„Kopfkino“

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Rezension von Benjamin
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„Ein wirklich schönes und spannendes Projekt, welches da mit „Kopfkino“ dokumentiert wurde. Natürlich sind literarisch keine Meisterwerke zu erwarten, aber neugierige Leser kommen hier in den Genuss, in die Gedankenwelt der Häftlinge aus der JVA in Hohenleuben abzutauchen, eine Welt, die den meisten wohl – oder sagen wir: hoffentlich – verschlossen bleibt… und das lieber nicht von Innen.

Wer also liest, um Welten zu erkunden und auch jene dunklen Ecken auszuleuchten, die wir nicht so einfach mit Swoodoo oder Flug-Check-24 erreichen, dürfte mit „Kopfkino“ seinen Horizont um jene Erkenntnis erweitern, die man so oft erlangt, wenn man sich mit der Fremde vertraut macht. Nämlich, dass sie gar nicht so fremd ist und Häftlinge auch nur Menschen sind. Auch unter ihnen verschiedene Charaktere mit verschiedenen Lebensläufen, mit einer Gemeinsamkeit: dem Knast. Was bleibt am Ende, was ist an Sehnsucht noch übrig, wenn man der Freiheit beraubt ist? Die Antwort ist recht simpel, fast banal und doch zutiefst menschlich…

An den Texten der Häftlinge wurde – so macht es den Eindruck – recht wenig bis gar nicht herumlektoriert, was ich als besonders sympathisch und folgerichtig empfinde, will man ein möglichst authentisches Bild der Insassen und ihrer Gefühle erfassen. Einige Texte hätten aber doch zumindest eine etwas großzügigere Korrektur gut vertragen können.

Die Geschichten aus dem Knast sind durch einige Fotografien in S/W ergänzt wurden, was nicht hätte sein müssen, aber dem ganzen doch nochmal eine sehr persönliche Note verleiht. Alles in allem lesenswert und gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die solche Projekte an Gefängnissen ermöglichen. Und wenn Häftlinge sich die Mühe machen, derart aus sich herauszukommen und zu schreiben, bin ich – der ich das Glück habe, auf freiem Fuße zu sein – gerne bereit es zu lesen.“
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Buchankündigung in der Freien Presse
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„… Acht Workshops fanden statt, in denen die Gefangenen viele Texte geschrieben haben, fiktive, lustige, tragische, vor allem sehr emotionale. Etwa zwölf Häftlinge nahmen daran teil. Anfangs waren es mehr, aber nicht alle waren über den gesamten Zeitraum im Gefängnis.

Corina Gutmann: „Die Texte haben viel mit Biografien beginnend in der Kindheit zu tun, mit Selbstreflexion. Um sich so zu öffnen, braucht es Vertrauen, Selbstvertrauen und auch Vertrauen in die, die das Buch lesen, draußen und in der JVA. Es gehört Mut dazu, so viel von sich preiszugeben. Für uns ist das auch ein Schritt zur Resozialisierung.“ Anfangs dachte sie, dass noch Platz für ältere Texte ist. Doch die Häftlinge waren fleißig und lieferten ausreichend Neues.

Das Coverbild hat einer der Häftlinge gezeichnet. Die Autoren bleiben im Buch anonym. Wenn durch die vorerst 200 gedruckten Exemplare ein finanzieller Überschuss entsteht, soll der auf Wunsch der Häftlinge für Projekte im Gefängnis verwendet werden.“

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Buchvorstellung in der Freien Presse
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„Es sind keine Macho-Texte, sie lassen alles aus sich raus, machen sich nackig.“ So beschreibt Corina Gutmann, Leiterin der Stadtbibliothek Greiz, ihre ehrenamtliche Arbeit mit Häftlingen. „Da ist ein Riesenvertrauen.“ Nur mit diesem war es möglich, dass das Buch „Kopfkino – Geschichten aus dem Knast“ entstanden ist, welches die Bobenneukirchenerin jetzt herausgegeben hat. Dabei geht es inhaltlich um Schuld, Aufarbeitung und Ängste, Sehnsüchte und Zukunftspläne der inhaftierten Menschen. Sie geben ihre Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Träume und damit ihr Inneres preis. Verpackt in Prosa, Lyrik und Geschichten. Das Buch enthält Verse und Elfchen, kurze und längere Texte – versehen mit Pseudonym.

[…]

Wie soll man Konflikte als Erwachsener klären, wenn man als Kind nur Gewalt erfahren hat? „Es gibt Dinge, die kann man sich draußen nicht vorstellen. Schicksale, die die Männer im Leben dann straucheln ließen“, so die Bibliothekarin.

„Daraus ein Buch zu machen, das geht nur, wenn man richtig gute Partner hat“, sagt Corina Gutmann. Mit der Freizeitbeamtin Anke Hartmann von der JVA hat sie eine solche gefunden. Und Tristan Rosenkranz vom Verlag „Edition Outbird“ hat sie bestärkt, ein Buch aus den Texten der Häftlinge zu machen. …“

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Interview auf „Gefängnisseelsorge.net“

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Rezension von Keschi
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„Ich finde es gut, dass sich die Autorin Menschen widmet, deren Schicksale nicht an die Öffentlichkeit dringen. Deren Gefühle niemand sonst hört und die auch aufgrund vieler gesellschaftlicher Versagungen zu dem werden, was schließlich verurteilt wird. Wir wissen, an welcher Stelle es überall hakt, dass die Polizei unterbesetzt arbeitet, dass Richter und Staatsanwälte fehlen, dass es veraltete Gesetze gibt und das die gesellschaftlichern Probleme zunehmend in rasanter Weise fast nicht mehr zu händeln sind. Die Politik ist gefragt und diese Häftlinge rütteln an bestehenden Grundmauern, die einzustürzen drohen, wenn auf verantwortlicher Ebene weiter weggeschaut wird.“
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TV-Beitrag im MDR „Thüringen Journal“
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Buchankündigung in der Ostthüringer Zeitung
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Buchbesprechung & Lesungsrückblick in der Ostthüringer Zeitung
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„… Die Texte künden allesamt von Talent und verdienen den Begriff Literatur. In ihrer Authentizität gestatten sie nicht nur einen Blick hinter die Knastmauern, sondern geben zudem Einblicke ins Innere der Autoren, wobei sie davon zeugen, dass hinter einer äußerlich rauen Schale eine sensible Seele wohnt.

Wie die Haft einen Menschen verändert, davon kündeten neben den Texten auch die selbst verfassten Lieder, mit denen einer der Gefangenen die Lesung mit Gesang und Gitarre ausdrucksstark begleitete. „Selbst Könige werden zu Bauern“, heißt es in dem Song „Drang nach Freiheit“, der erahnen lässt, wie gnadenlos die Knasthierarchie zuschlägt.

Für die Zuhörer, vor allem aber für die Gefangenen, sind das empfehlens- und lesenswerte Buch sowie die Buchpräsentation in Greiz ein mess- und greifbarer Erfolg. …“

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Buchbesprechung in der Ostthüringer Zeitung
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„… Die Bandbreite an Themen darin ist groß: Es gibt berührende biographische Texte, fantasievolle Science Fiction oder auch Schräg-Humoristisches wie die Geschichte vom Nico Laus, der, weil er die Geschenke, die er brachte, zuvor gestohlen hatte, nun auf Weihnachtsamnestie hofft. Oder die Geschichte von Hausmeister Harald Krause, der kurzzeitig eine Affäre mit Malala Onelala beginnt, die aus einem unaussprechlichen Land geflohen ist.  …“

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Buchbesprechung & Lesungsrückblick in der Ostthüringer Zeitung
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„… Entstanden sind so sehr persönliche Texte, die zum Teil biografisch etwa das Leben im Gefängnis oder den persönlichen Weg der Häftlinge behandeln. Geschrieben sind die Texte zumeist unter Pseudonym, was aber nichts an der Authentizität ändert.

Deswegen war es auch nur passend, dass es den Häftlingen vorbehalten blieb, den anwesenden Mitgefangenen einen Großteil ihrer Texte vorzustellen, nachdem Gutmann und die JVA-Beamte Anke Hartmann eine kleine erklärende Einführung gegeben hatten.

Das Buch, das in der Edition Outbird erscheint, laufe bisher sehr gut, so Gutmann . Nach der Vorstellung in Bibliothek Greiz und in Leipzig habe es viele Nachfragen gegeben, was sie sehr freue.“

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Lesungsankündigung Buchmesse & Greizer Stadtbibliothek in der Ostthüringer Zeitung
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„… Sie sei sehr stolz auf das Buch und vor allem die Häftlinge, welche die meisten der Texte in „Kopfkino“ geschrieben haben, sagt Gutmann. Aber auch sie, die Freizeitbeamte Anke Hartmann und der Slam-Poet Dalibor, der auch schon Workshops in der JVA abhielt, haben Beiträge beigesteuert. „Ich bin sehr dankbar, dass sie so mitgemacht haben. Sie haben wirklich alles gegeben“, sagt Gutmann über die Arbeit der Häftlinge, deren Texte zum Teil sehr persönlich sind – einer handelt zum Beispiel von der ersten Nacht in der Untersuchungshaft – zum Teil aber auch sehr humoristisch und direkt. „Es ist ein ehrliches Buch geworden, ein gefühlvolles Buch und manchmal auch ein lustiges Buch“, sagt die Bibliotheksleiterin, die sich schon sehr auf die Vorstellung auf der Buchmesse freut, zu der sie mit dem Verleger und der Freizeitbeamten fahren will.

Doch Corina Gutmann, ­Anke Hartmann und ­Tristan Rosenkranz sind nicht die einzigen, die in Leipzig dabei sein wollen, denn für die ­Buchvorstellung dort konnte ein ganz besonderer Gast gewonnen werden. Der Schauspieler und Schriftsteller Steffen Schroeder, den meisten Menschen wahrscheinlich bekannt als Kommissar Tom Kowalski aus der Fernsehsendung Soko Leipzig , soll einige Passagen aus dem Buch vorlesen.“

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Interview im „Outscapes“-Magazin
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Buchbesprechung auf Thueringen.de/Justizvollzug
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„Den Gedanken eine neue Richtung geben oder für einen Moment lang die Welt anhalten, das Gefängnis vergessen und in seinen Träumen zurück in die Freiheit gehen. Für neue Ziele und um die Vergangenheit verstehen zu können. Kurzgeschichten, Lyrik und Tagebuchausrisse können helfen, über Wasser zu bleiben, den Glauben an sich und eine Zukunft nicht zu verlieren und das eigene Wesen besser zu begreifen. Was sich da zeigt, gleicht einem spannenden Film, der in seiner Ehrlichkeit und Heftigkeit Klarheit schaffen kann. Corina Gutmann, Leiterin der Stadtbibliothek Greiz, arbeitet seit Jahren mit Gefangenen, das vorliegende Buch ist in seiner berührenden Offenheit und Vielfalt der Gefühle, Erinnerungen und Träume das Resultat dieser Arbeit. …“

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Buchbesprechung im Vogtlandanzeiger
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„… Gemeinsam mit vier Gefangenen präsentierten die beiden Frauen am Dienstag Auszüge aus den Texten. Kindheitserinnerungen und Biogtafisches finden sich ebenso wie Selbstreflexionen über die Zeit hinter Gittern, aber auch fiktive Geschichten liegen zwischen den Buchdeckeln, und natürlich schwingt viel Hoffnung mit für die Zeit nach der Strafe. Hoffnung, „die Scheiße, die man gebaut hat“ für immer hinter sich zu lassen, einen Neuanfang zu wagen mit einer intakten Familie, die manch einer der Autoren bislang nie hatte. Die Texte künden allesamt von Talent und verdienen den Begriff Literatur. In ihrer Authentizität gestatten sie nicht nur einen Blick hinter die Knastmauern, sondern geben zudem Einblicke ins Innere der Autoren, wobei sie davon zeugen, dass hinter einer rauen Schale eine sensible Seele wohnt. …“

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„Kopfkino“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.
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