„Fuck[dis]Ability“

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Interview in der „Berliner Behindertenzeitung“
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„…BBZ: Der Buchtitel „Schon immer ein Krüppel“ ist ja heftig. Wie kamen Sie auf diesen Titel? Was steckt dahinter oder soll es nur verkaufsfördernd sein?

Benjamin Schmidt: Es soll allenfalls eine Herausforderung sein, verkaufsfördernd ist das nur bedingt. Der Begriff „Krüppel“ soll auf diese Weise relativiert werden. Ich empfinde Menschen mit Behinderung gegenüber anderen nicht als weniger Mensch, soll heißen, wir alle haben unsere Makel und Unzulänglichkeiten, unsere Schrammen und Abschürfungen. Wir leben damit, versuchen ihrer Herr zu werden. Das Leben hinterlässt seine Spuren auf jedem von uns. Das Schöne ist, wir haben die Möglichkeit, es uns gegenseitig etwas zu erleichtern, das sollten wir nutzen.

[…]

BBZ: Anfang des Jahres ist der Kurzgeschichtenband „Fuck[dis]Ability“ erschienen. Worum geht es in diesem Buch?

Benjamin Schmidt: Ich habe dieses Buch zusammen mit Franziska Appel geschrieben, die auch für die enthaltenen Illustrationen verantwortlich ist. Wir haben da eine Sammlung lustbetonter Erzählungen veröffentlicht, die auf ganz unterschiedliche Weise Menschen mit Behinderungen in erotischen Situationen beschreiben, und vermeintliche Makel zu einem sinnlichen Lustgewinn erheben, mal sehr betont, mal indirekt. Sexualität ist so vielfältig und wandelbar, wie die Menschen selbst, und natürlich gehören behinderte Menschen ebenso dazu. Diversität verdient mehr Platz, auch in erotischer Literatur. Wir haben dazu sehr viel positives Feedback bekommen und konnten eine Menge lernen. Das freut uns natürlich…“

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Rezension im „Caput“-Magazin
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„… „Fuck[dis]Ability“ gliedert sich in 17. Akte, die alle eine Kurzgeschichte darstellen und es vom ersten Moment an verstehen, ein Fenster zu den Lüsten, Begierden und Sehnsüchten seiner Protagonisten zu öffnen – ohne dabei die malerische Kraft der Sprache zu verlieren.

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„Verschiedenste Behinderungsarten finden daher innerhalb der einzelnen Akte Erwähnung und verschlingen sich im romantischen sowie lustvollen Spiel. Dies kann und soll, neben der Komponente des einkalkulierten Wiederfindens des eigenen Behinderungsbildes, gerade auch für Menschen, welche sich für erotische Literatur interessieren und nicht mit einer Behinderung leben, interessant sein. Davon ist Benjamin Schmidt überzeugt.

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Die Geschichten sind, neben ihrer sprachlichen Ausdruckskraft, jeweils mit lustvollen Schwarz-Weiß-Bildern von Franziska Appel llustriert und bilden so ein ganzheitliches, erotisches Kunstwerk. …“

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Kurzrezension von Daniel H.
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„Fuck[dis]Ability von Benjamin Schmidt & Franziska Appel ist ein geniales Buch.“
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Rezension in auf „Familienratgeber.de“
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„In den einzelnen Kurzgeschichten von Benjamin Schmidt und Franziska Appel – sie sind nicht in Kapitel eingeteilt, sondern in Akt eins, zwei, drei bis 17 – geht es hauptsächlich um Sex. Doch die Geschichten lassen den Protagonisten und deren Sichtweisen viel Raum. Da ist zum Beispiel ein Jugendlicher, der im Gebüsch versteckt ein Paar an einem See beobachtet. Der Mann sitzt im Rollstuhl und wird von seiner attraktiven Frau geschoben. Was diese Frau wohl mit einem Rollstuhlfahrer als Mann wolle, fragt sich der Jugendliche. Doch dann verschiebt sich sein Weltbild: Er beobachtet, wie der Mann im Rollstuhl aufsteht, ein paar wacklige Schritte läuft und sogar Sex mit seiner Frau hat. In einer anderen Kurzgeschichte zeigt sich nicht sofort, ob der Ich-Erzähler ein Mann oder eine Frau ist. Es ist auch nicht immer klar, wer der Starke ist und die sexuellen Geschehnisse lenkt. Diese überraschenden Wendungen machen die Geschichten so besonders. …“

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Rezension von Hanna Linn Hava
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„… Alle Kurzgeschichten schildern erotischen Begegnungen. Von den ersten Erfahrungen eines Jugendlichen als Voyeur bis hin zu der Vorliebe von Zigarettenglut auf nackter Haut: die Menschen hier haben Genitalien, die sie auch einsetzen. Das geschieht in klarer Sprache ohne abgedroschene Synonyme, wird nie plump pornographisch und bleibt trotz drastischen Schilderungen stets erotisch.

Dass es stets immer auch Menschen mit Behinderungen sind, die ihre Lust leben – das ist irgendwie sekundär oder eher gar eine erotische Erweiterung.

Spätestens dann, wenn man atemlos liest, was ein Blinder mit seinen Glasaugen anstellt, erkennt man, dass ein alles andere als makelloser Leib vielleicht keinen Makel darstellt, sondern vielmehr ein unerwarteter Gewinn sein kann. …“

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Kurzrezension von Klaus Märkert

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„Habe gerade die großartige Story ‚Schweigen ist Gold I-VI‘ gelesen, allein dafür lohnt sich das Buch zu kaufen!“.
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Kurzrezension von Manuela Staschke
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„Ich schreibe ja keine Buchrezensionen, da ich – trotz meines Studiums – eine miserable Kritikerin bin. Aber dieses Buch möchte ich Euch doch ans Herz legen. Es ist ein Erzählband mit erotischen Geschichten. Dabei geht es durchaus auch heftig zur Sache, wird Sex ganz explizit beschrieben. In jeder Erzählung ist ein*e Protagonist*in behindert; das Buch feiert die unterschiedlichsten Körperlichkeiten. Sex und Behinderung gehen im normalen Alltag der meisten Menschen ja nicht unbedingt zusammen; umso erfreulicher dieser Erzählband.“.
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Interview im „Outscapes“-Magazin
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„… In euren Notizen zum Interview habt ihr beide Ursula Egglis „Herz im Korsett“. Seht ihr in diesem Themenfeld literarischer Aufarbeitung psychischer oder physischer Behinderung ein bisheriges Brachland?

Benjamin: Es kommt eben immer darauf an, wie. Aufarbeitungen gibt es ziemlich viele, aber wenig überzeugende. An Ursula Eggli gefiel mir die ungehemmte Ehrlichkeit, die so natürlich rüberkommt. Ihre Schreibe ist einfach so bescheiden offenherzig, das finde ich gut.

Franziska: Neben Literatur gibt es noch einige gute andere Formate wie Blogs, Podcasts etc. Es gibt da eine ganze Reihe an spannenden Menschen und Formaten, die in diesem Themenbereich sehr aktiv sind: Raul Krauthausen, Kübra Sekin, Ypsilon, 100percentme, PsychCast, sexabled, … Solche Formate bieten vor allem in Bezug auf Barrierefreiheit einige Vorteile gegenüber einem gedruckten Buch und sind so für Menschen mit den verschiedensten Behinderungen zugänglich. Sie sind aber auch Leuten zu empfehlen, die sich mit dieser Thematik bisher noch nicht intensiver auseinandergesetzt haben, da viele grundlegende Fragen aufgegriffen werden. …“

Zum kompletten Interview im „Outscapes“-Magazin folgen Sie bitte diesem Link.
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Rezension von Petra Erkens
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„Das Buch Fuck (Dis)Ability ist sehr sehr schön. Hab es gleich meinem Kollegen weiter gegeben, der den Arbeitskreis Sexualität und Behinderung besucht […] Wir arbeiten alle drei beim Zsl, Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. …“
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Rezension auf „Rollingplanet.de“
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„… In 17 ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten führt uns Benjamin Schmidt durch ein erotisches Abenteuer – fernab von Klischees, Moralpredigten und Aufklärungsversuchen. So betritt „Fuck[dis]Ability“ eine längst überfällige Nische im Literaturmarkt. Das Buch ist kein Ratgeber, der eine Bedienungsanleitung zum Thema Sex mit Behinderung liefert. Vielmehr beschreibt es sinnliche Varianten der Liebe, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung, erotisch illustriert von Co-Autorin Franziska Appel.

Ob romantisch, lustig oder verrucht – die Erzählungen werfen etablierte Rollenmuster und konventionelle Glaubenssätze schnell über Bord. Wir erfahren, wie individuell Schönheit, Sinnlichkeit und Sexualität erlebt werden – auch Menschen mit einer Behinderung bilden da keine Ausnahme. …“

Zur kompletten Rezension bitte hier entlang.
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Rezension im „Schlagzeilen“-Magazin
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„Dieses Büchlein ist anders. Erotische Kurzgeschichten ausgeschmückt mit sinnlicher Malerei. Eine Einladung zu lustvollen Atemzügen und berauschenden Augenblicken um sich einmal fernab von abgedroschenen Lesegewohnheiten wieder zu finden. Schönheit, Sinnlichkeit und Sexualität erleben ist für jeden Menschen anders. Behinderte Menschen sind da keine Ausnahme. Eine Ausnahme ist jedoch die literarische Beschäftigung mit dem Thema. Ja, auch Behinderte haben erotische Gefühle, ein Sexualleben und auch hier geht es ganz schön heftig zur Sache.

Ein Tabuthema für viele, leider. Ich hingegen finde es eher seltsam, wenn Menschen sich darüber überhaupt Gedanken machen. Nun, das mag vermutlich daran liegen, dass ich schon in jungen Jahren durch den Beruf meiner Mutter viel mit Behinderten in Kontakt gekommen bin und somit sich küssende Rollstuhlfahrer für mich nichts Abnormales darstellten.

Umso schöner ist dieses kleine, feine Büchlein. Die Geschichten sind traurig, romantisch verspielt, alltäglich, lustig oder manchmal auch einfach nur richtig heiß.

Hier gibt es keine Moralpredigten oder halbgare Aufklärungsversuche zum Thema Behinderungen. Aus einem anderen Blickwinkel wird hier die wohl schönste Nebensache der Welt wunderbar, teilweise schonungslos offen, jedoch immer stilvoll erzählt.

Die Geschichte mit den Glasaugen hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich musste noch lange über die Protagonisten nachdenken. Ob ich auch so mutig gewesen wäre wie diese Frauen?

Eine absolute Leseempfehlung, nicht nur um den eigenen Horizont zu erweitern, sondern auch die eigene Sicht auf Menschen mit Behinderungen einmal wieder zu überdenken.“
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Rezension im „Sozialkontor“-Magazin
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„Ein Teenager beobachtet heimlich ein inklusives Paar beim Liebesspiel im Park, eine dominante Frau im Rollstuhl erlebt ein erotisches Abenteuer mit einem Fremden, ein körperbehinderter Mann genießt den Besuch einer Sexualassistentin – das ist der Stoff, aus dem das Buch Fuck[dis]Ability ist. Mit ihren erotischen Kurzgeschichten werfen Benjamin Schmidt und Franziska Appel, die auch die Illustrationen gezeichnet hat, bekannte Rollenmuster über den Haufen. Mal provokant, mal feinfühlig, kommen sie dabei ohne erhobenen Zeigefinger aus. Behinderungen sehen sie nicht als Makel, sondern als Chance, Sexualität und sinnliche Hingabe voll auszukosten. Wie es sich anfühlt, in einer inklusiven Beziehung zu leben, weiß das Autoren-Duo aus eigener Erfahrung: Schmidt hat eine inkomplette Querschnittslähmung, Appel ist Lebenspartnerin eines Mannes mit Sehbehinderung.“
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„Fuck[dis]Ability“ im Onlinestore: bitte hier entlang.
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