„An der Guillotine“

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Rezension des 07Stadtmagazins
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„Was Künstler doch nicht alles unternehmen, um sich (wieder) ins Bewusstsein der Menschen zu bringen! Da wird auf dem Markt einer verschlafenen kleinen Stadt gar eine Guillotine aufgestellt – Kulisse für die geplante und dann doch nicht stattfindende Lesung eines einst berühmten Literaten, der nach Ansicht seiner Umgebung zum „obrigkeitshörigen Korinthenkacker“ mutiert ist. Oder der Maler, der nach einem Zusammenprall mit einem LKW „endlich tot“ im Lichthof eines Museums landet und sich nun des Ruhms der Nachwelt gewiss sein kann.

Hintergründig, mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors und einer Prise Ironie – so kommen die neun kurzen Erzählungen dieses Bandes daher. Die von Ingo Munz gezeichneten Charaktere sind in solcher Dichte selten zu erleben. Etwa der hochmütige Schriftsteller, der letztlich bei einer Lesung an seinem ebenso hochmütigen Publikum scheitert. Oder der Mann, der eines Morgens mit einem Filzhut auf dem Kopf aufwacht, kurz aus seinem Alltagstrott gerissen wird, dann aber den Filzhut dort integriert. Und wie er die letzten 24 Stunden im Leben des Killers von Montabaur beschreibt, der einen erweiterten Selbstmord mit über tausend Opfern plant, lässt einen den Atem anhalten.“
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Feedback von Anja H.
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„Ich habe gerade „Endlich tot“ gelesen und diese Erzählung (Oder ist das nicht tatsächlich auch eine Kurzgeschichte, wie sie so startet in medias res?) hat mich umgehauen. Dieser Erzählband bedarf einer Rezension.“
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Rezension der Leipziger Internetzeitung
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„… Neun kurze Geschichten über das kleine, nach Aufmerksamkeit heischende Ich von heute, denen das Gefühl, immerzu zu kurz gekommen zu sein, wie ein Alb im Nacken sitzt. Und es sind kurze Geschichten, Kurzgeschichten im ganz ursprünglichen Sinn.

[…]

Ingo Munz schlüpft regelrecht hinein in die Gedankenwelt seiner Helden, die keine Helden sind. Eher Anti-Helden. So wie Gregor Samsa in Kafkas „Verwandlung“. Und manchmal verwandeln sie sich auch. So wie in der Titelgeschichte „An der Guillotine“, die natürlich auch an Kafka erinnert – in diesem Fall an „In der Strafkolonie“.

[…]

Lauter kleine Psychogramme einer Gesellschaft, der ihr eigener Sinn verloren gegangen ist. Logisch, dass dann die so Vereinsamten irgendwann wie die gefangenen Ratten in ihren eigenen Vorstellungen herumrennen, unfähig, die Schale zu durchbrechen, das Hamsterrad zu verlassen und ihr Leben zu ändern.

[…]

Die Figuren in seinen Erzählungen sind eher gefangen in ihrer Selbstbezogenheit, greifen entweder zu sehr seltsamen Formen der Kommunikation – wie in „An der Guillotine“ – oder schalten wie der Vorleser in „Eine recht kurze Geschichte über den Hochmut“ das Mikrophon ab, um endgültig alle Kommunikation mit den Menschen abzubrechen, die zu dem Zeitpunkt schon größtenteils fluchtartig den Raum verlassen haben. Aber tatsächlich erzählen die Künstlergeschichten in diesem Buch – auch die am Ende tragisch ausgehende in „Endlich tot“ – davon, dass Kunst nicht ohne Gegenüber funktioniert, nicht ohne Kommunikation. …“

Zur kompletten Rezension bitte hier entlang.
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Feedback von Roland S.
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„„An der Guillotine“ ist mehr als Literatur. Das ist schon Architektur. Das Werk verdient einen Preis.“
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„An der Guillotine“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.
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