„Hornhaut“

Benjamin Schmidt

„Hornhaut ist ein Buch, das zwischen den Zeilen existiert. Wichtig ist eigentlich das, was man nicht ließt, und Bruggmann schafft es, in seinen melancholischen Szenerien diese Tiefe zu umkreisen, um seinen Lesern die Möglichkeit zu geben, in den Strudel seiner Geschichten zu geraten und ihnen auf den Grund zu gehen. Oft lotet er sie genau dort aus, wo man sie am wenigsten erwartet. Im ganz Alltäglichen taucht er ab und vermutet das Leben da, wo wir es längst aus der Hand gegeben haben.
„Manchmal hat er das Gefühl, er komme in seiner eigenen Geschichte gar nicht vor.“ – Möglicherweise liegt zu viel Hornhaut über dem Leben, dass wir es manchmal so wenig bemerken, so wenig fühlen. Bruggmann aber legt in den scheinbar gewöhnlichsten Momenten ganze Welten frei. Von Schwermut begleitet, aber auch von Hofnung getragen. Warum sonst sollte man suchen, wenn eigentlich zu finden nicht erwartet werden kann? Mehr Fragen als Antworten… da gebe ich dem Klappentext recht. Und dem Leben auch.“
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„Saiten“-Magazin

„Ralf Bruggmann hat ein Flair für Figuren wie diese «Frau ohne Bedeutung» (so der Titel der Kurzgeschichte): für Menschen, die sich flüchtig begegnen, Einsame, die keine Namen tragen, Paare, die sich fremd bleiben, auch wenn sie sich lieben. Die Schauplätze seiner Geschichten sind unbestimmt wie hier: eine Strasse, der Blick aus einem Fenster, ein Schlafzimmer, Innenräume zumeist, selten Landschaften.

Der Alltag kippt ins Drama

Die Auslöser seiner Szenen sind oft alltäglich – der Blick in die Kaffeetasse wie in der Geschichte «Enten töten», das Abspulen einer alten Kassette wie in «Mixtape», ein Fleck an der Zimmerdecke in «Vielleicht ein Tiger». Daran aber entzündet sich in wenigen Sätzen ein Drama: der Schreck über das Altwerden, die Leere in der Beziehung, Trennungen, ein verpasstes Leben. Seltener sind die Umschläge ins Glück: eine unvermutete Liebesnacht, ein Tanz. Das Entscheidende passiert im Kopf der Figuren – so hilft die Vorstellung, Enten zu töten, der namenlosen Frau für einen Moment über die Banalität des eigenen Lebens hinweg.“

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Sankt Galler Tagblatt

„Viele seiner Geschichten sind existenzieller Natur und berichten von Leere und Verlorenheit. Noch heute geht es ihm darum, Gedanken und Gefühle auszuloten und zu erforschen. Der Unterschied zu früher ist jedoch das Publikum: «Es interessiert mich, was meine Texte bei den Lesern auslösen.» Oft bleiben seine Texte bei der Andeutung und leben von den Zwischentönen. «Der Text muss atmen können.»

Die Figuren in Ralf Bruggmanns Geschichten sind oft auf der Suche nach Halt in einer Welt, in der nichts sicher scheint. Sie wollen nicht vor der Unsicherheit erdrückt werden. Der Text über jenen, der auf der Telefonzelle in die Weite starrt, nimmt den Leser mit in den Bewusstseinsstrom von dessen Psyche. Tagträumerei könnte man das nennen.“

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