„Fuck[dis]Ability“: Coverthema & umfassende Rezension im „Caput“-Magazin

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Wir bedanken uns herzlich bei der Redaktion des international erscheinenden Sozial-, Reportage- und Lifestyle-Magazins „Caput„, welches Franziska Appels und Benjamin Schmidts aktuellem Buch „Fuck[dis]Ability“ ihr Cover sowie eine umfassende Besprechung gewidmet hat und so freundlich war, uns diese zur Verfügung zu stellen. Zitat:

„… „Fuck[dis]Ability“ gliedert sich in 17. Akte, die alle eine Kurzgeschichte darstellen und es vom ersten Moment an verstehen, ein Fenster zu den Lüsten, Begierden und Sehnsüchten seiner Protagonisten zu öffnen – ohne dabei die malerische Kraft der Sprache zu verlieren.

[…]

Die Geschichten sind, neben ihrer sprachlichen Ausdruckskraft, jeweils mit lustvollen Schwarz-Weiß-Bildern von Franziska Appel llustriert und bilden so ein ganzheitliches, erotisches Kunstwerk. …“

Hier geht es zur ausführlichen Besprechung, unter diesem Link finden Sie weitere Resonanzen zum Buch. Und wer die beiden neben weiteren AutorInnen life erleben möchte, findet dazu unter anderem in unserem Literarischen Salon am 14. 03. 2020 in Leipzig Gelegenheit.
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Neu erschienen: Fanziska Appels & Benjamin Schmidts „Fuck[dis]Ability“

Das ein oder andere Bücherherz wird es schon vernommen haben, dass es in unserem Verlagsprogramm einen neuen, hinsichtlich der Thematik auf dem Büchermarkt bislang stiefmütterlich vernachlässigten Titel gibt. Franziska Appel und Benjamin Schmidt arbeiteten in den letzten Monaten mit viel Herzblut an dem illustrierten Erzählband „Fuck[dis]Ability„, der sich der sexuellen Erlebenswelt von Menschen mit Handicaps widmet. Frei von Tabus und Scheuklappen wird man als LeserIn rasch in eine Welt hineingezogen, die die Grenzen sexueller Normen auflöst und ganz nebenbei, neben den fesselnden Erzählungen und sensiblen Illustrationen, ein Wort für die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen wie auch der vielzitierten Inklusion spricht.

Das Vorwort für „Fuck[dis]Ability“ verfasste die Inklusionsbotschafterin, Autorin und Fernsehmoderatorin Jennifer Sonntag, die selbst, nicht zuletzt aufgrund ihres fehlenden Sehvermögens, seit vielen Jahren sehr engagiert für die Rechte von Menschen mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen eintritt.

Zitat:

„Ich erlebe die künstlerische Annäherung der beiden an die Thematik als hoch relevant, denn sie ist auch für mich ermutigend. Durch die beiden erfahre ich wertvolle Impulse zur selbstbestimmten Körperbildwahrnehmung und Erotikgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Dabei betrachtete ich mich als alte Häsin auf diesem Gebiet. Seit nahezu zwanzig Jahren arbeite ich als selbst erblindete Sozialpädagogin mit blinden, sehbehinderten und ›anders‹ anderen Menschen.

[…]

„FuckDisAbility“ macht Einzigartiges und Eigenartiges spannungsvoll spür-, schmeck-, sicht-, erlausch- und erlebbar. Der Körper, der Geist, alles beginnt, sich neu zu verlieben, da ist diese Aufregung, etwas zu kosten, was sich jenseits abgedroschener Gewohnheiten entspinnt. Die Behinderung wird nicht als Einschränkung wahrgenommen sondern überhaupt erst als Möglichkeit betrachtet, einen Zugang zu echter erotischer Kreativität, tiefem Fallenlassen, wahrer Orgasmusfähigkeit zu schaffen. Viele vermeintlich freie Menschen erreichen das schwerlich, weil sie sich selbst nicht kennenlernen (müssen), keinen Weg der ehrlichen Kommunikation finden (müssen), keine echte Nähe aufbauen (müssen) und ihre inneren Lichtschalter nicht entdecken (müssen). Das Buch zeigt auf aufregende Art, was alles möglich ist und wer wir sein können, wenn der simple Weg mal nicht befahrbar ist. „Geht nicht“ gibt’s hier wirklich nicht.“

Jennifer Sonntags Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Fuck[dis]Ability“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich. Wir freuen uns über dieses neue, besondere Buch.
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Radio Corax: Jennifer Sonntag und Franziska Appel und „Gefühlte Gemälde“ für blinde Menschen

Anlässlich der seit dem 21. September in der Hallenser „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) der Volkssolidarität“ laufenden Ausstellung „Gefühlte Gemälde“ der Künstlerin Franziska Appel, die von Jennifer Sonntag maßgeblich initiiert und mitorganisiert wurde, dürfen wir auf das Radioporträt mit Interviewsegmenten von Radio Corax verweisen, welches unter diesem Link den Hintergrund der Ausstellung und die Beweggründe der beiden Initiatorinnen beleuchtet.

Bildnachweis: Conny Schotte
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Vorankündigung April / Mai 2018: Jennifer Sonntag & Franziska Appel „Seroquälmärchen“

Mit Anfang Mai wird Jennifer Sonntags neues, von Franziska Appel wunderbar sensibel illustriertes Buch „Seroquälmärchen“ bei uns erscheinen. In inhaltlicher Ausrichtung, Format und quadratischer Aufmachung als Hardcover setzt es die mit Benjamin Schmidts und Mozarts „Seelenübertritt“ begonnene Reihe von Erwachsenenmärchen würdig fort; auch dieses Mal legte Benjamin Schmidt seine begabten Hände ans Coverlayout an.

Jennifer Sonntag ist seit vielen Jahren als Autorin wie auch sozial hochengagierte Talkmoderatorin beim MDR-Sendeformat „Selbstbestimmt“ – Sonntagsfragen – tätig und verarbeitet in „Seroquälmärchen“ Psychiatrieerfahrungen aus schwer depressiver wie körperlich beeinträchtigter Sicht sowie quasi märchenhafter Aufarbeitung. „Seroquälmärchen“ hat seinen Namen einem Medikament der Psychiatrie entlehnt; als LeserIn wird man zwischen Leichtigkeit und dem durchschimmernden Schrecken stationärer Verwahrung spannend hin- und hergerissen. Wir bedanken uns bei Jennifer Sonntag für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf ihr neues Buch.
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Herzlich willkommen: Jennifer Sonntag

Wir begrüßen mit großer Freude und – ob des entgegengebrachten Vertrauens – Dankbarkeit die Autorin, Fernsehmoderatorin und sehbehinderte Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag, die gemeinsam mit der Illustratorin Franziska Appel in unserem Verlag das Buch „Seroquälmärchen“ veröffentlichen wird.

Jennifer wurde bereits mit dem Mitteldeutschen Inklusionspreis „Mosaik“ ausgezeichnet, Ihr von Benjamin Schmidt gesetztes und grafisch abgerundetes Psychiatrie- und Erwachsenenmärchen „Seroquäl“ greift das Thema Depression auf und folgt der gestalterischen Tradition des Anfang Dezember 2017 von uns veröffentlichten Erwachsenenmärchens „Seelenübertritt„:

„Zu allen Zeiten wurden Märchen erzählt, nicht immer spielen sie im Wald, manchmal spielen sie auch in der Psychiatrie, in urbanen, von Menschen und für Menschen geschaffenen Räumen mit nüchternem Interieur. Es ist ein geschütztes Reich mit nach außen „fast“ undurchdringlichen Pforten, mit angeschrägten Fenster- und Türklinken und ohne andere gefährliche Dinge, die zum Eskapismus im entleibenden Sinne einladen. So bleibt scheinbar nur die Flucht in eine Traumwelt, in der sich Patientenzimmer zu wundersamen Feenbehausungen und Buntstifte zu Zauberstäben wandeln. Das Antidepressivum wird zum magischen Elixier, besitzt aber auch hier eine Ambivalenz, wie man sie aus althergebrachten Märchen kennt.“

Herzlich willkommen, wir sind gespannt auf das Buch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Bildnachweise: malsehn.media
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