Lesetour zu „Darjeeling Pur“: ein Rückblick


Mit der gestrigen Lesung in der Stadtbibliothek Greiz endet die diesjährige Lesetour Tami Weissenbergs zu seinem im Juli in unserer „Edition Outbird“ veröffentlichten Buch „Darjeeling Pur„. Tami Weissenberg hatte damit die Gelegenheit, in Chemnitz, Gera, Karlsruhe, Leipzig, Jena, Dresden, Hainichen, im schweizerischen Aarau und in Greiz auf durchweg interessierte und angesichts des harten Stoffes häuslicher Gewalt zutiefst betroffene Menschen zu treffen. Zu und nach jeder Lesung entspannen sich angeregte Diskussionen, aus jeder Lesung nahmen unsere Gäste mit ihren zahlreichen Buchkäufen dieses wichtige Thema – Gewaltschutz für Männer – tiefer in die Mitte der Gesellschaft mit. Und unterstütz(t)en damit nicht zuletzt die von Tami Weissenberg und zahlreichen Fachleuten in Plauen betriebene Gewaltschutzwohnung. Als Verlag dürfen wir uns neben den vielen interessierten Gästen und LeserInnen bei Frank Scheinert, den Stadtbibliotheken Leipzig, Gera und Greiz, dem Väteraufbruch für Kinder e. V. Karlsruhe, dem Projekt A4, dem Männernetzwerk Dresden sowie dem Verein für elterliche Verantwortung in der Schweiz herzlich bedanken.

2019 werden von Tami Weissenberg neben den vielgefragten zweiten Teil des Buches unter anderem Lesungen in der Opferhilfe Bautzen sowie vor großem Publikum zum Kirchentag in Dortmund zu erwarten sein.
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Tami Weissenberg in der Geraer Stadtbibliothek: ein Rückblick

Eine gute Woche ist es mittlerweile her, und erst jetzt finden wir Zeit für einen kurzen Rückblick auf Tami Weissenbergs Geraer Lesung vom 13. 09. 2018 aus seinem Buch „Darjeeling Pur“ mit anschließender Gesprächsrunde. Die mit mehr als zwanzig Gästen gut besuchte Veranstaltung wurde vom Geschäftsführenden Bildungsreferenten der Landesfachstelle Männerarbeit zu Sachsen, Frank Scheinert, moderiert und begann im ersten Teil mit der Lesung von Auszügen aus dem Buch, die große Betroffenheit und Fassungslosigkeit im Publikum auslösten. Entsprechend angeregt und weitreichend gestaltete sich auch die Gesprächsrunde im Anschluss, der neben Frank Scheinert und dem Autoren auch die Ehe-, Familien-, Lebens- und Sexualberaterin Dorothea Kramß beiwohnte.

Die Veranstaltung dauerte weit mehr als drei Stunden, und selbst in dieser Zeitspanne ließen sich nicht alle angesprochenen Emotionen, zutage getretenen Probleme und Aufgaben im Spannungsfeld zwischen emotionaler Abhängigkeit, massiven Gewaltwiderfahrnissen und geschlechterunabhängigen Gewaltschutz erschöpfend diskutieren.

Die Veranstaltung war gemessen an der BesucherInnenzahl, dem Interesse am Thema und dem vor Ort erhältlichen Buch sehr erfolgreich; einzig die Tatsache, dass nahezu ausschließlich Frauen anwesend waren, gab allen Beteiligten zu denken.

Unser Dank gilt der Stadtbibliothek Gera, der Landeszentrale für politische Bildung, Tami Weissenberg, Dorothea Kramß und Frank Scheinert sowie allen anwesenden Gästen. Ein weiterer Lesungstermin in der Region wird am 22. 11. 2018 in der Stadtbibliothek Greiz sein.

Zu einer kleinen Bildzusammenfassung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Kerstin Ebert
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Resonanzen: Radio, Zeitung, Rezensionen

In den letzten Wochen haben sich die Resonanzen, Vorstellungen und Rezensionen um unsere Verlagsneuerscheinungen zeitweise fast überschlagen. Wir können an dieser Stelle nur eine Momentaufnahme aufzeigen und verweisen gern auf unseren Menüpunkt „Rezensionen + Buchvorstellungen“ in der linken Spalte, der in jeweiligen Unterpunkten alle bisherigen Resonanzen beinhaltet.

Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erreichte zeitweise Rang 18 unter den „Biografien & Erinnerungen“ (Unterpunkt „Frauen“) bei Amazon. Das Buch wurde bislang in der Mitteldeutschen Zeitung, den Zeitungen der „Mediengruppe Thüringen“ sowie vom Radio des Mitteldeutschen Rundfunk und MDR Kultur vorgestellt bzw. besprochen. Weitere Besprechungen folgen.

Zitat: „Die Frau, mit der dieser Mann zusammenlebt, ist ein Ungeheuer. Eines, das den Mann zwingt, zuhause wie ein Sklave den Haushalt zu besorgen und zudem einen kostspieligen Lebensstil zu finanzieren, was dem Mann eine Zeit lang sogar gelingt. All das wird in diesem Buch haarklein geschildert, und natürlich bemitleidet der Leser den derart gedemütigten Mann und wünscht ihm nichts mehr, als dass er sich aus diesem Teufelskreis befreien könnte. Warum aber tut er es nicht? Warum erzählt er von dieser Hölle und macht doch keine Anstalten, ihr zu entfliehen?“ (MDR)

Michael Schweßingers „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ wurden beispielsweise in den Leipziger Stadtmagazinen „Kreuzer“ und „Ahoi“ sowie ebenfalls beim „MDR Radio Sachsen“ via Interview oder Besprechung vorgestellt.

Zitat: „Seine Storys bringen es insgesamt nur auf knapp über hundert Seiten, aber auf jeder einzelnen davon knirscht die Wahrheit unserer Zeit mit den Zähnen. Mit scharfem Blick und zunehmender Wut beobachtet Schweßinger die „Tourismus-Maschine“ aus nächster Nähe.

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Vor allem schockierte Schweßinger die Selbstverständlichkeit, mit der die Angestellten sich ausnutzen ließen. Es habe keinen Widerspruch und erst recht keine Solidarität unter den Mitarbeitern gegeben, um sich gegen „die da oben“ zu wehren.

[…]

Auf die Frage, was er, wenn er könnte, in der Welt ändern würde, überlegt Michael Schweßinger lange, bevor er mit leiser, aber entschlossener Stimme antwortet: „Lass uns das Ganze auf Null setzen. Und nochmal neu versuchen, ob wir nicht doch ein bisschen menschlicher miteinander umgehen können“.“ (Kreuzer)

Unsere drei Hallenser AutorInnen Jennifer Sonntag, Axel Kores und Christoph Liedtke bekamen in einer halbstündigen Sendung von „Radio Corax“ Gelegenheit, sich, ihre Lebensentwürfe, künstlerischen Sichtweisen sowie ihre Bücher „Seroquälmärchen„, „Verschwendete Jugend“ und „Symmetrie der Risse“ vorzustellen (zum Radiomitschnitt bitte hier entlang). Die Mitteldeutsche Zeitung stellte Christoph Liedtke und seinen vorgenannten Lyrikband ebenfalls vor.

Zitat: „… Der Titel „Symmetrie der Risse“ klingt dabei wie eine Fortschreibung dessen, was ihn auch als Bildkünstler umtreibt: die Lebensspuren nämlich. Das er die fast schon weltweit auch bei Studienaufenthalten – etwa als Stipendiat in Istanbul und Tokio – gesucht und gefunden haben muss, ist teils seiner assoziativen, teils eher meditativen Lyrik zu entnehmen. Kostprobe: „Geh raus und nimm nichts mit. / Hinter den Gärten ziehe deine Kreise.“ Soll heißen, dass es auf der Spurensuche immer auch selbst Spuren zu legen gilt.

Idealerweise drücken die sich dann in beinahe aphoristischer Knappheit und Eindringlichkeit aus. …“

Ebenfalls „Radio Corax“ sendete ein eineinhalbstündiges Feature zu Christoph Liedtkes Japan-Aufenthalt, künstlerischem Schaffen und dem aus seinen Japaneinflüssen entsprungenen Hörstück. Zum Mitschnitt geht es hier entlang.

Und auch zu Benjamin Schmidts „Fick die Musen„, Tomas Jungbluths „Kammerflimmern„, M. Kruppes „Und in mir Weizenfelder“ und Michael Haas´ „50.  Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ sind die ein oder andere Besprechung eingegangen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen so positiven Feedbacks und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern.

Bildnachweis: Holger Ellgaard.
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Edition Outbird erreicht erstmals Top 100 unter den Amazon-Rankings

Amazon mag umstritten sein, aber bei aller thematischer Betroffenheit freuen wir uns sehr, dass heute mit „Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erstmals ein Buch unseres kleinen Verlages die Top 100, in diesem Fall der Biografischen Romane, bei Amazon durchbrochen hat. Der letzte Stand war Platz 68 (mit späterem Anstieg auf Platz 18). Unsere Freude ist umso größer, dass dadurch nicht nur der hochwichtige Gewaltschutz für beide Geschlechter, sondern auch unsere anderen AutorInnen und Bücher mehr Aufmerksamkeit erfahren werden.
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Vorankündigung Juli 2018: Tami Weissenberg „Darjeeling Pur“

Mit einer kleinen Verspätung wird Mitte Juli 2018 nun Tami Weissenbergs romanhaftes Tagebuch „Darjeeling Pur“ bei uns erscheinen, welches die massiven Gewaltwiderfahrnisse aus seiner damaligen Partnerschaft nachzeichnet und aufzeigt. So sachlich Weissenbergs Sprachwelt ist, so unfassbar ist die von ihm geschilderte Brutalität der vielen Übergriffe, die ihn physisch wie psychisch nicht nur nachhaltig schädigten, sondern auch an den Rande des Selbstmords brachten.

Das Buch, zu dem unlängst ein Interview im „Outscapes“-Magazin #8 erschien, für das erste Lesetermine für den 13. 09. 2018 in der Stadtbibliothek Gera sowie den 22. 11. 2018 in der Stadtbibliothek Greiz bereits feststehen und dessen Coverfotografie Katrin Hetzel anfertigte, ist unter diesem Link vorbestellbar.
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Herzlich willkommen: Tami Weissenberg

Tami Weissenberg hat viele Jahre häusliche Gewalt durch seine damalige Partnerin erfahren. Neben der Unfassbarkeit der Gewaltwiderfahrnisse seines Lebens und einem – gemessen an dieser Vergangenheit – bemerkenswert bodenständigen und lebensfrohen Wesen vermag Tami nicht zuletzt auch mit einem reichhaltigen, fesselnden Sprachbild zu beeindrucken. Er wird bei „Edition Outbird“ im zweiten Quartal 2018 sein romanhaftes Tagebuch über seine Erfahrungen veröffentlichen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen und begrüßen Tami Weissenberg rechtherzlich!