Dim Sampaio

Dim Sampaio illustrierte Michaela Debastianis Erzähl- und Poesiedebüt „Frauenherz„, der Anfang Februar 2019 bei uns erschien.
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Dim Sampaio, geboren in Sitio Novo im Bundesstaat Piauì in Brasilien, lebt seit 1999 in Bologna. Er interessiert sich seit seiner Kindheit für das Zeichnen, aber seine erste wirkliche Annäherung an die grafische Kunstwelt ist, als Dim mit 13 Jahren satirische Comics zu zeichnen und an lokale Zeitungen zu schicken beginnt. Nach weniger als einem Jahr werden seine Werke veröffentlicht.

1994 absolvierte er das technische Designinstitut und beschließt, sich für ein Kunststudium an der Federal University of Piauì zu registrieren. Während seiner akademischen Ausbildung besucht er die Vorlesungen von Afranio Pessoa, einem der wichtigsten Maler des Nordostens Brasiliens, der Dim sofort die Stelle des Lehrers in seiner Klasse anbietet. In derselben Zeit beginnt er mit einigen kleinen Ausstellungen sowie als Kunstlehrer in einigen Mittelschulen in Teresina und für Straßenkinder in den Favelas. Nach seinem Abschluss bietet ihm eine Institution aus Palermo ein einjähriges Stipendium an der Accademia delle Belle Arti di Palermo an, wo er von Marcello Faletra gebeten wird, Seminare über Kunst, Dichtung und Philosophie zu koordinieren. Im Jahr 2001 wird seine erste Einzelausstellung in der Stadt Gubbio in Umbrien organisiert, 2003 ist er Special Guest auf der Biennale für zeitgenössische Kunst in Kairo, 2004 findet seine zweite Einzelausstellung statt, diesmal im Palazzo Mauriziano in der Reggio Emilia sowie in Bologna in der Galleria Castiglione Arte. 2006 wird er für eine von Philipe Daverio mit Unterstützung der Fondazione Carisbo in Bologna kuratierte Gemeinschaftsausstellung ausgewählt und beginnt im selben Jahr in Mailand eine Zusammenarbeit mit der Galerie Grossetti Arte Contemporanea, in der er im Februar 2008 seine Einzelausstellung eröffnet und an einer Ende 2008 eröffneten Gemeinschaftsausstellung, L’Altra Figura / The Other Picture, zusammen mit Modigliani, Fontana, De Chirico u. a. teilnimmt.

2009 kreiert er die Kunstinstallation L’Intreccio della Memoria / Das Weben der Erinnerung im Rahmen des Festivals Human Rights Nights, das von Cineteca di Bologna gefördert wird. 2010 wird er zur Art First – Art Fair in Bologna und zur MiArt in Mailand eingeladen, die noch von der Galerie Grossetti kuratiert wird, die auch seine zweite Einzelausstellung im Haus organisiert. Dim Sampaio wurde von Vontobel, einer Schweizer Bankstiftung, als erster Künstler ausgewählt, die dann eine Einzelausstellung von Dim Sampaio in ihrem Büro in Mailand an der Piazza Affari organisiert. 2011 wird Dim eingeladen, eine persönliche Ausstellung in der prestigeträchtigen Cineteca di Bologna Renzo Renzi Library zu veranstalten. 2012 stellte er im Rahmen des Human Rights Nights Festival eine Installation Labirinto Quotidiano im Zeremonialhof des Palazzo d’Accursio vor, dem historischen Schauplatz der Stadtverwaltung von Bologna, 2018 zur Documenta in Kassel.
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Bildnachweis: Laura Frasca
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