Vorankündigung September 2018: Susanne Agnes Fauser „Lilian“

Wenn man bedenkt, dass „Lilian“ Susanne Agnes Fausers Debüt ist, vermag man die Welt nicht mehr verstehen. Man meint, dieser ebenso starken wie dunklen Romanperle viele Jahre literarische Reifung entnehmen zu können, deren Handlungsstränge sich allesamt einer tiefer kaum vorstellbaren und alle (inneren) Grenzen überwindenden Liebe annähern, die mit einem brutalen, bis weit in die Geschichte hinein unergründlichen Angriff ihr jähes, für die Protagonistin Lilian kaum zu verarbeitendes Ende findet.

Lilian„, dessen Cover der begnadete Illustrator Holger Much gestaltet hat, ist Spurensuche, innigste Liebe, Hochspannung, Sprachgewalt, Fesselung und Gänsehaut; umso größer ist unsere Vorfreude auf diesen Ende des 3. Quartals erscheinenden Stoff. „Lilian“ kann unter diesem Link bereits jetzt vorbestellt werden.
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Edition Outbird erreicht erstmals Top 100 unter den Amazon-Rankings

Amazon mag umstritten sein, aber bei aller thematischer Betroffenheit freuen wir uns sehr, dass heute mit „Darjeeling Pur“ von Tami Weissenberg erstmals ein Buch unseres kleinen Verlages die Top 100, in diesem Fall der Biografischen Romane, bei Amazon durchbrochen hat. Der letzte Stand war Platz 68 (mit späterem Anstieg auf Platz 18). Unsere Freude ist umso größer, dass dadurch nicht nur der hochwichtige Gewaltschutz für beide Geschlechter, sondern auch unsere anderen AutorInnen und Bücher mehr Aufmerksamkeit erfahren werden.
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Herzlich willkommen: Peter Wawerzinek

Wir freuen uns mit Peter Wawerzinek über einen Neuzugang in unserem AutorInnenkollektiv, der nicht nur zahlreiche Stipendien und Preise wie beispielsweise den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen bekam, sondern nicht zuletzt auch ein begnadeter Erzählkünstler ist. Mit seinen beiden überaus ehrlichen wie tiefgreifenden Romanen „Rabenliebe“ sowie „Schluckspecht“ erzielte er beispielsweise große Erfolge. Neben ihm gilt unsere Vorfreude seiner im 4. Quartal bei uns erscheinenden Schweden-Novelle, einem Erzählband, der von seinem Schwedenaufenthalt im Frühjahr diesen Jahres sowie seinen Begegnungen im Norden berichten wird.

Lieber Peter, wir freuen uns, Dich bei uns begrüßen zu dürfen!

Wer Peter Wawerzinek life erleben will, möchte sich bitte den 24. 11. 2018 in der Geraer Theaterfabrik vormerken. Hier liest er gemeinsam mit dem Herausgeber des „Drecksack“-Magazins Florian Günther.
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Vorankündigung Juli 2018: Tami Weissenberg „Darjeeling Pur“

Mit einer kleinen Verspätung wird Mitte Juli 2018 nun Tami Weissenbergs romanhaftes Tagebuch „Darjeeling Pur“ bei uns erscheinen, welches die massiven Gewaltwiderfahrnisse aus seiner damaligen Partnerschaft nachzeichnet und aufzeigt. So sachlich Weissenbergs Sprachwelt ist, so unfassbar ist die von ihm geschilderte Brutalität der vielen Übergriffe, die ihn physisch wie psychisch nicht nur nachhaltig schädigten, sondern auch an den Rande des Selbstmords brachten.

Das Buch, zu dem unlängst ein Interview im „Outscapes“-Magazin #8 erschien, für das erste Lesetermine für den 13. 09. 2018 in der Stadtbibliothek Gera sowie den 22. 11. 2018 in der Stadtbibliothek Greiz bereits feststehen und dessen Coverfotografie Katrin Hetzel anfertigte, ist unter diesem Link vorbestellbar.
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Ab sofort erhältlich: „Symmetrie der Risse“ von Christoph Liedtke

Ab sofort ist mit „Edition Outbird“ #13 Christoph Liedtkes Lyriksammlung „Symmetrie der Risse“ bei uns erhältlich. Christoph Liedtke, Autoren- und Künstlerfreund unseres Romanautoren Axel Kores, jüngst als Teil des Künstlerkollektivs „Rhizon Halle-Leipzig“ im „Outscapes“-Magazin #8 vorgestellt worden, taucht mit seiner Lyrik in das Organische und Universelle ein, ergründet somit die kleinsten Momente wie auch die größten Zusammenhänge in zwangloser, suchender Sprache. Gleich einem Tanz oder Flug, von dem er zu berichten weiß, führen seine Worte einen leichten Federstrich, ohne jedoch die Tiefen des Lebens und Liebens außer acht zu lassen…

Das Buch kann in unserem Onlinestore unter diesem Link bestellt werden. Herzlichen Dank und ein reichhaltiges Lesevergnügen!
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M. Kruppes Vorwort zu Tomas Jungbluths „Kammerflimmern“

Zu Tomas Jungbluths unlängst für Juli angekündigter Novelle „Kammerflimmern„, dieser sprachgewaltigen Erzählung gleich einem Brief zwischen sensibler Liebeserklärung und fasertiefer Trennungsaufarbeitung einer spannungsgeladenen Borderlinebeziehung (Interview erscheint im „Outscapes„-Magazin #9 im September 2018), bedanken wir uns von Herzen bei unserem Autorenfreund M. Kruppe für sein einfühlsames und umsichtiges Lektorat sowie sein Vorwort:

„Noch einen Drink? Ein Bier vielleicht oder einen Whisky, eine Wodka-Cola? Letzteres verabscheue ich ja. Man verfälscht geistige Getränke doch nicht. Ich nehme ein Bier, Herr Jungbluth, auch, wenn ich nur stiller Zeuge Ihres dialogischen Monologes bin. Ach was…. Geben Sie mir einen Laphroaig dazu. Den Älteren bitte… Und zwei, drei Tropfen Wasser bräuchte ich, denn dann kann ich mich einigen Worten widmen, die zu sagen ich bezüglich Ihres Buches nicht umhin komme.

Merken Sie etwas? Beim Lesen haben Sie mich schon eingenommen. So eingenommen, dass ich Ihren Stil dreist kopiere, den Sie hier anwenden. Das kommt, wenn ich von einem Buch überzeugt bin, oder dann, wenn das jeweilige Buch etwas mit mir macht. Ähnlich wie hier ging es mir bislang aber selten.

Ich erinnere mich an die Bücher von Jack Kerouac, die immer eine gewisse Einstiegszeit brauchten, weil sein Schreibstil schon nicht ganz so gewöhnlich war. Ich saß oft im Café und las. Nicht selten störten laute, rücksichtslose Menschen, die meinten, dass der gesamte Raucherbereich ihr ganz privates Refugium sei und entsprechend laut sprachen. Konzentration? Fehlanzeige. Und doch … immer bei Kerouac, wenn ich das Buch weg legte, entspann sich in meinem Kopf plötzlich ein Wortgewitter, wie man es von heißen Sommertagen kennt, wenn aus heiterem Himmel in gefühlter Sekundenschnelle Wolkentürme auftauchen, die sich dann brachial entladen. So schnell hatte ich selten einen Stift zur Hand. Irgendetwas machte dieser Kerouac da mit mir. Unbewusst und vielleicht nicht einmal beabsichtigt.

Das vorliegende Buch ist ebenfalls eins dieser Phänomene und ich weiß nicht recht, ob es an der dichten Legierung von Poesie und Prosa, der Beimischung von lyrischen und auch dieser wissenschaftlichen und spirituellen Denkansätze liegt, die Tomas Jungbluth hier präsentiert, oder an seinen inhaltlichen Niedergängen, dem Ausweiden des eigenen Selbst, dessen, was Fühlen ist und von so vielen Menschen nicht thematisiert wird. Warum auch? Der Mensch hat stark zu sein und keine Mimose. Was ist schon eine Trennung? Etwas Schlimmes? Ach wo… die Frau verlässt dich und du leidest? Jetzt mach‘s aber mal halblang! Such dir irgendeine und nimm sie mit nach Hause… Ablenken ist die Devise. Und hab dich nicht so, dann war sie einfach nichts für dich, hat dich nicht verdient!

Phrasen, die wir alle kennen. Phrasen, die uns allen schon einmal, wie Phrasen nun einmal sind, garstig ins Gesicht peitschten und dabei doch nichts hinterließen.

Was aber ist, wenn ein Mann wirklich einmal eine Trennung seziert? Wirkt er dann weinerlich und schwach? Wirkt er wie eine Mimose, ein zu belächelndes Subjekt? Ich denke, dass recht viele Menschen im offenen Dialog genau das bestätigen würden. Daheim aber dann, wo die Einsamkeit auch manchmal in Gesellschaft ein Berater wird, denken viele, wenn sie ehrlich nur zu sich allein sind, anders darüber.

Natürlich darf man(n) auch Schmerz zulassen. Natürlich ist die vermeintliche Stärke, gerade der männlichen Vertreter unserer so genannten „zivilisierten“ Gesellschaft, nichts anderes als Maskerade und „Getue“. Stark ist, wer nicht fühlt. Was für ein Blödsinn. Stärke ist, was Thomas Jungbluth hier vorlegt. Thematisch, weil er sich über diese Konvention stellt, als Mann über das Fühlen zu schweigen und zum Heulen in den Keller zu gehen. Konzeptionell, weil er keine Rücksicht nimmt auf Personen, die ihn kennen und vielleicht verlachen werden. Und sprachlich, weil sich in seinem Text verschiedene Genres verbinden, die es fast unmöglich machen, das Buch in eine Schublade zu packen. Und allein das macht Kunst aus. Wenn sie nicht definierbar ist, aber anspricht.

Und mich hat sie angesprochen, Herr Jungbluth, sehr sogar. Sie hat mich mitgenommen auf den Trip in ein tief verletztes, in gewissem Sinne fragiles, aber doch auch mächtiges Ich. Und dieser Trip hat viel gezeigt. Sehr viel. Nicht nur das Borderline-ähnliche Selbstverletzen über die Ebene eines Gegenübers, das fast schon nach Masochismus roch, nicht nur die irgendwie nach Ansatzautismus schmeckende Feinfühligkeit, die hier als Hochsensibilität bezeichnet wird, sondern auch, dass wir Menschen uns mehr Mensch sein könnten, wenn wir abkämen von diesem seltsamen Dekret, stark sein zu müssen. Härte erweist sich als gesellschaftlich anerkanntes Muster einer Gemeinschaft, die so nach Weichheit schreit, heimlich… Und sehr, sehr wenige würden es offen zugeben. Vor allem dann, wenn es sich um Männer handelt.

„Mir war ab dem gewissen Point of no Return klar, dass ich dieses Buch schreiben
muss. Wie mir auch klar war, dass es eine harte Reise werden würde. Natürlich
heulte ich gerade am Anfang wie ein Schlosshund. Und natürlich glich es einem
tagelangen Tauchgang. Ich trank viel zu viel beim Schreiben, weil ich nüchtern
kaum eine Stunde Arbeit am Skript aushalten konnte. Und ja, weil da auch mein
emotionaler Wortschatz nur halb so hohen Ladepegel hat, schätze ich. Dabei will
ich weder eine Demontage noch eine Erhöhung, es musste raus aus meinem
Herzen und aus meinen Zellen, diese ganze Geschichte mit Dir, die diese so
einzigartige Bruchkante in meinem Leben darstellt und der Du für mich die
permanente Gefühlsmischung aus erstmaligem Ankommen und latenter
Gefährdung warst.“

Gut, dass Sie dieses Buch geschriebenen haben, dass Sie sich an der Vergangenheit gerieben haben und dabei kaum ein Blatt vor den Mund nahmen, Herr Jungbluth. Gut, dass Sie den Schritt gegangen sind und nun, mit Kammerflimmern Einblick in eine Auseinandernahme, eine Deinstallation einer Dualität geben und damit den LeserInnen sagen: Das, genau das, könntest auch DU sein.“

Das Buch kann bereits jetzt in unserem Onlinestore vorbestellt werden. Herzlichen Dank!

Bildnachweis: Stef Schmidt
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Vorankündigung Juli 2018: Klaus Märkert „Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“

Auch für das undergroundliterarische Urgestein Klaus Märkert, wir hatten bereits im April sein herzliches Willkommen in unseren Verlagsgefilden angekündigt, rennt dieses außerordentlich schnelle Jahr unaufhaltsam auf sein neues Buch mit Namen „Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0“ zu. Unsere Vorfreude ob dieses Neuarrangements höchst unterhaltsamer Dunkelliteratur teilen wir uns nicht nur mit Klaus, sie könnte zudem größer kaum sein. Die Covergestaltung übernahm einmal mehr unser beinahe schon Hausgrafiker Benjamin Schmidt.

Für 11.90€ kann das im Juli erscheinende Buch bereits jetzt unter diesem Shoplink bestellt werden.
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Vorankündigung Juli 2018: Tomas Jungbluth „Kammerflimmern“

Tomas Jungbluth, unter anderem im März diesen Jahres mit der Anthologie „Apokalyptischer Alltag“ in Erscheinung getreten, veröffentlicht im Juli 2018 mit „Kammerflimmern“ erstmals eine Novelle. „Kammerflimmern“ ist ein Verbrennungsprodukt, welches dem ebenso tiefen Einfühlungsvermögen wie der ausgeprägten Gabe zu reich bebilderten Sprachlandschaften Jungbluths entsprang. Folgerichtig vertieft sich Jungbluth in diesem einem Liebesbrief nicht unähnlichen Monolog in die Welt zweier Hochsensibler (deren eine Rolle er einnimmt), und zeichnet nach, wie sie nach einem frühen schweren Vertrauensbruch und zunehmenden Grenzüberschreitungen letztendlich ihren vielschichtigen Gefühlswelten und den Gewalten ihrer tiefen Liebe erliegen.

Ein spannendes, berührendes und sehr tiefes Buch, dessen vortreffliches Cover Benjamin Schmidt entworfen hat. Das einfühlsame Vorwort und Lektorat verdanken wir M. Kruppe. Das Buch ist erhältlich ab Juli 2018, wer bereits jetzt bestellen will, folge bitte diesem Link. Herzlichen Dank!
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Herzlich willkommen: Hendrik Peeters

Ebenfalls für das 3. Quartal begrüßen wir den sympathischen Hamburger Spieleentwickler, Autoren und Lesebühnenbetreiber Hendrik Peeters in unserem AutorInnenkollektiv, der unsere Herzen mit fantasievollen, leichten, manchmal obskuren, verstiegenen oder gar verstörenden Kurzgeschichten erfreuen wird. Auch das ein oder andere mitreißende Lyrikelement wird in seinem Erstling „Herr Schwarz und andere Geschichten“ (Arbeitstitel) vertreten sein.

Herzlich willkommen, lieber Hendrik, wir freuen uns auf Dich!

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Herzlich Willkommen: Klaus Märkert

Man kommt nicht umhin, Klaus Märkert als Urgestein der Undergroundliteratur zu bezeichnen. Viele seiner AutorInnenfreunde, zu denen er sich in unserem Verlag gesellt, kennt er schon viele Jahre, nicht zuletzt aus dem legendären Leipziger Verlag „Edition PaperONE“, der leider vor einigen Jahren seine Geschäfte einstellte.

Klaus Märkert, Autor zahlreicher unterhaltsamer, schwarzhumoriger Erzählungen, Mitbegründer des legendären Bochumer Szeneclubs „Zwischenfall“ und umtriebiger Bühnenliterat, erfreut unsere Herzen mit seiner Anfang des 3. Quartals 2018 bei uns erscheinenden Kurzgeschichtensammlung „Das Ding hat Augen – Best of Nachthumor“. Es darf gespannt sein.

Klaus, wir freuen uns auf Dich und heißen Dich herzlich willkommen!
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