Aktuelle Besprechungen und Resonanzen

Zahlreiche Buchbesprechungen und Presseresonanzen kamen in den letzten Wochen bei uns rein, für die wir uns ganz herzlich bedanken möchten:

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Pia LüddeckesGeister

Susanne Agnes Fauser schreibt:

„Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich es zu Ende gelesen hatte! Das Buch besitzt den Drive, einen alles um sich herum zu vergessen zu lassen und einfach abzutauchen in Toms Welt. Spannend. Düster. Voller Geheimnisse.

[…]

Was ich an dem Buch ebenfalls sehr mochte, ist die Sprache, die einen mit sich trägt wie ein Fluss – die Worte malen Bilder, so dass man alles vor sich sehen kann wie in einem Film. Und das Cover ist ebenfalls etwas ganz Besonderes und passt sehr gut zu diesem Werk. Ich freue mich schon auf Lüddeckes nächstes Buch, das ich mit Sicherheit lesen werde.“

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Michael HaasDie Augen meiner Tochter„:

Ein Leser schreibt:

„Die Liebe und Wertschätzung, die der Ich-Erzähler seinem Kind und seiner Frau entgegenbringt, möchte man nach der Lektüre einem jeden Menschen wünschen und auch sein eigenes Handeln danach ausrichten. Wer liebt, muss nicht daran erinnert werden, zu lieben. Aber Aufmerksamkeit und Wertschätzung seinen Nächsten gegenüber gehen im Alltag oft unter. Michael Haas zeigt uns die Wichtigkeit, jeden Tag daran zu denken und dem eigenen Leben und Handeln die richtigen Prioritäten zu geben. Eine fantastische schöne Erzählung, die in Erinnerung bleibt.“

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Michael SchweßingerIn Buxtehude ist noch Platz„:

Das „Frizz“-Magazin fragt im Imterview:

„…Sie sind einer der wenigen mir bekannten dauerschreibenden Autoren, die auch noch einem Brotberuf nachgehen – sogar als Bäcker. Ist echte Arbeit gut fürs Schreiben oder hemmt die Erfahrung in der Realwelt den literarischen Fluss? Wie sehen Sie das?

Meine Erzählungen sind ja meistens an meine Erlebniswelt gekoppelt, also für mich ist Literatur ohne meine Erfahrungen nicht möglich. Ich sehe einen Ausschnitt der Wirklichkeit und schreibe darüber, um ihn mir selbst zu verdeutlichen oder auch um Geschichten zu erzählen, die oftmals von Menschen handeln, die sonst in der Literatur nicht so auftauchen.

Alleine anhand meiner Erlebnisse in den Bäckereien quer über den Kontinent, könnte ich eine Geschichte der Migration schreiben. Ich komme gerade aus Norwegen zurück, da arbeitete ich mit einem Franzosen, der mit seiner Frau aus Südfrankreich geflohen war, weil ihnen in Marseille als Muslime der Hass zu groß wurde. Das sind keine Figuren von Remarque aus den 20er Jahren, sondern das ist die europäische Realität 2019. …“

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Klaus MärkertDas Besondere kommt noch„:

Das Geraer „07Stadtmagazin“ schreibt:

„„… Kapitel für Kapitel springt er durch die Jahrzehnte, reiht mit oftmals schwarzem Humor und in lakonischer Sprache vielfach grotesk anmutende Episoden aneinander, die sich erst allmählich – einem Puzzle gleich – ineinander fügen. […] Herausgekommen ist eine humorvolle Betrachtung des alltäglichen kleinen Scheiterns.“

Franziska Appel schreibt:

„„Bei Märkerts autobiografischem Werk handelt es sich nicht um einen autobiografischer Roman im herkömmlichen Sinne. Es ist eine mehr oder weniger lose Abfolge von 30 Erzählungen aus dem Leben des Autors. Insgesamt bietet „Das Besondere kommt noch“ eine dunkelbunte Mischung aus Alltagsbetrachtungen, die durch Märkerts trockenen Sound – seinem Nachthumor – aus ihrer vordergründigen Banalität gerissen werden und so eine andere Perspektive verliehen bekommen. Und da auch wissenschaftlich gemeinhin angezweifelt wird, dass die Zeit linear verläuft, muss sich natürlich auch der Autor in seinem Buch nicht an diese rein subjektiv empfundene Abfolge der Ereignisse halten. Dieses Werk erinnert mehr an archäologische Grabungen im Leben des Autors, wo sich irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft „Das Besondere“, „Mysteriös“, „Von Sinnen“, „Moderne Zeiten“ und „Das Schreiben und das Lesen“ immer wieder überlagern und der Albtraum schließlich zur Verheißung wird.“

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Franziska Appel und Benjamin SchmidtFuck[dis]Ability„:

Die „Kobinet-Nachrichten“ schreiben:

„„… Die AutorInnen Franziska Appel und Benjamin Schmidt bieten mit „FUCK[dis]ABILITY“ eine lustbetonte Möglichkeit, Berührungsängste, hier im wahrsten Wortsinn, zu durchbrechen und sich an ein Themenfeld heranzutasten, welches auf diese Weise literarisch und illustratorisch bislang ungesehen, ungelesen blieb. Ich erlebe die künstlerische Annäherung der beiden an die Thematik „Sexualität und Behinderung“ als selbstbestimmt und empowernd. …“

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Christopher SappokBunker„:

Das „Outscapes“-Magazin fragt:

„… War und ist das Buch eine persönliche Spielwiese, ein Experiment? Und was genau war oder ist Deine Intention mit dem im Dezember erschienenen Buch?

Das war die ursprüngliche Intention: Krieg ich das hin, mal wieder einen echten Versroman zu schreiben, nach all den wirklich vielen Jahren, die es das auf Deutsch nicht mehr gegeben hat? Damit fing es an. Dazu kam dann das Experiment, das nur mit Dialog zu machen. Rhymes und Dialog, das sollte unter einen Hut gebracht werden und unter die Haut gehen! Die Story war erstmal nur Nebensache. …“

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Edek RoseSchwanenhalsbrücke„:

Das „Outscapes“-Magazin fragt:

„… Wenn man „Schwanenhalsbrücke“ aufschlägt und zu lesen beginnt, scheint der Stoff – so ging es mir zumindest – wie ein Sog, der dich ad hoc in einen Abgrund reißt, in dem du zunächst weder siehst noch hörst, wo du hingeraten wirst. Einzig ein Gefühl breitet sich aus, dass nicht recht beschreibbar ist. Gibt es etwas, was du mit deinen Texten auslösen willst und wenn ja was?

Ich spreche natürlich nicht für andere Menschen, die in irgendeiner Form mit ihrem Leben abgeschlossen haben. Ich wünsche mir natürlich, dass meine Freunde und Familie verstehen können, welche Bilder meine Seele beherrschen, wenn ich mir wünsche nicht mehr zu existieren. Vielleicht kann mein Buch anderen Angehörigen psychisch kranker Menschen die Möglichkeit geben wenigstens mehr Verständnis zu zeigen, anstatt prekäre Situationen durch selbst auferlegte soziale Versagensängste zu verschlimmern. Meine Gedichte stammen aus einer Welt, in welcher charakterschwache Individuen nicht aufhören können, schlechte Entscheidungen zu treffen, weil sie für ihre abartigen Taten so lange belohnt werden bis sie den eigenen Bezug zur Realität verlieren. Tiermetaphern durchziehen mein Werk, die eine sich selbst kannibalisierende Natur zeigen, deren zerrissene Oberflächen alles Lebende verschlingt. Vom unsauber entfernten Fötus bis zum pädophilen Massenmörder: Ihre von der unbarmherzig rasenden Zeit zerfressenen Körper sickern in das exakt selbe Vakuum; in dieser Welt bin ich ausgebeuteter Zeitarbeiter, misshandelte Frau, gewaltsüchtiges Kind und jeder von ihnen teilt einen bestimmten gemeinsamen Weltschmerz, der in meinem Kopf in jedem ruhigen Moment Amok läuft. …“

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Weitere Feedbacks gibt es zu Michael Schweßinger und zu unserem Verlag auf der Leipziger Buchmesse 2020:

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ schreibt:

„Wort und Klang – so nennt sich die Veranstaltungsreihe, die Michael Schweßinger und seine Mitstreiter seit anderthalb Jahren in Zeitz anbieten. Der Name ist Programm: Einmal im Monat tritt ein Liedermacher oder eine Band auf, kombiniert mit einer Autorenlesung. Zuletzt las Schriftsteller Schweßinger Anfang Dezember selbst aus seinem Werk, zusammen mit den Autoren M. Kruppe und Ulf Torreck, die die Reihe über einen Verein gemeinsam veranstalten.

[…]

„Wir haben hier sehr positive Erfahrungen gemacht“, sagt Michael Schweßinger in Hinblick auf die Kulturreihe. Etwa 40 Besucher kommen jeweils zu den Veranstaltungen, die jedes Mal Musik und Literatur verschiedener Genres bieten. Damit ist Schweßinger recht zu zufrieden, in Leipzig sei es auch nicht so einfach, so viele Leute zusammen zu bekommen. Auch die Finanzierung auf Spendenbasis funktioniere gut. Für eine kleinformatige Kulturveranstaltung nicht selbstverständlich, findet der Autor. …“

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Die Ostthüringer Zeitung schreibt:

„Viele der Autoren sind in der Subkultur verwurzelt“, sagt Rosenkranz. Wachsend sei auch die Fantasy-Sparte. „Druckfrisch können wir hoffentlich René Porschens Roman „Kokon“ vorlegen. Der Erfurter unternimmt eine Reise in ein schräges Paralleluniversum.“ Edition Outbird ist zum vierten Mal auf der Messe. […] Das dritte Jahr in Folge veranstaltet Edition Outbird den Literarischen Salon, in dem Autoren lesen. Er öffnet am 14. März in der Galerie Kunstraum 16 Connewitz, Werk 2, Beginn 19.30 Uhr.“

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Neue Rezensionen: „Geister“, „Die Augen meiner Tochter“ & „In Buxtehude ist noch Platz“

Wir freuen uns einmal mehr über neue Buchbesprechungen, von denen wir Ihnen gern eine Auswahl anzitieren, und bedanken uns bei den VerfasserInnen ganz herzlich:

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Pia LüddeckesGeister

In der WAZ schreibt Ute Eickenbusch:

„… Grusel, Abenteuer, Freundschaft, Liebe: Alles dabei also in dem Roman für junge, aber auch ältere Leser. Seine Autorin Pia Lüddecke sieht ihn als „Dark Fantasy“ in der Tradition der „Schwarzen Romantik“. Schauplatz ist das Ruhrgebiet im Jahr 1999, als abergläubische Zeitgenossen den Weltuntergang prophezeien. Orte wie das „Mottental“ wecken Assoziationen an das Muttental und das Lottental im Wittener und Bochumer Raum, wo sich Pia Lüddecke gut auskennt.

Sie arbeitet als Redakteurin für das Wittener Stadtmagazin. Für das Romanschreiben opfert sie Wochenenden und die Urlaubszeit. So hat es zwei Jahre gedauert, bis „Geister“ vollendet war. Von der Idee – die Einstiegsszene hat sie geträumt – bis zum fertigen Roman passiere bei ihr vieles intuitiv, erklärt die Autorin. „Wie sich alles auflöst, weiß ich selbst erst im Laufe der Geschichte.“ Die Figuren entwickelten ein Eigenleben. „Es macht Spaß, sich davon überraschen zu lassen“. …“

Ein Leser meint:

„… Dieses Buch ist alles andere als ein gewöhnlicher Jugendroman. Coming of Age-Themen wie Freundschaft, erste Liebe und Grenzerfahrung werden zwar behandelt, durch die Vielschichtigkeit der Story und die psychologische Ausarbeitung der Charaktere (Tom als sympathischer Antiheld, Juri als altersloser Sonderling, dem die anderen Jugendlichen nicht ganz ohne Grund mit Misstrauen begegnen, aber auch die vorlaute Punker-Schwester, der fiese Lehrer, die tattrige Nachbarin etc.) funktioniert diese Geschichte auch hervorragend für Erwachsene!!! Kenner der alten Klassiker werden ihre besondere Freude haben, da bekannte Motive wie „das Spukhaus“, „die blaue Blume“, „der Doppelgänger“ oder „das Schlafwandeln“ in diesem modernen Gothic Novel wieder aufleben dürfen. Ein herrlich düsteres, superatmosphärisches und dazu sehr romantisches Grusel-Abenteuer mit Gänsehaut-Garantie!“

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Michael HaasDie Augen meiner Tochter„:

In der Cannstatter Zeitung schreibt Iris Frey:

„… Haas´ Novelle ist eine philosophisch tief durchwirkte Geschichte, die zeigt, wie eine vollkommene Eltern-Kind-Beziehung sein und was sie für positive Kräfte freisetzen kann. Im Buch geht es um den 50-jährigen Psychotherapeuten Clemens, der eine existenzbedrohende Diagnose erhält, er ist todkrank. Nun kommt die Frage, wie geht er damit um und mit seiner Familie, seiner Frau und Tochter. Wächst die Familie zusammen oder zerbricht sie? Es ist die Geschichte des sich ideal Verstehens einer kleinen Familieneinheit: Vater, Mutter, Kind. Das Buch zeigt eine Imagination, wie diese Einheit vollkommen wäre. Es greift die Emotionen auf, die der Titelheld erfährt und durchleidet, durchdenkt, glaubhaft, fesselnd und berührend beschrieben. Es ist ein Nachdenken über die Liebe und wie vielfältig sie ist, wie inspirierend und dass sie mit dem Tod nicht zu Ende ist. …“

Andreas Löhr („Fliehende Stürme“) befindet:

„Mit der Novelle ,Die Augen meiner Tochter‘ liefert der Autor Michael Haas ein literarisch-philosophisches Meisterwerk. Über der Schönheit seiner Worte schwebt stets die Bitterkeit der Wahrheiten, deren gewaltige Grausamkeiten mitunter nur schwer zu ertragen und nicht zu akzeptieren sind.“

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Michael SchweßingerIn Buxtehude ist noch Platz„:

In der LVZ schreibt Bert Hähne:

„Zur Frage, wer und wie dieser Michael Schweßinger denn nun sei, finden sich im aktuellen Buch weitere informative Zitate, unter anderem „auf verschrobene Weise verrückt“ und „konservativer, als er sich eingestehen mag“. Vor allem aber sammelt der unverdächtige Gast in all dem von ihn frequentierten Back- und Trinkstuben Geschichten auf, Schicksale, Erkenntnisse und Kuriositäten. Altenpfleger, Flaschensammler und Taxifahrer kreuzen seine Wege. Nach manchen schnappe die Melancholie wie ein tollwütiger Hund. Er besucht die nördlichste Roggenmühle Europas, der Müller dort oben in Finnland jedoch erweist sich als Meister des sehr langsamen Gesprächsflusses. Tief im Süden, in Rumänien, bewundert der Autor dann das Gespür der Leute für den schönen Schein.

[…]

Trotz oder auch dank feiner Formulierungen wird er zum Mann der Subkultur, der Off-Literatur und engagierten Kleinverlage. Doch die Reiselust vergeht nicht. …“

Für das 07 Gera Stadtmagazin gibt Uschi Lenk folgendes Feedback:

„… Schweßinger, der unterwegs als Bäcker sein Brot verdient, ist nicht auf ausgetretenen Touristenpfaden unterwegs, sondern auf Pfaden, auf denen ihn immer wieder Menschen mit interessanten, oft verborgenen Geschichten begegnen – oft zerrissene Helden und Outsider. Diese Geschichten schreibt er seit Jahren auf, mal eher lakonisch wie jene von einer Lesung in der JVA Hohenleuben, mal ironisch, etwa, wenn es darum geht, keinem Timer zu trauen; teils sarkastisch, wie die Titelstory. Das ebenso amüsante, wie nachdenklich stimmende Büchlein, das man einfach nicht aus der Hand legen mag, wird ergänzt von einer Europa-Karte mit den GPS-Daten der vorkommenden Orte sowie diversen handschriftlichen Notizen und Erinnerungsstücken.“

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Vielen herzlichen Dank!

Bildnachweis: Horizont
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Vorankündigung September 2019: Michael Haas „Die Augen meiner Tochter“

Von Michael Haas, dessen bissig-satirischer Querschnitt durch die Generation 50plus, „50. Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“, Ende 2017 bei „Edition Outbird“ herauskam, erscheint in Kürze seine Novelle „Die Augen meiner Tochter“. In „Die Augen meiner Tochter“ verliert die Tragik einer schweren Erkrankung des Erzählers mehr und mehr an Gewicht ob der tiefen Liebe, die er für seine Tochter zum Ausdruck bringt. Haas versteht es meisterhaft, mit seinem farbenprächtigen Sprachbild ein Gemälde zu entwerfen, welches diese Novelle Stück für Stück frei gibt. Und zwar unbenommen davon, ob wachsende Ablehnung gesellschaftlicher Maskeraden aufscheint, eine toxische Beziehung der Vergangenheit übergeben oder die Liebe zu seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in poetischen Bildern skizziert wird. Zitat:

„Mit der Novelle ,Die Augen meiner Tochter‘ liefert der Autor Michael Haas ein literarisch-philosophisches Meisterwerk.“
Andreas Löhr, Fliehende Stürme

„Es gibt in diesem Buch Momente, da glaubt man sich in eine der schönsten Liebesgeschichten der deutschen Literatur versetzt, nämlich in Tucholskys »Rheinsberg«.“
Dr. Rudolf Müller, österreichischer Verfassungsrichter a. D.
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Dr. Rudolf Müllers Vorwort für Michael Haas´ „Die Augen meiner Tochter“

Zu Michael Haas´ Novelle „Die Augen meiner Tochter„, einer Liebeserklärung und zutiefst berührenden Offenbarung, schrieb der österreichische Verfassungsrichter a. D. Dr. Rudolf Müller ein Vorwort, für das wir uns ganz herzlich bedanken:

„Der Autor bittet einen Freund um ein Vorwort für eine Geschichte, die auch autobiographische Züge trägt. Dieser Freund kennt das autobiographische Personal „in reality“. Dem Freund ist nicht ganz klar, was der Autor von ihm, dem Juristen, erwartet: eine kontrastierend kühle, nüchterne Betrachtung des Gelesenen? Fehlanzeige, lieber Freund: Wie du mich gerufen hast, so musst du mich jetzt ertragen. Dein Text lässt weder Kühle noch Distanz zu. Man muss vielmehr gleichsam sein Innerstes offenlegen, um ihm gerecht zu werden.

Der Freund hat immerhin das große Glück, dass er dem Autor den Wunsch um ein Vorwort inter vivos erfüllen kann, ihm die Realität also holder ist, als es der Tochter in der berührenden Geschichte dieses Buches widerfährt. Es wird in diesem Buch nämlich gestorben. Aber auch mit dem Schicksal abgerechnet: „Es sind immer belanglose Geister, die phantasiebegabte Menschen verhöhnen“, heißt es, und an der derselben Stelle: „Es sterben immer jene zuerst, die das Leben zärtlich lieben“. Ja und nein, mein lieber Freund: Es kommt uns nur so vor, weil wir vom Sterben der Bösartigen und Belanglosen deutlich weniger Notiz nehmen als vom Sterben der zärtlich Liebenden. Gott sei Dank.

Auf der Metaebene lesen wir in diesem Buch eine große Geschichte der Seelenverwandtschaft zwischen einem Vater und seiner Tochter. Der Ich-Erzähler, dessen Rückblick und Umblick auf sein Leben während seines langsamen Sterbens die Erzählung – stellenweise unterbrochen von Tagebucheintragungen der Tochter – trägt (die Dramaturgie gemahnt ein wenig an die Strauss’sche Tondichtung „Tod und Verklärung“), dieser Ich-Erzähler muss den Epilog schließlich seiner Tochter überlassen.

In mir keimender Verdacht ist ein zweifacher: Zum einen verpackte der Autor in den Epilog der Tochter in Wahrheit seine eigenen Gefühle und zum anderen geht es in der autobiographischen Folie der Geschichte nicht nur um die Tochter! Es geht in der Geschichte um zwei Frauen, die – wie der Freund weiß – um die Lebensmitte in das Dasein des Autors getreten sind. Die Liebe dieser beiden Frauen haben seine Gefühlswelt auf zwei Ebenen, auf jener der geliebten Frau und jener einer geliebten Tochter mit aller denkbaren Radikalität in Anspruch genommen. Luise und Gretchen heißen sie im Buch. Es gibt in diesem Buch Momente, da glaubt man sich in eine der schönsten Liebesgeschichten der deutschen Literatur versetzt, nämlich in Tucholskys „Rheinsberg“.

Zugleich legt uns der Autor aber auch eine Spur zu seinem Bild von sich selbst. Und es ist das Bild eines unglaublich fantasiereichen, hoch gebildeten Humanisten, der den Kopf in den Wolken hat, während er uns Mitmenschen in aller Zärtlichkeit über den Scheitel streichelt. Dieses Bild spiegelt die gesamte Erzählung wider. Es wird uns eine unendlich sympathische und nicht nur garantiert ganz unschädliche, sondern für jene, die ihm begegnen, – also nicht nur für seine Freunde – geradezu therapeutisch wirksame Form einer Philanthropie vorgeführt, mit der der Autor seine Mitmenschen beglückt. Er gibt seinem alter ego der Geschichte nicht zufällig den Beruf eines Psychotherapeuten, den er über die weit verbreitete physische und psychische Gewalt gegenüber Frauen und Kindern, aber auch Männern, sowie über das „Stockholm-Syndrom“ jener Opfer räsonieren lässt, die beim Mediator nur den Beweis dafür suchen, dass ihr Partner ein Alptraum ist. Wenn man Michael Haas ein wenig näher kennt, dann weiß man, dass die Liebe zu den Menschen der letzte Grund und Zweck seiner eigenen Existenz, also ein geradezu metaphysisches Element seiner selbst ist. Seine Glut hat in seinen beiden Lebensfrauen die passenden Brandbeschleuniger gefunden.

Der Text stellt hohe Anforderungen an die humanistische Bildung der Leser, vor allem ist er aber eine Einladung an die leserische Seele, sich in die Bilder fallen zu lassen, die der Autor vor uns entfaltet. Und er führt uns ein – gottlob fiktives – Ende eines Menschen vor Augen, den nur ein ebenso liebender Tod zu umarmen vermag: Der Held der Geschichte stirbt in der „Gewissheit, dass meine Frau und mein Kind eine Liebe kennen, die mich erreicht, wo immer ich bin“. In der Realität hat sich der Tod vom Autor – vielleicht genervt von so viel Liebesfähigkeit – glücklicherweise vorerst einmal abgewendet und ich bin überzeugt und hoffe mit ganzem Herzen darauf, dass er es so bald nicht noch einmal versuchen wird. Damit dem Freund Gelegenheit gegeben wird, dem Autor noch oft zu begegnen. Daher: Ad multos annos, mein lieber Freund!“

Das Buch kann in unserem Onlinestore bestellt werden. Herzlichen Dank!

Bildnachweis: Privat
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Resonanzen: Radio, Zeitung, Rezensionen

In den letzten Wochen haben sich die Resonanzen, Vorstellungen und Rezensionen um unsere Verlagsneuerscheinungen zeitweise fast überschlagen. Wir können an dieser Stelle nur eine Momentaufnahme aufzeigen und verweisen gern auf unseren Menüpunkt „Rezensionen + Buchvorstellungen“ in der linken Spalte, der in jeweiligen Unterpunkten alle bisherigen Resonanzen beinhaltet.

Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erreichte zeitweise Rang 18 unter den „Biografien & Erinnerungen“ (Unterpunkt „Frauen“) bei Amazon. Das Buch wurde bislang in der Mitteldeutschen Zeitung, den Zeitungen der „Mediengruppe Thüringen“ sowie vom Radio des Mitteldeutschen Rundfunk und MDR Kultur vorgestellt bzw. besprochen. Weitere Besprechungen folgen.

Zitat: „Die Frau, mit der dieser Mann zusammenlebt, ist ein Ungeheuer. Eines, das den Mann zwingt, zuhause wie ein Sklave den Haushalt zu besorgen und zudem einen kostspieligen Lebensstil zu finanzieren, was dem Mann eine Zeit lang sogar gelingt. All das wird in diesem Buch haarklein geschildert, und natürlich bemitleidet der Leser den derart gedemütigten Mann und wünscht ihm nichts mehr, als dass er sich aus diesem Teufelskreis befreien könnte. Warum aber tut er es nicht? Warum erzählt er von dieser Hölle und macht doch keine Anstalten, ihr zu entfliehen?“ (MDR)

Michael Schweßingers „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ wurden beispielsweise in den Leipziger Stadtmagazinen „Kreuzer“ und „Ahoi“ sowie ebenfalls beim „MDR Radio Sachsen“ via Interview oder Besprechung vorgestellt.

Zitat: „Seine Storys bringen es insgesamt nur auf knapp über hundert Seiten, aber auf jeder einzelnen davon knirscht die Wahrheit unserer Zeit mit den Zähnen. Mit scharfem Blick und zunehmender Wut beobachtet Schweßinger die „Tourismus-Maschine“ aus nächster Nähe.

[…]

Vor allem schockierte Schweßinger die Selbstverständlichkeit, mit der die Angestellten sich ausnutzen ließen. Es habe keinen Widerspruch und erst recht keine Solidarität unter den Mitarbeitern gegeben, um sich gegen „die da oben“ zu wehren.

[…]

Auf die Frage, was er, wenn er könnte, in der Welt ändern würde, überlegt Michael Schweßinger lange, bevor er mit leiser, aber entschlossener Stimme antwortet: „Lass uns das Ganze auf Null setzen. Und nochmal neu versuchen, ob wir nicht doch ein bisschen menschlicher miteinander umgehen können“.“ (Kreuzer)

Unsere drei Hallenser AutorInnen Jennifer Sonntag, Axel Kores und Christoph Liedtke bekamen in einer halbstündigen Sendung von „Radio Corax“ Gelegenheit, sich, ihre Lebensentwürfe, künstlerischen Sichtweisen sowie ihre Bücher „Seroquälmärchen„, „Verschwendete Jugend“ und „Symmetrie der Risse“ vorzustellen (zum Radiomitschnitt bitte hier entlang). Die Mitteldeutsche Zeitung stellte Christoph Liedtke und seinen vorgenannten Lyrikband ebenfalls vor.

Zitat: „… Der Titel „Symmetrie der Risse“ klingt dabei wie eine Fortschreibung dessen, was ihn auch als Bildkünstler umtreibt: die Lebensspuren nämlich. Das er die fast schon weltweit auch bei Studienaufenthalten – etwa als Stipendiat in Istanbul und Tokio – gesucht und gefunden haben muss, ist teils seiner assoziativen, teils eher meditativen Lyrik zu entnehmen. Kostprobe: „Geh raus und nimm nichts mit. / Hinter den Gärten ziehe deine Kreise.“ Soll heißen, dass es auf der Spurensuche immer auch selbst Spuren zu legen gilt.

Idealerweise drücken die sich dann in beinahe aphoristischer Knappheit und Eindringlichkeit aus. …“

Ebenfalls „Radio Corax“ sendete ein eineinhalbstündiges Feature zu Christoph Liedtkes Japan-Aufenthalt, künstlerischem Schaffen und dem aus seinen Japaneinflüssen entsprungenen Hörstück. Zum Mitschnitt geht es hier entlang.

Und auch zu Benjamin Schmidts „Fick die Musen„, Tomas Jungbluths „Kammerflimmern„, M. Kruppes „Und in mir Weizenfelder“ und Michael Haas´ „50.  Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ sind die ein oder andere Besprechung eingegangen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die zahlreichen so positiven Feedbacks und freuen uns auch auf Ihre Meinung zu unseren Büchern.

Bildnachweis: Holger Ellgaard.
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Leipziger Buchmesse 2018: Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Mit dem heutigen Tag ist nicht nur unser Standort zur kommenden Leipziger Buchmesse bekannt – Halle 5, Stand G 417 in Kooperation mit dem Telescope Verlag – sondern auch unser (vorläufiges) Veranstaltungsprogramm am Rande derselben, konzipiert (Änderungen vorbehalten). An unserem Stand können Sie nicht nur uns und unser Verlagsprogramm kennenlernen, vielmehr können Sie sich am 16. 03. 2018 um 14 Uhr von Frau Kopf, am 17. 03. 2018 von M. Kruppe Kopf ihre aktuellen Bücher „Brachialromantik“ und „Und in mir Weizenfelder“ signieren lassen und diese beiden AutorInnen begrüßen.

Auch freuen wir uns auf Sie im Rahmen unseres mitreißenden Abendprogramms, dass in der Leipziger Kunstgalerie Raum 16 am 16. 03. 2018 von den neuen Werken der Künstlerin Daniela Floss und der beiden Autoren Axel Kores und Michael Haas getragen wird, am 17. 03. 2018 von Frau Kopf und M. Kruppe, im 2. Teil von Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und Klaus Märkert, ebenfalls mit feiner neuer Literaturkost mit Leben erfüllt wird.

Bitte entnehmen Sie die Details unserer Veranstaltungsankündigung.

Selbstverständlich werden Sie zu den Abendveranstaltungen mit edlen Spirituosen und kleinen Häppchen verköstigt; wir heißen Sie herzlich willkommen und freuen uns auf Sie!
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Frisch eingetroffen: Michael Haas´ „50. Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst“

Druckfrisch ist mit Michael Haas´ episodischem Roman „50. Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ das nunmehr 6. Buch der „Edition Outbird“ erschienen. Mit diesem äußerst lesenswerten, weil ebenso messerscharfen wie unterhaltsamen Buch (gern verweisen wir auf das vor wenigen Tagen veröffentlichte Interview der „Stuttgarter Nachrichten“) schließen wir das ereignisreiche Jahr 2017 ab, um mit frischen Kräften das Jahr 2018 und die bereits zahlreichen Vorplanungen anzugehen.

Auch bei Michael freuen wir uns über eine sehr anregende und angenehme Zusammenarbeit, mit seiner ganz eigenen, feinsinnigen Art bereichert er unseren AutorInnenkreis um einige spannende Facetten mehr.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und selbstverständlich frohsinnige Feiertage.
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Vorankündigung: Michael Haas, Frau Kopf & Benjamin Schmidt / Mozart

Die Vorfreude ob unserer bevorstehenden Veröffentlichungen kann größer kaum sein. In Kürze erscheinen: Vom Stuttgarter Autoren Michael Haas und mit einem Vorwort des „Fliehende Stürme„-Sängers Andreas Löhr der messerscharfe, episodische Roman „50 – Licht und Schatten. Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst“, von der Berliner Autorin Frau Kopf mit „Brachialromantik“ eine Sammlung prosaischer Texte, die zwischen Salz in liebende Wunden und Operationen am offenen Leben changieren, und last but not least und als Sonderausgabe anlässlich des 25jährigen Bühnenjubiläums der Band „Umbra et Imago“ das gemeinschaftliche Märchen für Erwachsene „Seelenübertritt“ des Sängers Mozart („Umbra et Imago“) und des Berliner Autoren Benjamin Schmidt (hier geht es zu seinem Grafikerprofil). Selbstverständlich folgen mit dem jeweiligen Buch auch ausführliche Einzelankündigungen.

Es bleibt spannend!

Bildnachweis Scherenschnitt: Robert Bieber
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The Next Please: Michael Haas

Michael Haas veröffentlicht bei „Edition Outbird“ mit seinem episodischen Roman „50 – Licht und Schatten. Männer betrügen Frauen, Frauen betrügen sich selbst.“ im Oktober einen charakterlichen Gesellschaftsquerschnitt der Generation „50+“, in welchem der Stuttgarter die Abgründe, Eigenarten und oftmals abstoßenden Seiten insbesondere von Männern jenseits der Fünfzig seziert. Seine Beobachtungsgabe muss man mindestens mit hochanalytisch benennen, sein Roman ist dennoch (oder deswegen?) sehr spannend zu lesen. Oft erschreckt man angesichts seiner Milieustudien, die gute Beobachter schon aus eigenen Erfahrungen zur Genüge kennen dürften.

Herzlich willkommen, Michael!

Edition Outbird – Konturenschärfungen

Die Edition Outbird, in den letzten Monaten mit Vertragsinhalten, reichhaltigen Gesprächen mit Autoren* und nicht zuletzt Inhalten unseres Vierteljahresmagazins für alternative Kultur „Outscapes“ beschäftigt, vollzieht derzeit eine erfreuliche Konturenschärfung. Mit den heute eingegangenen Unterschriften ist „Edition Outbird“ von einem Ideenverbund einen wichtigen Schritt weiter in Richtung Verlag gegangen – in Partnerschaft mit dem Kopf des Telescope Verlages Danilo Schreiter. Ebenfalls eingegangen ist der Autorenvertrag zu unserem im voraussichtlich dritten Quartal erscheinenden ersten Roman „50 – Licht und Schatten“, in dem der Autor Michael Haas Männer jenseits der fünfzig ebenso gnadenlos wie präzise seziert und seiner Leserschaft ein wahres Gefühlskonglomerat verschaffen wird.

Michael Haas, Dr. phil., ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze und Essays sowie eines Werks zur Literatur der Wiener Moderne: „Sigmund Freud als Essayist“, Hamburg 2004. Im Jahr 2010 wurde in Wien Haas‘ erstes belletristisches Buch veröffentlicht, die Künstlernovelle „Becirct“.

Wir freuen uns auf alle vor uns liegenden Wege.

Bleiben Sie gespannt!

*Gemeint sind – selbstverständlich – immer alle Geschlechter.