M. Kruppe | Ein Abend im Frühling

fb-title_kruppe4Wir freuen uns mit unserem Autoren und Netzwerker M. Kruppe nicht nur über die erfolgreiche Veröffentlichung seines gemeinsam mit dem Saalfelder Künstler Stefan Jüttner realisierten Buches „Von Sein und Zeit“ Mitte Dezember diesen Jahres unter unserem Stern, gern präsentieren wir mit Verweis auf die neue Facebookpage zum Buch auch sein Video „Ein Abend im Frühling“ als Geschmackserreger für unsere interessierte Leserschaft.

Wir wünschen viel Vergnügen!

Katrin Hetzel | Schönheit des Verfalls

jasmin0134Katrin Hetzels fotografische und fotomanipulative Handschrift lässt sich schwer mit Worten beschreiben, eher erfühlen. Bereits vor Jahren beteiligte sie sich mit ihren dunklen, romantischen, verspielten Blicken auf das Verborgene, auf die Schönheit des Verfalls an zwei Prosa / Lyrik – Büchern des Geraer Autoren Tristan Rosenkranz und im Zuge dessen an Ausstellungen und Lesungen an verschiedenen Orten. Auch aktuell prägen ihre Arbeiten die Ausgaben #1 und #2 unseres „Outscapes“-Magazins.

Wir freuen uns, dass sie uns an ihrer faszinierenden Sprachlosigkeit teilhaben lässt und präsentieren limitierte kleine Drucke im „Outbird“-Onlineshop.

Stefan Jüttner | Zeitvergessene Faszination

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Stefan Jüttner, eine gestandete Saalfelder Erscheinung, tritt als Künstler nur allzu bescheiden auf. Und das vor dem Hintergrund fesselnder, stillstehender, verlorener und scheinbar fragender Fotomanipulationen, die ihresgleichen suchen. Wir freuen uns, diesen faszinierenden Saalfelder Künstler  nach der anstehenden Veröffentlichung seines gemeinsam mit M. Kruppe gestalteten, bei uns erscheinenden ersten Buches „Von Sein und Zeit“ nun auch mit einer kleinen, exklusiven Auswahl an limitierten Drucken begrüßen zu dürfen. Jüttners Grundaussage in all seinen Werken ist Zeitvergessenheit, vielleicht sogar auch eine andere Wirklichkeit hinter dem vermeintlich sichtbaren Jetzt. Und vielleicht sind seine Arbeiten genau deshalb so zeitlos schön. In unserem Shop hier erhältlich.

Ralf Schönfelders Vorwort für M. Kruppes „Von Sein und Zeit“

Wir bedanken uns herzlich bei Ralf Schönfelder für sein Vorwort für M. Kruppes jüngst erschienenen Buch „Von Sein und Zeit„:

„Ich will Ihnen was verraten. Das „M“ in M. Kruppe steht für – halten Sie sich fest! – „Meister“ Kruppe. Wer jetzt an Meister Eckhart denkt, liegt richtig. Der Name ist ein kumpelhaftes Nicken von einem Mystiker zum anderen.

Was denn, was denn? Wieso der skeptische Blick? Sie glauben nicht, dass diese wilden Stories über Punks und Grufties und den Leipziger Kiez, über Chaostage und das verfluchte Geldverdienen, meistens im Vollrausch oder Halbkater verfasst, von einem Mystiker stammen? Na – Sie sind ja borniert heute Morgen!

Für mich liegt es auf der Hand: Die Texte in diesem Buch beginnen zu glühen, wenn Kruppe sich an eine mystische Erfahrung des Jetzt heranschreibt, immer wortwütiger und verzweifelter, weil sie sich einfach nicht fassen lässt. Er sitzt im Café und gibt den Fels im Arbeiterstrom, er trinkt im Garten und macht gute Miene zum Selbstbetrug der Spießer nebenan, er liegt am Lagerfeuer, betrunken von billigem Fusel. Und er spürt, wie die Grenzen der Realität durchlässig werden und er will es packen, dieses Etwas, das da gerade vor sich geht. Das Jetzt, die Wahrheit des Moments, das Gewahrsein, Jetzt, dieses Unbegreifliche, Unaufhellbare, Jetzt, wenn die Zeit weder kommt noch geht, Jetzt, dieses absolute Jetzt.

Und ich sage Ihnen noch was: Lassen wir uns nicht verscheißern von luftig gekleideten Damen und Herren aus der Eso-Ecke bei Thalia! Das absolute Jetzt hängt nicht in der Luft, es ist Teil der Erde. Kruppe ahnt es in der Natur, wie die großen Zenmeister. Dann wieder ahnt er es im ziellosen Umherwandern und in der Begegnung mit Menschen, wie vor ihm Henry Miller, noch ein mystischer Autor und einer von Kruppes literarischen Stammvätern.

In manchen Sätzen kommt Kruppe nah ran an das absolute Jetzt. Zum Beispiel, wenn er schreibt: „Der Regen kracht auf das Plastikdach.“ Beim „a“ von „kracht“, da fehlten nur noch 13 Millimeter. Dieses Dilemma hat übrigens schon William Blake gequält. Deshalb behauptete er in seinem Buch „Kiss the hunter of the green vest“, dass selbst der beste Dichter niemals näher als 7 Millimeter an das absolute Jetzt rankommt. Einerseits gibt es für Kruppe also noch Spielraum. Ist dieser Spielraum irgendwann ausgereizt, bleibt andererseits die Erkenntnis: Das Unsagbare kann nicht in Worte gefasst werden. Auch Kruppe wird diesen Stachel sein ganzes Schriftstellerleben lang im Arsch spüren.

Nun möchte ich aber mit einem Hoffnungsschimmer enden. Es gibt dokumentierte Fälle, in denen Autoren spontan das absolute Jetzt zu fassen kriegen, wenn sie am wenigsten damit rechnen. Also, Meister Kruppe, hör nicht auf zu schreiben! Und vielleicht, eines Tages, kurz bevor dein Finger das „M“ auf der Tastatur berührt, wird Dich die Erfahrung überwältigen, dass du alle Worte längst beendet hast. In diesem Moment wirst Du dich fühlen wie ein schmelzender Koffer, der vom Himmel auf die Erde tropft. Wie gern würde ich mich dir dann wieder anschließen!

Ralf Schönfelder“

Das Buch kann bereits jetzt in unserem Onlinestore vorbestellt werden. Herzlichen Dank!

Bildnachweis: Privat
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Erstes Buch der „Edition Outbird“ vor Veröffentlichung | M. Kruppe + Stefan Jüttner „Von Sein und Zeit“

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In diesen Tagen geht das erste Buch unserer „Edition Outbird“ in die Veröffentlichung – ein Werk, welches nicht nur aus lange währenden Träumen, vielmehr auch aus der wunderbar reibungslosen und enthusiastischen Zusammenarbeit aller Beteiligten entstehen konnte. Ralf Schönfelder als 1. Thüringer Literaturinstanz und Projektmanager des Thüringer Literaturbüros LeseZeichen e. V. schreibt unter anderem im Vorwort:

„… Die Texte in diesem Buch beginnen zu glühen, wenn Kruppe sich an eine mystische Erfahrung des Jetzt heranschreibt, immer wortwütiger und verzweifelter, weil sie sich einfach nicht fassen lässt. Er sitzt im Café und gibt den Fels im Arbeiterstrom, er trinkt im Garten und macht gute Miene zum Selbstbetrug der Spießer nebenan, er liegt am Lagerfeuer, betrunken von billigem Fusel. Und er spürt, wie die Grenzen der Realität durchlässig werden und er will es packen, dieses Etwas, das da gerade vor sich geht. Das Jetzt, die Wahrheit des Moments, das Gewahrsein, Jetzt, dieses Unbegreifliche, Unaufhellbare, Jetzt, wenn die Zeit weder kommt noch geht, Jetzt, dieses absolute Jetzt.

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