Edition Outbird zum Wave Gotik Treffen 2026

Auch zum diesjährigen Wave Gotik Treffen sind in Leipzig wieder zahlreiche AutorInnen und KünstlerInnen aus unserer Verlagsfamilie in Veranstaltungen involviert. Wer – nebst unseres freundlichen Verlagsteams – wo zu erleben sein wird, entnehmt Ihr dem nachfolgenden Überblick:

22. – 25. 05. 2026 | Torhaus Dölitz | Edition Outbird zum Wave Gotik Treffen im Heidnischen Dorf

22. 05. 2026 | 17.00 Uhr | Alte Handelsbörse | „Bohemian Savages“ u. a. mit Christian von Aster, Isa Theobald und David Gray

23. 05. 2026 | 14.00 Uhr | „Kunst liebt Mut“-Eventfläche in der Baumwollspinnerei | Salon „Kunst liebt Tod“ mit Florentine Joop & Gästen

23. 05. 2026 | 16.30 Uhr | Laden auf Zeit | Lesebühne „Outbirds“: Lesung mit Sanjina Kashikar & Benjamin Schmidt

23. + 24. 05. 2026 | Kupfersaal | Büchertisch der Edition Outbird zu Lydia Beneckes „Wissenschaft trifft Freundschaft“ (u. a. mit Luci van Org und Christian von Aster)

24. 05. 2026 | 14.00 Uhr | Deutsche Nationalbibliothek | Büchertisch der Edition Outbird zu „Die schwarze Kunst 4.0“ mit Christian von Aster und Gästen

24. 05. 2026 | 15.00 Uhr | Darkflower | Lesebühne „Nachtschrift“ – „Edition Outbird“-Special zum Wave Gotik Treffen

24. 05. 2026 | 15.00 Uhr | Westwerk | M. Kruppe präsentiert „In Darkest Plagwitz“ u. a. mit Ursua, Wayne Lostsoul, Mirkowelle und Nikita Curtis

24. 05. 2026 | 21.00 Uhr | Laden auf Zeit | Leseshow „Zwischen Zeilen und Zwielicht“ mit Kathryna Kaa & Isa Theobald

Wir freuen uns auf beste Liveliteratur und zahlreiche wunderbare Begegnungen. Wie immer gilt: Änderungen vorbehalten.
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„Rattenkönig“ – Sanjina Kashikar im Interview

Anlässlich von Sanjina Kashikars aktuell erschienenem Roman „Rattenkönig“ führte Buchbloggerin Manuela Hahn unlängst ein Interview mit der Aachener Autorin:

Liebe Sanjina, herzlich willkommen im Buecherhaus. Ich freue mich sehr, dass du Dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu beantworten.
Dein Buch „Rattenkönig“, das in der Edition Outbird erschienen ist, hat mich wirklich begeistert. Ich bin eigentlich kein typisches Fangirl, aber zu dieser Geschichte fallen mir tatsächlich nur Superlative ein. Für meine LeserInnen, die Dich noch nicht kennen, stell dich doch bitte kurz vor.

Hallo und vielen lieben Dank für die Einladung! Ich bin Sanjina Kashikar und schreibe am liebsten düster, surreal und experimentell. Ich lese auf Kultur- und Musikfestivals (z. B. auf dem Wave-Gotik-Treffen und dem Sternenklang Festival) und veröffentliche Prosa und Lyrik in Anthologien (z. B. in „Liber Vampirorum V“) und Literaturzeitschriften (z. B. in „Literarische Blätter“ und „Am Erker“). „Rattenkönig“ ist mein erster Roman.

Kommen wir zu den Fragen: Wenn Du nicht schreibst, wofür brennst Du noch?

Meine zweitgrößte Leidenschaft ist das Lektorieren. Meine drittgrößte ist meine Lesereihe AnArCHiEN, die ich zusammen mit Mirjam Kay Mashkour in Aachen kuratiere und moderiere. Davon abgesehen begeistere ich mich für verschiedene Kunstformen. Unter anderem zeichne und fotografiere ich. Im Moment arbeite ich an einem Song zu meinem Roman. Das macht mir unglaublich viel Spaß, und ich glaube, ich werde in Zukunft mehr Musik machen. An die Musik kann ich, anders als ans Schreiben, ohne Ehrgeiz herangehen, was ein ziemlich befreiendes Gefühl ist.
Außerdem finde ich Filmkunst, 2D-Animation (insbesondere Rotoskopie), Filmrestauration und das Thema Lost Media spannend.
Früher habe ich mich viel mit Aktivismus befasst, aber momentan habe ich dafür leider keine Zeit. Ich interessiere mich für 1000 Dinge, aber der Tag hat nur 24 Stunden.

Erinnerst Du dich an einen Moment oder eine Phase, in der Dir klar wurde, dass Du schreiben „musst“?

Sobald ich genug Buchstaben kannte, fing ich an, kleine Geschichten zu schreiben (in der ersten ging es um sprechende Schweine und ich musste meiner Oma beim Entziffern helfen). Ich hielt Schreiben für eine ganz selbstverständliche Beschäftigung – irgendwo mussten die ganzen Bücher ja herkommen. Ab der weiterführenden Schule arbeitete ich ständig im Unterricht an eigenen Texten (mal mehr, oft weniger heimlich). Es gab gefühlt nie eine Zeit, in der das Schreiben kein Teil meines Lebens war.

Deine Texte bewegen sich oft in dunklen, intensiven Gefühlsräumen. Was reizt dich daran, gerade diese Seiten auszuloten?

Mich hat schon immer das Abgründige, das Melancholische, das Kaputte und Widersprüchliche fasziniert. Da ich intensiv fühle, freue ich mich, diese Intensität in Texten wiederzufinden, die ich schreibe oder lese. Eskapismus funktioniert nur selten für mich.

Lesungen, Öffentlichkeit, Organisation und der Alltag verlangen viel Energie. Wie schaffst du es, Dir gleichzeitig Raum fürs Schreiben zu bewahren?

Ganz ehrlich: Oft schaffe ich das nicht. Ich bin keine Vielschreiberin. Ideen habe ich aber immer mehr als genug. Wenn eine Idee mich so sehr überzeugt, dass ich einen Text daraus machen will, nehme ich mir dafür bewusst Zeit.

Hat sich Dein Verhältnis zu deinem eigenen Text verändert, seit Du ihn vor Publikum präsentierst?

Ich bin leider eine Perfektionistin und deshalb nie mit meinen Texten zufrieden. Dass ich so viele positive Rückmeldungen zu meinem Roman bekommen habe, hat mir dabei geholfen, ihn wohlwollender zu betrachten. Manchmal, wenn ich bestimmte Passagen vorlese, denke ich mir inzwischen: Verdammt, das ist wirklich gut.

Die Beziehung zwischen Noel und Aliéna wirkt zugleich roh und fragil. Wie hat sich diese Dynamik während des Schreibens entwickelt? War sie von Anfang an so geplant?

Das war von Anfang an so geplant, und ich habe die Figuren und ihre Beziehung dementsprechend geschrieben. Zum Glück entwickeln meine Figuren nur in seltensten Fällen ein Eigenleben – was praktisch ist, da ich so nicht mit ihnen verhandeln muss, wie ihre Geschichte verläuft. (Die einzige Figur, die sich anders entwickelt und mehr Raum im Roman eingenommen hat als geplant, war Malte.)

Ich gebe zu, vor dem Lesen und auch noch eine ganze Weile während der Lektüre hat mich der Titel „Rattenkönig“ etwas ratlos gemacht. Erst nach und nach habe ich meine eigene Interpretation entwickelt. Magst Du uns die Bedeutung näher erläutern? Vielleicht liege ich ja auch völlig daneben.

Als Rattenkönig werden mehrere an den Schwänzen zusammengewachsene Ratten bezeichnet. In Aliénas verquerer Gedankenwelt stellt das die ultimative Form der Symbiose dar. Diese Denkweise führt – neben anderen Faktoren – zu der Co-Abhängigkeit, in die sie und Noel im Laufe der Handlung geraten. Aliéna möchte sich von Lea lösen, überträgt die ungesunde Dynamik aber auf Noel, ohne sie zu hinterfragen. In der Natur leiden die einzelnen Ratten, die Teil eines Rattenkönigs sind. Dass Aliéna dieses Leid nicht bedenkt, ändert nichts daran, dass es existiert.

Wünschst Du Dir eine bestimmte Reaktion bei LeserInnen oder ist Dir gerade die Offenheit der Interpretation wichtig?

Ich wünsche mir keine bestimmte Reaktion. Ich freue mich immer, wenn LeserInnen mein Roman gefällt, oder wenn sie beim Lesen etwas gefühlt haben. Bei Lesungen habe ich im Publikum verschiedene Reaktionen beobachten können: gespannt, bewegt, bei manchen Passagen amüsiert, aber bei heftigeren Szenen auch abgestoßen. Jede dieser Reaktionen halte ich für valide. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leser:innen sagen: Das war nicht meins.

Im Roman spielt der Verlust von Realität eine zentrale Rolle. Gab es einen gedanklichen oder emotionalen Ausgangspunkt, von dem aus sich dieses Thema entwickelt hat?

Zumindest keinen, an den ich mich erinnere. Das klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich antiklimatisch, oder? Ich glaube, das Thema hat sich aus meinem Interesse am Surrealen ergeben.

Wenn Du an zukünftige Projekte denkst, bleibst Du thematisch in ähnlichen Gefühlswelten oder reizt Dich auch etwas völlig anderes?

Mich faszinieren komplexe, ambivalente Figuren, deren Leben nicht glatt läuft. Deshalb werde ich in nächster Zeit vermutlich nicht über Leute schreiben, die einfach nur glücklich und erfolgreich sind. Ich kann aber verraten, dass mein nächster Roman trotzdem ganz anders wird als „Rattenkönig“.

Vielen lieben Dank für Deinen Besuch. Ich habe mich sehr darüber gefreut und bin gespannt auf alles, was noch von Dir kommen wird.

Ich danke dir für deine interessanten Fragen, deine lieben Worte und deine Zeit!

Wir bedanken uns ganz herzlich!

Bildnachweis: Schön Fotografie
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Leipziger Buchmesse 2026 | Ein Rückblick

Eine großartige Leipziger Buchmesse 2026 liegt hinter uns. Zwei Wochen später ist die Abrechnung erledigt, der aktuelle Warenbestand erfasst und alles wieder an seine Platz, parallel sind beständig Scharen von Bestellungen, Besprechungs- und Verlosungsexemplaren versandt worden.
Es war eine großartige Buchmesse, die uns im Fahrwasser des neuen Besucherrekords ein deutliches Plus an Buchverkäufen brachte. Auch in diese Jahr bildeten wir mit Sven Nieder und Björn Pollmeyer vom Calderan Verlag eine gutgelaunte Standgemeinschaft, auch in diesem Jahr bildete – neben zahlreichen weiteren Lesungen und Signierstunden – unser Literarischer Buchmessalon das Messehighlight – nicht zuletzt und insbesondere als Jubiläumssalon anlässlich unseres zehnjährigen Verlagsgeburtstages.

Als Mitglied des Schöne Bücher-Netzwerks gab auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Gruppenfoto in der Kuppelhalle, darüberhinaus auch wieder das aktuelle Schöne Bücher-Magazin mitsamt des Sticker-Sammelalbums sowie – erstmals auch mit der Edition Outbird – den wiederbelebten Phantastischen Reiseführer, welche uns unzählige neugierige KundInnen an den Messestand brachten. Auch in diesem Jahr gab es ein fröhliches Sektfrühstück mit BuchbloggerInnen, auch in diesem Jahr besuchten uns unzählige Stamm- und NeukundInnen am Verlagsstand, um einen Schwatz zu halten, in unseren aktuellen Titeln zu stöbern und ihre Bestände aufzustocken.

Zu unserem Literarischen Jubiläumssalon waren gut 80 BesucherInnen zu Gast, die den Lesungen im imposanten Ambiente der Leipziger Heilandskirche lauschten, den warmherzigen familiären Spirit des Abends genossen und von unserem Büchertisch rege Gebrauch machten. 110 Euro brachte die Versteigerung des von allen anwesenden AutorInnen signierten Veranstaltungsplakats zugunsten der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die Fotos des Abends sind in diesem Ordner zu finden, wir bedanken uns bei Tilly Domian für die fotografische Begleitung des Abends.

Einen schöneren Abschluss als Florentine Joops Lesung aus ihrem aktuellen Roman „Sommer im Heckenrosental“ auf der Indiebühne in Halle 5 der Leipziger Buchmesse hätte unterdessen unser Veranstaltungsreigen kaum bekommen können. Eine spannende und gut besuchte Lesung, eine großartige Moderation durch M. Kruppe und zahlreiche Gäste, die im Anschluss für Buch und Widmung Schlange standen. 

Für Lesungen, Signierstunden und zahlreiche Unterstützungen bedanken wir uns aufs Herzlichste bei M. Kruppe, Sven Nieder, Björn Pollmeyer, Sabrina Siebert, Florentine Joop, Pia Lüddecke, Ulrike Serowy, Joachim Sohn, Dirk Bernemann, Christian von Aster, Sanjina Kashikar, Jan Off, Benjamin Schmidt, Roland Spranger, Tilly Domian, Ingo Munz, Marcel, Silke, Muriel, Claudia, Claudia und Swen. Ohne unsere treue und beständig wachsende KundInnenschar und Euch als AutorInnen und UnterstützerInnen wäre der Verlag nicht das, was er ist.
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Unsere Frühjahrsneuheit #2: „Rattenkönig“ von Sanjina Kashikar

Unsere zweite Frühjahrsnovität ist Sanjina Kashikars Romandebüt „Rattenkönig“. Sanjina ist erst im Herbst 2025 nach zahlreichen Empfehlungen zu unserer Verlagsfamilie hinzugekommen und lädt über die großartige Bereicherung hinaus zu einem ebenso morbiden wie von opulenter Bildsprache getragenen Trip in eine Welt psychischer Grenzgänge ein. Zitat:

„Noel schlägt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten. Bis er Aliéna kennenlernt, die nach welkenden Blumen riecht und behauptet, mit sprechenden Tieren zusammenzuleben. Im herbstlichen Wald verlieren sich Noel und Aliéna ineinander, bis die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Als ein Mord Aliéna zwingt, ihre vertraute Umgebung zu verlassen, wird aus Liebe eine Obsession, die das Leben beider in Gefahr bringt.“

Das Buch ist ab sofort unter diesem Link vorbestellbar und ab 01. 03. 2026 erhältlich. Zur Leseprobe geht es hier entlang.
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Edition Outbird zur Leipziger Buchmesse 2026

Wo können Sie unser fesselndes Verlagsprogramm kennenlernen und beste Liveliteratur genießen?

MESSESTAND:

19. – 22. 03. 2026 | Neue Messe | Halle 3, Stand D 409 (gemeinsam mit dem Calderan Verlag) | Infos: bitte hier entlang.
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10 JAHRE EDITION OUTBIRD – LITERARISCHER BUCHMESSESALON:

21. 03. 2026 | 19.30 Uhr | Westkreuz/Heilandskirche Leipzig-Plagwitz | Literarischer Buchmessesalon (mit Christian von Aster, Florentine Joop, Dirk Bernemann, Ulrike Serowy, Pia Lüddecke, Benjamin Schmidt, Sanjina Kashikar) >> Ticketlink
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LESUNGEN & SIGNIERSTUNDEN:

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Fischladen | „Cumulus 2161“ – Lesung mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

19. 03. 2026 | 19.00 Uhr | Laden auf Zeit | Pia Lüddecke liest aus „Das Ende der Nacht“ (im Rahmen des „Zwielichtsalon No. III“). Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 14.30 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Jan Off. Infos: bitte hier entlang.

20. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Joachim Sohn. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 12.00 Uhr | Neue Messe, Halle 3, D 409 | Signierstunde mit Ulrike Serowy + Pia Lüddecke. Infos: bitte hier entlang.

21. 03. 2026 | 15.00 Uhr | Hugendubel, Petersstraße 12-14 | M. Kruppe präsentiert „Sommer ewig“ (im Rahmen der „Sächsischen Büchermenschen 2026“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 11.00 Uhr | Neue Messe, Halle 5, Indiebühne | Florentine Joop präsentiert „Sommer im Heckenrosental“ (im Rahmen von „Leipzig liest!“). Infos: bitte hier entlang.

22. 03. 2026 | 18.00 Uhr | Fischladen | Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus“. Infos: bitte hier entlang.
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Wir freuen uns auf gute Gespräche mit Ihnen, auf Wiederbegegnungen und eine gute Zeit inmitten von fesselnder Literatur!
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Änderungen vorbehalten.
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Eine kleine Zeitreise | Jahresrückblick 2025 und Vorschau 2026

M. Kruppe begibt sich pünktlich zum neunjährigen Jubiläum unseres YouTube-Kanals mit unserem Verleger Tristan Rosenkranz auf traditionelle Zeitreise – zurück in das vergangene Verlagsjahr 2025 und mit Blick auf das kommende Jahr 2026 als zugleich zehnjähriges Verlagsjubiläum. Welche Bücher sind 2025 erschienen? Was wird an Neuerscheinungen im Jahr 2026 zu erwarten sein? Welche Neuzugänge bereichern Verlagsfamilie und -programm mit welchen Titeln? Was waren die Highlights des Jahres? Was hat inbesondere eines unserer Jahreshighlights mit der Endlichkeit des Lebens und sozialer Verantwortung zu tun?

Abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal – vielen herzlichen Dank!
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10 Jahre Edition Outbird – Literarischer Buchmessesalon

Infos + Tickets: Bild anklicken

Am 21. 03. 2026 ist es wieder soweit – unser traditioneller Literarischer Buchmessesalon öffnet seine Pforten! Zugleich gilt es das zehnjährige Jubiläum der Edition Outbird zu zelebrieren. Um diesem besonderen Anlass eine angemessene Location zu bieten, gastieren wir im neogotischen Kirchenschiff im Westkreuz/Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz. Wir freuen uns auf diese Kooperation und Location ebenso, wie auf unser Programm mit folgenden KünstlerInnen:

19.00 Uhr
Einlass

19.30 Uhr
Ulrike Serowy liest aus „Im Schutzraum
Stell dir vor, es ist Atomkrieg und die Bombe fällt. Was tun? Wohin? Runter in die U-Bahnstation, die bis eben noch ganz gewöhnlich wirkte, wo du nun aber Zuflucht suchen sollst. Jetzt bist du im Schutzraum, einer geheimen Anlage unter dem Asphalt – nüchtern, zweckmäßig, von beklemmender Enge, und genau für diesen Fall erbaut. Hier unten erreicht dich kein Feuer, kein Fallout, hier sagt man dir genau, was du zu tun hast. Hier bist du in Sicherheit – oder? Wie ist es dort unten, wo über 2000 Menschen auf engstem Raum Schutz suchen, wo schäbige Charaktere ihre Macht missbrauchen, wo Zwang und Überwachung jede Freiheit, jede Hoffnung ersticken – wie ist es dort unten, im Schutzraum?

19.55 Uhr
Benjamin Schmidt liest aus „Das geht nicht gut aus

Benjamin Schmidt erzählt die Geschichte einer Liebe und deren Verzweigungen ins Ungewisse. Die Person wartet, ohne zu wissen, auf was. Eigentlich ist das jetzt das Alter, in dem Karriere, Beziehung und alles auf eine neue, bedeutsamere Ebene gehoben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden sollten. Stattdessen bricht alles zusammen und es ändert sich nichts. Nur die Leute im Club werden jünger und erlauben sich verunsichert zu hoffen. Den Leuten in der Oper dagegen, ist das Scheitern zu vertraut. Übergenug Abende, die mit dem Tod der Hauptfigur enden. Danach wird applaudiert und alle finden sich wieder ein in ihrer eigenen Tragödie.

20.20 Uhr
Pia Lüddecke liest aus „Ende der Nacht
Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine grausam verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie zugeben will. Ist der Fabrik-Mörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Realität und Albtraum verschwimmen in einer schwarzen, von Glühwürmchengefunkel bestäubten Mitsommernacht. Im Kampf ums Überleben muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

20.45 Uhr
Dirk Bernemann liest aus „Gromzell“*

Marie ist tot. Als die älteste Bewohnerin der kleinen Ortschaft Gromzell mit 108 Jahren verstirbt, ist die Dorfgemeinschaft schwer erschüttert. Der Tod ist zurück und er hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm so lange von der Schippe gesprungen war. Die Trauernden suchen Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, selbst zur Tat zu schreiten und den Dorffrieden wiederherzustellen. Zu allem Überfluss kehrt auch noch Anna aus Berlin ins Dorf zurück und ein neugieriger Journalist will über Maries Tod berichten. Während zwischen Glaube und Aberglaube nach dem Schuldigen für all das Unheil gesucht wird, schwebt über dem Ort ein ungewöhnlich großer schwarzer Vogel mit seltsam menschlichen Augen.

21.05 Uhr
Pause

21.30 Uhr
Sanjina Kashikar liest aus „Rattenkönig
Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

21.55 Uhr
Florentine Joop liest aus „Sommer im Heckenrosental
Grenzen, Mauern, Passkontrollen, Sommerwiesen, Freundschaft, Freiheit und Abenteuer. Berlin West und Ost. Einreisen in eine andere Welt, umschlossen von einer Mauer, und doch gab es dort eine Freiheit zu erleben, die in der Großstadt Hamburg undenkbar war. Die Welt war entzweit, Deutschland geteilt und zugleich für viele untrennbar. Jugenderinnerungen verschmelzen mit den Erkenntnissen einer beinahe erwachsenen Frau, die ihre Kindheit in zwei Heimaten erlebte. Erzählungen von Glück treffen auf düstere Momente, auf den Verlust von Geborgenheit, Familie und Heimat. Wo finden Heranwachsende Halt, wenn nicht einmal die Erwachsenen wissen, wie das mit der Politik und der Liebe und dem Frieden funktioniert?

22.20 Uhr
Christian von Aster liest aus seinem neuen Werk
Aaron Tristen hat genug vom Autorenleben: Nachdem er bei der Premiere seines Endzeitepos »Engel gegen Zombies« eine Horde Orks verprügelt hat, beschließt er, sein Leben zu ändern. Dabei kommt ihm allerdings ungelegen, dass ihn einer der Orks verklagen will und ein anderer schwanger von ihm ist. Im Zuge eines Selbstfindungstrips landet er schließlich in einer therapeutischen Gruppe, in der er mit der Essenz des Geschichtenerzählens konfrontiert wird. Unter neuem Pseudonym verläuft er sich an der Seite Don Quijotes im Wunderland, sieht Pu den Bären zu William von Baskerville werden und Graf Dracula anstelle Robinson Crusoes auf einer einsamen Insel stranden. Zwischen Irrsinn und Legenden mischen sich Vorstellung und Wirklichkeit derart, dass am Ende sicher ist: Literatur ist nicht mehr als nur eine zärtliche Lüge. Aber eben auch nicht weniger.

Durch den Abend führen M. Kruppe und Roland Spranger.
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*Unser Verlagsfreund und Autor Dirk Bernemann wird diesmal als Gast seinen neuen, im Verlag Edition W erschienenen Roman „Gromzell“ vorstellen.
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Zum Literarischen Salon gibt es einen Büchertisch.
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Heilandskirche am Westkreuz
Weißenfelser Str. 16
04229 Leipzig
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Erreichbarkeit ÖNV:
Zug: ab Bahnhof Leipzig-Plagwitz ca. 15 Minuten Fußweg über Weißenfelser Straße
Straba: 1/3/14 | Haltestelle: Alte Straße, dann ca. 5 Minuten Fußweg

Herzlich willkommen: Sanjina Kashikar

Sanjina Kashikar trat bereits mit Erzählungen in verschiedenen Verlagen sowie in Christian von Asters Anthologie „Liber Vampirorum V“ in Erscheinung und fand mit ihrem morbiden, surrealen Romanstoff „Rattenkönig“ nach wiederholter Empfehlung verschiedenster, mit unserem Verlag eng verbundener Literaturschaffender zu uns. Sanjina studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, ist Mitglied im Literaturbüro in der Euregio Maas-Rhein e. V. und engagiert sich unter anderem in Aachen und Leipzig für die freie Literaturszene. Ihr 2027 erscheinender Roman spielt vor dem Hintergrund intensiver morbider Bebilderung mit Ebenen der Realität und zeichnet den Weg in eine schier unvermeidbare Katastrophe nach. Für freuen uns über ihren Neuzugang und sagen: Herzlich willkommen, Sanjina Kashikar!

Bildnachweis: Patrik Zedlewski
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Novitäten & Vorschau


NEUERSCHEINUNGEN / FRÜHJAHR 2026

Zum Blättern bitte Cover anklicken. Unsere Frühjahrsvorschau 2026 / Backlist können Sie auch unter diesem Link herunterladen. Nachfolgend finden Sie Kurzvorstellungen unserer frisch erschienenen und erscheinenden Titel.


BEREITS ERSCHIENEN

Mit einem Überblick unserer Neuerscheinungen und einer Vorschau auf geplante Titel dürfen wir an dieser Stelle hinaus spannende Stoffe mit Ihnen teilen, an denen wir mit viel Herzblut arbeiten. Im Herbst 2025 frisch erschienen:

2. Halbjahr 2025

Ulrike Serowy „Im Schutzraum“ (Leseprobe / hier bestellen): Stell dir vor, es ist Atomkrieg und die Bombe fällt. Was tun? Wohin? Mancherorts gibt es darauf eine Antwort: Sofort in den Schutzraum! Runter in die U-Bahnstation, die bis eben noch ganz gewöhnlich wirkte, wo du nun aber Zuflucht suchen sollst. Hinein in den Untergrund, bevor es zu spät ist! Die Stahltüren schließen sich hinter dir, langsam, aber unerbittlich, und wer nicht schnell genug ist, wer nicht mehr hineingelassen wird, muss draußen bleiben, in der brennenden, strahlenden Stadt. Jetzt bist du im Schutzraum, einer geheimen Anlage unter dem Asphalt – nüchtern, zweckmäßig, von beklemmender Enge, und genau für diesen Fall erbaut. Hier unten erreicht dich kein Feuer, kein Fallout, hier sagt man dir genau, was du zu tun hast. Hier bist du in Sicherheit – oder?

Christian von Aster „Neudeutsch 2.0“ (Leseprobe / hier bestellen): Von einem handverlesenen Team versierter Germanistikstudienabbrecher entwickelt, finden sich in diesem Nachschlagewerk irgendwo zwischen Satire und Subversion 500 bis dato irrtümlich noch nicht gebräuchliche und zur Stimulierung von Wortschatz, Allgemeinbildung und Humor angetane Begriffe. Unter anderem überfällige Vokabeln wie etwa Altersanmut, Berichtbestattung, Empörkömmling, Hassturbation und Spätialist, deren klare Definition gleichsam eine wissenschaftliche Auseinandersetzung wie eine praktische Anwendung Alltag ermöglicht. Authentische Wortschatzerweiterung für den gehobenen Besserwisser. Neue Worte für eine neue Zeit.

Jan Off „Cumulus 2161“ (Leseprobe / hier bestellen): Wir schreiben das Jahr 2161. Die ganze Welt ist zum Safe Space geworden. Und so führt auch Tristan Weiss ein Dasein, in dem Aggressionen nur noch in einem streng kontrollierten Rahmen erlaubt sind. Dann allerdings kommt es zu einer Kette von Ereignissen, in deren Folge sich Tristan unvermittelt mit einer wahren Gewaltlawine konfrontiert sieht. Sich wehren zu können, wäre jetzt hilfreich. Aber genau diese Reflexe sind ihm fatalerweise abtrainiert worden.

Benjamin Schmidt „Das geht nicht gut aus“ (Leseprobe / hier bestellen): Die Person wartet, ohne zu wissen, auf was. Eigentlich ist das jetzt das Alter, in dem Karriere, Beziehung und alles auf eine neue, bedeutsamere Ebene gehoben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden sollten. Stattdessen bricht alles zusammen und es ändert sich nichts. Nur die Leute im Club werden jünger und erlauben sich, verunsichert zu hoffen. Den Leuten in der Oper dagegen ist das Scheitern zu vertraut. Zu viele Abende, die mit dem Tod der Hauptfigur enden. Danach wird applaudiert und alle finden sich wieder ein in ihrer eigenen Tragödie. Wenn Menschen die Wahl haben, entscheiden sie sich für das Falsche. Die Person weiß das. Aber dass es immer so bleiben soll, ist fast nicht zu ertragen. Woher dieser verzehrende Hunger nach der Liebe, wenn doch von Anfang an klar ist: Das geht nicht gut aus?

Florentine Joop „Sommer im Heckenrosental“ (Leseprobe / hier bestellen): Heißer Brandenburger Sommer, düstere Teiche, auftauchende Erinnerungen, die nach warmem Sand, Linden und geschmolzenem Teer duften. Zwei Heimaten, Florentine Joop erzählt von der Begegnung mit ihrer Lausemädel-Freundin hinter einem grünen Hoftor, gemeinsam erleben sie Abenteuer, aus denen eine wilde Kindheit gestrickt wird. Zwischen ihnen liegt nur ein Jahr, eine Band, die ABBA heißt, eine Kopflänge und eine innerdeutsche Grenze. Florentine Joop nimmt ihre LeserInnen mit in Ihre Vergangenheit und erzählt darüber, wie es war, zwei Heimaten zu haben, und über die Angst, beide zu verlieren. Einer jener Romane aus den Tagen vor, während und nach der Wende, von denen es immer noch zu wenige gibt.

AKTUELLE NEUERSCHEINUNGEN

1. Halbjahr 2026

Pia Lüddecke „Das Ende der Nacht“ (Leseprobe / hier bestellen): Nuri Ramoska hat keine Angst vor der Dunkelheit. Als Aushilfsjournalistin mit einem Faible für morbide Themen läuft sie nachts zur Höchstform auf. Dann wird auf dem Gelände einer verfallenen Chemiefabrik eine verstümmelte Frauenleiche gefunden, und das Verbrechen geht ihr näher, als sie sich eingesteht. Ist der Fabrikmörder aus den 90er-Jahren zurück? Was hat es mit den Gerüchten von einem Fluch auf sich? Und welche Rolle spielt Viktor Lux, der undurchsichtige Erbe der Pharmafirma Lux Enterprises? Bei ihren Recherchen gerät Nuri immer tiefer in einen Sumpf aus Intrigen und Schauergeschichten. Die Grenzen zwischen Albtraum und Wirklichkeit verschwimmen in einer finsteren, vom Totentanz der Glühwürmchen erfüllten Mitsommernacht. Um das Böse zu besiegen, muss Nuri auf ihr Herz hören und sich den Monstern der Vergangenheit stellen.

Sanjina Kashikar „Rattenkönig“ (Leseprobe / hier bestellen): Noel lässt sich ziellos von einem Rausch zum nächsten treiben. Das ändert sich, als er Aliéna trifft, die nach Erde und welkenden Blumen riecht und behauptet, mit Tieren sprechen zu können. Vom Leben gebrochen, wollen beide einander den Halt geben, den sie selbst nie bekommen haben. Doch während die Grenze zwischen Realem und Surrealem verschwimmt, wird aus Leidenschaft blutige Obsession. Die Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen, bringt das Leben beider in Gefahr.

Isa Theobald „Zerbrochen, aber vollständig“ (Leseprobe / hier bestellen): Isa Theobalds zweiter Erzählungsband führt die LeserInnen wieder und wieder an die Kante des Abgrunds – und manchmal auch darüber hinaus. Zwischen Märchen und Cyberpunk-Horror ist es immer der Blick auf das, was hinter den Kulissen lauert – oder im Dazwischen.Joachim Sohn „Merleau – Eine Mondbogengeschichte“ (Leseprobe / hier vorbestellen): 1974. In der Kleinstadt Luneville in Lothringen freut sich der Kommissar und Pflanzenfreund Benjamin Merleau auf seine Pension. Auf seine letzten Tage wird ihm die junge Polizistin Véronique zugeteilt. Und ein neuer Fall landet auf seinem Tisch: Ein Mädchen wird als vermisst gemeldet. Merleau und seine Assistentin nehmen die Ermittlungen auf. Für den Kommissar ist die Sachlage schnell klar, doch Véronique erhält kleine Zettel, die ihr von schwarzen Vögeln gebracht werden mit Hinweisen, die in eine gänzlich andere Richtung führen. Merleau hält das jedoch alles für großen Unfug. Während die junge Polizistin das Rätsel dieser Botschaften lösen will, beharrt der Kommissar auf seinem Verdacht. Doch die Kundschafter aus der Mondbogenwelt haben etwas anderes mit ihm vor.

Weitere Infos in Kürze.

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.
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