindest habe ich gehofft, dass bestimmte Menschen das Buch finden werden. Solche, die gerne Bands wie die SISTERS OF MERCY, ältere (DOLCH) und RUINS OF BEVERAST hören, die Melancholie und nächtliche Städte lieben und sich fragen, was das alles soll, ob Normalitäten überhaupt sein müssen. Menschen, denen Musik und Kunst wichtig ist und die darin den Schauder suchen, den man fühlt, wenn man auf etwas trifft, das größer ist als wir.

Ich wollte mit dieser Geschichte überdies einen Ort schaffen, an den ich auch selbst zurückkehren kann, wenn ich dieses Gefühl suche. Dass es andere gibt, die mit dorthin kommen wollen, ist ein großes Glück.

Es wird schon in den ersten Sätzen von “Wölfe vor der Stadt” klar, dass dieses Buch kein “Skogtatt 2” ist. Allerdings sind Wölfe ja im Black Metal schon populär – man denke etwa an ULVER. Was verbindest du mit “Wölfen”?

Was mich an ihnen interessiert, ist, dass sie immer an der Schwelle zum Mythos existieren. Das wird besonders im Augenblick deutlich, jetzt, wo sie tatsächlich zurückkehren und die Nachrichten voll sind mit Meldungen über Wolfsrisse – unterschwellig ist da immer eine Angst zu spüren, die, so glaube ich, nicht nur mit dem Tier, sondern auch mit den Geschichten zu tun hat, mit denen es unlöslich verwoben ist. Wer von uns ist schließlich nicht mit den Märchen vom „Bösen Wolf“ aufgewachsen?

Er wirft auch die Frage auf, wie man mit dem Fremden umgehen soll, das zu einem kommt und potentiell bedrohlich ist.

Die Gestalt des Johannes und der geheimnisvolle Gürtel haben für mich schon etwas “Märchenhaftes”. Dein Roman lässt indes viel Interpretationsspielraum offen und ich fragte mich bisweilen, ob es zu Johannes noch eine ausführlichere Hintergrundgeschichte gibt. Schwirrt dir da textmässig etwas im Kopf herum?

Johannes ist, soweit ich das sagen kann, tatsächlich ein ganz normaler, netter Kerl von nebenan, der nur einfach großes Pech hatte; man könnte erzählen, wie es ihm ergangen ist, bis er Helena getroffen hat (nicht so gut) und wie es mit ihm nach dem Buch weitergehen könnte – aber tatsächlich „weiß“ ich darüber nichts. Er ist auch für mich wieder im Nebel verschwunden. Vielleicht könnte ich ihn aufstöbern, aber er wird immer noch das Gleiche wollen wie im Buch. Nur, ob er es gefunden hat, oder finden wird? Ich fürchte nicht…

Bei deinen beinahe schon unheimlichen Beschreibungen der Stadt ertappte ich mich manchmal dabei, dass ich mir vorstellte, das Buch spiele in Leipzig. Hattest du eine bestimmte Stadt im Sinn für “Wölfe vor der Stadt”? Oder sind es eher Eindrücke mehrerer Städte, die hier zusammenspielen?

Du hast Recht, tatsächlich ist die Beschreibung der Stadt stark von Leipzig inspiriert. Die Stadt ist mir sehr wichtig, besonders auch was mein Schreiben angeht. Ich war in den letzten Jahren immer mal wieder da, meine allererste Lesung, damals aus „Skogtatt“, hatte ich in einem „Wächterhaus“, einem leerstehenden Haus, das Menschen mietfrei bewohnen durften, um es wieder nutzbar zu machen. Dieses Gefühl, dass man dort einer Leere etwas entgegensetzt, einer Leere, die, wenn man nichts tut, Überhand nimmt, und diese langen Ausfallstraßen mit ihren eigentlich sehr schönen, aber doch dunkel und verlassen wirkenden Häusern, ja, davon ist viel im Buch.

Ein wenig Köln und Berlin habe ich aber auch verarbeitet. Der große, schwarzglitzernde Fluss ist zum Beispiel vom nächtlichen Rhein inspiriert. …“

Das komplette Interview entnehmen Sie bitte diesem Link. „Wölfe vor der Stadt“ im Verlagsshop: Bitte hier entlang.
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Pia Lüddecke wird Mitglied im PAN e. V. – drei Fragen, drei Antworten

Unlängst wurde unsere Phantastik-Autorin Pia Lüddecke als Mitglied des Phantastik-Autoren-Netzwerkes (PAN) e.V. bestätigt. Und damit eines Netzwerks und Vereins mit Fokus auf eine engere Vernetzung der deutschsprachigen Literaturszene, die sich diesem besonderen erzählerischen Genre widmet. Wir freuen uns über diese schöne Neuigkeit und ließen uns  nicht  nehmen, ihr drei Fragen dazu zu stellen:

Was versprichst Du Dir von der Mitgliedschaft im PAN e. V.?

Ich schreibe in meinem Steckbrief, dass ich mich auf den Austausch mit anderen Irren freue. Das stimmt auch 😉 Wenn es mir dann noch hilft, mehr LeserInnen zu erreichen, bin ich überglücklich.

Warum hast Du Dich der Phantastik verschrieben?

Weil es das tollste Genre ist! Ich habe mir schon hin und wieder mal vorgenommen, einen Roman zu schreiben, der in der Realität bleibt, mehr dem Mainstream entspricht. Aber irgendwann gelange ich immer an den Punkt, an dem ich feststelle, dass mir das zu langweilig ist, und die Ideen gehen mit mir durch. Warum sich künstlich einschränken, wenn Phantásien grenzenlos ist?

Über den Spruch, dass Autoren sich in die Phantastik flüchten, weil sie vom wahren Leben keine Ahnung haben, kann ich übrigens nur lächeln. Auch phantastische Geschichten können ja in die reale Welt eingebunden sein oder sich mit realen Konflikten auseinander setzen.

Wie wichtig sind Netzwerke?

Die Schreiberei ist eine einsame Leidenschaft. Da ist es geradezu überlebenswichtig, auch mal rauszukommen, Gedanken auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen, sei es mental oder in praktischen Fragen. Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit. Mir wurde zu Beginn meiner kleinen Schreibkarriere von erfahrenen Leuten geholfen, das versuche ich heute weiterzugebenen.

Wir teilen unsere Freude mit Pia und wünschen eine bereichernde Mitgliedschaft!
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Neu auf YouTube: Teaser zu Ulrike Serowys Roman „Wölfe vor der Stadt“

Unlängst erschien von Ulrike Serowy der Roman „Wölfe vor der Stadt„, dessen überaus fesselnde Lektüre mit körperlichen Empfindungen einhergeht. Der Teaser zu diesem Stoff greift mit seinen stillen Bildern die Auflösung der Zivilisation, das Schwelende des Plots ganz wunderbar auf:

Zitat aus dem Klappentext:

„Die Wölfe sollen zurückgekehrt sein und um die Stadt streichen. Helena selbst wird von bösen Ahnungen geplagt und von Träumen heimgesucht, die nicht ihre eigenen sind. Sie lernt Johannes kennen, der  nur wenig von sich preisgibt und ebenso verloren scheint wie sie. Immer näher kommen sich die beiden, deren Schicksal durch eine stille Kraft verwoben scheint; doch Johannes trägt ein Geheimnis in sich, das sie beide an den Rand des Daseins bringen wird.“

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.
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Neu auf YouTube: Literarischer Salon mit Dirk-Boris Rödel

Im aktuellen Literarischen Salon auf unserem YouTube-Kanal spricht Dirk-Boris Rödel anlässlich seines unlängst erschienenen Erzählbandes „Das siebente und letzte Pentakel des Jupiterim Interview mit M. Kruppe darüber, wie seine Erzählstoffe zu ihm finden, über nächtliches Schreiben und schriftstellerische Freiheit, über sein Verständnis und das Verhältnis von Authentizität, Magie und Fantasy in seinen Geschichten, aber auch über seine Arbeit als Hexer und seine Mitgliedschaft und Funktion als Dudelsackspieler in der schottischen Clan-McGregor-Society.

Unseren YouTube-Kanal abonnieren: Bitte hier entlang.
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Neu auf YouTube: Teaser zu Pia Lüddeckes Urban Fantasy-Roman „In Dreams“

Unser neuer Teaser gibt einen kleinen Vorgeschmack auf Pia Lüddeckes aktuellen, hochspannenden Urban Fantasy-Roman „In Dreams„. Zitat:

„Mysteriöse Dinge ereignen sich im Dunstkreis der Ruhr-Universität: Menschen verschwinden. Bei Nacht werden dämonische Tiere mit glühenden Augen gesichtet. Eine zwielichtige Firma wirbt für ein ominöses Wellnessprogramm. Und ständig diese Stromausfälle… Die junge Literaturstudentin Indra und der neurotische Psychologie-Doktorand Arno Löwenherz widmen sich der Erforschung luzider Träume, als sich ihr beschauliches Leben in einen Alptraum verwandelt. Unversehens wird Indra in die unheimlichen Vorgänge rund um das angebliche Wellness-Institut verwickelt. Doch wer zieht die Strippen? […] In Dreams ist Pia Lüddeckes packendes Plädoyer für das Träumen – und eine Warnung: „Das Schlimmste, was dir zustoßen kann, ist zu früh aufzuwachen – oder gar nicht.“ 

Ein herzliches Dankeschön an Benjamin Ehrenberg für den Trailer!

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Edition Outbird wird Fördermitglied im Phantastik-Autoren-Netzwerk PAN

Mit Freude bedanken wir uns für die unlängst eingegangene Bestätigung, Fördermitglied des Phantastik-Autoren-Netzwerkes (PAN) e.V. sein zu können. Mit diesem Schritt bietet sich fortan auch den AutorInnen unseres kontinuierlich wachsenden Fantastikgenres die Möglichkeit, die vom PAN e. V. forcierte Vernetzung der deutschsprachigen Literaturszene mitzugestalten und mehr Sichtbarkeit zu erlangen. Zitat:

„Die Phantastik ist unsere literarische Disziplin. Unsere Autoren stehen für handwerkliche Qualität und hohe Professionalität, aber auch für die Liebe zur literarischen Phantastik und die Bereitschaft, sich für ihre Interessen zu engagieren.

Gegenwärtig verändert sich der Buchmarkt – nicht nur das Medium e-book gewinnt zunehmend an Bedeutung – auch Lesegewohnheiten und Produktionsbedingungen unterliegen einem steten Wandel. Vor diesem Hintergrund finden wir es wichtig, als Autoren mit demselben Schwerpunkt auch eine gemeinsame Stimme zu haben, uns zu diesen Veränderungen zu äußern. Deshalb arbeiten wir für eine engere Vernetzung der deutschsprachigen Literaturszene, die sich diesem besonderen erzählerischen Genre widmet. Uns geht es dabei um deutschsprachige Phantastik aus der DACH-Region. Unser Ziel ist die Steigerung der Wertschätzung und des Ansehens, das die Phantastik in der Öffentlichkeit erfährt – und deren Niederschlag in entsprechenden Beiträgen in Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und im Internet.“

Wir sagen herzlich Dankeschön!
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„Was mich an Tätowierungen faszinierte, war vermutlich die Aura des Unangepassten und Rebellischen.“ – Dirk-Boris Rödel im Interview zu „Liber Thanatamor“

Unlängst erschien Dirk-Boris Rödels Erzählband „Liber Thanatamor„, eine Sammlung mitreißender, dunkler, zauberhafter und magischer Geschichten, anlässlich dessen wir Dirk-Boris Rödel interviewt haben:

„… Hing Deine Entscheidung, neben Kulturwissenschaft auch Japanologie zu studieren, mit Deinem Interesse an der Tätowierkunst zusammen? Letzten Endes hat das Interesse für Tattoos ja dann auch Deine Berufswahl geprägt…

Das Interesse für Japan entstand eigentlich zunächst aus meiner Begeisterung für Kampfkunst heraus. Ich betrieb als Jugendlicher Karate und Taekwondo, mit 19 begann ich dann Ninjutsu zu erlernen und reiste dafür Ende der 80er Jahre mehrmals nach Japan, wo ich von Dr. Masaaki Hatsumi, dem 36. Großmeister des Togakure Ryu Ninjutsu, meinen Schwarzgurt verliehen bekam. Während einer dieser Trainingsreisen stieß ich mehr durch Zufall darauf, dass es in Japan eine traditionelle Tätowierkunst gab, über die im Westen zu dieser Zeit praktisch nichts bekannt war.

Als ich dann kurz darauf begann, Japanologie zu studieren und einen einjährigen Studienaufenthalt an der Doshisha Universität in Kyoto absolvierte, nutzte ich das Studienjahr, um Recherchen zu meiner Magisterarbeit im Fach Japanologie über die Entwicklung der japanischen Tätowierkunst durchzuführen. Ich hatte dazu zahlreiche traditionell arbeitende Tätowiermeister in Yokohama, Osaka und Tokyo besucht und viele von ihnen erstmals interviewt sowie Bibliotheken nach den spärlichen Informationen über diese traditionelle japanische Volkskunst durchforstet. Die Magisterarbeit wurde später unter dem Titel »Alles über japanische Tätowierungen« beim Arun-Verlag veröffentlicht. …“

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Tobias Kircher, Edition Outbird
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Neu Erschienen: Dirk-Boris Rödels „Liber Thanatamor“

Frisch aus der Druckerei eingegangen und bereits in der Auslieferung, freuen wir uns mit Dirk-Boris Rödels magischer Geschichtensammlung „Liber Thanatamor“ über den 31. Titel in unserem Verlag. Das wunderschöne Cover wie auch das Vorwort stammen aus Holger Muchs Feder, der Erzählband beinhaltet 17 Geschichten, die sich zwischen Liebe und Tod, Magie und Hexerei, seltsamen Wesen aus der Anderswelt und packenden Wendungen bewegen.

Dirk-Boris Rödel signiert das Buch auf Wunsch – und ausschließlich – in thebanischer Schrift, auch Hexen- oder Engelsschrift genannt, und jedes der direkt bei ihm bestellten Exemplare bekommt zudem einen (von ihm selbst angefertigten) Stempelabdruck mit dem “E Pluribus Unum“, dem magischen Symbol des Buchcovers. InteressentInnen möchten sich bei Direktbestellung unter der Mailadresse runokarl[at]web.de mit ihm in Verbindung setzen, selbstverständlich ist das Buch aber bei allen üblichen Anbietern sowie in unserem Verlagsshop erhältlich.
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Bildnachweis: Edition Outbird / Dirk-Boris Rödel
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„Es sind jene, die in den Schatten hausen, die mich schon immer faszinieren“ – Holger Much im Interview

Holger Much, als Grafiker und Illustrator für einige der zauberhaftesten Buchcover verantwortlich, gestaltete unter anderem den Buchumschlag zu Pia Lüddeckes in Kürze erscheinendem Schauerroman „Geister„. Wir stellten ihm ein paar Fragen. Zitat:

„… Wesentliches Merkmal Deiner Arbeit sind magische, fantastische, dunkle Spielarten, Du gestaltest Cover für Edition Roter Drache, Periplaneta und Edition Outbird und bist mittlerweile eine feste Größe auf dem jährlichen WGT. Immer wieder auch begegnet Deine Arbeit den Werken von Magiern wie Kenneth Grant als Schüler Aleister Crowleys oder der Schamanin Susanne Agnes Fauser. Man kommt um die Vermutung nicht drumherum, dass Magie ein wesentliches Element Deines Wesens ist – ist dem so?

Hm. Da ich aktuell am Cover eines weiteren magischen Buches arbeite – hihi – und das Wort Magie bereits mehrfach fiel, ohne dass ich wusste, dass Du diese Frage stellen würdest, kann ich es schlecht verneinen. Wobei ich nicht zu jenen Menschen gehöre, die nachts an Feuern magische Rituale vollziehen. Zudem könnte man natürlich Bücher darüber füllen, was „Magie“ denn bitteschön ist. Wie bereits vorher gesagt: die Dinge hinter den Dingen. Für mich spielt sie eine mittlerweile immer größere Rolle im Leben, aber eher in dem Sinn, dass ich versuche, einen Zustand zu erreichen, in dem man auf den Wogen von … etwas … treibt, das einen trägt und lenkt – und das durchaus in eine Richtung, die man ansteuert. Ein Flow, den ich auch beim Zeichnen erreiche … vielleicht ist Zeichnen eines meiner Rituale, um jene Mächte oder Götter zu beschwören, die mich beflügeln… (und ja, Kaffee ist die einzige „Droge“, die mich hierbei unterstützt…) …“

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Frank Luger
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