„In Dreams“

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Rezension von Karen L. _____________________________________________________________________________________

„‚In Dreams‘ von Pia Lüddecke ist ein großartiger, phantastischer Roman. Am Anfang habe ich ganz oft gelacht, was viel mit Arno Löwenherz, ein etwas paranoider Psychologie-Doktorand und Traumforscher, zu tun hatte. Danach aber wurde es recht düster, obwohl ich beim Lesen trotzdem ständig das Gefühl hatte, dass alles ziemlich locker blieb. Mir hat es auf jeden Fall extrem gut gefallen.

In der Geschichte geht es um Indra, eine voll sympathische, etwas verpeilte Literaturstudentin, die von luziden Träume heimgesucht wird. Zusammen mit Herrn Löwenherz versucht sie herauszufinden, ob das alles etwa mit einem Kindheitstrauma zu tun hat. Als sie aber eines Tages von Melanie Schlüter, die berüchtigte Anführerin einer Motorradbande, dazu genötigt wird mit ihr auf den Mitternachtsmarkt zu gehen, überschlagen sich die Ereignisse.

In diesem Buch stehen die Träume zentral. Indra und ihre Freunde, die sie kennenlernt, sind imstande luzide zu träumen und auf diese Art sogar ein wenig Einfluss auf die Wirklichkeit zu nehmen. Das hört sich alles ganz toll an, ist aber nicht ungefährlich. Vor allem nicht, wenn man es mit einem mysteriösen Feind zu tun hat, der Menschen auf irgendeine Weise in kalte und effiziente Wesen verwandelt.

Die Protagonisten dieser Geschichte haben alle eine starke Persönlichkeit, sind aber auch alle auf ihre eigene Art total abgefahren. Ich habe die Dialoge total geliebt und habe öfters laut aufgelacht.

Die Geschichte an sich ist dann wieder extrem spannend. Ich habe ständig mitgefiebert und gehofft, dass alles gut ausgehen würde. Einige Male gab’s aber recht fiese Überraschungen, was mich fast in den Wahnsinn getrieben hat.

Super fand ich auch das Layout. Manche Ereignisse finden im Traum statt, was immer durch eine senkrechte Linie an der Seite dargestellt wurde. So kommt man als Leser nicht durcheinander. Die Traumsequenzen fand ich übrigens total genial. Weil alles so gut beschrieben wurde, konnte man sich gut reinversetzen und kam manchmal aus dem Staunen nicht mehr raus.

Insgesamt eine grandiose, düstere, phantastische und vor allem traumhafte Geschichte, die viele krasse Überraschungen bereithält. Absolut empfehlenswert.“ _____________________________________________________________________________

Rezension auf „Lesenswertes auf dem Bücherhaus“ _____________________________________________________________________________________

„Indra studiert Literatur an der Ruhr Universität in Bochum, auf den ersten Blick ist sie eine junge Frau wie tausend andere auch, doch etwas ist anders, Indra kennt weder ihre Eltern noch weiß sie, wo ihre Wurzeln liegen, sie als Findelkind bei Nonnen aufgewachsen und wenn Indra träumt, ist sie sich dessen bewusst: Luzide Träume so nennt sich dieses Phänomen und das macht die junge Frau für den Psychologen Arno so interessant, gemeinsam versuchen sie ihre Träume zu entschlüsseln und damit vielleicht auch dem Geheimnis um Indras Herkunft auf die Spur zu kommen.

Ab hier könnte ich eventuell etwas spoilern.

Auf einem Mitternachtsmarkt, lernt Indra eine Gauklertruppe kennen und wird bestohlen, auf der Suche nach dem Dieb, erfährt sie: Sie ist nicht allein, sie sind Traumwanderer und hinter ihren Träumen steckt mehr als sie bisher glaubte. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Fox, Cat und Leo versucht sie den seltsamen Vorgängen in Bochum auf den Grund zu gehen und stoßen dabei auf ein Wellness-Institut, dessen Slogan: Dream On! Weil ihre Träume unser Leben sind. Sich schon bald mehr als Drohung denn als Versprechen erweisen.

Pia Lüddecke hat mit In Dreams, einen anspruchsvollen Jugendroman geschrieben, vor der Kulisse Bochums mit all seinem rauen Ruhrpott Charme, taucht der Leser mit Indra in eine Traumwelt ein. Die optische Trennung im Buch zwischen den Traum- und Realitätspassagen hätte ich persönlich gar nicht gebraucht, die Autorin schafft es mit Leichtigkeit, diesen Wechsel sprachlich darzustellen.

Wir träumen alle, in der Nacht verarbeiten wir die guten und die schlechten Erfahrungen, die wir am Tag machen und vielleicht hatte der eine oder andere auch schon einen luziden Traum, was das ist, musste ich erst mal nachlesen, denn mit Träumen hatte ich mich bisher nicht beschäftigt.

Was aber wäre wenn wir nicht mehr Träumen? Weder während des Schlafs noch während wir wach sind? Wenn wir nur noch auf Effizienz aus wären, wenn all unsere Wünsche und Sehnsüchte auf einmal weg wären? Indra und ihre Freunde erleben es hautnah, die Menschen in ihrem Umfeld verändern sich, nach ihrem Besuch im Wellness Institut, sie trennen sich von allem, was überflüssig scheint, dazu gehört neben stofflichen Dingen auch was den Einzelnen als Individuum ausmacht: Fantasie, Temperament, menschliche Fehler im Großen und im Kleinen aber auch alle Ängste und Sorgen sind wie weggeblasen.

Eine schreckliche Vorstellung, ich hatte immer Bilder von tausenden Menschen in Reih und Glied, in gleicher Uniform, mit starrem Blick, die nur ein Ziel haben: Einer höher gestellten Macht zu dienen, vor Augen.

Natürlich stellt sich während des Lesens die Frage nach dem Warum, wer hat ein Interesse daran, dass die Menschen all dies aufgeben? Diese Frage beantwortet die Autorin mit einer befriedigenden Erklärung, ich mochte die Auflösung, allerdings habe ich auch einen Kritikpunkt, aber wenn ich den  verrate, verrate ich gleichzeitig zu viel von der Auflösung, ein Teufelskreis.

In Dreams ist ein Genremix. Zu Beginn fühlte ich mich in einer Fantasywelt, die parallel zur Realität existiert, düster und beängstigend, einer Welt der Indra nicht entkommen kann, weil sie jedes Mal in ihren Träumen dorthin zurückkehrt, dann entwickelt sich der Roman in Richtung Science Fiction, je näher man zum Ende kommt, desto technischer wird er, aber auf angenehme Art und Weise, ich mag SF, nur wenn sie nicht mit komplizierten Erklärungen daher kommt.

Ich schrieb, dass es sich bei In Dreams um einen Jugendroman handelt,  ab 14 Jahre steht in der Produktbeschreibung, jüngere Leser wären vielleicht auch etwas überfordert, aber nach oben ist die Altersskala offen. Die Autorin nimmt auch die jüngeren Leser ernst, sie traut ihnen zu, auch komplizierte Zusammenhänge zu verstehen und das macht das Buch auch zu einem Lesevergnügen für Erwachsene.“ _____________________________________________________________________________

Rezension einer Leserin _____________________________________________________________________________________

„Wow, was für eine Geschichte! Sie hat mich sofort in ihren Bann gezogen, und nachdem ich die ersten zwei Seiten gelesen hatte, wollte ich auch wissen, wie es weitergeht. Und so hat es sich das ganze Buch durchgezogen, sodass ich es an einem Nachmittag verschlungen hatte, obwohl es eigentlich gar nicht mein bevorzugtes Genre ist. Die Story ist abenteuerlich und spannend (und auch etwas verrückt), die Charaktere sind liebenswürdig und interessant, und man kann sich gut vorstellen, dass man ihnen beim nächsten Spaziergang durch den Botanischen Garten in Bochum über den Weg läuft. Die Locations sind schauerlich bekannt, und bekommen durch die Augen von Pia Lüddecke noch einen Touch Grusel dazu. Auch findet man in der Geschichten das ein oder andere Herzklopfen…. Die Mischung hat mir sehr gut gefallen, und ich weiß jetzt schon, dass ich eine Fortsetzung, sollte es sie geben, lesen werde … wahrscheinlich wieder innerhalb von wenigen Stunden… ;)“ _____________________________________________________________________________

Rezension von Moritz _____________________________________________________________________________________

„Da ich selbst an der Ruhr-Universität in Bochum studiert habe, las ich „In Dreams“ mit großem Interesse. Der Anfang des Romans war für mich sowohl realistisch als auch geheimnisvoll, denn unserer Welt wird eine Art „Geisterwelt“ bzw. Traumwelt gegenübergestellt, die bedrohlich und mystisch wirkt.

Die Protagonistin Indra wuchs mir schnell ans Herz, da man sich in die Literaturstudentin gut hineinversetzen kann. Die Dialoge sind spannend und flüssig geschrieben, was direkt schon bei dem Gespräch zwischen Indra und der Rockerbraut Melanie, ganz am Anfang der Story, deutlich wird. Der weitere Handlungsverlauf soll hier nicht im Detail verraten werden, aber ich kann sagen: Die Geschichte blieb mir im Gedächtnis und machte mich auf eine positive Art und Weise nachdenklich über das, was im Leben wichtig ist.

Der gelungene Mix aus verschiedenen Genres faszinierte mich immer wieder. Und durch das relativ große Buch-Format und das gelungene Layout flog ich geradezu durch die Seiten des Romans.“ _____________________________________________________________________________

Rezension im „Orkus“-Magazin _____________________________________________________________________________________

„Eigentlich hat die leicht schusselige Literaturstudentin Indra genug mit ihren eigenen Problemen und der dazugehörigen Therapie zu tun, zumal sie permanent intensive luzide Träume hat. Doch um sie herum beginnen sich immer mehr Menschen höchst seltsam zu benehmen oder verschwinden gar. Und dann sucht auch noch die Anführerin der ansässigen Rockergang den Kontakt zu ihr, sie begegnet dem Taschendieb und Gaukler Fox und seiner Familie, wird in die Macht ihrer Träume und von Sahnebonbons eingeweiht. Schließlich überstürzen sich die Ereignisse und alle müssen über ihren Schatten springen, denn es gilt, Leben (und eine Liebe) zu retten. So flüssig und locker geschrieben, dass man die zunehmende Verdichtung der Ereignisse erst bemerkt, wenn man schon mittendrin ist, ist „In Dreams“ eine gekonnte Verknüpfung aus wahrem Leben, Fantasie und möglicher Wissenschaft, spannend, wendungsreich, mit interessanten Charakteren, Action und Gefühl!“ _____________________________________________________________________________

Buchankündigung in der Recklinghauser Zeitung _____________________________________________________________________________________ Zum Artikel bitte hier entlang. _____________________________________________________________________________ Rezension auf „Ruhrbarone“ _____________________________________________________________________________________

„… Die Autorin hat ein gutes Gespür für komisch-surreale Szenen mit Tendenz zur Groteske, Dialogwitz und präzises Timing. Das gilt insbesondere für das sukzessive Hinübergleiten der Handlung von realen Schauplätzen, die dem Ruhrgebiets-Leser sehr bekannt vorkommen, in surreale Orte und hinüber in phantastische Locations. Sie spielt damit einerseits das gesamte Spektrum der Fantasy-Grusel-Literatur aus und verknüpft es mit Elementen des neuen RUB-Romans und Ruhrpott-Items. …“

Zur vollständigen Rezension bitte hier entlang. _____________________________________________________________________________ Kurzrezension von Schmurgel _____________________________________________________________________________________

„Eine düstere Fantasy-Geschichte aus dem Ruhrgebiet. Wie schon im Vorgänger nimmt die Autorin bekannte Plätze aus der Umgebung und lässt dort die Dunkelheit einkehren. Besonders gelungen in diesem Roman ist die sympathische Zusammenstellung der Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen. Das ganze kulminiert in einem actionreichen Finale – garniert mit einem interessanten Plottwist. Gerne mehr davon! “ _____________________________________________________________________________

Rezension von Shirley Golightly _____________________________________________________________________________________

„Eigentlich nicht mein Genre, und eigentlich nutze ich Bücher auch eher als Transportmittel, um mich in andere Welten zu transportieren, und nicht unbedingt in meine Heimatstadt.

ABER: Die Story ist genial! Sehr spannend, ein bisschen verrückt und mit Charakteren denen man gerne beim nächsten Spaziergang durch den Botanischen Garten über den Weg laufen würde. Ich wurde quasi mit reingezogen, und hatte auch bis zum Ende keine Lust mehr, meine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu widmen.

Also, wer eine Geschichte sucht, die außergewöhnlich und spannend ist, deren Charaktere zu Freunden werden, und bei der die Locations gruselig bekannt sind: das perfekte Buch. Ein großes Lob an Pia Lüddecke, du hast meinen Samstag auf jeden Fall sehr viel spannender gemacht, und in Zukunft werde ich meine Träume etwas anders betrachten.

P.S.: Kann ich mich auf eine Fortsetzung mit Indra und Fox freuen?“ _____________________________________________________________________________

Rezension im „Sonic Seducer“ _____________________________________________________________________________________

„Mit ihrem dritten Roman lädt Autorin Pia Lüddecke einmal mehr in das heimische Ruhrgebiet. Und da ist tatsächlich so einiges geboten: Im Schatten der altehrwürdigen Ruhr-Universität in Bochum jedenfalls ereignen sich so einige merkwürdige Vorkommnisse, wie Indra schnell feststellen muss. Die junge Literaturstudentin leidet unter luziden Träumen, die der mit ihr befreundete Psychologie-Doktorand Arno, der sich auf die Erforschung derartiger Träume spezialisiert hat, auf ein Kindheitstrauma zurückführt. Doch plötzlich scheint die Traumwelt die reale Wel zu okkupieren, verschwinden die Grenzen zwischen Wahrheit und Illusion: Nach dem Besuch eines Mitternachtsmarktes scheint das ganze Leben zu einem Albtraum zu werden, aus dem Indra nicht nur sich, sondern anscheinend die ganze Menschheit retten muss. Spannend, unterhaltsam und clever inszeniert sorgt „In Dreams“ schon nach wenigen Seiten für beste düstere Unterhaltung zwischen Thriller und Fantasy. Das auf den ersten Blick etwas unspektakulär wirkende Umfeld des Ruhrgebiets erweist sich zudem bald als idealer Hintergrund für eine Geschichte, die nicht nur immer wieder aufs Neue zu überraschen weiß, sondern auch mit gekonnt gezeichneten Charakteren, starken Dialogen und feinem Humor aufwartet. Lediglich den nächsten Träumen blickt man nach deren Lektüre etwas unsicher entgegen.“ _____________________________________________________________________________

Rezension von Ulrike Serowy _____________________________________________________________________________________

„Die sympathisch-verpeilte Literaturstudentin Indra wird in mysteriöse Geschehnisse im Umfeld der Bochumer Uni hineingezogen – luzide Träume spielen eine große Rolle, genauso wie ein höchst fragwürdiges „Wellness-Institut“; außerdem hüpfen Eichhörnchen, Füchse und anderes Getier munter durch das postindustrielle Ruhrgebietspanorama des Romans. Klingt merkwürdig? Ist aber gut!

Die Story von „In Dreams“ ist komplex, bleibt aber immer nachvollziehbar; die Anlage der Charaktere bedient sich zwar bekannter Muster, tut das jedoch ganz bewusst und mit einem Augenzwinkern, sodass sogar Randfiguren recht rund erscheinen. Die Hauptfigur Indra ist mit ihrer Mischung aus Neugier, Mut, Nerdigkeit und Tollpatschigkeit sehr liebenswert gezeichnet, man folgt ihr gerne durch diese skurrile, aber niemals zu abgedrehte Geschichte.

Eine große Stärke des Buches liegt darin, dass die Autorin sich bewusst an üblichen Fantasy-Klischees bedient, diese jedoch liebevoll bricht und es leichtfüßig vermeidet, in trivialen Kitsch abzugleiten. Selbst Ausflüge auf die Meta-Ebene gelingen scheinbar mühelos. Die Sprache ist fantasievoll und verspielt, dabei gleichzeitig äußerst präzise. Wortschönheiten wie „ein urgewaltiges Grummeln“ zeigen, welchen Spaß die Autorin an der Arbeit mit Sprache hat, und dass sie ihr Handwerk versteht.

„In Dreams“ hebt sich wohltuend vom üblichen Fantasy-Gedöns ab, ist unterhaltsam, eigenständig und auf ganz eigene Art phantastisch.“ _____________________________________________________________________________

„In Dreams“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang. _____________________________________________________________________________________

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