„Kritische Masse – Ein Parlamentsroman“

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Buchbesprechung in der Stuttgarter Zeitung (online) | 19. 07. 2021
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„… Die Figuren, die diesen Kasten im Buch bevölkern, sollen kein Abbild des tatsächlichen Stuttgarter Personals sein. Haas will seinen Lesern einen Eindruck von den Typen vermitteln, die es in die Politik ziehe – nach seinem Eindruck „leider nicht die Besten“, sondern oft hab- und geltungssüchtige Egomanen. Gewisse Wesenszüge erinnern freilich an reale Akteure. Die VDPFraktionschefin wird als verbitterte, unfrohe Frau gezeichnet, die nur dann zu großer Form aufläuft, wenn sie ihre gehässigen Tiraden gegen die Regierung abfeuern kann.

Den Ministerpräsidenten namens Gernot Habedank schildert der Roman als einstigen Idealisten, der der Macht wegen längst faule Kompromisse mache. Bei den Menschen komme die Pose des Patriarchen freilich bestens an: „Er begeisterte sie alleine durch seinen Anwesenheit.“ Respekt empfindet „Davidson“ hingegen für den Verkehrsminister, der unbeirrt für eine Welt ohne Smog kämpfe. Doch ausgerechnet ihn muss er für seine VDP immer wieder per Pressemitteilung attackieren, als Feind von Auto und Wohlstand. Als „absurde Marotte“ soll er es brandmarken, dass der Ressortchef der Dienstlimousine oft das Rad vorziehe. „Die VDP verabscheute Fahrradfahrer.“

Vieles wird in dem Roman (Edition Outbird, 14,90 Euro) bis ins Groteske überzeichnet, die Landespolitik insgesamt erscheint als ein Panoptikum schräger Gestalten. Am Ende empfindet es der Erzähler als Befreiung, dieser Welt entkommen zu sein – ganz wie wohl auch Michael Haas. …“

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Rezension eines Lesers
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„Was für ein Buch! Im Vorwort steht, der Roman sei „lebhaft und ansprechend geschrieben“. Was für eine Untertreibung! Nein. Der Roman ist furios geschrieben, von subtilem Sprachwitz und tollkühner Semantik vorangetrieben und er entfaltet mit ungeheurer Erzählkraft ein Sittengemälde unserer Zeit. Das sollten Mal die lesen, um die es geht: unsere Damen und Herren Politiker! Lange kein so gutes Buch mehr gelesen Und ich lese gerne und viel. Kann es nur wärmstens empfehlen!“
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