Axel Kores und Christoph Liedtke: Literarische Performances

Zu unseren beiden Autoren Axel Kores und Christoph Liedtke ist nicht zuletzt als Mitglieder des Künstlerkollektivs „Rhizom Halle-Leipzig“ bereits im „Outscapes“-Magazin #8 einiges gesagt worden. Was die Herren im Rahmen des „Aorta“-Projektes hier jedoch in Form eines Trailers liefern, lässt sich beim ersten, zweiten und auch dritten Anblick atemlos als „Überspannung“ im besten Sinne bezeichnen.

Aber lassen wir das Video selbst sprechen:

Die Jungs, das Kollektiv, die Bands und Performances sind eine absolute Empfehlung! Gern stellen wir wie auch bei unseren anderen AutorInnen den Kontakt her.
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Neue Besprechungen: „Verschwendete Jugend“ und „Kammerflimmern“

Wir freuen uns über weitere Buchbesprechungen zum Roman „Verschwendete Jugend“ von Axel Kores und zur Novelle „Kammerflimmern“ von Tomas Jungbluth.

Zu „Verschwendete Jugend“ schreibt Detlef Färber für die Mitteldeutsche Zeitung – Zitat:

„… Verschwendete Jugend? Mit der Erwägung, was da gemeint sein mag, ist man schon vor der Lektüre des Debütromans von Axel Kores mitten drin in dem von ihm erzählend heraufbeschworenen Getümmel: Jugend, klar – aber wer verschwendet da was? Spricht hier etwa die bürgerliche oder gar elterliche Instanz aus dem Titel – im Sinne von „Du verschwendest deine Jugend, sieh zu, dass endlich etwas aus dir wird!“? Höchstens sehr unterschwellig oder gar unterbewusst mag derlei mitschwingen, denn der Hallenser, der hier literarisch mit seinem ersten großen Projekt hervortritt, schmeckt und kostet schon in diesem seinem Titel die Worte sehr genau ab – und findet ihre Doppelbödigkeit und Vielstimmigkeit heraus: Schließlich heißt – dem Anklang gemäß – „etwas verschwenden“ zu allererst auch, es „verwenden“. Und zwar schnellstmöglich, ehe dieses Verwendete, sprich auch Verschwendete unversehens verschwinden kann.

Wohlgemerkt, wir sind bei der Jugend, die bekanntlich nicht nachwächst – und nur schwerlich zu konservieren ist. Und damit wird der Titel des Buchs nun auch noch zum klaren Appell – wohl in dem Sinne, dass es gilt, im Leben endlich den Fuß von der Bremse zu nehmen! Wie und mit welchen Risiken, das kann man auf den 230 zuweilen fast atemlos erzählten Buchseiten miterleben: Kann es mit genießen und muss es immer mal wieder mit erleiden.

[…]

Was man seinem Text übrigens fast anmerken kann: Dass er ihn nämlich nicht in der gemütlichen Dichterstube oder gar im Elfenbeinturm hat wachsen lassen. Vielmehr ist das Buch von rasanten Ausbrüchen getragen, von Wortkanonaden durchzogen, aber dennoch präzise und sicher im Ton formuliert. …“

Zur kompletten Besprechung geht es hier entlang.

„Verschwendete Jugend“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.

Zu „Kammerflimmern“ gibt es unter anderem Rückmeldungen der drei AutorInnen Christian von Aster, Susanne Agnes Fauser und Dirk Bernemann.

„Wie in Zeitlupe taumelt man an der Seite des Autors zwischen Erfüllung, Verletzung und Erkenntnis durch eine schonungslose Mischung aus Erinnerung und Reflexion.
Auf der Suche nach einem Verstehen, das es nicht gibt.
Die Geschichte der gleichsam erfüllenden wie zerstörerischen Leidenschaft zweier unangepasster Seelen ist mit Wucht erzählt.
Unterschwellig schwingt dabei stets das tragische, Erfüllung unmöglich machende, Borderlinethema mit. Dabei geht es immer weniger um Schuldzuweisung als den Wunsch des Autors zu verstehen.
Am Ende ist ‚Kammerflimmern‘ meines Erachtens vor allem eine Geschichte darüber, wie intensiv man sich verlieren kann, während man einander zu finden versucht…“

„Jungbluth hat mich manches Mal zum Weinen gebracht, zum Nachdenken sowieso und während ich wie eine Voyeurin sein Sezieren beobachtete, schien es mir, als würde seine Katharsis auf mich übergehen.
Wortgewaltig, ohne jemals in Peinlichkeit oder gar Schwülstigkeit zu verfallen, faltet der Autor sein Innenleben und eine Beziehung auseinander. Offeneres habe ich selten gelesen.
Der Protagonist trinkt Whisky, immer wieder in Gedanken zusammen mit seiner ehemaligen Liebe, redet, unternimmt Erklärungsversuche. Was mich daran besonders faszinierte, war dass er dabei immer fair, ja geradezu beinahe zu human bleibt. Von ersten Satz an intensiv. Niemals langweilig. Eine Sprache, die süchtig macht und ein Sujet, an dem wir alle dann und wann zerbrechen.“

„Ein bewegendes Buch. Zwei Menschen begegnen sich und wie so oft, tun sich Widerstände da auf, wo alles schön sein könnte. Ergreifende Sätze, manchmal ein bisschen zu viel Bitterkeit in der Anklage. Irgendwie auch eine Abrechnung eines Verletzten, als letzte Chance, nicht an der Verletzung zu verrecken. Das Werk eines hochsensiblen Mannes, den man zwischendurch gerne schütteln und zur Vernunft drängen möchte, ob seiner Leidensannahme denn siehe da, am Ende ist das Elend. Aber das Buch öffnet den Kopf, das ist schon mal gut.
Ich hab mich in dem Buch oftmals wiedergefunden und dann zu dem jeweiligen Vorfall mir selbst gesagt, was meine Lösung gegen Verzweiflung ist. Generell bin ich aber schwer begeistert.“

„Kammerflimmern“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen Rückmeldungen (zu beiden Büchern nicht zuletzt auch bei Amazon unter diesem und diesem Link) und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern. Herzlichen Dank!
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Resonanzen: Radio, Zeitung, Rezensionen

In den letzten Wochen haben sich die Resonanzen, Vorstellungen und Rezensionen um unsere Verlagsneuerscheinungen zeitweise fast überschlagen. Wir können an dieser Stelle nur eine Momentaufnahme aufzeigen und verweisen gern auf unseren Menüpunkt „Rezensionen + Buchvorstellungen“ in der linken Spalte, der in jeweiligen Unterpunkten alle bisherigen Resonanzen beinhaltet.

Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erreichte zeitweise Rang 18 unter den „Biografien & Erinnerungen“ (Unterpunkt „Frauen“) bei Amazon. Das Buch wurde bislang in der Mitteldeutschen Zeitung, den Zeitungen der „Mediengruppe Thüringen“ sowie vom Radio des Mitteldeutschen Rundfunk und MDR Kultur vorgestellt bzw. besprochen. Weitere Besprechungen folgen.

Zitat: „Die Frau, mit der dieser Mann zusammenlebt, ist ein Ungeheuer. Eines, das den Mann zwingt, zuhause wie ein Sklave den Haushalt zu besorgen und zudem einen kostspieligen Lebensstil zu finanzieren, was dem Mann eine Zeit lang sogar gelingt. All das wird in diesem Buch haarklein geschildert, und natürlich bemitleidet der Leser den derart gedemütigten Mann und wünscht ihm nichts mehr, als dass er sich aus diesem Teufelskreis befreien könnte. Warum aber tut er es nicht? Warum erzählt er von dieser Hölle und macht doch keine Anstalten, ihr zu entfliehen?“ (MDR)

Michael Schweßingers „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ wurden beispielsweise in den Leipziger Stadtmagazinen „Kreuzer“ und „Ahoi“ sowie ebenfalls beim „MDR Radio Sachsen“ via Interview oder Besprechung vorgestellt.

Zitat: „Seine Storys bringen es insgesamt nur auf knapp über hundert Seiten, aber auf jeder einzelnen davon knirscht die Wahrheit unserer Zeit mit den Zähnen. Mit scharfem Blick und zunehmender Wut beobachtet Schweßinger die „Tourismus-Maschine“ aus nächster Nähe.

[…]

Vor allem schockierte Schweßinger die Selbstverständlichkeit, mit der die Angestellten sich ausnutzen ließen. Es habe keinen Widerspruch und erst recht keine Solidarität unter den Mitarbeitern gegeben, um sich gegen „die da oben“ zu wehren.

[…]

Auf die Frage, was er, wenn er könnte, in der Welt ändern würde, überlegt Michael Schweßinger lange, bevor er mit leiser, aber entschlossener Stimme antwortet: „Lass uns das Ganze auf Null setzen. Und nochmal neu versuchen, ob wir nicht doch ein bisschen menschlicher miteinander umgehen können“.“ (Kreuzer)

Unsere drei Hallenser AutorInnen Jennifer Sonntag, Axel Kores und Christoph Liedtke bekamen in einer halbstündigen Sendung von „Radio Corax“ Gelegenheit, sich, ihre Lebensentwürfe, künstlerischen Sichtweisen sowie ihre Bücher „Seroquälmärchen„, „Verschwendete Jugend“ und „Symmetrie der Risse“ vorzustellen (zum Radiomitschnitt bitte hier entlang). Die Mitteldeutsche Zeitung stellte Christoph Liedtke und seinen vorgenannten Lyrikband ebenfalls vor.

Zitat: „… Der Titel „Symmetrie der Risse“ klingt dabei wie eine Fortschreibung dessen, was ihn auch als Bildkünstler umtreibt: die Lebensspuren nämlich. Das er die fast schon weltweit auch bei Studienaufenthalten – etwa als Stipendiat in Istanbul und Tokio – gesucht und gefunden haben muss, ist teils seiner assoziativen, teils eher meditativen Lyrik zu entnehmen. Kostprobe: „Geh raus und nimm nichts mit. / Hinter den Gärten ziehe deine Kreise.“ Soll heißen, dass es auf der Spurensuche immer auch selbst Spuren zu legen gilt.

Idealerweise drücken die sich dann in beinahe aphoristischer Knappheit und Eindringlichkeit aus. …“

Ebenfalls „Radio Corax“ sendete ein eineinhalbstündiges Feature zu Christoph Liedtkes Japan-Aufenthalt, künstlerischem Schaffen und dem aus seinen Japaneinflüssen entsprungenen Hörstück. Zum Mitschnitt geht es hier entlang.

Und auch zu Benjamin Schmidts „Fick die Musen„, Tomas Jungbluths „Kammerflimmern„, M. Kruppes „Und in mir Weizenfelder“ und Michael Haas´ „50.  Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ sind die ein oder andere Besprechung eingegangen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen so positiven Feedbacks und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern.

Bildnachweis: Holger Ellgaard.
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Vorankündigung März 2018: Axel Kores „Verschwendete Jugend“

Mit Axel Kores´ Debüt „Verschwendete Jugend“ kündigen wir ein weiteres Buch mit pünktlichem Erscheinen zur bevorstehenden Leipziger Buchmesse an, dass seine Leserschaft in seinen Bann ziehen dürfte. Ein mal schnoddrig, mal hochpräzise, mal rotzig erzählter, rasanter Roman, dessen Plot sich auf des Protagonisten Bloomsteins ebenso obsessive wie nie gelebte Liebe bezieht und drum herum seine Sozialisation im Damals und im Jetzt durchblicken lässt: Einst Punk und Hausbesetzer, lebt der erfolglose Künstler jetzt von Betrügereien, Containern und Gelegenheitsjobs und nimmt immer wieder wechselnde Rollen ein, um seinem einzigen erkennbaren Lebensziel – seiner Jugendliebe Maria – wieder nahe zu kommen, die als Hauptdarstellerin eines Theaterstücks wegen eine Zeitlang in der Stadt weilt.

Wir verraten selbstverständlich nicht, ob es ihm gelingt, und ebenso wenig, ob seine begierliche Liebe Erwiderung findet. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: „Verschwendete Jugend“ ist ein kurzweiliges Prachtstück der Erzählkunst, welches von Kores´ Detailverliebtheit und Wortvielfalt ebenso sehr lebt, wie von seinem ganz offenbar reichhaltigen emotionalen Innenleben, welches immer wieder für harte Gänsehautschauer sorgt.

Axel Kores erleben Sie wie auch Michael Schweßinger auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen unseres Abendprogramms (Informationen entnehmen Sie bitte diesem Veranstaltungseintrag).
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Leipziger Buchmesse 2018: Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Mit dem heutigen Tag ist nicht nur unser Standort zur kommenden Leipziger Buchmesse bekannt – Halle 5, Stand G 417 in Kooperation mit dem Telescope Verlag – sondern auch unser (vorläufiges) Veranstaltungsprogramm am Rande derselben, konzipiert (Änderungen vorbehalten). An unserem Stand können Sie nicht nur uns und unser Verlagsprogramm kennenlernen, vielmehr können Sie sich am 16. 03. 2018 um 14 Uhr von Frau Kopf, am 17. 03. 2018 von M. Kruppe Kopf ihre aktuellen Bücher „Brachialromantik“ und „Und in mir Weizenfelder“ signieren lassen und diese beiden AutorInnen begrüßen.

Auch freuen wir uns auf Sie im Rahmen unseres mitreißenden Abendprogramms, dass in der Leipziger Kunstgalerie Raum 16 am 16. 03. 2018 von den neuen Werken der Künstlerin Daniela Floss und der beiden Autoren Axel Kores und Michael Haas getragen wird, am 17. 03. 2018 von Frau Kopf und M. Kruppe, im 2. Teil von Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und Klaus Märkert, ebenfalls mit feiner neuer Literaturkost mit Leben erfüllt wird.

Bitte entnehmen Sie die Details unserer Veranstaltungsankündigung.

Selbstverständlich werden Sie zu den Abendveranstaltungen mit edlen Spirituosen und kleinen Häppchen verköstigt; wir heißen Sie herzlich willkommen und freuen uns auf Sie!
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Verlagsvorschau 1. Quartal 2018: Schweßinger, Kruppe & Kores

Wir dürfen dank einer wachsenden Riege hochmotivierter Autoren und Autorinnen frohgemut auf die für dieses Quartal geplanten drei* Neuveröffentlichungen unseres Verlages hinweisen:

Der Leipziger / Weltbewohner Michael Schweßinger wird mit „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ seine neueste Sammlung Stories veröffentlichen, Eindrücke eines Weltenwanderers, die seine Italienerfahrungen des vergangenen Jahres in ein Spannungsfeld aus zeitverlorener Leichtigkeit und gewohnt tiefgründigen Erzählungen stellt. Die Covergestaltung wird Benjamin Schmidt anfertigen.

M. Kruppe aus Pößneck wird in seinem Gedichtband „Und in mir Weizenfelder“ und nunmehr 2. Buch in der „Edition Outbird“ einmal mehr schonungslos offen Menschen am Rande der Gesellschaft porträtieren, sich selbst und die Verlierer hinter dem großen Spiel in starke lyrische / prosaische Sprachbilder zeichnen, andererseits aber auch metaphorisch surrealen Gedankenflügen wie -abgründen folgen. Für seine Covergrafik ist der Berliner Grafiker Bias Schniese im Gespräch.

Axel Kores aus Halle an der Saale wird in unverschämtem Tempo und hochunterhaltsamem Sprachwitz im Roman „Verschwendete Jugend“ vom eskapistischen Lebenshunger, der Subkultur und dem Zwiespalt des Lebens erzählen, was aus einer ehemaligen Hausbesetzergruppe zwanzigjäriger Punks im Jetzt geworden ist. Seine Covergestaltung wird der preisgekrönte Hallenser Künstler Tobias Gellscheid übernehmen.

Einzelheiten zu all den vorgenannten Büchern erscheinen wie gehabt zeitnah; Michael, M. und Axel – wir freuen uns auf Eure Lektüre!

*Änderungen vorbehalten
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Herzlich willkommen: Axel Kores

Wir freuen uns über unseren Neuzugang Axel Kores aus Halle an der Saale, der am Rande der Veranstaltung „Architekturen der Leere“ am 22. 12. 2017 in Pößneck seinen Autorenvertrag bei uns unterzeichnete. Der Hallenser preisgekrönte Autor Axel Kores hat mit seinem ersten Roman „Verschwendete Jugend“ ein höchst unterhaltsames wie wendungsreiches Manuskript quergebürsteter Lebensentwürfe vorgelegt:

„„Verschwendete Jugend“ hat vor allem eines: unverschämtes Tempo: Das Tempo eskapistischen Lebenshungers, das Tempo der Subkultur, das Tempo des Zwiespalts. Wir sind hineingeworfen in eine Hausbesetzergruppe, oder in das, was davon übrig ist. Wir sehen durch ihre Augen, hören in ihre Gedanken. Die zwanzigjährigen Punks der Nachwendezeit sind erwachsen geworden. Bob, Eule, Eva, Maria und Bloomstein, unser Protagonist, dessen konsequente Verweigerung, dessen Versuch von Freiheit durch gesellschaftliche Unsichtbarkeit in einen Prozess schleichender Irritation mündete. …“

Axel, wir freuen uns auf Dich und sind gespannt auf Dein Buch!
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