Teaser zu Manuela Staschke-Sautters Erzählband „Verstörungen“

Warm und zärtlich ist die Sprache Manuela Staschke-Sautters im im Juli erscheinenden Erzählband „Verstörungen“, der uns auf eine Reise durch die Psyche und deren Grenzgänge mitnimmt. Der Teaser von Amanda Art berührt und macht neugierig auf das Buch…

Wir freuen uns über Ihr Kanalabonnement. Vielen Dank.

Bildnachweis: Amanda Art
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Zum Aktionstag Behinderung: Unsere Inklusionstitel

Anlässlich des heutigen „Europäischen Aktionstages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ – kurz: „Aktionstag Behinderung“ – dürfen wir auf unsere Verlagstitel hinweisen, die sich dem Themenkomplex der Inklusion, und damit über gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung körperlich beeinträchtiger Menschen hinaus, widmen. Belletristik, die sich vielfältig und spannend Erlebenswelten und Stoffen um Blindheit, Depression und Psychiatrie (Jennifer SonntagSeroquälmärchen„), häusliche Gewalt gegen einen Mann (Tami WeissenbergDarjeeling Pur„), Inhaftierte (Corina GutmannKopfkino„), Sexualität und Behinderung (Franziska Appel & Benjamin SchmidtFuck[dis]Ability“ oder inkomplette Querschnittslähmung (Benjamin Schmidt „Schon immer ein Krüppel„) widmet.

Neben diesen bereits erschienenen Titeln sind für dieses Jahr zwei weitere in Vorbereitung: „Geschichten aus einer anderen Welt“ von Herausgeberin Lisa Swietek mit Texten Inhaftierter aus der Sicherheitsverwahrung sowie „Grenzverluste“ von Manuela Staschke-Sautter, einer Kurzgeschichten- bzw. Stilllebensammlung psychischer Erkrankungen und Konfliktherde. Die Kurzbeschreibung beider Bücher können Sie diesem Link entnehmen.

Mit dem Kauf und der Lektüre dieser Bücher bekommen Sie nicht nur fesselnde Einblicke in Romanstoffe, Prosa und Lyrik, die nach wie vor eine gesellschaftlich vernachlässigte Wahrnehmung erfahren, Sie unterstützen damit auch direkt deren AutorInnen. Unter diesem Link gewinnen Sie eine Übersicht über unsere Inklusionstitel im Verlagsshop – wir freuen uns, Sie als neue LeserInnen begrüßen zu können!
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Herzlich willkommen: Manuela Staschke-Sautter

Im zweiten Halbjahr 2020 veröffentlicht die in Hamburg lebende Autorin Manuela Staschke-Sautter mit „Grenzverluste“ eine Sammlung von Miniaturen und Erzählungen, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven menschlichen Krisen und psychischen Ausnahmesituationen widmet:

„Wie fühlt es sich an, wenn eine Krise naht? Wie kann man leben in psychischen Ausnahmesituationen? Ein bisschen aus der Spur, das sind die in diesem Erzählband auftauchenden ProtagonistInnen. Aus verschiedenen Perspektiven werden Menschen beschrieben, die eine psychiatrische Diagnose haben oder haben könnten. Die Erzählungen zeigen ein Kaleidoskop an psychischen Störungen, wie Psychosen, Depression, bipolare Störung, Borderline-Störung, Binge-Eating und vieles mehr. Dabei liegt der Fokus auf den Ausnahmesituationen, und wie die ProtagonistInnen damit umgehen. Es gibt Geschichten, die handeln von der Wiedereroberung eines weitgehend „normalen“ Lebens, dem glücklichen Ende einer schweren Phase. Und es gibt Geschichten, die zeigen den Verlust, den Schmerz, die Abgabe der Kontrolle, ob an eine Substanz wie bei einer Sucht, oder aber an eine Institution wie die Psychiatrie.“

Nein, dieses Buch verspricht kein Happy End, aber es lenkt den Blick unserer, ihrer, LeserInnen auf diese Ausnahmesituationen, auf das Gefühl jener Menschen, die diesen ausgesetzt sind. „Grenzverluste“ erweitert somit unser Verlagsprogramm, welches sich immer wieder auch literarischen Schlaglichtern psychischer „Randfiguren“ wie auch inklusiven Lebensentwürfen widmet, um einen wichtigen literarischen Sensibilisierungsbeitrag. Herzlich willkommen, Manuela Staschke-Sautter!

Bildnachweis: Studio Anhalt
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Unsere Verlagsvorschau

Mit einer Verlagsvorschau dürfen wir an dieser Stelle unsere große Freude ob des bevorstehenden Verlagsprogrammes mit Ihnen teilen, an dem wir eifrig arbeiten:

4. Quartal 2021

Svea Kerling „Sinistre Anekdoten“: Svea Kerling begegnet Edgar Allan Poe in ihren mystischen Streifzügen durch eine Welt der Ahnungen, der Zeitsprünge, der schlüsselhaften Begegnungen. Die Dunkelheit ihrer Seele, die Dämonen, die Auflösung von Zeit geben ihr den Raum, ihre hohe Wahrnehmung und ihren dissoziativen Blick – gleich dem durch ein Kaleidoskop – mit jener unheilvollen Welt Poes zu vereinen.
Wenn man sich auf „Sinistre Anekdoten“ einlässt, sollte man einen Schritt aus seinem Leben heraustreten und Logik der Intuition überlassen. Kann man schließlich nur so einen Blick in jene Anderswelt hinter dem Schein allzu offensichtlicher Dinge gewinnen…

Pia Lüddecke „In Dreams“: Mysteriöse Dinge ereignen sich im Dunstkreis der Ruhr-Universität: Menschen verschwinden. Bei Nacht werden dämonische Tiere mit glühenden Augen gesichtet. Eine zwielichtige Firma wirbt für ein ominöses Wellnessprogramm. Und ständig diese Stromausfälle…
Die junge Literaturstudentin Indra und der neurotische Psychologie-Doktorand Arno Löwenherz widmen sich der Erforschung luzider Träume, als sich ihr beschauliches Leben in einen Alptraum verwandelt. Unversehens wird Indra in die unheimlichen Vorgänge rund um das angebliche Wellness-Institut verwickelt. Doch wer zieht die Strippen? Die Frage quält nicht nur ihren Freund und Mentor, der ohnehin hinter allem eine Verschwörung wittert. Sollte er diesmal Recht behalten?Dirk-Boris Rödel „Das siebente und letzte Pentakel des Jupiter“: In seiner neuen Kurzgeschichten-Sammlung nimmt Dirk-Boris Rödel seine Leser erneut mit in mystische Welten zwischen Traum und Realität. Ein Heimkehrer aus dem ersten Weltkrieg genießt nach dem Grauen im Schützengraben die Geborgenheit seiner Familie, bevor er bemerkt, dass irgendetwas ganz entsetzlich falsch läuft. Eine britische Archäologin stößt auf Artefakte eines Hexenkults aus dem 17. Jahrhundert und erkennt nach und nach, dass dieser Kult länger praktiziert wurde, als sie zunächst dachte – sehr viel länger… Was hat es mit der aztekischen Urne im Völkerkunde-Museum auf sich, die angeblich einen Dämonen beherbergt, der Herzen frisst?
Und dann ist da noch der Londoner Sprachwissenschaftler, der in einer alten Zauberschrift ein geheimnisvolles Symbol entdeckt, das ihm unendlichen Reichtum verspricht und ihn doch mehr kosten wird, als er zu zahlen bereit war: Das siebente und letzte Pentakel des Jupiter.

Roland Adelmann „Die Zukunft stirbt zuerst“: Atemlos ist der Erzählstil Roland Adelmanns, mit dem er einen tief Zug aus der Punkszene der Achtzigerjahre nimmt, jetzt, jetzt, jetzt, und so reihen sich Gegenwärtigkeiten aneinander und bilden ein Panorama der Auflehnung, des Suffs, der Utopien und bisweilen auch eines harten Aufschlags. Den Tag versaufen, auf Platte gehen, klauen, pöbeln, den nächsten Druck setzen … Nele, Jake, Lili, Krätze, Koma, Der Schweiger, Swen, Schorle und andere treiben durch die Zeit, scheren sich oft einen Dreck um Gesetz und geregeltes Leben, provozieren Elternhaus und lehnen Norm und postfaschistisches Spießertum ab. Während sich die einen immer mehr zwischen Sucht und Flatter verlieren und kaum am schmierigen Eddie vorbeikommen, wollen sich andere an Utopien wagen, dem Leben einen neuen Sinn geben, um sich nicht völlig zu verlieren.

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich, und auch der Überblick über kommende Veröffentlichungen ist immer in Bewegung. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.

Bildnachweise: Edition Outbird
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