Und zwischendurch: ein paar Antworten

Der/m ein oder anderen BesucherIn, LeserIn oder KundIn unserer Verlags- & Agenturarbeit mag es möglicherweise bisher entgangen sein, dass für unsere Onlinemagazin „Outscapes“ in den vergangenen Monaten und Wochen wieder einige spannende Interviews entstanden sind. Ein kurzer Überblick für Sie sowie die Möglichkeit, via Mausklick mehr über unser(e) Künstler(netzwerk) und Verlagsprodukte erfahren zu können:

  • Unser am 24. 04. 2019 verstorbener Autor Andreas Hähle beantwortete im Februar 2019 sein letztes Interview, in dem er neben seinem Kulturschaffen auch Einblicke in seinen bei uns erschienen Roman „Wahnsignale“ sowie seine Krebserkrankung gibt.
  • Im März kam Corina Gutmann, Herausgeberin ihrer Gefängnis-Anthologie „Kopfkino„, auf ihr Schaffen nicht zuletzt in Schreibworkshops in der JVA Hohenleuben wie auch zur Entstehung dieses daraus hervorgegangenen Buches zu sprechen.
  • Frank Hildebrandt, dessen philosophische Textsammlung „Gedankenspiele“ im März 2019 bei uns erschien, gab im April-Interview seiner Sehnsucht nach mehr Tiefe Raum.
  • Romanautorin Mona Krassu gibt Anfang Juni Ihren LeserInnen Einblicke in ihren frisch erschienenen Roman „Freitagsfische„, in dem sie über eine Familie erzählt, die nach der Flucht aus Breslau nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrer neuen Heimat kaum Fuß zu fassen vermochte.
  • Ende Juni lässt uns Martin Plütsch wissen, wie seine musikalische Interpretation von Weltklasse-Whiskys mittels seines virtuosen Gitarrenspiels klingt.
  • Michael Haas steht am 10. Juli 2019 Rede und Antwort zu Inhalt, Entstehung und Beteiligten seiner im September bei uns erscheinenden Novelle „Die Augen meiner Tochter„.
  • Ganz aktuell nun gewährt uns der preisgekrönte Hörspielproduzent, Autor und Dramaturg Kai Grehn Einblicke in sein kreatives Universum.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und gern auch Ihre Weiterempfehlung und sagen herzlichen Dank!

Bildnachweise: Lutz Müller-Bohlen, Frank Gutmann, Adelheid Garschke und Thorsten Eichhorst.
_____________________________________________________________________________________

Weiteres „Wir bleiben hier“-Interview (mit Michael Schweßinger) und neue Buchbesprechungen

Ein weiteres starkes Interview der „Wir bleiben hier„-Initiative ist unlängst erschienen, diesmal mit Michael Schweßinger:

„… wbh: Was verbindest du mit: „Wir sind mehr!“?

Gar nichts, weder sagt mir dieses „Wir“ was, noch glaube ich gerade an das „mehr“. Und selbst, wenn es so wäre, würde es etwas ändern? Es geht doch hier nicht um einfache Mehrheiten, sondern darum, dass auch eine Minderheit dieses Land mit Hass überschütten und das Klima vergiften kann oder den Diskurs bestimmen. Es ist ein Erbauungssatz, vielleicht hilft er, einigen Mut zu machen und sich selbst zu vergewissern. Meine humanistischen Werte und Ideale sind aber so hoch, dass sie immer eine Minderheit darstellen. Mihai Sebastian, ein rumänischer Schriftsteller der Zwischenkriegszeit hat mal den Ausspruch geprägt: „Ich bin kein Anhänger irgendeiner Idee oder irgendeines Anführers, ich bin immer Dissident. Vertrauen habe ich nur in das jeweilige Individuum, aber in dieses habe ich ein großes Maß an Vertrauen.“ Dem würde ich zustimmen. …“

Hier geht es zum kompletten Interview.

Auch über neue Buchbesprechungen dürfen wir uns freuen:

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Über Andreas HählesWahnsignale“ schreibt Dagmar Möbius posthum:

„… In 24 Kapiteln wechseln die Erzählebenen. Was ist Wahrheit, wo beginnt Paranoia? Der Ich-Erzähler legt seinen Protagonisten sprachlich Brillantes in den Mund. Kernig, direkt, ironisch, humorvoll, gelegentlich düster, verzweifelt. Das ist mitunter anstrengend – wie es der Umgang mit vom Wahn Befallenen mit sich bringt. Andreas Hähle reist mit uns durch das Seelenleben eines feinfühligen Menschen. Einen, den (s)eine zerstörte, zerrissene Gesellschaft umtreibt. In psychiatrischen Klinikberichten liest man heute in solchen Fällen von schlecht oder gar nicht akzeptierten „biografischen Gewordenheiten“, denen am besten mit Pharma-Querelen beizukommen ist.

Der Autor glaubt an die Kraft der Liebe. Und er verschafft denen Gehör, die sich eine andere, eine menschlichere, Gesellschaft wünschen. Das sollte Pflichtlektüre für alle sein, die ostsozialisierte Menschen verstehen wollen. Denn: „Zerrissen wird man nur dann, wenn man gar nichts tut.“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Über Mona KrassusFreitagsfische“ schreibt Angelika Bohn in der „Ostthüringer Zeitung“:

„… Auch „Freitagsfische“ ist kein „Schlüsselroman“ über das Schweigen der eigenen Familie. Vielmehr begibt sich die Autorin auf die Suche nach exemplarischen Strukturen, wenn sie den weißen Flecken in den Erzählungen der Eltern- und Großelterngeneration nachspürt. Wie war das, auf engstem Raum zusammengepfercht ein fast normales Leben zu führen? Argwöhnisch beäugt von den um ihren Besitzstand fürchtenden Nachbarn, und selbst voll Misstrauen gegen die neue Obrigkeit und deren Schutzmacht, die Russen? Wie war das für die Kinder, vor allem für ein wildes, nach Freiheit strebendes kleines Mädchen und seine große Lust, sich die Welt zu erobern? Ein Kind, dem das Herz der Erzählerin gehört, und das in den Nachkriegsjahren so gar nicht in das ja bis in die Siebzigerjahre gepflegte Schema, folgsam, sittsam und arbeitsam, passen will. …“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Über Klaus MärkertsDer Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“ schreibt Georg Howahl im „Sonic Seducer“:

„… Märkert zeigt Sinn fürs Absurde. Was sich auch in den fünf neuen Geschichten des Bandes niederschlägt: Von der wohl größten erotischen Enttäuschung im Leben einer allzu normalen Frau etwa erzählt „Shades of Black“, fast surreal bis zur Auflösung erscheint „Cold Turkey“. Und „S.I.S.“ überrascht mit einer Fernbedienung zum Ausknipsen unliebsamer Menschen – wenn, ja, wenn das Ding nicht nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren würde. Jede dieser 20 Kurzgeschichten brilliert durch manchmal feinen, manchmal galligen Humor…“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Im „Drecksack“-Magazin schreibt Franziska Appel über Michael SchweßingersRobinsonaden vom 40. Breitengrad„:

„… Das gesamte Buch ist ein geballtes Konglomerat an intensiven Erfahrungen und Gefühlen, wobei der Schreibstil eher sachlich anmutet. Doch gerade diese fast nüchterne Darstellung unterstreicht die Ignoranz des Massentourismus gegenüber der Ausbeutung der Angestellten. Sicher, von solchen Machenschaften wurde schon mehrfach berichtet, und auch mir war schon vorher irgendwie klar, dass der schöne Schein in den Werbeprospekten der Reiseanbieter sicher nicht ungetrübt ist. Aber es ist etwas anderes, wenn diese Trübung plötzlich Konturen annimmt, Namen trägt, zu Personen und Erlebnissen wird. Solche Umstände müssen durch Geschichten erst sprachlich verdeutlich werden, um tatsächlich ins Bewusstsein zu rutschen. Eben diese anderen Geschichten, die Schweßinger erzählt, um die Welt nicht denen zu überlassen, die sie ausbeuten. …“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Wir bedanken uns herzlich!
_____________________________________________________________________________________

Wir trauern um Andreas Hähle

Mit dem gestrigen Tag ist Andreas Hähle ein letztes Mal eingeschlafen. Er hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Uns fehlen an dieser Stelle die Worte ob dieses großen Verlustes. Andreas Hähle war ein außerordentlich warmherziger und ideenreicher Mensch, Visionär, Schriftsteller und Künstler. Wir trauern mit seiner Frau Lika Hähle und seiner Familie. Möge er in Frieden ruhen.
_____________________________________________________________________________________

Spendenaktionen für Andreas Hähle: eine Zusammenfassung

In den letzten Wochen und Monaten kam durch Konzerte, Lesungen, Versteigerungen und diverse weitere Initiativen mittlerweile eine Spendensumme von mehr als 10.000€ zugunsten des krebskranken Autoren Andreas Hähle und seiner Familie zusammen. Mit diesen Aktivitäten kam eine Solidarität und Verbundenheit zum Tragen, die selbst für uns eine neue Erfahrung darstellt. Die Spendenkoordinatorin Grit Maroske veröffentlichte heute eine Chronologie der Ereignisse, die wir nachfolgend gern wiedergeben möchten:

1. Februar: Eine Facebook-Seite, eine Facebook-Unterstützer-Gruppe, eine Spendenseite bei GoFundMe, ein PayPal-Konto zum Spendensammeln und ein Bankkonto werden erstellt und freigeschaltet. Binnen 24 Stunden gehen fast 2000 Euro ein, hunderte Kommentare von Spendern erreichen die Initiatoren.

5. Februar: Künstlerkollegen aus ganz Deutschland bekunden ihre Solidarität und planen ein Benefizkonzert für Andreas in Berlin. Sie schicken Bücher und CDs, die versteigert werden können, um Spenden zu sammeln, bieten Wohnzimmerkonzerte an und sammeln selbst Spenden bei ihren Konzerten und Lesungen. Eine Radiosendung wird geplant, um weitere Spenden zu sammeln. Das ORGA-Team organisiert den zusätzlichen Vertrieb von Hähles Büchern „Schuld an allem ist das Leben, die Sau“ und „Wahnsignale“ über die Facebookseite, um Andreas Frau Lika zu entlasten, die sich bisher um den Versand kümmerte.

6. Februar: Eine erste Spendenauszahlung ist möglich, um ein paar Rechnungen zu zahlen.

8. Februar: Insgesamt wurden bisher 8178.00 Euro gesammelt. Das LineUp und die Location für ein großes Benefizkonzert in Berlin stehen, der Kartenvorverkauf beginnt.

11. Februar: Weitere 200 Euro werden Andreas überwiesen. Damit können Medikamente bezahlt werden.

16. Februar: Bei Konzerten der ZÖLLNER und der STEINLANDPIRATEN sowie der SEILSCHAFT – die Band von Gundermann werden mehrere hundert Euro Spenden gesammelt.

18. Februar: Deutsches-Radio-Xanadu sendet einen ganzen Abend lang zugunsten von Andreas. Im Vorfeld wurden gegen Eingang einer Spende Grußbotschaften von Freunden, Kollegen und Fans aufgezeichnet, es werden Titel gespielt, zu denen Hähle die Texte lieferte.

21. Februar: Ein musikalischer Benefizabend im Kunsthof Köpenick von Petra Uhle und Freunden inklusive einer kleinen Benefiz-Auktion bringt weitere Spenden ein.

23. Februar: Spendenlesung „101 Stimmen für Hähle“ im Leipziger Clownmuseum. Über 250 Euro werden an diesem Abend gesammelt.

25. Februar: Ein Andreas-Hähle-Fanpaket wird auf der Facebook-Seite gegen Spende angeboten (im Bild), es ist innerhalb weniger Tage komplett vergriffen.

26. Februar: Durch den Verkauf der Bücher auf der Facebook-Seite werden weitere 500.00 Euro generiert und an Andreas überwiesen. Das Spendenziel von 8.000 Euro auf der GoFundMe-Spendenplattform wird überschritten.

03. März: Auf GoFundMe sind inzwischen 10.000 Euro Spendengelder zu verzeichnen. Die Summe wird zur Auszahlung vorbereitet und soll in einigen Tagen persönlich übergeben werden.

Stellvertretend möchten wir uns herzlich bei allen UnterstützerInnen, SpenderInnen und KünstlerInnen für bereits gegebene und noch kommende Zuwendungen bedanken.
_____________________________________________________________________________________

Andreas Hähle im „Outscapes“-Interview

Unser Autor Andreas Hähle stand uns für das Onlineformat unseres „Outscapes“-Magazins Rede und Antwort zu seinem Schaffen, den Hintergründen seines Ende vergangenen Jahres erschienenen Romans „Wahnsignale“ und zu seiner Krebserkrankung. Zum Interview folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Volly Tanner
_____________________________________________________________________________________

Die Seilschaft: Andreas Hähles „Wahnsignale“ auf Tour

Mit der derzeitigen Spendenaktion zugunsten unseres an Krebs erkrankten Autoren Andreas Hähle wird nun auch die von Gerhard Gundermann ins Leben gerufene Band „Die Seilschaft“ sein Buch „Wahnsignale“ auf ihrer Tour zum Kauf anbieten und damit einem größeren Publikum vorstellen. Wir bedanken uns herzlich für diese Unterstützung. Die Tourdaten der Seilschaft können Sie diesem Link entnehmen.
__

Bildnachweis: Johanna Bergmann
_____________________________________________________________________________________

Wichtiger Spendenaufruf für Andreas Hähle

Unser Autor Andreas Hähle ist erneut schwer an Krebs erkrankt, in diesem Zusammenhang möchten wir dringend um Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung für das aus seinem Freundeskreis um Grit Maroske ins Leben gerufene Crowdfunding „Ein Preis für ein Lebenswerk“ bitten. Zitat:

„Unser Freund, der Texter, Autor und Mensch Andreas Hähle ist zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit schwer an Krebs erkrankt. Niemand weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt.

Bedingt durch seine schwere Erkrankung kann er nicht mehr als Freiberufler arbeiten. Wir – seine Freunde, seine Fans, seine Wegbegleiter und Bewunderer – möchten ihm nicht nur einen Publikumspreis für sein Lebenswerk verleihen und ihn damit noch zu Lebzeiten würdigen und ehren, wir möchten ihm auch ermöglichen, seine notwendigen Chemotherapien zu erhalten und sich ganz auf seine Behandlung zu konzentrieren, die ihm noch ein paar Tage, Wochen oder Monate mehr im Kreis seiner Familie schenken.

Andreas hat durch seine Worte und Liedtexte die Herzen vieler Menschen berührt, er hat uns in seinen Lesungen, mit seinen Hörbüchern und seinen Büchern oftmals zum Lachen und immer zum Nachdenken gebracht. Wir möchten ihm nun etwas zurückgeben, und dafür brauchen wir EURE Hilfe.

Auf dieser Seite werden wir in immer neuen Aktionen nach und nach Bücher, CDs, seltene Poster, Fanartikel, Konzertkarten, Wohnzimmerkonzerte, Selbstgemachtes und andere Dinge anbieten, die ihr gegen eine Spende oder bei einer Versteigerung erwerben könnt. Die Erlöse kommen Andreas zu 100% zugute.

Viele Künstler haben bereits jetzt ihre Mitwirkung an Benefizkonzerten und Lesungen zugesagt, die Termine der Konzerte werden hier veröffentlicht, so bald sie feststehen.

Bitte helft uns, Andreas´ Leben so angenehm, sorglos und entspannt wie möglich zu gestalten.

Wir werden Andreas Hähles Werke und seine Arbeiten hier nach und nach vorstellen und freuen uns, wenn wir alle als Gemeinschaft von Menschen einem anderen Menschen Kraft geben, ihm unsere Solidarität, Unterstützung und Liebe zeigen und ihn auf seinem Weg begleiten.

Ladet eure Freunde ein, gebt uns euer „Gefällt mir“ und bleibt mit uns verbunden. Bald gibt es die ersten Spendenaktionen hier, bei denen ihr mitbieten könnt.

Ihr könnt Andreas auch jetzt schon unterstützen, indem ihr seine Webseite aufsucht und seine Bücher kauft. Den Link dazu findet ihr unter diesem Beitrag als ersten Kommentar.

Spenden über PayPal: bitte hier entlang.
Spenden über GoFundMe: bitte hier entlang.“

„Wahnsignale“ bestellen:

direkt bei Andreas Hähle (Geld geht ihm direkt zu):

  • lika.o@list.ru
  • in unserem Shop bestellen: bitte hier entlang.

Die Organisatorin Grit Maroske erreichen Sie unter soulforsale[at]web.de oder 0152 – 53 74 79 68

Vielen herzlichen Dank!

Die Zöllner: Andreas Hähles „Wahnsignale“ auf Tour

Andreas Hähles jüngst in der Edition Outbird erschienener Roman „Wahnsignale“ wird den Sänger, Songtexter, Komponisten und Musicaldarsteller Dirk Zöllner und seine Band ab sofort auf deren Tournee begleiten und sich einem größeren Publikum erschließen. Wir freuen uns und bedanken uns nicht zuletzt auch bei Nicole Kucht für die Idee und Weitergabe der Bücher und damit wundervolle Unterstützung. Die Tourdaten der Zöllner können Sie diesem Link entnehmen.

Herzlichen Dank!
__

Bildnachweis: Detlef Liedmann
_____________________________________________________________________________________

Vorankündigung 1. Dezemberhälfte 2018: Andreas Hähle „Wahnsignale“

Andreas Hähle legt mit „Wahnsignale“ einen Roman vor, der dem Namen mehr als nur gerecht wird: Der Protagonist scheint zunehmend in eine Zerrissenheit abzugleiten, die in weiten Teilen ihre für die Leserschaft fesselnde Kraft aus seinen inneren Reflektionen gewinnt. Man sucht mit ihm nach einem Weg und einem Sinn, der mit der Wendezeit verlorengegangen scheint.

Hähle legt dem Romanhelden ganz unpolitisch seine philosophische Erzählkraft in den Mund und man ahnt, dass auch Hähle die Gelegenheit hatte, sein Leben tief zu vermessen. Dieses Buch reißt auf und mit, und wir wünschen Andreas nicht nur alles Gute, sondern auch viele begeisterte und sprachlose LeserInnen. Das Buch kann ab sofort in unserem Shop unter diesem Link vorbestellt werden.
_____________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: Andreas Hähle

Mit seinem Manuskript „Wahnsignale“ ließ uns der gestandene Autor, Songtexter, Redakteur, Hörbuchsprecher, Redner und Dramaturg Andreas Hähle einen Roman zukommen, der schon beim ersten Querlesen einen erzählerischen Sog offenbarte, der sich in seiner Nachdenklichkeit, der aufscheinenden Lebenstiefe und seinem sprachlichen Sound festsetzte und uns nicht mehr losließ. Zitat aus Andreas Hähles Kurzbeschreibung von „Wahnsignale“:

„… Statt der versprochenen blühenden Landschaften begannen Glaspaläste die wenigen Mutigen auszukehren, die sich mit kleinen Läden über Wasser zu halten versuchten. Keine gute Zeit für die Menschen in diesen Breiten. Keine gute Zeit für Freiheit. Was geschieht, wenn man sich zwischen zwei Stühle setzt, die einstige Freiheit der DDR nach der friedlichen Revolution bewahrend und sich mit den neuen Gegebenheiten arrangierend? Die Seele zerreißt, das Böse gewinnt Oberhand. Der Wahn befällt die Menschen und Freiheit bedeutet nun, seinen Signalen zu folgen. Manche überlebten es körperlich, geistig und seelisch kaum jemand. Auch nicht der Held dieses Romans. Er folgt dem Ruf des Bösen und die neue Gesellschaft lässt ihn gewähren, mehr noch, fast befördert sie ihn und er erkennt schnell, dass das Böse deshalb nicht erkannt werden kann, weil es zur neuen Gesellschaft gehört wie das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Und so beginnt eine Reise durch das Seelenleben eines Menschen und somit auch in das Seelenleben einer zerstörten und zerrissenen Gesellschaft, die einige Jahrzehnte später in Aggression und Fremdenhass münden wird. Aber davon erzählt der Roman nichts. Man kann es nur ahnen in diesem Psychogramm einer verlorenen und immer mehr schwindenden Freiheit. …“

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen, sind gespannt auf die Publikation seines Romanstoffs und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Herzlich willkommen, Andreas!
_____________________________________________________________________________________