Bereits jetzt vorbestellbar: unsere Neuerscheinungen Frühjahr 2021

In den kommenden Wochen wird es gleich drei Frühjahrsnovitäten geben, die bereits jetzt vorbestellt werden können:

Tami Weissenbergs zweiter Teil seiner Leidens- und Lebensgeschichte, „Weg ins Leben“, in der er erzählt, wie er sich nach vielen Jahren aus einem Klima der Angst und massiven Gewalt befreite, zunächst auf der Flucht lebte und Straftaten beging, um seine Ex-Partnerin ruhig stellen zu können, und sich später den Konsequenzen stellte. Das Buch kann für 11,90€ unter diesem Link in unserem Verlagsshop bestellt werden.Der Fotoband „Bukarest – the city of good life“ des Leipziger Filmemachers und Fotografen Marcel Schreiter, dessen rohe und doch vertraute Bilder in einen regen Dialog mit den fragmentarischen Texten des Autors Michael Schweßinger treten. Alle, die ein Faible für diesen spätkapitalistischen Blues haben, werden ihre Freude daran haben. Das Buch kann für 25,00€ unter diesem Link in unserem Verlagsshop bestellt werden.
Holger Muchs erster Lyrikband „Das Licht im Dunkeln“ – Hardcover mit Schutzeinband mit 18 zauberhaften Illustrationen, einem Vorwort von Asp Spreng und einem Nachwort von Markus Heitkamp. Zitat Asp Spreng: „Eingehüllt in wundersame Kunstwerke, entspringen Holger Muchs Texte, vor allem seine Gedichte, zugewucherten Wäldern, ähneln knorrigen, liebenswerten Wichteln ebenso wie anmutigen Einhörnern und machen sich mit Hand, Fuß und Huf kurzerhand im Herzen breit, um dort eine Heimat zu finden.“ Das Buch kann für 17,90€ unter diesem Link in unserem Verlagsshop bestellt werden.

Wir wünschen zahlreiche Stunden des Lesevergnügens!
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MDR Kultur empfiehlt Mona Krassus Roman „Falsch erzogen“

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Kurz vor Ende des letzten Jahres bespricht Wolfgang Schilling auf MDR Kultur ausführlich Mona Krassus Roman „Falsch erzogen“. Zitat (Einleitung und Fazit):

„Dieses Buch ist eins von denen, die auf den Leser eine geradezu suggestive Kraft ausüben. Man ist sofort drin in der Geschichte und will am liebsten gar nicht mehr aufhören, immer weiter lesen, obwohl das was man da liest, eine richtig harte Nummer ist.

[…]

In der kleinen Klausstraße 16 in Halle an der Saale erinnert eine Gedenktafel an eine solche Geschlossene Venerologische Station des Stadtkrankenhauses „Poliklinik Mitte“, wie das offiziell hieß. Doch warum kein Wort darüber, was darin geschah, in diesem Roman? Will uns die Autorin das Schlimmste ersparen? Nein: Mit einem hier nicht verratenen literarischen Kunstgriff setzt uns Mona Krassu am Ende doch noch, auf erträgliche Weise, ins Bild. Ob die Autorin aus Gera selbst mal eine berühmte Schriftstellerin wird wie ihrer Heldin im Buch verhießen, das muss die Zukunft entscheiden. Dass sie eine richtig gute ist, das hat sie mit diesem erschütternd lesenswerten Buch bewiesen.“

Wir bedanken uns für diese Empfehlung aufs Herzlichste!

Weitere Besprechungen entnehmen Sie bitte diesem Link.
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„Falsch erzogen“: Interview und Lesung mit Mona Krassu

M. Kruppe spricht mit unserer Autorin Mona Krassu für unseren YouTube-Kanal über Entstehung, Recherchen und Hintergründe ihres Romans „Falsch erzogen“ und Mona Krassu liest auszugweise daraus.

Zitat „Falsch erzogen“: „Anfangs aus Unwissenheit, später als Auflehnung gegen ihren Stiefvater Hartmut, gerät Solveig zunehmend in Konflikt mit dem Diktaturstaat DDR. Heimlich trifft sie sich mit anderen Jugendlichen im „Bau“, einem Abrisshaus, in dem sie die Musik von Udo Lindenberg hören und selbst texten und musizieren.

Was passiert in einer Diktatur mit Kindern, die schon als Schüler nicht ins sozialistische System passen? Die Genossen und Funktionäre in der DDR haben ihre Methoden. Sie nutzen auch die Mittel der Medizin, wenn es darum geht, junge Menschen auf Linie zu bringen.“

Falsch erzogen“ im Verlagsshop: bitte hier entlang.
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Arne Ulbricht liest aus „Schilksee 1990“

Arne Ulbricht liest auf unserem YouTube-Kanal Ausschnitte aus seinem aktuellen Roman „Schilksee 1990„, einer lebhaften, unterhaltsamen Story. Über nächtliche Polizeianrufe, eine rebellische Tochter mit Mission, die für Fridays for Future brennt, die große erste Liebe…
Jugendliche Lebensentwürfe reiben sich in diesem unterhaltsamen, temporeichen Roman, Zeitreisen im und aus dem Kieler Vorort Schilksee heraus, und wie Fabian zunehmend von seiner Tochter abgelehnt wird und sich an seine eigenen Jugendjahre erinnert…


Bildnachweis: Spitzlicht.de
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„Ich glaube tatsächlich, dass diese Gegenüberstellung ein ewiges Thema aufgreift: das mangelnde Verständnis für die jeweils andere Generation.“ – Arne Ulbricht im Interview zu „Schilksee 1990“

Unlängst erschien in der „Edition Outbird“ der Generationenroman „Schilksee 1990“ des Schriftstellers Arne Ulbricht. Arne Ulbricht war vor einer ganzen Weile an unseren Verlag herangetreten und blickt selbst schon auf zahlreiche Veröffentlichungen zurück.

„Schilksee 1990“ ist eine lebhafte Geschichte, die bei aller Leichtigkeit der Lektüre zum einen Arne Ulbrichts autobiographischster Stoff ist, zum anderen das Kernthema des Generationenkonflikts aufgreift. Erfolgsschriftsteller Fabian steckt in einer Schaffenskrise und reibt sich an seiner Tochter, die sich ihrerseits bei „Fridays for Future“ engagiert. Zwei Wertesysteme stehen sich gegenüber: die Tochter Social Media-affin, der Vater voller Ablehnung dagegen.

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Arne, wie kamst Du auf diesen Stoff? Ist das Deine ureigene Familiengeschichte der letzten Jahre?

Für mich war es toll, mit meiner eigenen Biografie zu spielen – im Kieler Vorort Schilksee bin ich ja wirklich aufgewachsen -, und an vielen Stellen meine Biografie zu verändern, weil es für die Dramaturgie des Romans einfach wichtig war. Und jahrelang war ich ein extremer Kritiker des Handy- und Internetkonsums – und natürlich gab es immer mal Streit, wenn mein Sohn zu lange League of Legends gespielt oder meine Tochter mal wieder irgendein Quatschvideo geguckt hat. Ich bin, und ich staune über mich selbst, gelassener geworden. Das liegt auch daran, dass ich in der Coronazeit begonnen habe, YouTube-Videos zu drehen… und inzwischen bin ich sogar auf Facebook und Instagram. …“

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Edition Outbird, Spitzlicht.de
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„Mir ging es darum, nicht zu vergessen, wie viel Unrecht in einer Diktatur geschieht, ohne dass jemand hinsieht.“ – Mona Krassu im Interview zu „Falsch erzogen“

Mona Krassu veröffentlichte ihren dritten Roman „Falsch erzogen“ unlängst in der Edition Outbird und damit eine umfassende Geschichte über die Entwicklung und das Schicksal eines Mädchens, das die Scheidung ihrer Eltern miterlebt und mit ihrem zunehmenden Aufbegehren gegen den Stiefvater und den Diktaturstaat DDR immer mehr in Konflikt gerät. „Falsch erzogen“ ist von einer atmosphärischen Dichte, die den Leser bald glauben lässt, selbst Bestandteil der elterlichen sowie Konflikte mit der Obrigkeit, ihrer Gespräche mit der Schauspielerin Eleonore Sattler oder ihrer Streifzüge als Herumtreiberin zu sein.

Mona, in Deinem Roman „Falsch erzogen“ greifst Du den Umgang mit geschlechtskranken Mädchen und Frauen in der DDR bzw. deren Einweisung in sogenannte „Tripperburgen“ ohne medizinische Indikation auf. Wie kamst Du zu diesem wenig bekannten Thema der DDR-Aufarbeitung?

Ich hörte dazu einen Beitrag auf MDR Kultur und war sofort gebissen von diesem Thema. Bei ersten Recherchen stieß ich auf das Sachbuch „Disziplinierung durch Medizin“ von Florian Steger und Maximilian Schochow. In mir brannten Fragen, z.B. was wurde genau mit diesen Mädchen und Frauen gemacht? Was hatte das für Folgen für ihr späteres Leben? Viele Mädchen waren noch Jungfrau und in der Pubertät, also in einem Alter, in dem sie die Geschehnisse nicht einordnen konnten und deshalb irgendwann wirklich glaubten, sie seien Abschaum und nichts wert. Ich selbst war erschüttert über die Vorgehensweise von Ärzten und Schwestern in den sogenannten Tripperburgen der DDR und entschloss mich, diesen Roman zu schreiben, um die Gräuel für andere fühlbar zu machen. Das klingt jetzt vielleicht nach Sensationslust. Mir ging es aber darum, dass wir nicht vergessen, wie viel Unrecht in einer Diktatur geschieht, ohne dass jemand wirklich hinsieht und hinterfragt. …

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Adelheid Garschke, Edition Outbird
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„Inklusiv bedeutet ja nur, die Vielfalt und Heterogenität unserer Gesellschaft als grundlegend wahrzunehmen.“ – Benjamin Schmidt im Interview zu „Schon immer ein Krüppel“

„Unlängst erschien in der „Edition Outbird“ mit Buch #33 Benjamin Schmidts neuaufgelegter, aktualisierter Roman „Schon immer ein Krüppel“ (aktuell im Verlagsshop mit gratis Postkartenset erhältlich). Wie der Titel erahnen lässt, handelt es sich um Benjamins ureigene Auseinandersetzung mit dem Tag Null, ab dem er vor der Herausforderung stand, sich als nunmehr Querschnittsgelähmter in dieser Welt zurecht zu finden. In einer Welt, in der plötzlich jede Menge – innere wie äußere – Barrieren auftauchten, von der man als gesunder Mensch oftmals nichts mitbekommt. Möglicherweise, weil man sie ausblendet.

Benjamin, was war damals der Grund, überhaupt dieses Buch zu schreiben? Ein Ventil? Sensibilisierung?

Während meiner Rehabilitation hatte ich das Gefühl, dass Selbstbetrug für viele eine anerkannte Methode zur Verarbeitung einer Behinderung darstellt. Ich schreibe, wenn ich eine Geschichte habe, und Geschichten hatte ich damals viele. Zu erleben, was ich während dieser Zeit erlebt habe, hat ja nun nicht gerade jeder das Vergnügen. Außerdem war ich oft einsam, hatte viel Zeit zum Nachdenken … besondere Lebensumstände, Einsamkeit und Raum für die eigene Gedankenwelt, wann wäre der Zeitpunkt besser, ein Buch zu schreiben? Warum es gerade dieses Buch werden sollte? Meine Methode, diese besonderen Umstände zu verarbeiten war Selbstreflexion. Ich habe meine Gedanken dazu in dieser Geschichte ein Stück weit offengelegt und nachvollziehbar gemacht. Ich wollte nichts mehr schönreden, dabei aber die Schönheit nicht außer Acht lassen. …“

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Emily Schmidt, Edition Outbird
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Neu erschienen: Benjamin Schmidts „Schon immer ein Krüppel“


Vor wenigen Tagen ging Benjamin Schmidts grundlegend überarbeiteter, um exklusive Szenen ergänzter und mit Illustrationen von Franziska Appel verfeinerter Roman „Schon immer ein Krüppel“ aus der Druckerei bei uns ein. „Schon immer ein Krüppel“ ist schonungslos, bisweilen verstörend offen und zeigt seinen LeserInnen auf, wie schnell das eigene Leben ganz anders aussehen kann und wieviel Kraft, Zuversicht und Arbeit es mit sich bringt, sich als nunmehr körperlich behinderter Mensch mit all den hinzukommenden neuen Herausforderungen zu arrangieren. Ganz nebenbei zeigt Benjamin Schmidt Einblicke in seine Jugend, seine Szene und sein verletzliches Wesen auf.

Die ersten BestellerInnen erhalten zum Roman kostenlos ein Kunstpostkartenset dazu; das Buch ist hier in unserem Verlagsshop zu finden. Wir wünschen berührende Lesemomente!
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Neu erschienen: Klaus Märkert „Das Besondere kommt noch“

Wir freuen uns, Klaus Märkerts dieser Tage frisch erschienen Roman „Das Besondere kommt noch“ ankündigen zu können. In der ihm ureigenen trocken-morbiden Absurdität lässt sich Märkert Kapitel für Kapitel von musikalischen Hörstürzen inspirieren, ja vorantreiben. Oftmals scheinbar beiläufige Anekdoten münden so über Songs von Bands wie Alien Sex Fiend, Abwärts, Skinny Puppy oder Killing Joke in herrlich verstiegenen Lesestoff. Dreißig Kapitel entfalten über Fortsetzungen höchsten Unterhaltungswert, den man – man ahnt es – am besten zu Musik aus dem Dark Wave-Spektrum lesen sollte. Empfehlung (nicht nur) für die dunkle Jahreszeit!

Wer mehr über Klaus Märkert, seinen Weg zum Schreiben oder seinen neuen Roman „Das Besondere kommt noch“ erfahren möchte, dem sei unser „Outscapes“-Interview mit ihm wärmstens ans Herz gelegt.
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„Im Endeffekt liefen während des Schreibens zwei Themen aufeinander zu oder konkurrierten miteinander.“ – Klaus Märkert im Interview zu „Das Besondere kommt noch“

Von Klaus Märkert erscheint in Kürze sein neuer Roman „Das Besondere kommt noch“ bei Edition Outbird. Wir stellten ihm ein paar Fragen. Zitat:

„… Als markantesten Wendepunkt in Deinem Leben gibst Du einen mit 34 ungewöhnlich frühen Herzinfarkt mit nachfolgendem Posttraumatischen Belastungssyndrom an. Wie kam es dazu und was hat sich damit in Dir und Deinem Leben verändert bzw. verändern müssen?

Die Herzkrankheit war/ist in erster Linie genetisch bedingt. Die Verwandtschaft mütterlicherseits hatte ausnahmslos dieses Leiden. Allerdings war ich mit meinen 34 Jahren das jüngste Infarkt-Opfer. Mein Zugeständnis an die Zeit danach, keine Zigaretten mehr und – etwas später – den Job als Steetworker/Sozialarbeiter schmeißen. Das Positivste: Es hat mich dem Schreiben/Autorendasein nähergebracht. Die Krankheit – insbesondere die psychische Komponente – entfernte mich zunächst auch von der Diskotheken-Szenerie und konfrontierte mich mit einer Welt des (inneren) Schreckens, der Unberechenbarkeit und Verletzbarkeit (posttraumatische Belastungsstörung), die sich wohl auch in meinen Short Storys spiegelt, wo den Protagonisten häufig und ganz unvermittelt furchtbare Dinge widerfahren. Mit dem Verfassen erster Storys begann ich automatisch meine Umgebung intensiver wahrzunehmen, gerade auch scheinbar unbedeutenden Kleinigkeiten Aufmerksamkeit zu schenken. Oft sind es diese Kleinigkeiten, die ins Notizbuch notiert und später in die Storys eingefügt dem Erzählten – und erscheine es noch so abstrus – eine gewisse Glaubwürdigkeit verleihen. …“

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Das gesamte Interview finden Sie in unserem Onlinemagazin „Outscapes„.

Bildnachweis: Privat
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