Herzlich willkommen: Roland Adelmann

Mit Roland Adelmann als Neuzugang dürfen wir ein Urgestein der deutschen Undergroundliteratur, einen der Köpfe der „Social Beat“-Bewegung, den Gründer und Verleger des Verlages „Rodneys Undergroundpress“ sowie (Mit)Herausgeber und Autoren zahlreicher Zeitschriften und Bücher in unserem AutorInnenkreis und unseren Reihen begrüßen. Wir freuen uns sehr über diesen Vertrauensbeweis und heißen Roland Adelmann herzlich willkommen!

Von ihm wird im 4. Quartal 2021 sein Roman „Berge aus Pommes, Flüsse voller Senf“ erscheinen, der – ähnlich wie Axel Kores´ „Verschwendete Jugend“ – in einer ganz eigenen, fesselnden Sprache Lebensläufe der Punkszene widerspiegelt.
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Unsere Verlagsvorschau

Mit einer Verlagsvorschau dürfen wir an dieser Stelle unsere große Freude ob des bevorstehenden Verlagsprogrammes mit Ihnen teilen, an dem wir eifrig arbeiten:

2. Quartal 2021

Manuela Staschke-Sautter „Verstörungen“: Die Autorin begibt sich in ihren beklemmenden Miniaturen in die Welt der menschlichen Psyche. Sie zeichnet in ihren Erzählstücken Gefühlslandschaften von Depression, Narzissmus, Borderline, Magersucht oder drogeninduzierten Psychosen nach und bildet damit ein Draufsicht auf die Vielfalt psychischer Grenzgänge. Nicht zuletzt, um den bis heute tabuisierten Themenkomplex psychischer Erkrankungen in die Öffentlichkeit zu tragen und zur Diskussion anregen zu können.

3. Quartal 2021

Christian Mahlow „Die Walin“: Die Walin erzählt vom einsamen und absurden Kampf eines Mannes um das Überleben eines Zwergwal-Weibchens. Der zurückgezogene Mann hatte die Walin schon viele Male im Ozeanarium bewundert, als sie eines Morgens plötzlich in seinem Wohnzimmer liegt. Fieberhaft bemüht er sich, Hilfe zu holen. Seine verzweifelten Bemühungen sind ein Grenzgang zwischen unerfüllter Liebe, Schuldgefühlen und Selbsterkenntnis.

4. Quartal 2021

Svea Kerling „Sinistre Anekdoten“: Svea Kerling begegnet Edgar Allan Poe in ihren mystischen Streifzügen durch eine Welt der Ahnungen, der Zeitsprünge, der schlüsselhaften Begegnungen. Die Dunkelheit ihrer Seele, die Dämonen, die Auflösung von Zeit geben ihr den Raum, ihre hohe Wahrnehmung und ihren dissoziativen Blick – gleich dem durch ein Kaleidoskop – mit jener unheilvollen Welt Poes zu vereinen.
Wenn man sich auf „Sinistre Anekdoten“ einlässt, sollte man einen Schritt aus seinem Leben heraustreten und Logik der Intuition überlassen. Kann man schließlich nur so einen Blick in jene Anderswelt hinter dem Schein allzu offensichtlicher Dinge gewinnen…

Roland Adelmann „Die Zukunft stirbt zuerst“: Atemlos ist der Erzählstil Roland Adelmanns, mit dem er einen tief Zug aus der Punkszene der Achtzigerjahre nimmt, jetzt, jetzt, jetzt, und so reihen sich Gegenwärtigkeiten aneinander und bilden ein Panorama der Auflehnung, des Suffs, der Utopien und bisweilen auch eines harten Aufschlags. Den Tag versaufen, auf Platte gehen, klauen, pöbeln, den nächsten Druck setzen … Nele, Jake, Lili, Krätze, Koma, Der Schweiger, Swen, Schorle und andere treiben durch die Zeit, scheren sich oft einen Dreck um Gesetz und geregeltes Leben, provozieren Elternhaus und lehnen Norm und postfaschistisches Spießertum ab. Während sich die einen immer mehr zwischen Sucht und Flatter verlieren und kaum am schmierigen Eddie vorbeikommen, wollen sich andere an Utopien wagen, dem Leben einen neuen Sinn geben, um sich nicht völlig zu verlieren.

Dirk-Boris Rödel „Das siebente und letzte Pentakel des Jupiter“: In seiner neuen Kurzgeschichten-Sammlung nimmt Dirk-Boris Rödel seine Leser einmal mehr mit in eine Welt tiefer Geheimnisse, mystischer Welten und von Charakteren, deren Suche in ungeahnte Zauberwelten führt: Da muss ein Kriegsheimkehrer des ersten Weltkriegs plötzlich erkennen, dass nichts mehr ist, wie es scheint. Da stößt eine Archäologin auf Artefakte eines Hexenkults aus dem 17. Jahrhundert, der offensichtlich noch immer praktiziert wird. Da erwirbt ein Londoner eine Zauberschrift aus der Renaissance, deren Wert sich nicht im Preis, sondern einem ihm innewohnenden Zaubersymbol entschlüsselt. Und was hat es mit der Urne auf sich, die in der neuen Ausstellung des Völkerkunde-Museums gezeigt wird und nach dem Glauben der Azteken einen Dämonen beherbergt, der Herzen frisst?

Bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches sind immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich, und auch der Überblick über kommende Veröffentlichungen ist immer in Bewegung. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen fesselnde Lesemomente.

Bildnachweise: Edition Outbird
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