Neue Rezensionen: „Freitagsfische“, „Lilian“ & „Kammerflimmern“

Wir freuen uns über neue Buchbesprechungen und bedanken uns bei den VerfasserInnen ganz herzlich:

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Mona KrassusFreitagsfische

Christina Meyer-Zeschner schreibt im „Orkus“-Magazin:

„Mona Krassu erzählt mit „Freitagsfische“ eine besonders einfühlsame Geschichte, die sehr nahegeht. Erzählt wird das Leben von Irma Geipel, die gemeinsam mit ihren vier Kindern nach dem zweiten Weltkrieg aus Breslau flüchten muss. Ob Vater Herbert zurückkommen wird, ist ungewiss, denn dieser ist in russischer Kriegsgefangenschaft. Ihre Heimat ist nicht mehr sicher, sie packen die Koffer und kommen notgedrungen in einer kleinen Stadt in der Sowjetischen Besatzungszone unter. Doch in ihrem Zuhause erwarten sie Misstrauen und Feindseligkeit. […] Auf rund 330 Seiten breitet die 1969 geborene Autorin, die sich immer schon sehr für Literatur und Geschichte interessiert hat, eine mehr als gelungene Erzählung aus. Besonders überzeugend ist der geradlinige und flüssige Erzählstil von Krassu, der aus dem Roman ein wahres Lesevergnügen macht. Beeindruckend, bedrückend und mehr als nur gelungen!“

Das „07 Gera“-Stadtmagazin schreibt:

„Irma setzt bis zur Selbstaufgabe alles daran, ihren Kindern ein gutes Zuhause zu bieten. Dietmar, ihr Ältester, hat mit dem Sozialismus nichts am Hut, flieht in den Westen. Damit beginnen Repressalien – und die „Schattenänner“ sind plötzlich überall. Die eigentliche zentrale Figur dieses von Seite zu Seite spannender werdenden Buches jedoch ist die jüngste Tochter Siegi, Hansdampf in allen Gassen, bei dem sich der Wille Gutes zu erreichen oft ins Gegenteil kehrt. Doch sie ist klug, mutig und schon als Kind fest entschlossen, ihren Traum vom eigenen Frisörsalon zu verwirklichen. Mona Krassu zeichnet beispielhaft ein Bild von den Schwierigkeiten, mit denen Flüchtlinge – bis heute – zu kämpfen haben. Ihr Buch besticht durch die Liebe, mit der sie ihre Figuren zeichnet, und durch die detaillierte und gefühlvolle Schilderung eines Stückes Zeitgeschichte.“

Hier geht es zu den kompletten Rezensionen.

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Susanne-Agnes FauserLilian„:

Die „Buchstabenfängerin“ schreibt:

„Die sprachliche Schönheit dieses Romans ist absolut atemberaubend. Der Autorin, die unter anderem als Psychotherapeutin und schamanische Heilerin tätig ist, gelingt es spielend, Bilder in den kraftvollsten Farben im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Für zusätzliche Dramatik und Melancholie sorgen Gedichte von William Blake und Rainer Maria Rilke.“

„Captain Books“ schreibt:

„Ein Stück Melancholie und Mysteriöses umgibt den Thriller von Susanne und genau das spiegelt sich in ihrem Schreibstil wieder. Die Stimmung ist am Anfang zwar etwas gedrückt und wenig lebhaft, aber mit jeder gelesen Seite taucht man tiefer in eine Welt ein, die dich mit Spannung und Magie verzaubert. Die Autorin weiß genau, welche Knöpfe sie drücken muss, um dir die einzigartige Liebe zweier Personen zu zeigen.“

Eine „Amazon“-Kundin gibt folgendes Feedback:

„Geplant war es als Bettlektüre, um sanft unterhalten zu entschlummern. Daraus wurde nichts, anders als geplant schlief ich nicht beim Lesen ein. Der Sog der dialog-starken, sanft gruseligen Story war so stark, daß ich „Lilian“ in einer Nacht durchlas – und übermüdet bedauerte, das es schon zu Ende war.“

Hier geht es zu den kompletten Rezensionen.

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Tomas JungbluthKammerflimmern„:

Roman-Autorin Pia Lüddecke urteilt:

„Unbehandelt führt Kammerflimmern zum Tod. Ist das Buch die Therapie? Ein qualvoller aber letztlich heilsamer Eingriff am offenen Herzen? Oder haben wir es hier mit einem literarischen Selbstmordkommando zu tun, dem letzten verzweifelten Aufbegehren des Individuums vor dem endgültigen Untergang?

Der Text lässt sich in keine Schublade stecken, schwankt zwischen gender-wissenschaftlicher Studie und ungeschönter Selbstanalyse, schonungsloser Abrechnung und hoffnungslos romantischer Liebeserklärung. Alles andere als leichte Kost. Wer jedoch bereit ist, sich voll und ganz auf die ungewöhnliche Erzählform und ihre geballte emotionale Kraft einzulassen, wird mit einer außergewöhnlichen Erfahrung belohnt.“

Eine weitere Leserin gibt bei „Amazon“ folgendes Feedback:

„Ihr Buch wurde mir von vielen Seiten empfohlen und so konnte ich nicht widerstehen, mich selbst davon zu überzeugen, wie ein männliches Wesen sein Innerstes nach Außen kehrt. Ich kenne in der Tat nicht viele Männer, denen es gelingt, ihre Gefühlswelt in Worte zu fassen. Daher sind Sie eine unglaubliche Inspiration für mich. Und sie fassen nicht einfach in Worte, nein Sie komponieren eine Symphonie aus lauten und leisen Tönen, Soli und gewaltigem Orchesterklang, aus Höhen und Tiefen und mit unglaublichen Spannungsbögen. Wie Musik klingt Ihr Werk noch lange nach Verstummen des letzten Tones in mir nach.“

Hier geht es zu den kompletten Rezensionen.

Vielen herzlichen Dank!
_____________________________________________________________________________________

Festival-News: Jennifer Sonntag & M. Kruppe laden ein

Zwei unserer AutorInnen laden an diesem Wochenende zu ganz unterschiedlichen Festivals ein: Während M. Kruppe gestern die Ehre hatte, das Rudolstadt-Festival zu eröffnen, spricht Jennifer Sonntag zum ebenfalls an diesem Wochenende in Leipzig stattfindenden Louis-Braille-Festival ihre Einladung aus. Die Infos zu den beiden so unterschiedlichen wie gleichermaßen spannenden und reichhaltigen Festivals entnehmen Sie bitte diesem und diesem Link, wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Vergnügen!

Bildnachweis: MDR
_____________________________________________________________________________________

Weiteres „Wir bleiben hier“-Interview (mit Michael Schweßinger) und neue Buchbesprechungen

Ein weiteres starkes Interview der „Wir bleiben hier„-Initiative ist unlängst erschienen, diesmal mit Michael Schweßinger:

„… wbh: Was verbindest du mit: „Wir sind mehr!“?

Gar nichts, weder sagt mir dieses „Wir“ was, noch glaube ich gerade an das „mehr“. Und selbst, wenn es so wäre, würde es etwas ändern? Es geht doch hier nicht um einfache Mehrheiten, sondern darum, dass auch eine Minderheit dieses Land mit Hass überschütten und das Klima vergiften kann oder den Diskurs bestimmen. Es ist ein Erbauungssatz, vielleicht hilft er, einigen Mut zu machen und sich selbst zu vergewissern. Meine humanistischen Werte und Ideale sind aber so hoch, dass sie immer eine Minderheit darstellen. Mihai Sebastian, ein rumänischer Schriftsteller der Zwischenkriegszeit hat mal den Ausspruch geprägt: „Ich bin kein Anhänger irgendeiner Idee oder irgendeines Anführers, ich bin immer Dissident. Vertrauen habe ich nur in das jeweilige Individuum, aber in dieses habe ich ein großes Maß an Vertrauen.“ Dem würde ich zustimmen. …“

Hier geht es zum kompletten Interview.

Auch über neue Buchbesprechungen dürfen wir uns freuen:

Buch im Verlagsshop: Bitte Cover anklicken.

Über Andreas HählesWahnsignale“ schreibt Dagmar Möbius posthum:

„… In 24 Kapiteln wechseln die Erzählebenen. Was ist Wahrheit, wo beginnt Paranoia? Der Ich-Erzähler legt seinen Protagonisten sprachlich Brillantes in den Mund. Kernig, direkt, ironisch, humorvoll, gelegentlich düster, verzweifelt. Das ist mitunter anstrengend – wie es der Umgang mit vom Wahn Befallenen mit sich bringt. Andreas Hähle reist mit uns durch das Seelenleben eines feinfühligen Menschen. Einen, den (s)eine zerstörte, zerrissene Gesellschaft umtreibt. In psychiatrischen Klinikberichten liest man heute in solchen Fällen von schlecht oder gar nicht akzeptierten „biografischen Gewordenheiten“, denen am besten mit Pharma-Querelen beizukommen ist.

Der Autor glaubt an die Kraft der Liebe. Und er verschafft denen Gehör, die sich eine andere, eine menschlichere, Gesellschaft wünschen. Das sollte Pflichtlektüre für alle sein, die ostsozialisierte Menschen verstehen wollen. Denn: „Zerrissen wird man nur dann, wenn man gar nichts tut.“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Über Mona KrassusFreitagsfische“ schreibt Angelika Bohn in der „Ostthüringer Zeitung“:

„… Auch „Freitagsfische“ ist kein „Schlüsselroman“ über das Schweigen der eigenen Familie. Vielmehr begibt sich die Autorin auf die Suche nach exemplarischen Strukturen, wenn sie den weißen Flecken in den Erzählungen der Eltern- und Großelterngeneration nachspürt. Wie war das, auf engstem Raum zusammengepfercht ein fast normales Leben zu führen? Argwöhnisch beäugt von den um ihren Besitzstand fürchtenden Nachbarn, und selbst voll Misstrauen gegen die neue Obrigkeit und deren Schutzmacht, die Russen? Wie war das für die Kinder, vor allem für ein wildes, nach Freiheit strebendes kleines Mädchen und seine große Lust, sich die Welt zu erobern? Ein Kind, dem das Herz der Erzählerin gehört, und das in den Nachkriegsjahren so gar nicht in das ja bis in die Siebzigerjahre gepflegte Schema, folgsam, sittsam und arbeitsam, passen will. …“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Über Klaus MärkertsDer Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“ schreibt Georg Howahl im „Sonic Seducer“:

„… Märkert zeigt Sinn fürs Absurde. Was sich auch in den fünf neuen Geschichten des Bandes niederschlägt: Von der wohl größten erotischen Enttäuschung im Leben einer allzu normalen Frau etwa erzählt „Shades of Black“, fast surreal bis zur Auflösung erscheint „Cold Turkey“. Und „S.I.S.“ überrascht mit einer Fernbedienung zum Ausknipsen unliebsamer Menschen – wenn, ja, wenn das Ding nicht nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren würde. Jede dieser 20 Kurzgeschichten brilliert durch manchmal feinen, manchmal galligen Humor…“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Buch im Verlagsshop: Bitte Bild anklicken.

Im „Drecksack“-Magazin schreibt Franziska Appel über Michael SchweßingersRobinsonaden vom 40. Breitengrad„:

„… Das gesamte Buch ist ein geballtes Konglomerat an intensiven Erfahrungen und Gefühlen, wobei der Schreibstil eher sachlich anmutet. Doch gerade diese fast nüchterne Darstellung unterstreicht die Ignoranz des Massentourismus gegenüber der Ausbeutung der Angestellten. Sicher, von solchen Machenschaften wurde schon mehrfach berichtet, und auch mir war schon vorher irgendwie klar, dass der schöne Schein in den Werbeprospekten der Reiseanbieter sicher nicht ungetrübt ist. Aber es ist etwas anderes, wenn diese Trübung plötzlich Konturen annimmt, Namen trägt, zu Personen und Erlebnissen wird. Solche Umstände müssen durch Geschichten erst sprachlich verdeutlich werden, um tatsächlich ins Bewusstsein zu rutschen. Eben diese anderen Geschichten, die Schweßinger erzählt, um die Welt nicht denen zu überlassen, die sie ausbeuten. …“

Hier geht es zur kompletten Rezension.

Wir bedanken uns herzlich!
_____________________________________________________________________________________

Vorankündigung September 2019: Pia Lüddecke „Geister“

Pia Lüddecke, Frohnatur aus dem Ruhrpott und Romanautorin mit ausgeprägter Neigung für mystische Themen, wird im September 2019 mit ihrem zweiten Roman „Geister“ zugleich ihr Verlagsdebüt bei Edition Outbird vorlegen. Ein packender Stoff ist dieser Schauerroman der Schwarzen Romanik, der da, ihrer Feder entsprungen, in keine klassische Schublade passt, weder hinsichtlich des Genres noch der Alterszuordnung.

Mit Begegnung der Hauptfigur Tom mit einem mysteriösen Jungen namens Juri, der mit alten Herrschaften in einer verfallenen Villa haust, nehmen die Dinge ihren Lauf, die des Lesers atemlose Aufmerksamkeit fordern. Was als harmlose Schatzsuche beginnt, entwickelt sich zu einem Horrortrip. Aber lesen sie doch selbst…

Eine kleine Besonderheit bietet der Roman „Geister“ zudem: Unter den ersten BestellerInnen werden zwanzig handsignierte Kunstdrucke der von Holger Much mit viel Herzblut gestalteten Covergrafik verlost. Zum Shoplink geht es hier entlang.

Wir wünschen viel Glück und freuen uns auf Sie!
_____________________________________________________________________________________

„Wir bleiben hier“: Interviews mit Jennifer Sonntag, Dirk Rotzsch & David Gray

Nachfolgend verweisen wir auf die unlängst erschienenen Interviews der „Wir bleiben hier„-Initiative von Comiczeichner Schwarwel und Sandra Strauß, in denen auch unsere Autorin Jennifer Sonntag sowie die eng mit AutorInnen unseres Verlags befreundeten Schriftsteller David Gray und Dirk Rotzsch zu Kernthemen wie Demokratie, Rechtsruck, Einwanderung und ziviler Courage zu Wort kommen. Die Interviews sind in Gänze absolut lesenswert:

Jennifer Sonntag:

„… wbh: Was wünschst du dir für ein besseres menschliches Miteinander?

Keine Sprachlosigkeit, zu welchem Thema auch immer. Ich sehe allzu häufig, wozu Sprachlosigkeit, erlernte Hilflosigkeit und die erlernte Opferrolle über mehrere Generationen hinweg führen können. Wir brauchen das Gefühl, Konflikte aufmachen und überstehen zu können, wirksam zu sein und nicht den Umständen ausgeliefert. Das klingt abgedroschen und ist doch so schwer: Wir müssen miteinander in Kontakt kommen, die Klappe aufmachen, Ängste überwinden, Reibung auch mal aushalten, das können wir nur, wenn wir die Dinge bei Lichte betrachten und nicht im dunklen Keller verbergen. Die Lauten können das sicher besser als die Leisen. Aber die Lauten verstecken ja auch oft nur eine allzu menschliche Angst. Hier müssen wir gegenseitig ein bisschen besser aufeinander achten und jeder aber auch auf sich selbst, jeder muss für ein besseres Miteinander auch an sich arbeiten. Ich dachte immer Sozialkompetenz hätte ich ja nun genug, bis bei einem Test herauskam, dass Sozialkompetenz nicht Harmoniesucht ist. …“

Hier geht es zum kompletten Interview.

David Gray:

„… wbh: Warum haben deines Erachtens Menschen Angst vor „dem bösen schwarzen Mann“, vor MigrantInnen und Muslimen?

Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Einer davon ist zweifellos der: Zuwanderer werden von den Ureinwohnern als unwillkommene Boten aus einer für viele von ihnen zunehmend unübersichtlicher und damit bedrohlich gewordenen Restwelt wahrgenommen, die für sie zudem auch noch voller Gewalt und Konflikte zu sein scheint. Aber man nimmt die Fremden zugleich auch als ökonomische Bedrohung wahr. Denn eines der Paradoxe der Entwicklung in Ostdeutschland besteht ja auch darin, dass man hier viel härter auf die Anforderungen des Überlebens im Turbokapitalismus vorbereitet wurde als in den alten Bundesländern, wo noch man lange nach dem Übergang von der Bonner zur Berliner Republik einen Rest an sozialer Nestwärme bewahrte, der von Betrieben, Vereinen und Kollegenkreisen garantiert wurde. Im Osten hingegen wurden die Identifikationsmittelpunkte der Betriebe innerhalb von kürzester Zeit abgewickelt und man verordnete allüberall das Credo: Ab jetzt ist sich jeder erst mal selbst der nächste.
Das Ergebnis dieses Experiments in oft sträflich planlosem Plattmachen sehen wir heute im Umgang mit den Zuwanderern. …“

Hier geht es zum kompletten Interview.

Dirk Rotzsch:

„… wbh: Wie kann man Menschen, die sich benachteiligt und abgehängt fühlen, bspw. Menschen, die nach dem Mauerfall viel verloren haben, Angst um ihre Existenz und vor Überfremdung haben, erreichen und in die Gesellschaft zurückholen?

Mit Mathematik. Wie kann mensch in einem Landstrich, wie zum Beispiel der Altmark, Angst vor Überfremdung haben – wahrscheinlich ein Ausländeranteil von 1 Prozent. Oder Brandenburg. Oder wieviele Migranten leben im Vogtland? Da lacht der Ruhrpottler oder der Hamburger und schüttelt sein Ayran. Die Angst, in der Wüste zu ertrinken, ist eine eher abstrakte. In Görlitz und der Niederlausitz hat mensch eher Probleme mit EU-Bürgern aus Polen, aber die PIS Partei und die AfD sind ja gute Kumpels, da könnte man es ja auf dem kurzen Dienstweg klären … Die Ängste werden geschürt um abzulenken und es klappt ja immer prima. Der teuerste Wirtschaftsflüchtling ist immer noch der, der sein Liarjet mit der Nase gen Panama geparkt hat. …“

Hier geht es zum kompletten Interview.
________________________________________________________________________________________

Eröffnung der „Stadt der Sterblichen“ der FUNUS-Stiftung

Gern weisen wir auf Bitte unserer Autorin Jennifer Sonntag als Botschafterin der „Stadt der Sterblichen“ der FUNUS-Stiftung auf die Eröffnung der „Stadt der Sterblichen Leipzig 2019” hin:

„… Die FUNUS Stiftung zeigt im Rahmen der von ihr veranstalteten Kultur- und Kunstwochen „Stadt der Sterblichen 2019“ in der Galerie KUB die Ausstellung „Death walks behind you – Tod und Sterben in der Rockmusik.“
Plattencover, Songtexte, Sounds, Videos und jugendkulturelle Artefakte zeigen in bisweilen verstörenden und schockierenden Bildern markante Stationen des Themas in der Rock- und Popgeschichte vom Ende der 50er Jahre bis heute. Leitlinie des Projektes ist dabei das Verhältnis von Musikgenre, Szene und Jugendbewegung auf der einen Seite und der existenziellen Erfahrung von Tod auf der anderen Seite. Zeitgeist, Genre und Stilart der Musik haben jeweils einen ganz eigenen Umgang mit der Unausweichlichkeit bewirkt. Deutlich wird auch, dass der Kosmos „Rockmusik“ gerade auch jungen und jugendlichen Menschen eine umfassende und komplexe Sprache bereitstellt, mit der sie auch wesentliche und wichtige Lebensthemen in einer ihr nahen und eigenen Ausdrucksform betrachten, werten und verarbeiten können. Die Ausstellung gliedert dabei den Themenbereich in einen zeitgeschichtlichen Überblick und in die exkursartige Beleuchtung von wichtigen Schwerpunkten. …“

Hier geht es weiter. Wir wünschen der FUNUS-Stiftung viel Erfolg!
________________________________________________________________________________________

Vorankündigung September 2019: Michael Schweßinger „In Buxtehude ist noch Platz“

Wir freuen uns auf das neue Werk Michael Schweßingers, das in nicht mehr allzu ferner Zeit, voraussichtlich im September 2019 und einmal mehr in Benjamin Schmidts grafisches Handwerk gebunden, das Licht der Welt erblicken wird. Schweßinger liebt das Fremde in dieser entsetzlich schönen Welt – in seinem neuesten Buch „In Buxtehude ist noch Platz“ schreibt er darüber in seinem unvergleichlich fesselnden, leichten, philosophischen und zugleich verstiegen humorvollen Erzählsound, ohne sich auf ein einzelnes Land zu konzentrieren, der er seinen LeserInnen ein spannendes Panorama seiner Reisen, Begegnungen und Beobachtungen bietet.

Zur Buchbeschreibung und -vorbestellung folgen Sie bitte diesem Link.
________________________________________________________________________________________

Edition Outbird beim WGT 2019: ein Überblick

Nachfolgend möchten wir Euch und Ihnen in Stichpunkten einen kleinen Überblick geben, welche unserer AutorInnen zum Wave- und Gothik-Treffen in Leipzig zu erleben sind.

18. 05. 2019

11.05 Uhr | Jennifer Sonntag & Dirk Rotzsch | Vorschau auf das WGT 2019 | MDR Fernsehen

08. 06. 2019

13.30 Uhr & 14.15 Uhr | Holger Much & Benjamin Schmidt | Lesung „Willkommen in der Anderswelt“ (siehe auch hier) | Beuteltier Art Galerie, Könneritzstraße 24, 04229 Leipzig

15.30 Uhr | Michael Schweßinger | Lesung aus „In Buxtehude ist noch Platz“ (im Rahmen der „Der siebte Blick“-Veranstaltungsreihe des VEID e. V.) | VEID e. V., Rossplatz 8a, 04103 Leipzig

19.30 Uhr | Benjamin Schmidt | Lesung aus „Seelenübertritt“ | Heilandskirche, Weißenfelser Str. 16, 04229 Leipzig

09. 06. 2019

16.00 Uhr | Susanne Agnes Fauser | Lesung „Willkommen in der Anderswelt“ | Beuteltier Art Galerie, Könneritzstraße 24, 04229 Leipzig

16.00 Uhr | M. Kruppe | Leseprogramm „Kraftausdrücke“ (im Rahmen der „Der siebte Blick“-Veranstaltungsreihe des VEID e. V.) | VEID e. V., Rossplatz 8a, 04103 Leipzig

19.00 Uhr | M. Kruppe & David Gray | Lesung „Sexy Monsters in Pickelhauben“ | Brandstube, Schletterstraße 1, 04107 Leipzig

19.30 Uhr | Klaus Märkert | Konzert & Lesung mit Klaus Märkert & Bianca Stückers „The Eerie Glam Girls“ | Heilandskirche, Weißenfelser Str. 16, 04229 Leipzig |

10. 06. 2019

13.30 Uhr | Franziska Appel & Jennifer Sonntag | Lesung über „Die Laufmaschen des Lebens“ (im Rahmen der „Der siebte Blick“-Veranstaltungsreihe des VEID e. V.) | VEID e. V., Rossplatz 8a, 04103 Leipzig

Wir freuen uns auf literaturhungrige Gäste, bis dahin und herzlich willkommen!
________________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: Lisa Swietek

Lisa Swietek ist Juristin im Justizvollzug und leitet seit 2018 den Literaturkreis der Sicherungsverwahrung der JVA Werl. Als solche wird sie bei uns im 2. Quartal 2020 die Anthologie „Geschichten aus einer anderen Welt“ veröffentlichen, die Texte aus einer anderen Perspektive – dem Maßregelvollzug, einer Unterbringungsform, die sich an den Strafvollzug anschließt, enthält. Diese knüpft an die bei uns von Corina Gutmann bereits veröffentlichte Anthologie „Kopfkino“ an. Wir sind gespannt auf die Arbeiten aus diesem Spannungsfeld literarischer Arbeit und heißen Lisa Swietek herzlich willkommen!
________________________________________________________________________________________

Vorankündigung 24. Mai 2019: Mona Krassu „Freitagsfische“

Feridun Zaimoglu sagt über diesen einzigartigen Roman: „Ein wunderbares und wundersames Buch. Mona Krassu erzählt meisterlich eine Geschichte, die lange nachbrennt. Unbedingt lesenswert!“ Eine Einschätzung, die wir teilen – Mona Krassu erzählt mit Liebe zu ihren Figuren und zum Detail und einem unfassbar ausgeprägten Gefühl für die damalige Zeit die Familiengeschichte von Flüchtlingen aus Breslau, die in der sowjetischen Besatzungszone nicht nur mit vielen Widerständen in das neue Leben hineinfinden, sondern ausgegrenzt und angefeindet werden und nur schwerlich mit dem neuen System zurecht kommen. Bis hin zum ältesten Sohn Dietmar, dessen Aufbegehren gegen und Flucht aus dem Sozialismus Konflikte für die gesamte Familie nach sich ziehen.

Mona Krassu zeichnet ein Bildnis, welches problemlos auf die Gegenwart übertragen werden kann und damit auf das Leid und die Schwierigkeiten von Flüchtlingen, mit dieser neuen Welt zurechtzukommen, die sich ihnen offenbart.

Der Roman „Freitagsfische“, dessen Covergrafik der Thüringer Künstler Horst Sakulowski zur Verfügung stellte, erscheint voraussichtlich am 24. Mai 2019 und kann unter diesem Link bereits jetzt vorbestellt werden.
_____________________________________________________________________________________