Neu erschienen: Ede Roses „Schwanenhalsbrücke“

Edek Rose ritzt und schreit, torkelt und speit die innere in die äußere Welt, während man hinter seiner Lyrik des Missbrauchs und Wegwerfens tiefe Verletzungen ebenso erahnen kann wie seine überaus hohe Wertschätzung für Liebe und menschliche Gemeinschaft. Wenn man seine Zeilen liest, wird man in die Kammern des Schreckens gezogen, entdeckt man Figuren und Neigungen, die alles andere alsglatt, glänzend und gesund sind.

Edek Rose lässt jenseits seiner tanzenden Sprache keinen Spielraum, macht keine Gefangenen. „Schwanenhalsbrücke“ ist schonungslos, dicht und überwältigend – alles andere würde an dieser Stelle den Überraschungsmoment abtragen…

M. Kruppe schreibt im Vorwort:

„… Nein, ich will Edek Rose nicht mit Klaus Kinski vergleichen. Aber die Werke scheinen ein gemeinsames Fundament zu haben. Irgendwo da unten, in diesem Schlamm, durch den manch einer kriecht, muss es etwas geben, das man mitnimmt an die Oberfläche. Und das dann raus will. Als sei der Körper des im Schlamm Gewesenen der Wirt einer geheimen Spezies, die sich selbst zu Sprache transformiert, metamorphisiert, um den Homo Sapiens etwas von der Dunkelheit zu erzählen, um zu zeigen, dass alles Empfinden, alles Fühlen und Denken einen Ursprung hat, miteinander verbunden, verknüpft ist und benannt werden muss. …“

M. Kruppes Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Schwanenhalsbrücke“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich.
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