„Leipzig lauscht“: eine Nachlese zur Moritzbastei mit Frau Kopf & Freunden

Wir freuen uns über eine Nachlese des Blogs „Leipzig lauscht“ der Leipziger Messe GmbH zur Lesung mit Frau Kopf in der Leipziger Moritzbastei am 09. 02. 2018 aus ihrem aktuellen Buch „Brachialromantik„, die Sie hier per kleinem Ausschnitt lesen können :

„… Die Autorin liest den ersten von zehn Texten an diesem Abend und erschafft mit ihrer Lesart eine Stimmung zwischen Herzschmerz und Glücklichsein.

[…]

Frau Kopf und Jolla geben dem Zuhörer das Gefühl, man kenne sie schon lange und sei in ihrem Wohnzimmer. Der letzte Beitrag des Abends über Liebe in Leidenszeiten berührt und schmerzt, aber lässt einen doch etwas glücklicher als vorher zurück: »Man realisierte und war trotzdem glücklich.« Das aus unterschiedlichen prosaähnlichen Texten bestehende Buch »Brachialromantik« ist ein Werk für Träumer und Realisten, die sich nicht vor ihren Gefühlen fürchten. Eine Lesung von Frau Kopf wie ein Besuch bei guten Freunden, mit viel Tiefgang. Wenn man danach gegen halb elf in die kalte Nacht entlassen wird, denkt man zwangsläufig an eine ihrer Zeilen: »Macht doch mal weniger Mittel und mehr Mega. …«

Bildnachweis: Caroline Heysel
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LVZ bespricht Frau Kopfs „Brachialromantik“

Aus Anlass der am 27. 01. 2018 entfallenen und für heute Abend erneut angesetzten Lesung mit Frau Kopf in der Leipziger Moritzbastei verweisen wir erst heute auf die bereits am 26. 01. 2018 in der Leipziger Volkszeitung seitens Volly Tanner veröffentlichten Besprechung ihres neuen Buches „Brachialromantik„:

„… Dieses Sichaufbäumen gegen laut postulierte Gewissheiten, dieses Hinterfragen und auf sich selber verlassen, dieses Zweifeln und Revoltieren ist großes Theater, wobei Herz und Kopf, Emotion und Intellekt, eine wundervolle Metamorphose eingehen: „Mal schreit der Kopf sehr laut und das Herz hält den rotumrandeten Mund und manchmal hält das Herz dem Kopf die Augen zu.“

[…]

Da ist die Kopf in ihrer Widerständigkeit und ihrer brachialromantisch in Sätze gepackten leisen Menschenliebe das, was große Dichter und Dichterinnen immer waren: unangepasst auf der Höhe der Zeit. …“

Zur kompletten Besprechung geht es hier entlang; wir freuen uns heute Abend auf Sie!

Bildnachweis: Marco Fechner
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Herzlich willkommen: Jennifer Sonntag & Franziska Appel

Wir begrüßen mit großer Freude und – ob des entgegengebrachten Vertrauens – Dankbarkeit die Autorin, Fernsehmoderatorin und sehbehinderte Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag sowie die in verschiedene inklusive Buch- und Ausstellungsprojekte involvierte Künstlerin und Illustratorin, Agrarökonomin und Forscherin Franziska Appel in unserem Verlag.

Beide wurden bereits mit dem Mitteldeutschen Inklusionspreis „Mosaik“ ausgezeichnet und veröffentlichen unter einmal mehr dem wunderbar unvergleichlichen grafischen Blick und Handwerk Benjamin Schmidts im 2. Quartal das Psychiatrie- und Erwachsenenmärchen „Seroquäl“. „Seroquäl“ greift das Thema Depression auf und folgt der gestalterischen Tradition des Anfang Dezember 2017 von uns veröffentlichten Erwachsenenmärchens „Seelenübertritt„:

„Zu allen Zeiten wurden Märchen erzählt, nicht immer spielen sie im Wald, manchmal spielen sie auch in der Psychiatrie, in urbanen, von Menschen und für Menschen geschaffenen Räumen mit nüchternem Interieur. Es ist ein geschütztes Reich mit nach außen „fast“ undurchdringlichen Pforten, mit angeschrägten Fenster- und Türklinken und ohne andere gefährliche Dinge, die zum Eskapismus im entleibenden Sinne einladen. So bleibt scheinbar nur die Flucht in eine Traumwelt, in der sich Patientenzimmer zu wundersamen Feenbehausungen und Buntstifte zu Zauberstäben wandeln. Das Antidepressivum wird zum magischen Elixier, besitzt aber auch hier eine Ambivalenz, wie man sie aus althergebrachten Märchen kennt.“

Herzlich willkommen, wir sind gespannt auf das Buch und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Bildnachweise: malsehn.media und Markus Scholz
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Herzlich willkommen: Christoph Liedtke

Wir freuen uns mit Christoph Liedtke auf einen weiteren spannenden Neuzugang, einen Künstler vom Kollektiv „Rhizom Halle-Leipzig„, dem auch unser Autor Axel Kores angehört, und der nicht nur als Bildender und Performancekünstler sowie Musiker auf zahlreiche spannende Projekte verweisen kann, sondern darüber hinaus auch mit substanzieller, feinmaschiger, hochsensibler, fragiler und berührender Lyrik begeistert. Sein Gedichtband „Symmetrie der Risse“, bestehend aus fünf Gedichtzyklen, wird im 2. Quartal bei uns erscheinen.

Herzlich willkommen, Christoph, wir freuen uns auf Dich!
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Vorankündigung März 2018: M. Kruppe „Und in mir Weizenfelder“

Der „Edition Outbird“-Autor der ersten Stunde M. Kruppe hat es wieder getan und rundet somit mit seinem neuen Lyrikband „Und in mir Weizenfelder“ unser spannendes Quartalspensum an Neuveröffentlichungen mit einem Vorwort von Dr. Mark Benecke würdig ab.

Kruppes Herz ist groß und seine Abgründe endlos. Und so ist es nur konsequent, dass sich die oftmals tanzende Lyrik hinter dem gebrochen strahlendhellen Cover „Und in mir Weizenfelder“ Grenzgängen, Ausgestoßenen, Opfern des Krieges, Begierden und tiefen Emotionen, dem Zerbrechen am System und natürlich einmal mehr dem Suff und Sinn des Lebens widmen. Kruppe ist Reibung und unentwegte Suche. Und Kruppe ist Glaube, sonst wäre er nicht der, der er ist.

Seine Lyrik ist Punk und auf die Fresse, Zärtlichkeit und Tanz, flüstert, schreit und kotzt und ist immer wieder eine Empfehlung. In Kürze erhältlich und unter obigem Link bereits jetzt vorbestellbar.

M. Kruppe erleben Sie auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen unseres Abendprogramms (Informationen entnehmen Sie bitte diesem Veranstaltungseintrag).

Unser Dank gilt für die Covergestaltung Tobias Giese.
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Vorankündigung März 2018: Tomas Jungbluth & Friends „Apokalyptischer Alltag“

Man sollte sich nicht über das unschuldige Weiß als Covergrundlage hinwegtäuschen lassen: Dieses Buch ist böse. Es ist das sprachstarke Auskotzen von Weltschmerz, der lyrische Rausch der (System)Lügen, ist wortgewaltige Falschheit und der Finger wunder Short Stories, der das massenhafte Seelensterben aufzeigt und keine Hoffnung lässt. Prosa und Lyrik, diese feinklingenden literarischen Zuordnungen, münden hier in ein Tribunal irgendwo zwischen Weltsterben, versifftem Randgruppenblues, blinder Agression und endlos grauem Drogenrausch.

Tomas Jungbluth, das bislang einzige Mal 2010 gemeinsam mit Tristan Rosenkranz in „Fieberherz„, veröffentlicht im Hause „Edition PaperONE“, in Erscheinung getreten, hat seine beiden Autorenfreunde Ron Miller und Jenz Dieckmann (seines Zeichens Herausgeber des bizarren INSIDE Artzines und hier für das Coverlayout verantwortlich) eingeladen, seine gesammelten Werke der täglichen Apokalypse zu vervollständigen. Herauskommen wird in der zweiten Quartalshälfte dieses Jahresanfangs ein Sammlerstück schwarzer Abgesänge.

Wir sind gespannt drauf.

P.S.: Tomas Jungbluth und Ron Miller sind Autorenpseudonyme.
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Vorankündigung März 2018: Axel Kores „Verschwendete Jugend“

Mit Axel Kores´ Debüt „Verschwendete Jugend“ kündigen wir ein weiteres Buch mit pünktlichem Erscheinen zur bevorstehenden Leipziger Buchmesse an, dass seine Leserschaft in seinen Bann ziehen dürfte. Ein mal schnoddrig, mal hochpräzise, mal rotzig erzählter, rasanter Roman, dessen Plot sich auf des Protagonisten Bloomsteins ebenso obsessive wie nie gelebte Liebe bezieht und drum herum seine Sozialisation im Damals und im Jetzt durchblicken lässt: Einst Punk und Hausbesetzer, lebt der erfolglose Künstler jetzt von Betrügereien, Containern und Gelegenheitsjobs und nimmt immer wieder wechselnde Rollen ein, um seinem einzigen erkennbaren Lebensziel – seiner Jugendliebe Maria – wieder nahe zu kommen, die als Hauptdarstellerin eines Theaterstücks wegen eine Zeitlang in der Stadt weilt.

Wir verraten selbstverständlich nicht, ob es ihm gelingt, und ebenso wenig, ob seine begierliche Liebe Erwiderung findet. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: „Verschwendete Jugend“ ist ein kurzweiliges Prachtstück der Erzählkunst, welches von Kores´ Detailverliebtheit und Wortvielfalt ebenso sehr lebt, wie von seinem ganz offenbar reichhaltigen emotionalen Innenleben, welches immer wieder für harte Gänsehautschauer sorgt.

Axel Kores erleben Sie wie auch Michael Schweßinger auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen unseres Abendprogramms (Informationen entnehmen Sie bitte diesem Veranstaltungseintrag).
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Vorankündigung März 2018: Michael Schweßinger „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“

Wie Anfang des Jahres bereits kurz angerissen, wird in Kürze nunmehr auch Michael Schweßinger mit „Robinsonaden vom 40. Breitengrad“ seinen neuen Erzählband bei uns veröffentlichen. Italienstories aus seinem Saisonjob 2017 in einer Ferienanlage, die samt ihrer zahlungskräftigen Gästeschar nicht nur alle Klischees bedient, sondern auch durch prekäre Arbeitsverhältnisse ihrer Mitarbeiter aufwartet.

Schweßingers Erzählsog ist ungebrochen, auch dieses Buch will man nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen, obschon oder eben gerade weil es neben den beschriebenen Begegnungen, menschlichen Profilskizzen und bisweilen skurrilen Situationen auch sehr kritische Betrachtungen zum arbeitsrechtlich vermeintlich fortschrittlichen Europa des 21. Jahrhunderts aufzeigt. Besondere Merkmale des Buches sind neben Schweßingers fesselnden Erzählbildern seine Zwischenkapitel als den Erzählfluss kurzzeitig einfrierende Bruchstellen wie auch seine Gabe, weitgehend unemotional zugleich aus dem Geschehen heraus wie auch aus dem Draufblick zu erzählen.

Wir freuen uns auf sein Anfang März erscheinendes Buch und bedanken uns bei Ralf Schönfelder für das wunderbar umsichtige Lektorat und bei Benjamin Schmidt für dessen ebenso einfühlsames wie vortreffliches Cover.

Michael Schweßinger erleben Sie auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen unseres Abendprogramms (Informationen entnehmen Sie bitte diesem Veranstaltungseintrag).

Unser Dank gilt für die Coverfotografie Oliver Baglieri, für die Covergestaltung Benjamin Schmidt und für das Lektorat Ralf Schönfelder.
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Weiteres umfassendes Interview mit Michael Haas erschienen

Gestern erschien in gleich drei Zeitungen der Stuttgarter Region ein umfassendes Interview mit unserem Autoren Michael Haas anlässlich seines jüngst erschienenen episodischen Romans „50. Licht und Schatten – Männer betrügen Frauen. Frauen betrügen sich selbst.“ Ein Auszug:

„… Haben Sie Probleme mit dem Alter?

Haas: 51 Jahre zu sein, ist eher ein Privileg, wenn auch körperlich eine Bürde. Es eröffnet die Chance, das Leben mit amüsierter Gelassenheit und frei von Ambitionen zu betrachten. Die Gegenwart ist heute für mich weit bedeutsamer als Vergangenheit und Zukunft. Jeder Genuss beginnt mit der Einsicht, dass ein vollkommener Augenblick zeitlos ist. Das zu begreifen, ist bisweilen auch eine Frage des Alters.

Ist das die Abrechnung mit der Generation Golf?

Haas: Vielleicht. Was mich stört, ist nicht etwa, dass selbst wohlhabende 50-Jährige unablässig klagen oder, noch schlimmer, versuchen, den Lebensstil ihrer Kinder nachzuahmen. Das endet meist in einer Persiflage des Alterns. Was mich wirklich stört, ist der oft spürbare Mangel an Phantasie und Mitgefühl. Hemingway hat es auf eine schöne Formel gebracht: „Ich habe eine große Zärtlichkeit und Bewunderung für die Erde und keine Spur davon für meine Generation.“

Was ist das Grundproblem im fünften Lebensjahrzehnt?

Haas: Sehr wahrscheinlich die Desillusionierung im Alltag. Niemand glaubt anfangs, er könne Opfer seiner Routinen werden. Doch genau das tritt ein. Und dann erwacht die Sehnsucht nach Esoterik. Eine ganze Generation ist auf der Suche nach sich selbst und wünscht sich, befreit zu werden. …“

Zum kompletten Interview bitte hier entlang.

Bildnachweis: privat.
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Leipziger Buchmesse 2018: Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Mit dem heutigen Tag ist nicht nur unser Standort zur kommenden Leipziger Buchmesse bekannt – Halle 5, Stand G 417 in Kooperation mit dem Telescope Verlag – sondern auch unser (vorläufiges) Veranstaltungsprogramm am Rande derselben, konzipiert (Änderungen vorbehalten). An unserem Stand können Sie nicht nur uns und unser Verlagsprogramm kennenlernen, vielmehr können Sie sich am 16. 03. 2018 um 14 Uhr von Michael Haas, am 17. 03. 2018 von Frau Kopf ihre aktuellen Bücher signieren lassen und diese beiden AutorInnen begrüßen.

Auch freuen wir uns auf Sie im Rahmen unseres mitreißenden Abendprogramms, dass in der Leipziger Kunstgalerie Raum 16 am 16. 03. 2018 von den neuen Werken der Künstlerin Daniela Floss und der beiden Autoren Axel Kores und Michael Haas getragen wird, am 17. 03. 2018 von Frau Kopf und M. Kruppe, im 2. Teil von Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und Klaus Märkert, ebenfalls mit feiner neuer Literaturkost mit Leben erfüllt wird.

Bitte entnehmen Sie die Details unserer Veranstaltungsankündigung.

Selbstverständlich werden Sie zu den Abendveranstaltungen mit edlen Spirituosen und kleinen Häppchen verköstigt; wir heißen Sie herzlich willkommen und freuen uns auf Sie!
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