Herzlich willkommen: Corina Gutmann

Eine besondere Freude ist uns die fast zeitgleich zum 25jährigen Jubiläum als Leiterin der Greizer Stadtbibliothek eingegangene Vertragsunterzeichnung von Corina Gutmann. Besonders, weil sich Corina Gutmann seit vielen Jahren nicht nur für die Bibliothek und kulturelle Vielfalt ihrer Region engagiert, sondern auch literarisch mit Ostthüringer Häftlingen arbeitet. Als Resultat dieser Arbeit wird Corina Gutmann im 1. Quartal 2019 bei uns die Anthologie „Kopfkino“ herausgeben, die die beste(n) Kurzgeschichten, Prosa und Lyrik Inhaftierter zu ihren Träumen, Sehnsüchten, ihrer Schuld und ihrem Schmerz vereinen wird.

Wir freuen uns sehr über dieses Projekt, weil es einmal mehr die hohe Notwendigkeit unter Beweis stellt, für gescheiterte oder Menschen mit hohem Bedarf an Unterstützung aktiv zu sein. Herzlich willkommen, Corina!

Bildnachweis: Frank Gutmann
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Tami Weissenberg in der Geraer Stadtbibliothek: ein Rückblick

Eine gute Woche ist es mittlerweile her, und erst jetzt finden wir Zeit für einen kurzen Rückblick auf Tami Weissenbergs Geraer Lesung vom 13. 09. 2018 aus seinem Buch „Darjeeling Pur“ mit anschließender Gesprächsrunde. Die mit mehr als zwanzig Gästen gut besuchte Veranstaltung wurde vom Geschäftsführenden Bildungsreferenten der Landesfachstelle Männerarbeit zu Sachsen, Frank Scheinert, moderiert und begann im ersten Teil mit der Lesung von Auszügen aus dem Buch, die große Betroffenheit und Fassungslosigkeit im Publikum auslösten. Entsprechend angeregt und weitreichend gestaltete sich auch die Gesprächsrunde im Anschluss, der neben Frank Scheinert und dem Autoren auch die Ehe-, Familien-, Lebens- und Sexualberaterin Dorothea Kramß beiwohnte.

Die Veranstaltung dauerte weit mehr als drei Stunden, und selbst in dieser Zeitspanne ließen sich nicht alle angesprochenen Emotionen, zutage getretenen Probleme und Aufgaben im Spannungsfeld zwischen emotionaler Abhängigkeit, massiven Gewaltwiderfahrnissen und geschlechterunabhängigen Gewaltschutz erschöpfend diskutieren.

Die Veranstaltung war gemessen an der BesucherInnenzahl, dem Interesse am Thema und dem vor Ort erhältlichen Buch sehr erfolgreich; einzig die Tatsache, dass nahezu ausschließlich Frauen anwesend waren, gab allen Beteiligten zu denken.

Unser Dank gilt der Stadtbibliothek Gera, der Landeszentrale für politische Bildung, Tami Weissenberg, Dorothea Kramß und Frank Scheinert sowie allen anwesenden Gästen. Ein weiterer Lesungstermin in der Region wird am 22. 11. 2018 in der Stadtbibliothek Greiz sein.

Zu einer kleinen Bildzusammenfassung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Kerstin Ebert
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Herzlich willkommen: Edek Rose

Wir heißen in unseren Reihen herzlich Edek Rose willkommen, der mit einer Sammlung rauher, bissiger, gewaltiger, verstörender, substantieller, kritischer Texte irgendwo zwischen Prosa und Lyrik und irgendwo im Spannungsfeld Baudelaires aufwartet, die sich beim Lesen festsetzen und nicht wieder loslassen. Sein Stoff schlägt in die Magengrube, elektrisiert und bügelt unsere Sichtweisen gegen den Strich.

Wir haben die Freude, gemeinsam mit ihm im ersten Halbjahr 2019 sein erstes Buch zu realisieren. Wir sind gespannt drauf.
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Jennifer Sonntag wird „Stadt der Sterblichen“-Botschafterin der FUNUS-Stiftung

Gern weisen wir darauf hin, dass unsere Autorin Jennifer Sonntag 2019 Botschafterin der „Stadt der Sterblichen“ der FUNUS-Stiftung wird. Damit besetzt Jennifer, die sich in ihren Büchern intensiv den Themen Verlust, Trauer und Neuorientierung widmet, einmal mehr als Multiplikatorin eine inklusive Position zur Sensibilisierung eines Tabu-Themas. Zitat:

„Die Intension und das Ziel der FUNUS-Stiftung sind, den Umgang mit Leben und Tod, Sterben, Bestattungs- und Endlichkeitskultur näher in unser Bewusstsein und in unsere Gesellschaft zu rücken. Das macht sie auf eine sehr lebhafte und sogar unterhaltsame Weise, die jeden anspricht und zu der jeder sich so ganz individuell mit seiner eigenen Sterblichkeit, Krankheit und dem eigenen Leben beschäftigen kann. Das ist so wichtig und existenziell, weil sie damit für die persönliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Lebensende, Suizid, Traumata und schweren Belastungen, Ängsten sowie physischen und psychischen Krankheiten und Störungen sensibilisiert.

Im Sep 2019 finden im Zeitraum von 3 Wochen und an 4 Wochenenden die Endlichkeits-Kultur- und Kunstwochen in ganz Leipzig statt – unter dem Credo:

„Wir feiern das Leben.“
Gemeinsam mit allen.

FUNUS-Chef Frank Pasic formuliert es frei nach den Peanuts folgendermaßen:

„Ja, eines Tages werde ich sterben – aber an allen anderen Tagen werde ich leben – also mache ich das Beste draus.“

Bisher feststehende Veranstaltungsorte und PartnerInnen:

Ägyptisches Museum, Ananke Bestattungen, Anatomie-Saal der Uni Leipzig, Ariowitsch-Haus (angefragt und in Planung), Clowns Museum, Comic Combo, Galerie KUB, Herrenhaus Möckern, Hospiz Verein, Ilses Erika, Innenstadt, Kinobar Prager Frühling, Luru Kino, Michaelis Kirche, Moritzbastei, naTo/Cinematheque, St. Elisabeth Krankenhaus, Theater der Jungen Welt (angefragt und in Planung), Zeitgeschichtliches Forum … weitere sind in Planung und im Gespräch

Unsere Themen (erster kleiner Auszug):

– Ausstellung „Death walks behind you“ – Tod und Sterben in der Rockmusik, kuratiert von Dr. Josef Spiegel
– Podien und Gesprächsrunden, wie „Politische Todesopfer und von in der SED-Diktatur bis 1981 hingerichtete Personen“, Voyeurismus und Umgang mit „Kriminal-Tod“ in der Realität und im Film, mit SOKO Leipzig, sowie „Hausärztliche ambulante Betreuung“
– Kindertag mit den Vereinen Wolfsträne, Advena, Bärenherz, Schmetterlingskinder, Veid…
– FUNUS-Symposium mit dem Arbeitstitel „Nach uns die Sintflut?! Bestattungskultur im Zeichen der Nachhaltigkeit“, gemeinsam mit Tade Spranger
– Euthanasie-Verbrechen und Kindereuthanasie in Leipzig
– Depression und Suizid
– „Tod und Bestattungskultur“ in den verschiedenen Religionen
– Kinovorführungen, u. a. mit lokalen Filmemachern, Verbänden und Institutionen, Horrospecial und Matinee
– Abtanzen in der Ilse mit Donis und den Top 100-Todes-Liedern
– Lesungen, bspw. mit Udo Portner und Christian von Aster „Bestatter erzählen“
– Songslam und Konzerte
– Stadtrallye mit „betourt“
– Workshops mit SchülerInnen
– VÖ Graphic Novel „Gevatter“ von Schwarwel, FUNUS Stiftung, mit Signierstunden“

Wir wünschen der FUNUS-Stiftung und Jennifer viel Erfolg bei diesem Projekt!
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Büchermesse „Dresden (er)lesen“ – ein Rückblick

Von zahlreichen Eindrücken und Gesprächen erfüllt blicken wir auf die Büchermesse „Dresden (er)lesen“ unter der Leitung von Katharina Salomo zurück. Einer sehr gut durchorganisierten Buchmesse auf höchstem Niveau, mit auserlesenen Ausstellern und AutorInnen sowie in einem Ambiente, das seinesgleichen sucht. Das Klima war familiär; im Rahmen der Buchmesse lasen unter anderen namhafte Erfolgsautorinnen wie Nina George oder Luci van Org.

Es gab zahlreiche Gespräche an unserem Messestand, die den Spannungsbogen zwischen Literatur und den ebenfalls dargebotenen internationalen Whiskyspezialitäten ebenso zum Thema hatten wie unser literarisches Profil als Verlag. Als am weitesten angereiste Gesprächspartnerin begrüßten wir eine Wienerin an unserem Stand, mit der wir uns rege über den alternativen Kulturbetrieb austauschten.

Mit diesem kurzen Rückblick schauen wir auf einen angefüllten, sehr reichhaltigen Tag zurück, der uns einmal mehr die Gelegenheit gab, uns mit unserem Profil als (Mit)Veranstalter, Sponsor und Verlag zu zeigen. Unser Dank gilt neben den zahlreichen Gästen und LiteraturfreundInnen insbesondere der Organisatorin Katharina Salomo von „Salomo Publishing“.

Vielen herzlichen Dank!

Zur Fotogalerie folgen Sie bitte diesem Link.
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Für AutorInnen: vorerst keine weitere Annahme von Manuskripten

Wir bitten um Verständnis, dass wir bis zum Jahresende keine weiteren Manuskripte neuer AutorInnen mehr annehmen können. Wir haben derzeit viel Arbeit mit vielversprechenden, bereits vorliegenden Stoffen und möchten uns bis auf Weiteres darauf sowie unser bestehendes Netzwerk aus AutorInnen konzentrieren. Für Ihr Verständnis vielen herzlichen Dank!
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Spannender Podcast mit Jennifer Sonntag

Wir dürfen an dieser Stelle auf den Psychiatrischen Podcast „PsychCast“ des Klinkchefs und Psychiaters Dr. Jan Dreher hinweisen, in dem Jennifer Sonntag über ihre Erfahrungen als blinde Frau während ihres stationären Klinkaufenthalts (der sie zu ihrem bei uns erschienenen Erwachsenenmärchen „Seroquälmärchen“ motivierte) wie auch über ihr soziales und inklusives Engagement spricht. Der PodCast ist unter diesem Link zu finden, dauert knapp 40 Minuten und ist sehr hörenswert.
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Herzlich willkommen: Andreas Hähle

Mit seinem Manuskript „Wahnsignale“ ließ uns der gestandene Autor, Songtexter, Redakteur, Hörbuchsprecher, Redner und Dramaturg Andreas Hähle einen Roman zukommen, der schon beim ersten Querlesen einen erzählerischen Sog offenbarte, der sich in seiner Nachdenklichkeit, der aufscheinenden Lebenstiefe und seinem sprachlichen Sound festsetzte und uns nicht mehr losließ. Zitat aus Andreas Hähles Kurzbeschreibung von „Wahnsignale“:

„… Statt der versprochenen blühenden Landschaften begannen Glaspaläste die wenigen Mutigen auszukehren, die sich mit kleinen Läden über Wasser zu halten versuchten. Keine gute Zeit für die Menschen in diesen Breiten. Keine gute Zeit für Freiheit. Was geschieht, wenn man sich zwischen zwei Stühle setzt, die einstige Freiheit der DDR nach der friedlichen Revolution bewahrend und sich mit den neuen Gegebenheiten arrangierend? Die Seele zerreißt, das Böse gewinnt Oberhand. Der Wahn befällt die Menschen und Freiheit bedeutet nun, seinen Signalen zu folgen. Manche überlebten es körperlich, geistig und seelisch kaum jemand. Auch nicht der Held dieses Romans. Er folgt dem Ruf des Bösen und die neue Gesellschaft lässt ihn gewähren, mehr noch, fast befördert sie ihn und er erkennt schnell, dass das Böse deshalb nicht erkannt werden kann, weil es zur neuen Gesellschaft gehört wie das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Und so beginnt eine Reise durch das Seelenleben eines Menschen und somit auch in das Seelenleben einer zerstörten und zerrissenen Gesellschaft, die einige Jahrzehnte später in Aggression und Fremdenhass münden wird. Aber davon erzählt der Roman nichts. Man kann es nur ahnen in diesem Psychogramm einer verlorenen und immer mehr schwindenden Freiheit. …“

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen, sind gespannt auf die Publikation seines Romanstoffs und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Herzlich willkommen, Andreas!
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Axel Kores und Christoph Liedtke: Literarische Performances

Zu unseren beiden Autoren Axel Kores und Christoph Liedtke ist nicht zuletzt als Mitglieder des Künstlerkollektivs „Rhizom Halle-Leipzig“ bereits im „Outscapes“-Magazin #8 einiges gesagt worden. Was die Herren im Rahmen des „Aorta“-Projektes hier jedoch in Form eines Trailers liefern, lässt sich beim ersten, zweiten und auch dritten Anblick atemlos als „Überspannung“ im besten Sinne bezeichnen.

Aber lassen wir das Video selbst sprechen:

Die Jungs, das Kollektiv, die Bands und Performances sind eine absolute Empfehlung! Gern stellen wir wie auch bei unseren anderen AutorInnen den Kontakt her.
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Herzlich willkommen: Frank Hildebrandt

Frank Hildebrandt, den wir an unserem Messestand der Leipziger Buchmesse 2018 als sympathischen Denker der stillen Töne kennenlernten, greift zahlreiche philosophische Fragen um Ethik und Moral in einer wunderbar leichten Sprache auf. Er tritt in ein inneres Zwiegespräch, nimmt Gedanken auf und folgt ihnen, um schließlich in konzentrierte Aphorismen zu münden. Zitat aus dem Vorwort:

„In seinem Buch Gedankenspiele, dem vorliegenden Band, nimmt der Berliner Autor Frank Hildebrandt seine Leser mit auf eine Reise, auf der er alte und immer wieder neue Fragen stellt: Was ist der Mensch? Wie sollen wir leben? Was ist gut und wie erkenne ich das Gute? Wo beginnt meine Freiheit und wo ist sie zu Ende, da sie auf die der anderen trifft?

[…]

Darf ich jeden Menschen begehren? Kann man einen Menschen einfach der Lüge bezichtigen? Kannst du dir vorstellen, einen Menschen wegen seiner Schwächen zu lieben? Und: Ist das, was ich wahrnehme, wirklich wahr?“

Wir freuen uns gerade in heutigen Zeiten über diese so reichhaltige wie fast spielerische Möglichkeit, den inneren Moralkompass zu hinterfragen. Herzlich willkommen, Frank Hildebrandt!
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