„A Kind Of Blue“

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Rezension der „Frankenpost“
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„Spannungsvolle Geschichten zu erzählen ist für Roland Spranger keine Frage der Größe, sondern der Dichte. „Salsa“ ist so ein Kunstwerk aus wenigen Worten, das mit beengtem Raum auskommt und schnell gelesen ist, aber lange nachhallt. Eine Kurzgeschichte, eine Short Story, punktgenau erzählt und im richtigen Moment freigelassen für die Gedankenwelt des Lesers.

[…]

Die Inspiration für seine Geschichten holt er sich nicht nur aus dem Leben, sondern auch aus seinen eigenen Arbeiten. „Pizza Hawaii“ sei ein Weiterdreh, nachdem ein Pizzabote in einem von Sprangers Theaterstücken vorkam. „C“, die Schlussgeschichte in seinem aktuellen Buch, sei eigentlich der Kern seines Romans Tiefenscharf, der es 2018 auf die Krimi-Bestenliste von Deutschlandfunk und FAZ schaffte und viel gelobt wurde von den Kritikern.

[…]

Kurz und schmerzvoll sind die Kurzgeschichten, die der 57-Jährige zusammengestellt hat, „hart und ehrlich“, sagt er. „Die Leute wollen Weltflucht und direkte Worte.“ Wann, wenn nicht jetzt? Die Protagonisten könnten „unsere „merkwürdigen Nachbarn sein“, heißt es im Klappentext. Saufend. Durchdrehend. Vom Leben zermatscht.

Eine Geschichte in seinem neuen Buch basiert auf einem realen Gespräch im Außenbecken des Hofer Hallenbades. „Einer der schönsten Orte der ganzen Stadt“, sagt Spranger und wird melancholisch. Die kleine Wasserwelt mit Blick auf die Saale ist längst Geschichte. Zu kaputt. Da geht’s dem Schwimmbecken
wie den Leuten in Sprangers Geschichten. …“

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Buchvorstellung im Rahmen des „Kunstverächter“-Podcasts
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Rezension in „Lesenswertes aus dem Bücherhaus“
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„… Für seine Kurzgeschichte „C“ wurde der Autor in der Kategorie „Bester Kurzkrimi“ im Jahr 2016 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Meiner Meinung nach völlig zu Recht, kurz, knackig und auf den Punkt gebracht, ist „C“ eine meiner Lieblinge im Buch.

Die Storys in A Kind of Blue, haben mir wirklich gefallen, bei der einen oder anderen hat es allerdings einen Moment gedauert bis es klick gemacht hat. Es ist faszinierend wie viel sich in einer Kurzgeschichte verstecken kann, man erkennt es nicht immer auf den ersten Blick und gerade die ganz kurzen offenbaren sich oft erst später. Die Titelgebende Story ist so eine, keine zwei Seiten, ich musste sie zweimal lesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich weiß, was der Autor mir mit dieser Geschichte sagen will. Und doch hat auch sie mich gut unterhalten, wie jede hat auch sie ihren eigenen Reiz.

A Kind of Blue bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung, allerdings sind sie anspruchsvoller als 08/15 Kriminalgeschichten man muss sich als Leser Zeit nehmen und ihnen seine komplette Aufmerksamkeit schenken, sie sind keine leichte Kost für zwischendurch. Mich hat das Buch zufrieden zurückgelassen.“

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Rezension von M. Kruppe
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„„Als Erstklässler mit einer orangenen Schirmmütze und Schwierigkeiten beim Buchstabieren wollte ich Cowboy werden. Oder Kranführer“, schreibt Roland Spranger zu Anfang einer seiner Storys. Nur gut, dass er sich das nochmal überlegt hat und stattdessen – wenn auch nur im Nebenberuf – Schriftsteller geworden ist. Sonst wären uns einige Theaterstücke und Bücher entgangen, die in ihrer lakonischen Rasanz zu jenen Werken gehören, die sich getrost dem Genre Hard Boiled zählen lassen.

„A Kind Of Blue“ ist das neueste Buch des in Hof lebenden Autors. Das von Benjamin Schmidt gestaltete Cover ist eine Tür in eine, man muss es wirklich so sagen, andere Welt. Eine Welt voll enttäuschter, verletzter, zuweilen auch schräger Randfiguren.

Der will den Freitod seines Freundes rächen, scheitert jedoch auf halber Strecke. Der andere, ein Pizzafahrer, macht eine schreckliche Entdeckung, die ihm auf dem Gewissen liegt.

Gewissen … überhaupt eine Sache, die sich wie ein dünner roter Faden durch das Buch zieht. Meist sind‘s irgendwelche Verlierer, die Spranger hier karikiert, Menschen, die zuweilen trottelig in seltsame Situationen stolpern. Dies und und die Sprache des Autoren formen dazu einen wunderbar trockenen Humor, der auf den Short Stories liegt, gleicher einem Soundtrack zu einem Episodenfilm.

Soundtrack ist ein weiteres Stichwort, denn immer wieder hören Sprangers Protagonisten Musik aus dem eher alternativen Bereich. Sogar Jim Morrison kommt zu Wort.

Mord und Totschlag wäre zu viel gesagt, und doch geht’s einigen Menschen in „A Kind Of Blue“ an den Kragen. Und doch schafft der Autor es, nicht nur die Opfer zu skizzieren, sondern dem Leser eine gewisse Art Mitgefühl für die Täter zu implizieren, denn: Einen Grund gibt’s ja immer…“
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„A Kind Of Blue“ in unserem Onlinestore: bitte hier entlang.
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