„Falsch erzogen“

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Rezension auf Blog „Lesenswertes aus dem Bücherhaus“
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„… *Falsch erzogen* ist ein bewegender Roman, dadurch das er in der Ich-Form geschrieben ist, kommen wir Solveig recht nah, der Leser begleitet sie von der frühen Kindheit bis zum Fall der Mauer.

Durch diese Erzählform bleibt aber auch einiges auf der Strecke. Solveig deutet viel nur an, weil sie es auch nicht wissen kann, ihrem jeweiligen Alter entsprechend, woher soll ein Grundschulkind auch wissen was die Stasi ist, was sie Nachbarn oder auch Familie erzählen darf, ohne diese in Gefahr zu bringen.

Für Leser, die die Verhältnisse in der DDR noch miterleben mussten, mögen die Andeutungen auf die Konsequenzen die Fehlverhalten mit sich bringen konnte, sofort verständlich sein, ich musste mir dann doch immer wieder bewusst machen , das Drüben, wie wir hier im Westen die DDR nannten, schon ein unbedachtes Wort Folgen haben konnte.

[…]

Auch der erschreckendste Aspekt des Buches wird zunächst nur angedeutet, Solveig wird auf Betreiben ihres Stiefvaters in eine Einrichtung gesperrt, in der Frauen und Mädchen gedemütigt und misshandelt werden, um sie auf Spur zu bringen, was genau dort mit ihnen geschieht, erfährt der Leser erst am Ende des Buches als sie mithilfe eines Freundes vom Theater dieses traumatische Erlebnis wenigstens teilweise aufarbeiten kann.

[…]

Nichtsdestotrotz, habe ich *Falsch erzogen* gern gelesen. Mona Krassu ermöglichte mir einen kleinen Einblick in das Leben eines einzelnen Menschen in der ehemaligen DDR. …“

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Interview im „Outscapes“-Magazin
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Mona Krassu veröffentlichte ihren dritten Roman „Falsch erzogen“ unlängst in der Edition Outbird und damit eine umfassende Geschichte über die Entwicklung und das Schicksal eines Mädchens, das die Scheidung ihrer Eltern miterlebt und mit ihrem zunehmenden Aufbegehren gegen den Stiefvater und den Diktaturstaat DDR immer mehr in Konflikt gerät. „Falsch erzogen“ ist von einer atmosphärischen Dichte, die den Leser bald glauben lässt, selbst Bestandteil der elterlichen sowie Konflikte mit der Obrigkeit, ihrer Gespräche mit der Schauspielerin Eleonore Sattler oder ihrer Streifzüge als Herumtreiberin zu sein.

Mona, in Deinem Roman „Falsch erzogen“ greifst Du den Umgang mit geschlechtskranken Mädchen und Frauen in der DDR bzw. deren Einweisung in sogenannte „Tripperburgen“ ohne medizinische Indikation auf. Wie kamst Du zu diesem wenig bekannten Thema der DDR-Aufarbeitung?

Ich hörte dazu einen Beitrag auf MDR Kultur und war sofort gebissen von diesem Thema. Bei ersten Recherchen stieß ich auf das Sachbuch „Disziplinierung durch Medizin“ von Florian Steger und Maximilian Schochow. In mir brannten Fragen, z.B. was wurde genau mit diesen Mädchen und Frauen gemacht? Was hatte das für Folgen für ihr späteres Leben? Viele Mädchen waren noch Jungfrau und in der Pubertät, also in einem Alter, in dem sie die Geschehnisse nicht einordnen konnten und deshalb irgendwann wirklich glaubten, sie seien Abschaum und nichts wert. Ich selbst war erschüttert über die Vorgehensweise von Ärzten und Schwestern in den sogenannten Tripperburgen der DDR und entschloss mich, diesen Roman zu schreiben, um die Gräuel für andere fühlbar zu machen. Das klingt jetzt vielleicht nach Sensationslust. Mir ging es aber darum, dass wir nicht vergessen, wie viel Unrecht in einer Diktatur geschieht, ohne dass jemand wirklich hinsieht und hinterfragt. …“

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Kurzinterview in der Ostthüringer Zeitung
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„… Worum geht es in ihrem Buch, das sie am 10. September in der Geraer Bibliothek vorstellen?

Es handelt von einem wenig bekannten Thema der DDR-Vergangenheit, von der Disziplinierung durch Medizin in den sogenannten Tripperburgen. Eine solche gab es zum Beispiel in der ehemaligen Poliklinik Mitte in Halle / Saale. Dort hatte man Frauen und junge Mädchen zwangseingewiesen, weil sie nicht ins sozialistische System passten. Sie wurden misshandelt und gedemüdigt. Diese Tatsachen verknüpfe ich mit dem Schicksal meiner Hauptfigur Solveig Eckstein. Anfangs aus Unwissenheit, später als Auflehnung gegen ihren Stiefvater, gerät Solveig zunehmend in Konflikt mit dem Diktaturstaat DDR …“

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Lesungsankündigung in der Ostthüringer Zeitung
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„… Anfangs aus Unwissenheit, später als Auflehnung gegen ihren Stiefvater Hartmut, gerät Solveig zunehmend in Konflikt mit dem Diktaturstaat DDR. Heimlich trifft sie sich mit anderen Jugendlichen im „Bau“, einem Abrisshaus, in dem sie die Musik von Udo Lindenberg hören, selbst Texte schreiben und musizieren. Aber die Genossen und Funktionäre in der DDR haben ihre Methoden. Sie nutzen auch die Mittel der Medizin, wenn es darum geht, junge Menschen auf Linie zu bringen. Wie Mädchen und junge Frauen in den sogenannten „Tripperburgen“ gedemütigt und misshandelt wurden, ist unfassbar. …“

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„Falsch erzogen“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.
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