Andreas Hähle im „Outscapes“-Interview

Unser Autor Andreas Hähle stand uns für das Onlineformat unseres „Outscapes“-Magazins Rede und Antwort zu seinem Schaffen, den Hintergründen seines Ende vergangenen Jahres erschienenen Romans „Wahnsignale“ und zu seiner Krebserkrankung. Zum Interview folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Volly Tanner
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Benjamin Schmidt im MDR-Interview

Am 10. 02. 2019 interviewte Jennifer Sonntag im Rahmen ihres MDR-Sendeformats „Selbstbestimmt“ unseren Autoren Benjamin Schmidt zum Thema sexueller Selbstbestimmtheit als Mensch mit körperlicher Beeinträchtigung sowie zu Berührungsängsten, erotischer Wahrnehmung und Unsicherheiten, aber auch zu seinen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und zu einem kommenden Buchprojekt mit der Künstlerin Franziska Appel. Zum Interview bitte hier entlang.

Bildnachweis: MDR
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Wichtiger Spendenaufruf für Andreas Hähle

Unser Autor Andreas Hähle ist erneut schwer an Krebs erkrankt, in diesem Zusammenhang möchten wir dringend um Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung für das aus seinem Freundeskreis um Grit Maroske ins Leben gerufene Crowdfunding „Ein Preis für ein Lebenswerk“ bitten. Zitat:

„Unser Freund, der Texter, Autor und Mensch Andreas Hähle ist zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit schwer an Krebs erkrankt. Niemand weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt.

Bedingt durch seine schwere Erkrankung kann er nicht mehr als Freiberufler arbeiten. Wir – seine Freunde, seine Fans, seine Wegbegleiter und Bewunderer – möchten ihm nicht nur einen Publikumspreis für sein Lebenswerk verleihen und ihn damit noch zu Lebzeiten würdigen und ehren, wir möchten ihm auch ermöglichen, seine notwendigen Chemotherapien zu erhalten und sich ganz auf seine Behandlung zu konzentrieren, die ihm noch ein paar Tage, Wochen oder Monate mehr im Kreis seiner Familie schenken.

Andreas hat durch seine Worte und Liedtexte die Herzen vieler Menschen berührt, er hat uns in seinen Lesungen, mit seinen Hörbüchern und seinen Büchern oftmals zum Lachen und immer zum Nachdenken gebracht. Wir möchten ihm nun etwas zurückgeben, und dafür brauchen wir EURE Hilfe.

Auf dieser Seite werden wir in immer neuen Aktionen nach und nach Bücher, CDs, seltene Poster, Fanartikel, Konzertkarten, Wohnzimmerkonzerte, Selbstgemachtes und andere Dinge anbieten, die ihr gegen eine Spende oder bei einer Versteigerung erwerben könnt. Die Erlöse kommen Andreas zu 100% zugute.

Viele Künstler haben bereits jetzt ihre Mitwirkung an Benefizkonzerten und Lesungen zugesagt, die Termine der Konzerte werden hier veröffentlicht, so bald sie feststehen.

Bitte helft uns, Andreas´ Leben so angenehm, sorglos und entspannt wie möglich zu gestalten.

Wir werden Andreas Hähles Werke und seine Arbeiten hier nach und nach vorstellen und freuen uns, wenn wir alle als Gemeinschaft von Menschen einem anderen Menschen Kraft geben, ihm unsere Solidarität, Unterstützung und Liebe zeigen und ihn auf seinem Weg begleiten.

Ladet eure Freunde ein, gebt uns euer „Gefällt mir“ und bleibt mit uns verbunden. Bald gibt es die ersten Spendenaktionen hier, bei denen ihr mitbieten könnt.

Ihr könnt Andreas auch jetzt schon unterstützen, indem ihr seine Webseite aufsucht und seine Bücher kauft. Den Link dazu findet ihr unter diesem Beitrag als ersten Kommentar.

Spenden über PayPal: bitte hier entlang.
Spenden über GoFundMe: bitte hier entlang.“

„Wahnsignale“ bestellen:

direkt bei Andreas Hähle (Geld geht ihm direkt zu):

  • lika.o@list.ru
  • in unserem Shop bestellen: bitte hier entlang.

Die Organisatorin Grit Maroske erreichen Sie unter soulforsale[at]web.de oder 0152 – 53 74 79 68

Vielen herzlichen Dank!

„Orkus“-Magazin empfiehlt: Klaus Märkerts „Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“

Einmal mehr bedanken wir uns beim Redaktionsteam des „Orkus“-Magazins, in diesem Fall Christina Meyer-Zeschner, für eine Rezension unseres Verlages. In diesem Fall die Besprechung und Empfehlung von Klaus Märkerts schwarzhumoriger Sammlung aus Erzählungen und Short Stories, „Die Nacht braucht das Licht, ich nicht 3.0„, in ihrer aktuellen Ausgabe 02 / 2019. Wer noch nicht in den Genuss dieses kurzweiligen Leckerbissens verstiegener Erzählunst gekommen ist, kann sich unter diesem Link von der oben genannten und weiteren Besprechungen überzeugen. Und wer Klaus Märkert (nebst weiterer literarischer Feinkost) life erleben will, den heißen wir herzlich am 22. 03. 2019 zu unserem Literarischen Salon zur diesjährigen Leipziger Buchmesse willkommen.
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Auftakt mit M. Kruppe bei „Radio Darkfire“: „Wort & Klang“ mit Tristan Rosenkranz am 28. 01. 2019

Mit Radio DarkFire fand sich für unseren Mitstreiter und Autoren der ersten Stunde, M. Kruppe, eine neue Sendeplattform für seine seit 2015 laufende Radio-Show „Stoersender Kleinstadtpisser“.

Ziemlich spontan entstand ein zweites Format mit dem Titel „Wort und Klang“, in welchem Kruppe sich pro Sendung einen Künstler, vorwiegend aus dem künstlerischen Umfeld der/s Agentur & Verlages Outbird, einlädt, um über das Schaffen und die Arbeit, Kunst und Kultur im Allgemeinen, aber auch über aktuelle Themen der Zeit zu sprechen. Vorgestellt werden außerdem 10-15 Songs, die den jeweiligen Gast am meisten im Leben und Arbeiten beeinflusst haben.

Zum Debüt der einmal im Monat laufenden Sendung nun begrüßt M. Kruppe in Kürze den Kopf hinter „Outbird“, den Autoren, Verleger, Kulturmanager und Whisky-Liebhaber Tristan Rosenkranz, der ihm Rede und Antwort steht. Wie kommt man auf die Idee, Verleger zu werden? Was bedeutet Literatur? Was muss ich mir unter „Edition Outbird“ vorstellen und wo geht es in diesem Jahr hin mit dem Verlag? Diese und mehr Fragen werden am 28. Januar 2019 um 19.00 Uhr auf Radio Darkfire beantwortet. Dazu gibt es feinste Musik aus verschiedenen Genres. Außerdem steht Kruppe während der Sendung im Live-Chat für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Für den kurzen, knackigen und wundervollen Jingle zur Sendung gilt das Dankeschön dem Geraer Dark Electro-Musiker Morris Haucke vom Projekt „Licht.Front„.

Wir rechnen mit Ihnen! 🙂
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Neue Besprechungen: „Kammerflimmern“

Zu Tomas Jungbluths im vergangenen Sommer veröffentlichter Novelle „Kammerflimmern“ kamen in der jüngsten Zeit einige Besprechungen rein, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Die Novemberausgabe des „Orkus“-Magazins schreibt:

„… Was wir hier vor uns haben ist eine Novelle, die von der ersten Seite an mit einer bildhaften und emotionalen Sprache und einer außerordentlichen Wortgewandtheit Barrieren zwischen Erzähler und Leser einreißt. Der Erzähler berichtet von einer gescheiterten Beziehung, von einer verlorenen Liebe, die so schön und zugleich so schmerzhaft war, dass sie viele Risse und Narben hinterließ. Man verliert sich in den Worten, in den Schilderungen, die uns von Beginn an teilhaben lassen an einer Liebe, die so echt, so von Leidenschaft durchdrungen war, und weil jeder das Gefühl der Sehnsucht in Kombination mit unerträglichem Schmerz kennt, wird man auch so schnell so tief in Jungbluths Strom gerissen, dass man nicht mehr an die Oberfläche kommt. …“

Jennifer Sonntag nimmt das Buch wie folgt wahr:

„… Das Buch kann etwas, was so viele Menschen leider nicht oder noch nicht können, es setzt sich mit unseren inneren Anteilen auseinander und bietet eine echte Chance des Wachsens und Entwickelns. Dabei ist es nichts für Anfänger, nichts für Menschen, die die Auseinandersetzung mit alten Mustern und Glaubenssätzen überflüssig finden, die nichts mit Emotionalität und „Psychokram“ zu tun haben wollen. Erst eine aufgeräumte Beziehung zu uns selbst, ein Verstehen unseres „inneren Teams“, kann uns auch in äußeren Beziehungsgefügen glücklich werden lassen. Man kann die Gefühlslagen dieses so tief liebenden und so tief verzweifelten Paares mit allen Sinnen spüren und will es gleichermaßen schützen, vor dem Leser, voreinander. Obwohl nur er erzählt, habe ich in hohem Maße ein starkes Bewusstsein für ihre Erlebenswelt entwickeln können. Auch dieses Paar ist kein Anfänger. Es ist in der Lage zu erkennen, welche Komplexe, welche inneren Kinder einander Wunden schlagen. Erkennen, Entwickeln, Wachsen – wir müssen dabei zusehen, wie das solch tiefgeistige und hochfliegende Menschen nicht schaffen. Nicht zusammen. Wenn das Bedauern des Lesers darüber schon so groß ist, wie groß muss dann das des Schreibenden gewesen sein? Ich empfinde den Erzähler, der ja einen Monolog führt, erstaunlicherweise nicht als Anklagenden. Abrechnung ist nicht das Interesse des Buches. …“

Tami Weissenberg schließlich fasst seine Empfindungen wie folgt zusammen:

„… Er spricht die Leserschaft unverschämt direkt an, zieht sie oftmals unangenehm nah an sich ran – und lässt sie dann wieder ins Unendliche treiben. Es wechselt ständig das Gefühl zwischen persönlicher Ansprache und Voyeurismus. Erschreckend was Worte und Sprache bewirken können. Die im Buch benannte Frau wird in allen Facetten der menschlichen Charakteristik beschrieben: kokett, lasziv, verspielt, adrett, abweisend, fordernd, warm, kühl, toxisch. Diese unverschämt anziehende Toxizität dieser Frau zieht Jungbluth sowie die Leserschaft stetig in einen Bann, teilweise in eine sich nicht zu entziehende Abhängigkeit. Das Buch beschreibt die Bindung zwischen zwei Seelen wie sie unterschiedlicher nicht sein können – und die sich dennoch anziehen, abstoßen, verzehren und wieder aufladen. Oftmals legt man das Buch beiseite, erträgt das eloquente aber dennoch verständliche Wort- und Sprachgefecht einfach nicht. Es wühlt auf, lässt innehalten, lässt schmunzeln und lachen und lässt bittere Gefühle aufkommen und diese teilweise konservieren.

Es scheint wie ein großer Liebesbrief, wie eine Rechtfertigung der jeweils begangenen Fehltritte und manchmal – so ahnt man es – sickert der Wunsch durch, diese Frau noch einmal an der Seite zu haben um so vieles besser zu machen. Ob nun Liebesbrief, Abrechnung, Reflektion oder eine eigene Art der Verarbeitung hinter dem Buch stehen mag – es ist etwas, ich nenne es mal „Beichte“, wie es direkter nicht sein kann. Vielleicht stellt es der Leserschaft eigene Weichen, vielleicht trägt es zur eigenen Reflektion bei. Vielleicht ist es der Schlüssel zum Gegengift der Toxizität zwischen Menschen.“

Für die Besprechungen bedanken wir uns herzlich. Die vollständigen wie auch weitere Buchbesprechungen entnehmen Sie bitte diesem Link.
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Axel Kores und Christoph Liedtke: Literarische Performances

Zu unseren beiden Autoren Axel Kores und Christoph Liedtke ist nicht zuletzt als Mitglieder des Künstlerkollektivs „Rhizom Halle-Leipzig“ bereits im „Outscapes“-Magazin #8 einiges gesagt worden. Was die Herren im Rahmen des „Aorta“-Projektes hier jedoch in Form eines Trailers liefern, lässt sich beim ersten, zweiten und auch dritten Anblick atemlos als „Überspannung“ im besten Sinne bezeichnen.

Aber lassen wir das Video selbst sprechen:

Die Jungs, das Kollektiv, die Bands und Performances sind eine absolute Empfehlung! Gern stellen wir wie auch bei unseren anderen AutorInnen den Kontakt her.
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Neue Besprechungen: „Verschwendete Jugend“ und „Kammerflimmern“

Wir freuen uns über weitere Buchbesprechungen zum Roman „Verschwendete Jugend“ von Axel Kores und zur Novelle „Kammerflimmern“ von Tomas Jungbluth.

Zu „Verschwendete Jugend“ schreibt Detlef Färber für die Mitteldeutsche Zeitung – Zitat:

„… Verschwendete Jugend? Mit der Erwägung, was da gemeint sein mag, ist man schon vor der Lektüre des Debütromans von Axel Kores mitten drin in dem von ihm erzählend heraufbeschworenen Getümmel: Jugend, klar – aber wer verschwendet da was? Spricht hier etwa die bürgerliche oder gar elterliche Instanz aus dem Titel – im Sinne von „Du verschwendest deine Jugend, sieh zu, dass endlich etwas aus dir wird!“? Höchstens sehr unterschwellig oder gar unterbewusst mag derlei mitschwingen, denn der Hallenser, der hier literarisch mit seinem ersten großen Projekt hervortritt, schmeckt und kostet schon in diesem seinem Titel die Worte sehr genau ab – und findet ihre Doppelbödigkeit und Vielstimmigkeit heraus: Schließlich heißt – dem Anklang gemäß – „etwas verschwenden“ zu allererst auch, es „verwenden“. Und zwar schnellstmöglich, ehe dieses Verwendete, sprich auch Verschwendete unversehens verschwinden kann.

Wohlgemerkt, wir sind bei der Jugend, die bekanntlich nicht nachwächst – und nur schwerlich zu konservieren ist. Und damit wird der Titel des Buchs nun auch noch zum klaren Appell – wohl in dem Sinne, dass es gilt, im Leben endlich den Fuß von der Bremse zu nehmen! Wie und mit welchen Risiken, das kann man auf den 230 zuweilen fast atemlos erzählten Buchseiten miterleben: Kann es mit genießen und muss es immer mal wieder mit erleiden.

[…]

Was man seinem Text übrigens fast anmerken kann: Dass er ihn nämlich nicht in der gemütlichen Dichterstube oder gar im Elfenbeinturm hat wachsen lassen. Vielmehr ist das Buch von rasanten Ausbrüchen getragen, von Wortkanonaden durchzogen, aber dennoch präzise und sicher im Ton formuliert. …“

Zur kompletten Besprechung geht es hier entlang.

„Verschwendete Jugend“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.

Zu „Kammerflimmern“ gibt es unter anderem Rückmeldungen der drei AutorInnen Christian von Aster, Susanne Agnes Fauser und Dirk Bernemann.

„Wie in Zeitlupe taumelt man an der Seite des Autors zwischen Erfüllung, Verletzung und Erkenntnis durch eine schonungslose Mischung aus Erinnerung und Reflexion.
Auf der Suche nach einem Verstehen, das es nicht gibt.
Die Geschichte der gleichsam erfüllenden wie zerstörerischen Leidenschaft zweier unangepasster Seelen ist mit Wucht erzählt.
Unterschwellig schwingt dabei stets das tragische, Erfüllung unmöglich machende, Borderlinethema mit. Dabei geht es immer weniger um Schuldzuweisung als den Wunsch des Autors zu verstehen.
Am Ende ist ‚Kammerflimmern‘ meines Erachtens vor allem eine Geschichte darüber, wie intensiv man sich verlieren kann, während man einander zu finden versucht…“

„Jungbluth hat mich manches Mal zum Weinen gebracht, zum Nachdenken sowieso und während ich wie eine Voyeurin sein Sezieren beobachtete, schien es mir, als würde seine Katharsis auf mich übergehen.
Wortgewaltig, ohne jemals in Peinlichkeit oder gar Schwülstigkeit zu verfallen, faltet der Autor sein Innenleben und eine Beziehung auseinander. Offeneres habe ich selten gelesen.
Der Protagonist trinkt Whisky, immer wieder in Gedanken zusammen mit seiner ehemaligen Liebe, redet, unternimmt Erklärungsversuche. Was mich daran besonders faszinierte, war dass er dabei immer fair, ja geradezu beinahe zu human bleibt. Von ersten Satz an intensiv. Niemals langweilig. Eine Sprache, die süchtig macht und ein Sujet, an dem wir alle dann und wann zerbrechen.“

„Ein bewegendes Buch. Zwei Menschen begegnen sich und wie so oft, tun sich Widerstände da auf, wo alles schön sein könnte. Ergreifende Sätze, manchmal ein bisschen zu viel Bitterkeit in der Anklage. Irgendwie auch eine Abrechnung eines Verletzten, als letzte Chance, nicht an der Verletzung zu verrecken. Das Werk eines hochsensiblen Mannes, den man zwischendurch gerne schütteln und zur Vernunft drängen möchte, ob seiner Leidensannahme denn siehe da, am Ende ist das Elend. Aber das Buch öffnet den Kopf, das ist schon mal gut.
Ich hab mich in dem Buch oftmals wiedergefunden und dann zu dem jeweiligen Vorfall mir selbst gesagt, was meine Lösung gegen Verzweiflung ist. Generell bin ich aber schwer begeistert.“

„Kammerflimmern“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen Rückmeldungen (zu beiden Büchern nicht zuletzt auch bei Amazon unter diesem und diesem Link) und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern. Herzlichen Dank!
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Resonanzen: Radio, Zeitung, Rezensionen

In den letzten Wochen haben sich die Resonanzen, Vorstellungen und Rezensionen um unsere Verlagsneuerscheinungen zeitweise fast überschlagen. Wir können an dieser Stelle nur eine Momentaufnahme aufzeigen und verweisen gern auf unseren Menüpunkt „Rezensionen + Buchvorstellungen“ in der linken Spalte, der in jeweiligen Unterpunkten alle bisherigen Resonanzen beinhaltet.

Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erreichte zeitweise Rang 18 unter den „Biografien & Erinnerungen“ (Unterpunkt „Frauen“) bei Amazon. Das Buch wurde bislang in der Mitteldeutschen Zeitung, den Zeitungen der „Mediengruppe Thüringen“ sowie vom Radio des Mitteldeutschen Rundfunk und MDR Kultur vorgestellt bzw. besprochen. Weitere Besprechungen folgen.

Zitat: „Die Frau, mit der dieser Mann zusammenlebt, ist ein Ungeheuer. Eines, das den Mann zwingt, zuhause wie ein Sklave den Haushalt zu besorgen und zudem einen kostspieligen Lebensstil zu finanzieren, was dem Mann eine Zeit lang sogar gelingt. All das wird in diesem Buch haarklein geschildert, und natürlich bemitleidet der Leser den derart gedemütigten Mann und wünscht ihm nichts mehr, als dass er sich aus diesem Teufelskreis befreien könnte. Warum aber tut er es nicht? Warum erzählt er von dieser Hölle und macht doch keine Anstalten, ihr zu entfliehen?“ (MDR)

Michael Schweßingers „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ wurden beispielsweise in den Leipziger Stadtmagazinen „Kreuzer“ und „Ahoi“ sowie ebenfalls beim „MDR Radio Sachsen“ via Interview oder Besprechung vorgestellt.

Zitat: „Seine Storys bringen es insgesamt nur auf knapp über hundert Seiten, aber auf jeder einzelnen davon knirscht die Wahrheit unserer Zeit mit den Zähnen. Mit scharfem Blick und zunehmender Wut beobachtet Schweßinger die „Tourismus-Maschine“ aus nächster Nähe.

[…]

Vor allem schockierte Schweßinger die Selbstverständlichkeit, mit der die Angestellten sich ausnutzen ließen. Es habe keinen Widerspruch und erst recht keine Solidarität unter den Mitarbeitern gegeben, um sich gegen „die da oben“ zu wehren.

[…]

Auf die Frage, was er, wenn er könnte, in der Welt ändern würde, überlegt Michael Schweßinger lange, bevor er mit leiser, aber entschlossener Stimme antwortet: „Lass uns das Ganze auf Null setzen. Und nochmal neu versuchen, ob wir nicht doch ein bisschen menschlicher miteinander umgehen können“.“ (Kreuzer)

Unsere drei Hallenser AutorInnen Jennifer Sonntag, Axel Kores und Christoph Liedtke bekamen in einer halbstündigen Sendung von „Radio Corax“ Gelegenheit, sich, ihre Lebensentwürfe, künstlerischen Sichtweisen sowie ihre Bücher „Seroquälmärchen„, „Verschwendete Jugend“ und „Symmetrie der Risse“ vorzustellen (zum Radiomitschnitt bitte hier entlang). Die Mitteldeutsche Zeitung stellte Christoph Liedtke und seinen vorgenannten Lyrikband ebenfalls vor.

Zitat: „… Der Titel „Symmetrie der Risse“ klingt dabei wie eine Fortschreibung dessen, was ihn auch als Bildkünstler umtreibt: die Lebensspuren nämlich. Das er die fast schon weltweit auch bei Studienaufenthalten – etwa als Stipendiat in Istanbul und Tokio – gesucht und gefunden haben muss, ist teils seiner assoziativen, teils eher meditativen Lyrik zu entnehmen. Kostprobe: „Geh raus und nimm nichts mit. / Hinter den Gärten ziehe deine Kreise.“ Soll heißen, dass es auf der Spurensuche immer auch selbst Spuren zu legen gilt.

Idealerweise drücken die sich dann in beinahe aphoristischer Knappheit und Eindringlichkeit aus. …“

Ebenfalls „Radio Corax“ sendete ein eineinhalbstündiges Feature zu Christoph Liedtkes Japan-Aufenthalt, künstlerischem Schaffen und dem aus seinen Japaneinflüssen entsprungenen Hörstück. Zum Mitschnitt geht es hier entlang.

Und auch zu Benjamin Schmidts „Fick die Musen„, Tomas Jungbluths „Kammerflimmern„, M. Kruppes „Und in mir Weizenfelder“ und Michael Haas´ „50.  Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ sind die ein oder andere Besprechung eingegangen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen so positiven Feedbacks und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern.

Bildnachweis: Holger Ellgaard.
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Weitere Resonanzen

Einige weitere erfreuliche Resonanzen sind uns dieser Tage ins Haus geflattert. So veröffentlichte beispielsweise bereits im Februar das „Orkus“-Magazin eine Buchbesprechung zu Mozarts & Benjamin Schmidts Erwachsenenmärchen „Seelenübertritt„. Zitat:

„…Seelenübertritt ist ein mystisches Werk, gefangen zwischen Dies- und Jenseits, zwischen Trauer und Zuversicht, zwischen Sehnsucht und Hoffnung. Ja, da kann man getrost auch mal eine Träne vergießen… Sehr schön und emotional!“

Desweiteren gibt es hinsichtlich M. Kruppes neuem Buch „Und in mir Weizenfelder“ ein frisches Feedback, und zwar zum Poem „König Alkohol“ von Ingeborg Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek:

„Du hast so ein tolles Gedicht zum Alkohol geschrieben und ich muss bei den Worten wie es getan ist an

Baader Holst denken.

Große Art sage ich dir!

Der Satz:

„Immer wieder leere Augen

die selbst zu flehen scheinen“

wow …“

Zuguterletzt freuen uns zwei neue Amazon-Rezensionen zu Michael Schweßingers „Robinsonaden vom 40. Breitengrad„. Zitat aus einer:

„…Der Erzählsound Schweßingers setzt sich mit seiner unaufdringlichen Weisheit so in meinen Gedankengängen fest, dass ich kaum bemerke, wie er sich schon mit meinem Atem, meinen Lippenbewegungen beim Lesen dieser wundervollen Zeilen synchronisiert hat. In ihm wohnt so eine angenehme Melancholie, die aufwühlend und beruhigend zugleich ist.

[…]

In seiner Kritik bleibt er stets bodenständig. Seine Ansichten lassen sich nicht durch Wut verhärten und suchen einen Weg, die harten Panzer zu durchbrechen. Und so bleibt bei den kleinen Regelverstößen, die sich der Bäcker/Autor erlaubt, um weiter Mensch sein zu dürfen, beim Lesen immer ein Lächeln erhalten, etwa durch die Ablehnung lächerlicher Kleidungsvorschriften oder einen spontanen Anschlag mit Diamanda Galás aufs DJ-Pult zur Unterbrechung der vermeintlichen Dauerbespaßung durch Schlager.

[…]

Auf so wenigen Seiten verdichten sich so viele Facetten über die Folgen unseres Wirtschaftssystems und des immer mehr ansteigenden Wachstums, die eine dumpfe Hoffnungslosigkeit zurücklassen könnte… Schweßinger aber hat noch Hoffnung. Vielleicht nicht viel, aber was er hat, das teilt er in seinem Buch und so schafft er einen Zugang zu anderen Welten. Und wie das Reisen selbst enttäuscht seine Literatur die Angst.“

Wir sagen herzlich Dankeschön!
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